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Frau mit Hund sucht Mann mit Herz

Frau mit Hund sucht Mann mit Herz
romantik-komödie , usa 2005
original
must love dogs
regie
gary david goldberg
drehbuch
gary david goldberg
cast
diane lane,
john cusack,
dermot mulroney,
stockard channing,
christopher plummer, u.a.
spielzeit
96 Minuten
kinostart
25. August 2005
homepage
bewertung

6 von 10 Augen

Kindergärtnerin Sarah (Diane Lane) ist geschieden, und so langsam können das ihre Familie und Freunde nicht mehr mit ansehen. Während ihr lebenslustiger Vater (Christopher Plummer) sich bereits mit der modernen Technik vertraut gemacht hat und ein Internet-Date nach dem anderen klarmacht, muss Sarah erst von ihrer Schwester an die Hand genommen werden, um dann mit der Selbstbeschreibung "üppig, sinnlich, verführerisch und fröhlich" für ihre Kontaktanzeige zu enden. Und dank dem Zusatz "muss Hunde mögen" trifft sie schließlich auf den sehr romantisch veranlagten Jake (John Cusack), der ebenfalls von seinem Freund erst zu diesem Blind Date geschubst werden musste. Eher schlechte Voraussetzungen also, und dementsprechend sprühen auch nicht gleich die Funken. Viel interessanter scheint da für Sarah zunächst der frisch geschiedene Vater (Dermot Mulroney) eines ihrer Schützlinge. Doch auch Jake bleibt irgendwie im Spiel, und Sarah versucht inmitten all der guten Ratschläge die richtige Entscheidung zu treffen.

Wirkliche Spannung hinsichtlich der Frage, wer die gute Sarah nun erobern wird, kommt natürlich nicht auf, denn da reicht ein Blick aufs Filmplakat und die Rangfolge in der Besetzungsliste. Es gilt also lediglich die Irrungen und Wirrungen auf dem Weg ins Glück mal wieder irgendwie interessant und frisch zu gestalten. Das gelingt "Must love Dogs" (den schmalzigen und auch viel zu langen deutschen Titel lassen wir jetzt mal beiseite) dank der gelungenen Kombi "sympathische Darsteller" plus "geistreiche Dialoge" über weite Strecken auch ganz gut.
Zwar wirken die schlagfertigen Wortduelle nicht gerade wie aus dem Leben gegriffen - denn so viele gute Retouren fallen einem da leider meist nicht so spontan ein - aber in diesem Punkt hat man sich hier wirklich große Mühe gegeben, so dass das verbale Feuerwerk zwischen den Charakteren zweifelsohne die größte Stärke des Films ist.
Das Zweitbeste ist Sarahs "Rundum-Wohlfühl-Familie", deren einzelne Bestandteile zwar etwas klischeehaft zusammengestellt wurden, ihrem Charme kann man sich aber trotzdem nur schwer entziehen. Diese Gruppe nimmt daher auch deutlich mehr Raum ein, als das etwas antriebslose wirkende Pärchen Jake samt Kumpel, die wir meist nur beim erneuten Ansehen von "Doktor Schiwago" begleiten dürfen. Diane Lane konnte hier eindeutig die stärkere Rolle abgreifen, ihre Figur hat echte Klasse.
Die beiden Verehrer spulen dagegen eher routiniert ihr Repertoire ab: John Cusack als liebenswerter Chaot und Dermot Mulroney als Charmebolzen und cleverer Verführer. Die Konstellation Sarah und Jake wirkt dabei allerdings fast genauso erzwungen wie ihr auf völlig irreführenden Angaben beruhendes erstes Treffen. So recht wollen die beiden nicht zusammenpassen, und es braucht schon etwas guten Willen von Seiten des Betrachters um das alles einfach Mal so hinzunehmen.

Über weite Strecken gelungen wie gesagt, aber einige der ganz abgegriffenen Situationen aus dem RomCom-Bausatz hätte man auch ruhig in der entsprechend etikettierten Schublade lassen können.
Denn merke: Wenn man auf den üblichen Schnelldurchlauf der ersten misslungenen Blind Dates schon nicht verzichten mag, so dann doch vielleicht auf den 128. Psychopathen oder gar den 453. Typ der immer gleich in Tränen ausbricht. Ansonsten gibt's bei "Must love Dogs" aber reichlich beschwingte und leichte Unterhaltung, über die man auch Nichts wirklich Schlechtes sagen mag. Daher belassen wir es mal wieder bei einem bösen Blick in Richtung der Berufsgruppe "Lieferanten alberner deutscher Filmtitel" und sind ansonsten zufrieden.

Volker Robrahn

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