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Ghost Ship

Ghost Ship
horror-thriller , usa 2002
original
ghost ship
regie
steve beck
drehbuch
mark hanlon
cast
gabriel byrne,
ron eldard,
isaiah washington,
desmond harrington,
julianna margulies, u.a.
spielzeit
91 Minuten
kinostart
23. Januar 2003
homepage
bewertung

4 von 10 Augen

Jeder Käpt'n, der etwas auf sich hält, hat mindestens eine Geisterschiff-Geschichte im Seemannsgarn-Repertoire. So manche verfluchte Seele war dazu verdammt, bis in alle Ewigkeit rastlos über die Weltmeere zu segeln. Seefahrer schlugen zum Schutz vor diesen Geisterschiffen ein Hufeisen in den Mastbaum, kündigte ihr Erscheinen doch den baldigen Tod an. Wilhelm Hauff und Sherlock-Holmes-Autor Arthur Conan Doyle befassten sich mit dem Stoff, der eine durchaus reale Grundlage hat. Epidemien, Piratenüberfälle oder Meutereien konnten ganze Schiffsbesatzungen hinwegraffen. Je nach Wind und Strömungverhältnissen konnte ein steuerloses Schiff jedoch noch viele Seemeilen zurücklegen - und kreuzenden Booten einen heftigen Schrecken einjagen. Die Mary Celeste ist eines der berühmtesten Geisterschiffe. Im Dezember 1872 tauchte sie plötzlich unbemannt vor Gibraltar auf. Das Schicksal der Crew, darunter Frau und Tochter des Kapitäns, konnte nie geklärt werden.
Die Mary Celeste hatten auch die Produzenten Joel Silver und Robert Zemeckis im Sinn, die mit ihrer Firma Dark Castle Productions nach "House on Haunted Hill" und "13 Geister" bereits im dritten Jahr in Folge das amerikanische Publikum zum Halloween-Fest mit einem leicht verdaulichen Horrorfilm erfreuen wollten, und sich dafür ein Projekt aussuchten, welches das mysteriöse Element Meer mit einer Gespenstergeschichte verbindet. Der für "Ghost Ship" erneut verpflichtete "13 Geister"-Regisseur Steve Beck interessierte sich leider wenig für die vielen Geisterschiff-Legenden und zimmerte ein House on Haunted Hill auf hoher See, gemischt mit etwas "Titanic" und "Shining".

Captain Murphy (Gabriel Byrne) und seine Crew unter Leitung der resoluten Epps (Julianna Margulies) haben sich auf Schiffsbergungen spezialisiert. Nach sechs Monaten auf See sind sie froh, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und begießen das in einer Hafenkneipe. Dort taucht plötzlich Air-Force Pilot Ferriman (Desmond Harrington) auf und berichtet von einem verlassenen Schiff in der Bering See. Obwohl bei einem alten Seebären bei dem Namen "Ferriman" (Fährmann) schon die Alarm- bzw. Schiffsglocke läuten sollte, leckt die Crew Blut und bricht sofort zu dem verrosteten Kahn auf. Bei diesem handelt es sich um den italienischen Luxusdampfer Antonia Graza, der 1962 unter mysteriösen Umständen verschwand (Bei der Kreation der Antonia Graza orientierte sich Produktiondesigner Grace Walker übrigens an dem italienischen 50er Jahre Kreuzfahrtschiff Andrea Doria). Dass der alles andere als geheuer ist, merken die Abenteurer schnell - doch als sie Gold an Bord finden, siegt die Habgier über den Fluchtimpuls. Und als durch einen mysteriösen Unfall das Bergungsschiff versenkt wird, erledigt sich die Fluchtfrage sowieso. Fortan sind sie auf dem Kahn gefangen - mit gänzlich unangenehmen Zeitgenossen. Überleben wird diesen Albtraum nur einer...

"I am so bored" legt ein kleines Mädchen zu Beginn des Films beim Bingo-Spiel. Und damit nimmt Beck gleich das Motto seines Films vorweg. Es gelingt ihm nicht, eine gruselige Atmosphäre zu schaffen, und für einen Horrorfilm sind die Effekte dann doch zu altbekannt und bieder. Sehenswert an diesem Film ist allein die Sequenz, die rückblendend das Schicksal von Crew und Passagieren des Schiffes erzählt. Hier kommt Beck ohne Worte aus und zeigt die grausamen Geschehnisse im Zeitraffer, unterlegt mit Musik.
Klassischer Grusel wäre hier mehr gewesen, und hätte auch der Figur des Kapitäns schwereres Gewicht verleihen können. In Gabriel Byrnes Augen liegt unendliches Leiden, er erscheint selbst wie der Fliegende Holländer, ein rastlos Getriebener. Das Klischee vom unsteten Seemann, der schon zuviel gesehen hat, muss hier als Erklärung her halten. Dabei hätte ein Schauspieler wie Byrne durchaus die Möglichkeiten, diese Figur mit Leben zu füllen. Und so versenkt Beck einen spannenden Stoff, der zu lange lahm vor sich hintuckert und nie ordentlich unter Volldampf gesetzt wird. Dieses "Ghost Ship" ist eher ein filmischer Seelenverkäufer als ein Luxusliner.

Miriam Flüß

10

Der Film ist absolut Hammer-Geil,schade das es keine Fortsetzung von
dem gibt,wirklich schade!

1

Eine Frechheit das der überhaubt hier reingestellt wird

3

Also wirklich...
dass ich mir diesen Film für 3€ bei KiK gekauft hab, hätte eigentlich schon alles sagen müssen...
Dann hab ich mir, nach langer Zeit, die der Film in einem Regal verstauben durfte, endlich mal die Muse genommen ihn anzusehen.
Von Anfang an wusste ich wie der Film enden würde, da er der Berechenbarste ist, den ich jemals in meinem Leben gesehen hab.
Die Schauspieler wären sicherlich recht gut, wenn die Story nicht so grottenschlecht banal gewesen wäre.
Ob man den Film jetzt wirklich "Horrorschocker" nennen darf ist einem wohl selbst überlassen, aber ich finde ihn einfach nur schlecht.

5

Kein wirklicher Kracher aber auch nicht ganz verkehrt. Fetter Sound, gemeint ist: "Not Falling" von "Mudvayne". Lustiger Fakt: Der Name "Ferriman" bedeutet übersetzt:"Fährmann", dieser bringt (zumindest der Griechischen Mythologie nach) die Seelen verstorbener über den Hades in das Reich der Toten. Sowas ähnliches tut der im Film ebenfalls.
Abgesehen von diesen Gimmicks und der Splatterszene am Anfang fehlt dem Film hauptsächlich Spannung und Story.

Habe den Film damals im Kino

3

Habe den Film damals im Kino gesehen: da fand ich ihn super spannend. Und die Szene mit dem "Kabel" fand ich super klasse. Mittlerweile ist der Film als DVD oder Fernsehfilm natürlich nicht mehr ganz so spannend und Horrorfilm darf man diesen Streifen auch nicht nennen.
Aber das kommt, weil wir alle abgebrühter durch SAW und Co. geworden sind.
Man kann sich den Film ansehen!!!
Aber in Gedanken wird man Ihn nicht behalten.
Also nur 3 Augen!!!

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