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Goal II

Goal II
sportfilm , großbritannien 2006
original
goal! 2
regie
jaume collet-sera
drehbuch
mike jeffries, adrian buchart, terry loane
cast
kuno becker,
stephen dillane,
alessandro nivola,
anna friel,
rutger hauer, u.a.
spielzeit
115 Minuten
kinostart
31. Mai 2007
homepage
bewertung

4 von 10 Augen

Fußball-Schnellkarrierist Santiago Munez kehrt im zweiten Teil der "Goal"-Trilogie im Trikot von Real Madrid zurück auf die Leinwand und wandert weiter munter die Karriereleiter hinauf, die ihn im ersten Teil von den Bolzplätzen in Los Angeles bis in die englische Premier League zu Newcastle United geführt hatte. In Teil Eins war der mexikanische Einwanderersohn von seinem Förderer entdeckt worden und der trostlosen Welt der Gartenpflege entflohen, die ihm sein Vater zu bieten hatte. Nachdem er einigen Verführungen der kleinen Newcastler Profifußballwelt erfolgreich widerstanden hatte, reizt ihn diesmal die glamouröse Welt Real Madrids.

Doch ähnlich wie im Prequel kann die Handlung leider auch in "Goal 2" nicht mit den hochqualitativen Fußballszenen mithalten, die zugegebenermaßen einen neuen Standard für Spielfilme setzen, zumal sie mit der Unterstützung der betroffenen Vereine und des Hauptsponsors Adidas entstanden sind. Denn im Leben des jungen Santiago, gespielt von dem Ex-Soap-Star Kuno Becker, dreht es sich leider zumeist auch um Problemchen von Daily-Soap-Charakter. Soll er die brave bodenständige Verlobte Roz (Anna Friel) gegen die hippe Fernsehmoderatorin Jordana (Leonor Varela) eintauschen? Ist es richtig, sein Gehalt für Lamborghinis und Designervillen auszugeben? Wie geht der junge Star mit schweren Rückschlägen wie drei Spielen auf der Bank um?
Dank der freundlichen Unterstützung von FIFA und Adidas wartet der Film mit echten Real-Stars und realistischen Einblicken hinter die Kulissen der Königlichen auf, die allerdings kaum in der Lage sind, die Schwächen im Plot zu vertuschen. Da hilft es auch nicht gerade, dass die lange verschollene Mutter des Stars samt kleinem Bruder ebenfalls in Madrid wohnt und Santiago von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Kaum glaubwürdig ist auch die Hin- und Hergerissenheit Santiagos zwischen Roz, die im fertig dekorierten Haus in Newcastle sitzt, um ihre Krankenschwesterausbildung zu beenden, und der amoralischen Verführerin Jordana, die sich im Ruhm des schicken Jünglings sonnen will.
Doch Santiago darf, wie schon im ersten Teil, in jede für ihn ausgelegte Falle tappen, oft dank seines guten Willens und natürlich gegen den Rat seines Entdeckers Glen Foy (Stephen Dillane). Für die humoristischen Einlagen sorgt wieder der Hans Dampf in allen Gassen Gavin Harris (Alessandro Nivola), der ebenfalls von Newcastle nach Madrid gewechselt ist und sich und Santiago wiederholt in die Bredouille bringt. Sein Thema ist mit Anfang 30 das schwierige Altern und das damit verbundene drohende Karriere-Ende.

Becker verlässt sich zu großen Teilen auf sein gutes Aussehen und seinen jugendlichen Charme, es gelingt ihm dennoch, den Jungprofi halbwegs glaubwürdig zu verkörpern. Schauspielerisch überzeugt Anna Friel als Roz am ehesten, die in England ein durchaus bekanntes Gesicht ist. Ihre Rolle gibt ihr allerdings auch die Möglichkeiten, eine gewisse Palette an Emotionen darzustellen, was für die meisten anderen Darsteller nicht zutrifft.
Der Film selbst verliert nie die Hochglanzästhetik eines Werbespots und lässt seinen Figuren dabei keinen Raum für eine tiefere Entwicklung. Zu gradlinig verläuft der Weg Santiagos durch alle Instanzen des Profifußballs, zu wenig erfährt man davon, was Ruhm und Anstrengungen eines Sportlerlebens tatsächlich ausmacht. Dazu fehlt dem Film eine runde Handlung, denn das Ende bleibt offen und weist so schon die Richtung zum dritten und letzten Teil. Der wurde während der WM 2006 gedreht, vielleicht erwartet die Zuschauer ja dann zumindest eine actionreiche Version des "Sommermärchens", ohne schwäbische Kampfesreden.

Moritz Piehler

10

einfach nur geil!!!!!

"...ohne schwäbische Kampfesreden"

Hat M. Piehler was gegen Schwaben? Welchen Dialekt nennen sie den ihr eigen?

Der erste Teil war eine nette Unterhaltung und der 2 wird bestimmt auch unterhaltsam. Gerade die Gradlinigkeit macht ihn kurzweilig und recht unterhaltsam.

Ich erwarte kein "tiefsinningen, philospohischen Film über die Kunst am Balles auf grünem Grunde" von dieser Filmreihe :)

P.S. I ben Schwob.

3

Lässt einen völlig kalt. Zusammengeschnippselte Real- und Gestellte Fußballszenen überzeugen nicht wirklich. Der erste Teil war besser, obwohl auch nur Durchschnittsware.

8

Naja der erste war finde ich besser doch der zweite hats trotzdem in sich. man sollte in sich in jedem Fall näher betrachten.

9

Klar.. kein vollkommener Film.. Aber ich finde ihn Klasse und freue mich schon auf den 3. Teil!

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