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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1
fantasy-abenteuer , usa/großbritannien 2010
original
harry potter and the deathly hallows - part 1
regie
david yates
drehbuch
steve kloves
cast
daniel radcliffe,
emma watson,
rupert grint,
ralph fiennes,
helena bonham carter, u.a.
spielzeit
146 Minuten
kinostart
18. November 2010
homepage
http://www.harrypotter.de
bewertung

6 von 10 Augen

 

Nun geht die "Harry Potter"-Saga also auch im Kino zu Ende. Oder auch nicht, denn beim produzierenden Warner Bros.-Studio entschloss man sich, das siebte und letzte Kapitel von J.K. Rowlings gigantomanisch erfolgreicher Buch-Reihe in zwei Filme aufzusplitten, so dass das wirkliche Ende nicht jetzt, sondern erst nächsten Sommer im achten Film kommt. Natürlich hat man sich für diese Entscheidung ein paar gut klingende Begründungen zurecht gelegt, dass man ja diesem grandiosen, auf so vielen Handlungsebenen genialisch verflochtenen Finale nicht hätte gerecht werden können, wenn man es in nur einen Film gestaucht hätte.
Das ist allerdings ähnlich geheucheltes PR-Geschwafel wie das Gerede, mit dem Warner vor wenigen Wochen bekannt gegeben hatte, dass dieser Film nicht - wie eigentlich anvisiert - auch in 3D erscheinen würde. Da nahm man dann große Worte wie "künstlerische Vision" und "Verantwortung gegenüber den Fans" in den Mund und verschwurbelte die schlichte Wahrheit: Dass man mit der nachträglichen 3D-Konvertierung einfach nicht schnell genug fertig wurde und man es sich nicht leisten konnte, den bereits weltweit koordinierten Starttermin rund um den 18. November kurzfristig zu verschieben.
Genauso kann man auch nicht wirklich glauben, dass es den Verantwortlichen darum ging, der Vision von J.K. Rowling besonders gerecht zu werden, indem sie hier noch einen Film drauflegten. Es geht hier schlicht nur ums Geld, schließlich wird es nach dem Ende von "Harry Potter" auf lange Sicht nichts geben, mit dem sich derart garantiert eine enorme Menge Schotter verdienen lässt. Die Handlung von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" rechtfertigt eine Auswälzung über zwei Teile jedenfalls definitiv nicht.

Das liegt vor allem daran, dass die erste Hälfte von Rowlings letztem Potter-Buch (das mit 832 Seiten in der Original-Ausgabe auch "nur" das zweitlängste der Reihe war, hinter dem unnötig ausgewalzten fünften Teil) sich vor allem auf die Hoffnungslosigkeit und den Frust seines Helden-Trios konzentriert, die zugleich auf der steten Flucht vor den Gefolgsleuten Voldemorts sind und auf einer Suche, von der sie nicht mal wissen, wo sie sie überhaupt anfangen sollen. Die ausweglose Atmosphäre, die Rowling dabei erzeugte, war durchaus effektiv, sonderlich viel Plot-relevante Handlung kam währenddessen aber nicht herum. Und genau das erweist sich als die zentrale Schwachstelle dieses Films, der über fast zweieinhalb Stunden zwar eine dichte Atmosphäre erzeugt, dabei aber so wenig zu erzählen hat, dass man sich beim Zuschauen schon ziemlich verschaukelt fühlt - denn der Film ist genau da zu Ende, wo die Dinge endlich richtig in Bewegung kommen.
Wir erinnern uns: Am Ende vom sechsten Teil wurde Harrys Mentor, Hogwarts-Schuldirektor Dumbledore umgebracht, der wieder erstarkte Voldemort und seine folgsame Armee der Todesser haben die Macht in der Welt der Zauberer und Hexen an sich gerissen, und allen ist klar, dass einzig Harry in der Lage sein wird, Voldemort noch aufzuhalten. Nur: Wie? Der grundsätzliche Weg scheint klar: Harry und seine Freunde Hermione und Ron müssen die sieben Horkruxe finden, magische Gegenstände, in die Voldemort jeweils einen Teil seiner Seele übertragen hat - was ihn unsterblich macht, solange nicht alle Horkruxe zerstört sind. Das Problem: Harry und seine Helfer wissen weder, was für Gegenstände sie genau suchen, noch wo sie das tun sollen. Dumbledore hat ihnen vor seinem Tod herzlich wenig Informationen mit auf den Weg gegeben, und die Erbstücke, welche die drei nun von ihm erhalten, erscheinen auf den ersten Blick auch eher nutzlos. Derweil "säubern" Voldemort und Konsorten die Zauberwelt von allen Aufmüpfigen, die nicht gefolgsam sein wollen, es gibt erste Opfer im Kreise von Harrys Freunden und Beschützern zu beklagen - kurz: die Gesamtsituation ist ausreichend deprimierend.

Dies wiederum weiß Regisseur David Yates, der die Reihe ab dem fünften Teil übernommen hat und nun auch zu Ende führen darf, durchaus effektvoll einzufangen. Was sich im gesamten Verlauf der Reihe immer mehr verfestigte, findet nun seinen Höhepunkt: Endgültig vorbei ist es mit der aufregend-abenteuerlichen, farbenfrohen Welt, die mit kindlicher Freude bestaunt wird. In "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" sind alle kräftigen Farbtöne fast vollständig verschwunden, es ist eine düstere, kalte Welt, in der leuchtende Farben nur noch ausgewaschen vorkommen und es ansonsten sehr grau und trostlos zugeht. Das spiegelt sich auch in den menschenleeren englischen Landschaften, in denen Harry, Ron und Hermione während ihrer ziellosen Odyssee campieren, umgeben von kahlen Bäumen, grauem Himmel und ungemütlicher Witterung.
Auch die Angst und der Schrecken, die sich durch Voldemorts Herrschaft selbst unter seinen eigenen Anhängern breit machen, werden sehr gut eingefangen. Deswegen erweist sich die sehr starke Eröffnung des Films, die sich hierauf konzentriert, sogar als seine beste Sequenz - zu schade, dass es davon nicht mehr zu sehen gibt. Denn tatsächlich entwickelt sich "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" trotz seiner großräumigen Settings immer mehr zu einem Kammerspiel zwischen seinen drei jungen Helden (mit deutlichen Anleihen beim "Herr der Ringe"), die immer weiter angewachsene Armada an schillernden und so großartig besetzten Nebenfiguren verschwindet fast vollständig von der Bildfläche. Niemand außer den drei Helden hat hier mehr als eine Handvoll Szenen, zentrale Figuren wie Severus Snape bekommen nicht mal mehr Dialog ab. Und Hogwarts, das bisherige Zuhause der gesamten Reihe, ist nicht ein einziges Mal zu sehen.
Das ist natürlich ein Stück weit durchaus konsequent, schließlich geht es hier ja darum, dass Harry und seine Freunde (und damit auch der Zuschauer) alles verlieren, was ihnen bisher Halt gegeben hat, und trotz scheinbar totaler Hoffnungslosigkeit ihren Kampf fortsetzen. Doch letztlich ist dies eben das einzige Motiv, auf dem der Film herumreitet, und das wirkt auf zweieinhalb Stunden ausgewalzt dann einfach etwas ermüdend.

Der Film kämpft mit weiteren Schwächen. So kann man sich als Zuschauer schon etwas allein gelassen vorkommen, wenn man die Handlung des Buches nicht mehr vollkommen präsent im Kopf hat (falls man es überhaupt gelesen hat), denn das Skript von Steve Kloves spart genauere Erklärungen zu Figuren und Handlungspunkten fast komplett aus, wodurch die eine oder andere Sequenz in ziemlich unbefriedigender Konfusion verpufft, wenn man kaum noch nachvollziehen kann, was hier eigentlich gerade genau vor sich geht.
In ähnlicher Weise macht der Film auch schlicht zu wenig aus der Tatsache, dass in diesem letzten Teil sämtliche Figuren nun zu ihrer vollen Blüte gelangt sind, ebenso wie die zahlreichen Jungdarsteller, die ihre Charaktere endlich vollkommen glaubwürdig verkörpern. Paradebeispiel: Die herausragenden schauspielerischen Leistungen dieses Films bieten Jason Isaacs und Tom Felton als Lucius und Draco Malfoy. Leider haben sie nur zwei Szenen im ganzen Film. Aber dafür richtig große.

"Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" fehlt es schlicht und ergreifend an einer klaren Richtung - genau wie seinen Helden, die bei ihrer ziellosen Suche die meiste Zeit nicht wissen, wo sie hin sollen. Alles, was der Film erzählerisch leistet, ist nicht mehr als bloße Exposition für das endgültige Finale - bezeichnenderweise erfährt man auch erst fast am Schluss (in einer ziemlich beeindruckenden, expressionistischen Animationssequenz), was es eigentlich mit den titelgebenden Heiligtümern des Todes auf sich hat. Dann noch ein ziemlich schwacher Cliffhanger, und das war's dann. In direkter Verbindung mit dem zweiten Teil, also als ausschweifende Einleitung eines schlussendlich fünfstündigen Mammutwerks, wird sich "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" vielleicht noch als effektvoll und gelungen erweisen, als für sich stehendes Filmerlebnis bleibt er aber schlicht unbefriedigend. Und fühlt sich drum am Ende eben nach nichts mehr an als einer billigen Masche, seinem Publikum noch ein bisschen mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

Frank-Michael Helmke

"Die Handlung von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" rechtfertigt eine Auswälzung über zwei Teile jedenfalls definitiv nicht."

Ohne den Film gesehen zu haben: Das stimmt nicht. Zumindest ist es nicht möglich, das komplette Buch in 146min. zu packen, ohne frustrierte Buchleser zu hinterlassen. Da wäre mindestens ein Film in Herr-der-Ringe-Länge notwendig gewesen.

Ich hoffe eigentlich nur, dass der Schwerpunkt in diesem Film wieder mehr auf der eigentlichen Geschichte liegt und nicht, wie in Teil 6, auf romantischem Techtelmechtel. :)

6

Dem kann ich nur zustimmen! Vgl. meine Kritik auf http://www.zelluloid.de/filme/kritik.php3?id=7557&tid=11977

Ich kann mich da Edwards nur anschließen: "The Deathly Hallows" mag zwar in reinen Seitenzahlen nicht der längste Roman der Serie sein - aber (im Gegensatz zum "Orden des Phönix") ist die Handlung hier geradezu verdichtet, so dass sehr viele Informationen auf sehr wenig Raum untergebracht sind.
Würde man all dies auf das übliche 2-Stunden-plus-Format zurechtstauchen wollen, würde man den Zuschauer entweder so sehr überfordern, dass die meisten Leute der Handlung nicht mehr folgen können - oder man müsste so viel weglassen, dass man die Geschichte bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte.

Finde auch das eine zweiteilung sinn macht. Bei teil fünf hat sich auch alles darüber beklagt das er zu kurz war und viel weg gelassen wurde.

Super Kritik! Sie bestätigt letztlich das, was bereits zu befürchten war. Reine Geldschneiderei.
Zumal es bei einem Film gar nicht darum geht jedes Detail eines Buches zu erwähnen... Peter Jackson hat's doch vorgemacht...
Besonders gelungen in der Kritik: Der Kommentar zum Wegfall der 3D Version! :-D

9

Dieser potter-film hat dieses mal definitiv mehr als 6 augen verdient, ich hasse es so einfach zu behaupten dass aus einem solchen handlungreichen buch 2 teile zu machen, geldmacherei wäre. Jeder der das buch gelesen hat und den film gesehen hat, kann sagen dass ein 2-teiler notwendig war! auch dass es dem film einer richtung fehlte ist meiner Meinung nach Blödsinn,..ein sehr oberflächliche Kritik!!

9

Ich kann Herrn Helmke in fast keinem Punkt zustimmen!
Wer den letzten Band gelesen hat, der findet diesen Film sensationell. Natürlich spielen die unter den Kritikern ach-so-gelobten Nebendarsteller nur wenige Szenen, denn das Buch schreibt es so vor und ich käme mir als Fan relativ verschaukelt vor, wenn man die Handlung von den (hier so genannten) "ermüdenden" 3 Hauptdarstellern wegnehmen würde. Ebenso könnte man den Film niemals in einem Teil unterbringen, ohne dass das "Feeling" verloren ginge und genau hier übertrumpft der letzte Film all seine Vorgänger: Man hat beim Schauen das gleiche Feeling, wie man es beim Lesen hatte. Tatsächlich schafften es die drei Hauptdarsteller diesmal emotional glaubwürdig rüberzukommen, was ihnen im 6ten Teil meiner Meinung nach nicht immer gelang.

Der Film weicht an manchen Ecken ganz leicht vom Buch ab, mir scheinen diese Lösungen aber sehr intelligent gewählt zu sein: Bevor der Fan sich die Fragen stellen kann, warum Harry und Hermine keinen Vielsafttrank auf dem Friedhof nutzen, erklärt Harry Hermine explizit, warum er auf solchen verzichtet hat. Es macht alles in Sich Sinn und es ist das erste Mal, dass ich ausnahmslos alle Abweichungen von Buch bei einem HP-Streifen verzeihen kann.
Zusätzliche Szenen, wie die Tanzszene und humorvolle Einlagen, wirken absolut glaubhaft und passen diesmal perfekt in den Film. Es wurde glücklicherweise auf gezwungene Szenen, wie sie im sechsten Teil vorkamen ("Achtung, dein Schnürsenkel ist offen", oder die "Aus-Langeweile-ins-Kornfeld-renn"-Aktion) verzichtet. Es spricht für Yates und für Emmas und Daniels schauspielerische Fähigkeit, dass die Tanzszene, die man so leicht hätte vergeigen können, glaubhaft rüberkam. Statt kitschig wirkte sie echt.

Wer fehlende Höhepunkte bemängelt und die Handlung ermüdend findet, sollte sich die Herr der Ringe Triologie auch lieber in einem Ruck ansehen, denn den ersten Teil alleine könnte man "ermüdend" finden...

9

Hab den Film schon Mittwoche gesehen, werde Montag nochmal reingehen und warte sehnsüchtig auf Juli 2011. Reicht das, oder muss ich noch mehr sagen?
Ja gut, also hier noch ein paar Gedanken.
Ich fand den Film unglaublich gut. Er war alles, der erste Potter, bei dem ich fast geheult hätte. Die erste Szene, in der Mann Hermine sieht und das drum rum ist grandios ausgearbeitet worden. KLar fehlen auch wieder Dinge. Das Drama um Dumbledore kommt so gut wie gar nicht vor. Der Fokus des Films liegt auf den 3 Hauptcharakteren. Deren Beziehungen zueinander und die Suche nach den Horkruxen.
Ich habe eigentlich nur 2 kleine Kritiken an dem Film. Ich mag die Tanzszene mit Harry und Hermine gar nicht, da sie fast sexuell aufgeladen wirkt und das nie ein Thema zwischen den beiden war. Und ich finde es schade, dass man Ron bei den Malfoys nicht einmal "HERMINE!" schreien hört.Da habe ich beim lesen immer Gänsehaut bekommen. Aber dafür gibt es andere schöne Szenen.

Ich kann nur eins sagen: diese Kritik ist vollkommen unangebracht (mit Ausnahme der Sache mit dem fehlenden 3D, aber am Ende war das auch gut, denn einige Szenen sollte lieber keiner in 3D sehen (da wird Nagini nur noch grusliger und erschreckender, als sie schon ist)).
Ich habe den Film heute gesehen und muss sagen, dass alles, was ich gesehen habe, meinen Erwartungen, die sehr hoch und anspruchsvoll waren, übertroffen hat. Letztendlich hat der Film genau das gezeigt, was er sollte, die Basis für das große Finale ...

@BobbyCooper: ich kenne niemanden, der Herr der Ringe vollständig gelesen hat ... da waren die Kürzungen wirklich angebracht!
@Edward, Jane und Wishmaster20: danke, dass ihr das auch so seht.

@Autor der Kritik: anscheinend haben Sie das Buch nicht gelesen. Wenn Sie eine Kritik über den 2. Teil des Filmes schreiben wollen (was ich nicht hoffe, denn es kommt auch eine Abneigung gegen die Reihe rüber), lesen Sie vorher das Buch und versuchen Sie, die Handlung zu verstehen und nachzuvollziehen (vorallem, wenn Sie sich nicht mehr an Buch 6, dass Sie bestimmt auch nicht gelesen haben, erinnern können) ... denn der erste Teil dient zum Verständnis, ohne das man die finale Konfrontation zwischen Voldemort und Harry nicht mehr nachvollziehen kann!

The End of this comment, good night!

9

War auch gerade drin und bin mehr als positiv überrascht - vor allem, weil sehr viele Kritiken, die ich im Vorfeld gelesen habe, so wie die obere eher in die Richtung "naja, ganz nett, aber miese Regie und viele Durchhänger" gingen.

Diesen Eindruck hatte ich überhaupt nicht. Ich war nie ein besonderer Fan der "Harry Potter"-Filme (ganz nett, ja, aber keine große Filmkunst), aber dieser ist in meinen Augen der mit Abstand beste, dichteste, originellste. Natürlich: Wer farbenfrohes Zauberer-Juppheidi erwartet oder temporeiche Quidditch-Matches, der ist hier falsch. Aber mal ernsthaft: Wollten wir das wirklich nochmal sehen? Harry, der in Hogwarts rumeiert, sich mit Pubertätsnöten herumschlägt und am Ende von Dumbledore und Hagrid mit "Du bist der beste" belohnt wird?

Was ich heute vorgesetzt bekam, war ein sehr erwachsener, durchdachter Film, trotz aller Düsternis mit genau der richtigen Prise Humor, mit zwar wenigen, dafür aber intensiven Action-Szenen und einer ständigen unterschwelligen Spannung, die die zweieinhalb Stunden viel zu schnell herumgehen ließen. Mir gefiel die Tanzszene ausnehmend gut, auch der Beginn oder die Scherenschnitt-Sequenz. Radcliff und Grint sind mir zum erstenmal als ernstzunehmende Schauspieler positiv aufgefallen, und Watson war ja eh schon immer gut. Die drei konnten den Film absolut tragen.

Lieblingsszenen: Die Versammlung am Anfang (bei der die Schlange gefüttert wird) - grandioser Bedrohungsaufbau, die Szene zog einen sofort in den Film. Die Tanzszene - ich glaube nicht, dass es dabei um sexuelle Aufladung ging (wie ein Vorposter meinte), sondern die beiden testeten quasi endgültig, wie es zwischen ihnen steht, und kamen endgültig dahinter, dass außer Freundschaft nichts ist. Grandios gelöst, völlig ohne Dialog, phantastische Szene. (Man denke an die "Zelt-Szene" in "Eclipse" - würg). Der Einbruch ins Zaubereiministerium - wundervoll, spannend, sehr humorvoll, und die "Ersatz-Schauspieler" machen ihre Sache hervorragend.

Es gibt nur einen Wehrmutstropfen: Ich würde liebend gern sehen, wie es weitergeht (hatte den Roman ganz absichtlich nur bis ca. Seite 150 gelesen, wollte mal einen Film ohne Vorkenntnis des Romans erleben). Die Zeitspanne bis zu Teil zwei ist definitiv viel zu lang.

Fazit: Bester Harry Potter, toller Film. Niemand war überraschter als ich, dass der so gut wird. Kloves ist für mich rehabilitiert.

9

Ich meinte natürlich nicht Kloves (obwohl sein Drehbuch auch gut war), sondern Yates, den Regisseur. :-)

5

Habe noch nie einen Harry Potter gesehen und keine Bücher gelesen. Habe mich dennoch auf den Film gefreut, aber fand ihn sehr schleppend, langweilig. Also an alle, die sich in derselben Situation befinden:

Fangt nicht mit 7.1 an, sondern schaut vielleicht erst mal den ersten Teil an. Das werde ich nämlich auch tun, und dann finde ich den letzten Teil vielleicht plötzlich ganz interessant.
Momentan ist es mir schleierhaft, wie man sich sichtlich freuen kann, wenn von Todessern die Rede ist. Bei mir gab´s halt keine Regung, und durch viele Voraussetzungen habe ich keinerlei Bindung zu irgendeinem der vorkommenden Charaktere bekommen können.

Ab gehts zu Teil eins... (Dann gibt´s vielleicht auch zehn Punkte für den Film)

2

Ich kann mich den negativen Aspekten dieser Kritik nur vollinhaltlich anschließen (und darüber hinausgehen). Nachdem ich bisher keines der Bücher gelesen hatte und grundsätzlich ein Hype-Skeptiker bin, ging ich dennoch mit positiven Erwartungen in den Film, nachdem die Darsteller und die Story hoffentlich den Kinderschuhen entwachsen sein sollten.
Leider konnte mir die extrem langsame Filmsprache, gepaart mit den völlig belanglosen Dialogen und dem äußerst dünnen Handlungsbogen nicht den erwarteten Filmgenuß liefen. Dazu hatte ich den Eindruck, daß der Hauptdarsteller kaum mehr als zwei Emotionen bringen kann, und daher auch nur zwei Emotionen darstellen mußte, Verwirrung und Angst. Einer, der absolut keinen Plan hat, obwohl er schon jahrelang in Ausbildung ist und außerdem der "Auserwählte" sein soll, mit dem vermag ich nicht mitzugehen.
Mich hat der ganze Film unermeßlich gelangweilt. Allein die Campingszenen mit Zelt, wo einfach nichts Wesentliches vor sich geht, wo nicht einmal eine nennenswerte Geschichte erzählt wird, sind schon eine eigene peinvolle Angelegenheit. Will mir da wer was von Bildsprache und wunderbaren Landschaften erzählen ? All das habe ich schon anderswo deutlich intensiver und beeindruckender gesehen, hier verkommt das Element der Ruhe zur reinen Banalität. Orientierungslosigkeit als darstellungswürdiges Szenario ? Ja, gerne, aber bitte mit Niveau, und nicht als künstlerische Bankrotterklärung der Beteiligten.
Wer nicht ins Potter-Universum eingetaucht ist, wird von Regisseur und Drehbuchautor völlig im Stich gelassen. Was kümmern mich Todesser, wenn ich keine Ahnung habe, was sie warum sind ? Wie erklärt sich mir, daß ein simpler Hauself stärker ist als eine ganze Familie von diesen Typen ? Wie soll ich zum Fall des Zauberei-Ministeriums einen Bezug aufbauen, der über ein Schulterzucken hinausgeht ?
Somit bleibt für mich abseits der Begeisterungsstürme dieser Film ein einziges Fragezeichen - warum wird ein dermaßen enttäuschender Film nicht auch als solcher identifiziert ?

8

@piranhaz: wusste gar nicht, dass Du unter dem Namen "Helmke" auch Kritiken schreibst. Definitiv: es schadet wirklich nicht, die HP-Bücher zu kennen. Aber alleine für sich sind die Filme schon sehenswert und sehr gelungen. Zustimmung nur in einem Punkt: die besten schauspielerischen Leistungen liefern die Malfoy-Darsteller ab und ich denke, von Tom Felton werden wir noch jede Menge hören.
Guter Film, absolut unterirdische Kritik!

8

Zuerst einmal: Handwerklich war der gesamte Film eine perfekte Arbeit.

Nun gibt natürlich das recht dunkle und über einige Strecken langatmige Buch eine recht schwierige Vorlage ab.
Für diese Voraussetzungen war der Film schon sehr gut.

Ich glaube man sollte allen Kritikern folgendes ans Herz legen.

Bewertungen 2x machen:

Für Leute die Harry nicht kennen und mit dem Franchise nichts anfangen können: 5 Augen

Für Fans: 9 Augen

Von mir gibt es 8 weil einfach das Buch schon schlecht war.

9

Bereits als ich von dem "ersten Teil des 7. Filmes" hörte, war ich skeptisch und befürchtete (ähnlich wie unser Kritiker hier oben ^^) ein ausgelutschtes Stück Kinoschmonzette, neben der sogar Lord Voldemort vermutlich noch ziemlich lebendig ausgesehen hätte.

Anders als bei meinem Vorredner ganz oben schaffte es der Film bei mir jedoch, genau diese Ängste zu widerlegen! Dessen 146 Minuten vergingen wie im (Besen)flug, und jetzt kann ich den abschließenden Part im Sommer 2011 kaum noch erwarten! Von verstümmelten Handlungsbögen oder mangelnden Auftritten diverser Darsteller war meiner Ansicht nach nichts zu spüren.

Der Fokus der Buchvorlage liegt nun einmal auf den drei Hauptcharakteren, und daran hält man sich eben. Ferner finde ich, das die Regie den in Filmen gerne einmal vermasselten Balanceakt zwischen Charaktereentwicklung und inhaltlichem Vorangehen hervorragend umgesetzt hat. In "Die Heiligtümer des Todes" geht beides Hand in Hand, die Charaktere entwickeln sich durch die Handlung, die ihnen widerfährt, bzw die Handlung entwickelt sich durch ihre Figuren - so, wie es auch sein sollte.

Von der angeblich "sexuell" aufgeladenen Tanzszene habe ich übrigens nichts bemerkt; ich würde diese eher als Humorvolle Zwischeneinlage betrachten, in der a) Harrys Versuch dargestellt wurde, Hermione in ihrer Trauer um den vermeintlichen Verlust Rons aufzumuntern und b) abermalig auf das rein freundschaftliche Band zwischen den beiden verwiesen wurde.

Überhaupt spart man nicht mit wunderschönen und originellen Charakterszenen während des Films (ich sag nur "Schweizer Käse" xD), die das Fanherz höher schlagen lassen, an keiner Stelle fehlt es an Witz oder gar Selbstironie.

Dennoch zieht sich kontinuierlich ein Spannungsbogen durch sämtliche Szenen, die gegen Ende doch ein leichtes Unwohlsein bei dem Gedanken an vermeintlich Hilfespendende alte Frauen, Teestunden sowie Reptilien aller Art zurücklassen.

Ich empfehle allen HP-Fans & Cineasten einen 146 Min. kurzen Blick in diesen überraschend gelungenen Streifen!

Liebste Grüße,
June

5

Ich hab damals den ersten Teil gesehen. Klar wer nicht?
War "Nett" aber nicht herausragend. Oder nicht?
Habe mir dann den zweiten Teil angetan, in der Hoffnung das da irgendetwas neues passiert.Leider wieder nix. Genauso Profillos wie Teil 1. Hab mich dann irgendwann mal zum dritten oder vierten Teil hinreissen lassen, aber der war noch viel, viel, VIEL schlechter als die anderen Teile.
Seitdem halt ich mich fern von den "HP-Adventures". Das mag in den Büchern alles total toll, knuffig und spannend sein aber auf der Leinwand ist das ganze rumgeplänkle mit Kindischen und völlig ausgewaschenen Zaubertricks total ermüdend. Und ich würd meinen Zauberstock darauf verwetten das Harry Potter 7 genauso ein Käse ist und guck ihn mir daher gar nicht erst an und vergeb einfach mal meine prophylaktischen 5 Punkte.

7

@knossos

Du hast dann wahrscheinlich auch mit dem dritten Herr der Ringe Film Angefangen und wusstest damals auch nicht warum, wieso, weshalb und Frodo hat auch nicht anders ausgesehen in seiner Mimik. Die Harry Potter Filme Bauen auf einander auf und grade in den letzten Teilen sind es nun mal Filme deren Vorgänger man gesehen haben muss. Zugegeben selbst dann versteht man noch nicht alles, aber vieles mehr. Die Bücher habe ich auch nicht gelesen und von daher bleibt für mich auch das ein oder andere im verborgenen. Das hat der Kritiker auch schon richtiger weise so angemerkt. (dachte am Anfang die ganze Zeit von was für ner Hochzeit reden die da). Ich tue mich auch schwer damit einen 5 Stunden Film zu bewerten von dem ich erst die hälfte gesehen habe. Aber das was ich bisher gesehen habe hat mir schon mal gut gefallen. Mir geht es ebenso wie jboxoffice. Ich fand auch zum ersten mal das wirklich alle Schauspieler gut gespielt haben. Vor allem Grint und Radcliff haben sich sehr gesteigert. Kritikpunkt von mir wäre die Tatsache das 6 Jahre lang Harry nur immer wieder Glück hatte und jetzt auf ein mal direkt am Anfang Waldi zeigt wo der Hammer hängt als er ihm den Zauberstarb Zerbröselt. Hier ging mir die Entwicklung von „ich kann im Prinzip nix“ auf einen Zauberer der weiß was er tut und direkt ne ganze Horde Dementoren aufhält zu schnell. Die Campingszene war mir persönlich auch zu lang und man hätte hier sicher sinnigeres gefunden um die Zeit zu füllen, sich etwas länger mit den Nebendarstellern aufhalten z.b.. Aber abgesehen davon fand ich den Film erstaunlich gut. Eventuell liegt das auch nur am sehr schwachen Vorgänger. Ich wurde jedenfalls gut unterhalten.

Ich kann die Kritik nur nicht ganz verstehen und sie liest sich Tatsächlich wie von einem Harry Hasser verfasst. Das ich die Aufteilung auf zwei Filme gutheiße habe ich weiter oben schon geschrieben. Bemängelt wird unter anderem das die Darsteller keine Klare Richtung hätten und umher irren. Gut erkannt und echt schlecht Interpretiert. Es geht ja schließlich darum das Harry nicht weiß was er machen soll? Er ist eben Ahnungslos. Und das kommt auch im Film gut rüber. Ist ja fast so als ob man bei Herr der Ringe bemängelt das die den Ring genau in Saurons Reich tragen, der Schicksahlsberg steht nun mal da. Auch die Wahl an welcher stelle der Film enden soll war für mein empfinden echt gut gewählt. Man geht nicht beleidigt aus dem Kino weil man das Gefühl hat das der Film an der Besten stelle unterbrochen wird. Sondern es macht Lust auf mehr und ich fand es gut getimed.

Zu der Tanzszene wollte ich noch sagen das ich von einer Sexuellen Aufladung auch nichts gemerkt habe. Ich Interpretiere das so das Harry Hermine nur ablenken wollte von ihren Sorgen und Ängsten und sie etwas aufheitern wollte.

@HP Trauma
Hat ja keiner was gegen Kommentare im allgemeinen aber einen Film zu bewerten ohne ihn gesehen zu haben oder dieses in Betracht zu ziehen ist schon ne Frechheit und mir unbegreiflich.

Fazit:
Der Beste und erwachsenste Harry Potter
Kino: Wenn man die Reihe bisher mochte wird man den Teil lieben.
DVD Abend: Klar, aber zuerst die anderen schauen
DVD Kauf: Ich habe die anderen Teile also kommt der auch in die Sammlung

9

An all jene die weder die Bücher noch die vorhergehenden Filme gesehen haben, wie ist es euch möglich einen Film zu bewerten, bei dem euch nicht einmal der kleinste Zusammenhang bekannt ist! Dieser Film ist Teil einer Buchreihe, die auf einen bestimmten Höhepunkt (kommt im zweiten teil HP7) zusteuert und das von Beginn des ersten Buches an! Klar ist der Film nicht gut, wenn man überhaupt keine Ahnung von der Materie hat, da er dann einfach nicht verständlich ist! @HP Trauma: Kritik zu üben ist das Recht von jedem, aber eine wertung abzugeben, über einen Film den man nicht gesehen hat, ist ziemlich dumm und infantil!

Zum Film: Kann mich der Kritik des Autors nicht anschließen! Der film musste zweigeteilt werden, sonst hätte man sehr viel raus lassen müssen und dann wäre der Film dem Buch nie gerecht geworden!
Auch das kritisierte Fehlen eines Höhepunkte, hallo das Buch hat seinen Höhepunkt am Ende, folglich in HP7/2! Meiner Meinung nach, gab es immer wieder kleinere Höhepunkte: Ministerium, Godrics Hollow, Flucht aus dem Haus der Malfoys! Die Schauspielerische Leistung fand ich von allen Darstellern durchaus überzeugend (entsprechend dem Buch)!
Sehr gelungen waren auch die kleinen Details, wie die Darstellung des Märchens der drei Brüder (Comic müsste von Tim Burton sein?)!

Alles in allem ein gelungener Kinofilm, wenn man es so bewertet, wie es auch sein sollte: Als die Verfilmung der ersten Hälfte des siebten Buches!!!!

7

@HP Trauma: Ich habe dich auch noch nicht gesehen und gebe dir mal meine "prophylaktischen 2 Punkte". Selten habe ich eine sinnlosere Kritik lesen müssen. Wenn man den Film nicht gesehen hat und die Entwicklung der vorherigen Filme nicht kennt, sollte man seinen Senf für sich behalten. Kindisch sind die Filme übrigens keineswegs, denn spätestens mit dem vierten Teil ist der Tod ein ständiger Begleiter.
Ich vergebe für eine gute, aber nicht herausragende Filmumsetzung 7 Augen. Der wahre Fan ist mit den Büchern eigentlich eh besser bedient.

8

Jaja, wie die Zeiten sich ändern. Alle sind sie erwachsen geworden, alles ist grau und alles ist düster. Und in einem Harry Potter-Film erklingt ein Song von Nick Cave. Ach, Melancholie. Das war sie nun, die Ouvertüre zum großen, endgültigen Finale. Und jeder, der danach noch behauptet, die Trennung in zwei Teile wäre aus künstlerischer Sicht überflüssig, der muss entweder völlig den Verstand verloren haben oder mit den Figuren und der Welt von Harry Potter nie recht warm geworden sein. Denn durch die Teilung ist etwas Erstaunliches geschehen: Der Film erhält endlich Platz zum atmen - kein stakkatohaftes Hetzen durch die Handlung mehr, bei dem sämtliche Zwischentöne dem Zeitdruck zum Opfer fallen und kurze Szenen und Gesichtsausdrücke ganze Gefühlswelten der Figuren erklären müssen. Stattdessen ist die Essenz und der Geist der Vorlage endlich einmal perfekt eingefangen – Ziellosigkeit, Isolation, Verzweiflung, all dass wird hübsch deutlich und bleibt nicht wie so oft zuvor eine bloße Behauptung.

Die Atmosphäre ist beklemmend, dunkel, fatalistisch und düster. Der von Herrn Helmke zurecht als solcher erkannte Kammerspiel-Ansatz richtet den Fokus auf die drei orientierungslosen Helden und das ist gut so – um die geht es hier schließlich: Wenn es an der Zeit ist, muss die geballte britische Schauspielelite eben in die zweite Reihe zurücktreten. Da gehören ihre Figuren nämlich hin. (Was, ließt man all die illustren Namen im Abspann, zugegebenermaßen etwas befremdlich wirkt). Das Trio macht seine Arbeit indes gut, die Dynamik zwischen ihnen stimmt – und die bereits oft erwähnten Tanzszene zum Nick Cave-Song schafft etwas, was man so nicht erwarten durfte: Ein Gefühl und eine Stimmung zu vermitteln, welches Rowling mit bloßen Worten nicht gelungen wäre.
Der gesamte Film ist ein langsamer, bittersüßer und melancholischer Abschied von den Figuren und der Welt, die die Autorin erdacht hat.

Eigentlich unnötig, es hinzuzufügen: Optik, Ausstattung und Effekte sind gewohnt brillant – über leichtes „über's Ziel hinausgeschossen“ (NS-Uniformen und Stürmer-Hetzzeitschriften im Zaubereiministerium) könnte man sich beschweren – obgleich die aufdringliche NS-Analogie schon im Roman gegeben ist und (mich) dort bereits nervte, schmälern tut es den Filmgenuss natürlich nicht. Auch das von Yates bislang stets verhunzte „Finale“ (hier ja nur ein „kleines“) geschieht wieder etwas zu gehetzt, ist aber emotional dennoch eindringlicher wie das des sechsten und des fünften Teils zusammen. Alles in allem ein überraschend gelungener Auftakt zum eigentlichen Finale, welches in dieser befriedigenden Form in einem 3-Stunden-Film nicht hätte realisiert werden können. Punkt. Ich für meinen Teil bezahle lieber das Doppelte, anstatt die Hälfte für ein verhackstücktes und überhastetes Finale hinzulegen.

Und abschließend noch: Das ist der 7. Teil der Verfilmung einer siebenbändigen Fantasy-Romansaga – wer erst mit diesem Film „ins Potteruniversum eintauchen“ will (Zitat eines Vorredners) und sich dann darüber echauffiert, das Werk erschwere Neueinsteigern den Zugang, dem ist nicht zu helfen. Mit dem Wissen der Vorgängerfilme (und dem des Romans ganz sicher, auch wenn es drei Jahre her ist, Herr Helmke) kann man dem Ganzen problemlos folgen.

Also heißt es nun mal wieder warten. Bis es zu Ende ist. Endgültig.

9

Eine klasse Verfilmung eines guten Buches!
Wie schon von Einigen hier geschrieben, das Buch wurde atmosphärisch perfekt umgesetzt! Ich kann mich erinnern, dass ich beim lesen mir sehr ähnliche Umgebungen und Stimmungen vorgestellt habe, wie David Yates es hier realisiert hat.
Wenn man den Teil nun gesehen hat, ahnt man schon jetzt:
Die Filmreihe bekommt einen würdigen Abschluss nächstes Jahr!

Toll!

5

Tjaa... dieser Kritik stimme ich in fast allen Punkten voll zu. Ermüdend ist exakt das richtige Wort für das handlungsleere Geholper auf der Leinwand. Und das sage ich als absoluter Potter-Fan und Potter-Bücher-streckenweise-auswendig-herbeten-Könner.

Das liegt aber irgendwo an meinen Erwartungen. Erstens: eine Buchverfilmung hat für mich genau das zu sein - das auf die Leinwand gebannte Buch mit sinnvollen Abstrichen und Ergänzungen, aber keinesfalls ein Film, der zwar im Universum des Buches spielt und sich lose an den Storyplot anlehnt, aber eigentlich ein eigenes Machwerk ist. Unter der Perspektive war der erste Film unschlagbar gut, der zweite Oberklasse... und dann ging's bergab.

Zweitens: Schon Joanne K. Rowling machte bei den Büchern den Fehler, hinsichtlich Action und Bodycount im Verlauf der Reihe gewaltig anzuziehen und einen reichlich verworrenen Schlussroman zu fabrizieren, der auch für Fans überladen und konfus wirken kann. Nur: Sie bereut das (nach eigenen Angaben in vielen Interviews) mittlerweile. Yates, der schlechteste aller Potter-Regisseure, hatte hingegen nun genug Zeit, in sich zu gehen und nach dem nicht direkt schlechten, aber viel zu weit von der Vorlage entfernten und mit Gefühlsduselei überladenen sechsten Teil wieder etwas Brauchbareres abzuliefern. Nix.

Das einzige, was dieser Film zu bieten hat, ist die passende Atmosphäre. Wenn auch sonst nicht viel.
Dass der Film als Zweiteiler produziert wird/wurde, finde ich durchaus angemessen als Ende einer siebenteiligen Mammutstory mit komplizierter Schlusshandlung.
Leider weiß ich jetzt schon, dass mir der zweite Teil ebensowenig gefallen wird wie der erste: zu weit vom Roman weg, zu gefühlsduselig, viel düsterer als nötig, Handlungshänger im Wechsel mit hektischer Krach-Bumm-Action.
5 Augen. Aber auch nur, weil ich ein Fan bin. In einer besseren Welt hätte Chris Columbus seine hervorragende Arbeit aus Film 1+2 den Rest der Reihe fortgesetzt und Cuarón hätte nicht den Anfang vom Ende eingeläutet. Schade.

Ich habe den Film noch nicht gesehen, und bin auch nicht sonderlich scharf drauf, aber dieses Kritiker-Runtermachen, nur weil es ein paar Leute gibt, die nicht alles durch die rosa Brille betrachten, was mit HP zu tun hat, ist völlig unangebracht.

Ich habe 4 oder 5 der Filme gesehen, und bisher war das alles eher mittelprächtig. Hier wird eine Bücherreihe, die nicht annhähern mit guter Fantasy wie z.B. von Terry Goodkind mithalten kann, zu einem unglaublichen Medienspektakel aufgeblasen, und aus jedem Quäntchen wird Geld gepresst. Das die 3 ersten Bücher damals von 15 auf 28,50€ im Preis gesteigen ist, haben wohl die Wenigsten überhaupt gemerkt. Hinzukommt die Film-Verwurstung, die mich eher an mittelprächtige Spiele-Umsetzungen auf die Leinwand erinnern, als an gute Buch-Verfilmungen.
Aber jeder der auf die technischen und inhaltlichen Mängel hinweist ist gleich ein Hater, Basher und hat keine Ahnung.

Macht mal die Augen auf.
HP ist eine mittelmässige Verfilmung die im Grunde nur dazu dient, aus der "Rechteverwertung" soviel Geld zu drücken wie nur geht, und die Konsum-Lemminge, die sich selbst in den HP-Trend via Herdentrieb gepresst haben, kriegen das nun nichtmal mehr mit. Die, die es bemerkt haben, wollen es nicht wahr haben, und schwimmen weiter mit dem Strom um bloss nicht aufzufallen.

Ich halte wenig von den Kritiken hier, aber wenn einem was nicht gefällt, wird man das wohl sagen dürfen, ohne das die Fans sich persönlich angepinkelt fühlen.

Joah mei, Ist ja gut. :D
Ich wollte doch damit nur meiner starke Antipatie -die schon an Hass grenzt- gegenüber diesem Milchgesicht Potter zum Ausdruck bringen.

Ich werd wohl dennoch nicht begreifen was an Harry -hebt sich im Grunde auch nicht von den anderen Zauberschülern ab -Potter so besonders sein soll.

Aber ihr habt natürlich recht. Das ist nicht Fair. Es tut mir leid. :P
Ich werd mir den Film ansehen und zu gegebener Zeit meine Meinung dazu schreiben

7

Die Harry-Potter-Reihe hat mir zu Beginn ganz gut gefallen. Dass diese positive Grundstimmung mit der Zeit zurückgegangen ist (ohne jemals ganz zu verschwinden), führe ich vor allem auf Nebencharaktere wie Bellatrix Lestrange zurück, die mir zu schrill sind und die magische Atmosphäre stark in Richtung "Muppet Show" ziehen. Das hat sich auch dieses Mal wieder bestätigt.

Dazu kam die ziellose Schauplatzspringerei, in der ich mangels Buchkenntnissen teilweise komplett den Faden verloren habe. Mal hier, mal da, schwupps, und jetzt dort drüben, aber so richtig in einen Ort hineingewachsen ist die Handlung selten. Die Szenen im Zelt haben mir mit Abstand am besten gefallen, und die Tanzszene war für mich mit Abstand die beste Szene des Films. Da war auf einmal wirklich eine Stimmung vorhanden, da war auf einmal Substanz spürbar. Schade, dass es die meiste Zeit nicht so war. Nahe dran war noch die letzte Szene mit Dobby, aber dann musste halt doch wieder der Auserwählte in den Mittelpunkt gerückt werden... "nein, was grad mit mir passiert ist völlig egal, wichtig ist nur: es passiert mir mit HARRY POTTER!" Es hätte keinen Zacken aus Harrys Krone gehauen, wenn einmal jemand anders im Mittelpunkt gestanden hätte; dass das systematisch vermieden wird, ist eine der Sachen, die mich an dieser Reihe stören.

Eine weitere ist die immer wieder vorhandene Botschaft, dass schöne Momente auf keinen Fall erlebt werden dürfen. In einem der ersten Filme meinte eine Hogwarts-Erzieherin mal, Ron "sehe da drüben zu glücklich aus" und tat sofort etwas dagegen. Diesmal nun knistert die Luft zwischen Harry und Ginny, aber natürlich kommt sofort jemand um die Ecke gehoppelt und versaut die Atmosphäre vollständig. Dass manche Zeitgenossen einen inneren Zwang verspüren, jeden schönen Moment kaputt zu machen, erlebe ich im realen Leben schon oft genug. Ich muss es nicht auch noch im Film sehen, und werde auch aus diesem Grund die Bücher nicht lesen.

Was bleibt, ist ein Schmunzeln über den Herr-der-Ringe-Horcrux und die Frage, ob J.K. Rowling oder der Regisseur schon mal in richtig kaltem Wasser schwimmen war. Die Szene mit dem Eisloch hätte definitiv einen Hinweis der Marke "Don't try this at home" verdient. Den nächsten Teil werde ich mir wohl auch noch ansehen, aber ich glaube nicht, dass ich die Harry-Potter-Reihe in besonderer Erinnerung behalten werde.

"Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" fehlt es schlicht und ergreifend an einer klaren Richtung - genau wie seinen Helden, die bei ihrer ziellosen Suche die meiste Zeit nicht wissen, wo sie hin sollen.

@ Herr Helmke: Genau darum geht es doch in diesem Film: Um eine Suche ohne Ziel. Die Charaktere stehen meist genauso ratlos da, wie wir als Zuschauer. Mein Gefühl ist es, dass Sie als Filmkritiker das Buch nicht einmal kennen und großspurig, die Produzenten verunglimpfen, indem Sie sagen, dass diese nur die Dollarzeichen in den Augen haben. Doch ist es verkehrt, einem der größten Filmreihen einen würdigen Abschluss zu verleihen?? Natürlich spielt das liebe Geld eine Rolle, doch wo ist das nicht (z.B. Camerons Avatar, wo nochmal eine minimal längere Fassung in die Kinos kommt). Von daher ist die Entscheidung, von 3D abzusehen, nur zu begrüßen. Besser eine gute Qualität ohne 3D, als schlechte Qualität mit 3D. Letztendlich diskutieren wir hier über einen Film, der noch nicht zu Ende erzählt worden ist. Daher sollte es erst eine Kritik geben, wenn der zweite Film im Kino erschienen ist, erst dann kann man/muss man den Film als Ganzes anerkennen und sein Statement dazu abgeben.

@ HP: Ihr Gefühl täuscht Sie. Ich habe alle Harry Potter-Romane gelesen und war von ihnen (fast) immer genauso begeistert wie die meisten anderen Leser. Dass ich diverse der Verfilmungen nicht für wirklich gelungen halte, hat mit meiner Meinung über die Romane nichts zu tun, sondern mit meiner Sichtweise, dass sie als für sich stehende Filme nicht wirklich gut funktionieren (was sklavisch genaue Buchverfilmungen selten tun).
Und das ist auch meine zentrale Kritik an diesem Potter-Film: Für sich alleinstehend (losgelöst vom Zuschauer-Wissensstand über das noch folgende Ende) ist er nicht zufriedenstellend, weil er keine eigene Geschichte erzählt, sondern nur den Anfang von einer, ohne selbst eine "runde Sache" zu ergeben. Das mag anders wirken, wenn man ihn gemeinsam mit dem zweiten Teil als großes Ganzes sieht. Aber was dem Publikum hier und jetzt verkauft wird, ist eben kein Fünf-Stunden-Epos, sondern nur die etwas zähe erste Hälfte davon als vermeintlich eigenständiges Werk. Und als solches kann dieser Film meiner Auffassung nach nicht überzeugen.

5

Also doch Mist.
Alles klar.
Wusst ich´s doch. :D

@HP Trauma: Wenn du den Film nicht gesehen hast, weißt du gar nichts, sondern hast nur eine Vorstellung davon. Mag sein, dass die durch manche Postings hier bestätigt wird und durch manche nicht. Aber das macht aus der Vorstellung noch kein Wissen.

Wissen ist, wenn Vorstellung und Erleben dir das Gleiche sagen. Um wirklich zu wissen, dass der Film Mist ist, musst du ihn dir ansehen. Aufgrund deiner Vorstellung kannst du es natürlich auch lassen, denn du musst nicht alles wissen. Aber wenn du daraus folgerst, dass Vorstellung und Wissen dasselbe sind, dann wirst du viele Dinge nicht erleben, weil du aufgrund deiner Vorstellung meinst, du wüsstest schon alles über sie. Und dann entgeht dir was - weil Erleben anders als Vorstellung ist.

(@filmszene: sorry für offtopic, couldn't resist :-)

@ F.-M. Helmke:

Nun ja, dieser Film erhebt ja nur *sehr* bedingt den Anspruch, ein eigenständiges, in sich geschlossenes Werk zu sein. Das "Teil 1" im Titel deutet ja eigentlich schon darauf hin, dass wir es hier eben nur mit der ersten Hälfte eines größeren Ganzen zu tun haben.

Vermarktungstechnisch haben Sie natürlich recht: es wird den Zuschauer abverlangt, diesen Film zunächst mal für sich allein stehend anzuschauen, um dann erst viele Monate später die zweite Hälfte zu Gesicht zu bekommen.

9

Ich bin überrascht, dass meine Kritik (auch gegen den Filmkritiker hier) ungekürzt und unverändert wiedergegeben wurde.
Ich muss sagen, rückblickend finde ich den Film sogar noch besser, da ich mir nochmals das Buch geschnappt hatte und alles nochmals gelesen hab. Es ist (nach Teil 4) die originalgetreuste Wiedergabe der Bücher und, was noch viel wichtiger ist, eine, wenn nicht sogar die, beste Verfilmung eines der Bücher der Buchreihe.
Was noch gesagt werden muss: nur echte Potter-Fans wissen, wie wichtig es ist, dieses Buch in 2 Teilen zu verfilmen, da sogar eine "Unwichtigkeit" (wie sie von den "Amateuren") genannt wird, zu Verständnislosigkeit führt.
@ Wishmaster20: bist super ;)
@ diejenigen, die den Film schlecht finden: erst die Beschreibung lesen, dann zur Not in die Wikipedia gehen, um zu lesen, wie die Handlung des Buches ist. Es ist nun mal kein "Quidditch-Hogwarts-Schulalltag-Jahr", sondern ein "Erwachsen,-auf-der-Flucht-und-immer-unterwegs-Jahr" ... ein Roadmovie. Und wer nicht versteht, warum es so schleppend ist, dem wird der 2. Teil definitiv zu hektisch und zu unverständlich sein. Denn die Schlüssel zum Verständnis des 2. Teils liegen im 1. Teil. Und wer das nicht einsieht und versteht, dem kann auch nicht mehr geholfen werden.
Enjoy and see you someday!

6

Hab versucht mir den Film im Flugzeug anzuschauen und bin dabei mehrmals einfach eingeschlafen.
Aber habe halt weder das Buch gelesen noch sonst irgendwelche existenziellen Bedürfnisse nach den ganzen nerdy Details der Harry Potter Welt. Irgendwie geht mir da der Bezug zum Leben etwas ab.

6

Also ich hab den neusten Teil nun doch gesehen und muss sagen, es ist genau der Käse den ich erwartet hab ... obwohl, etwas besser war er dann doch.
Aber mehr als ein bisschen durschnittlich fällt meine Bewertung dann doch nicht aus. Ich kann mich mit dem Potter einfach nich anfreunden.

So auch wenn der Film ja

9

So auch wenn der Film ja schon was Älter ist habe ihn jetzt zum ersten mal gesehen wie überhaupt die ganze reihe.
Finde das gesamt pakte sehr gut gemacht und Besonderes Teil 7.1 ist genial gemacht mann hätte teil 7.2 meiner ansicht nach nicht besser vorbereiten können.
Finde besonders den anfang hervoragend umgesetz man kann richtg mit Hermine mitfühlen was selten der fall bei einem film ist.
Also an alle die Harry Potter noch nicht gesehen haben und die sowas eigentlich nicht interesiert, mir gings ganz genau so und kann jetzt seit dem ich mich nun überwunden habe und sie geschaut habe gar nicht mehr ohne die Filme.

Und zum guten schluss muss ich sagen zum glück haben sie ihn nicht in 3D gemacht das ist wirklich nicht nötig bei so einem film.

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