Es gibt diese Autowerbung, mit einem Typ, der
mit Schwimmweste unter die Dusche steigt, über seinem Küchentisch
einen Erste-Hilfe-Kasten hat, ein Dutzend Türschlösser
besitzt und sich nur in seinem Auto, „dem Sichersten seiner
Klasse“, richtig entspannen kann. Dieser Typ sollte einen großen
Bogen um „Final
Destination“
machen, ebenso wie alle anderen, die latente Angst vor rutschigen
Fußböden, implodierenden Monitoren, Messerblöcken,
Wäscheständern, Bussen, Bahnen, Flugzeugen und allen
anderen Dingen haben, die bei einem unerwarteten und plötzlichen
Ableben behilflich sein könnten. Daß man von der
einen Minute zur nächsten sterben könnte, ist eine
oft zitierte Weisheit der „Carpe diem“-Anhänger. Aber noch
nie war diese Gefahr so gegenwärtig wie in „Final Destination“.
Direkt damit konfrontiert sieht sich der junge Alex. Der ist
mit seiner Klasse gerade auf dem Weg zur
Abschlußfahrt
nach Paris, doch als er im Flugzeug seinen Platz einnimmt, hat
er plötzlich eine sehr detaillierte und wenig angenehme
Vision, wie der Flieger kurz nach dem Start abschmiert. Der
aus seiner plötzlichen Panik entstehende Tumult führt
dazu, daß Alex und fünf seiner Kameraden sowie eine
Lehrerin aus der Maschine geschmissen werden. Ihr Glück,
denn die explodiert tatsächlich Sekunden nach dem Start.
Das anfängliche Entsetzen, die Trauer und die Zweifel des
FBI, woher Alex nur wissen konnte, daß das Flugzeug explodieren
würde, werden jedoch alsbald nebensächlich, denn die
Überlebenden können sich nur kurz ihrer zweiten Geburt
erfreuen: Einer nach dem anderen wird durch tödliche Unfälle
dahingerafft, und Alex beginnt zu erahnen, daß das Schicksal
seine Bilanz wieder ausgleichen möchte.
„Final Destination“ ist für einen Teenie-Horrorfilm überraschend
einfallsreich, was Grundidee und Handlungsverlauf betrifft.
Außer der Zielgruppe hat er mit den in letzter Zeit so
angesagten, dabei größtenteils eher miserablen Slashern
á la „Düstere Legenden“ oder „Ich weiß, was
du letzten Sommer getan hast“ wenig gemeinsam. Vor allem deshalb,
weil es sich nicht um einen Slasher handelt: Seine ganz besondere
Würze bekommt der Film durch die physische Abwesenheit
eines Gegners. Hier gibt es keinen Messer-schwingenden Psychopathen,
hier haben es die verängstigten Teenies mit einem viel
größeren, de facto unbesiegbaren und allgegenwärtigen
Gegner zu tun: Dem Schicksal. Oder dem Tod. Oder wie man den
großen Plan auch sonst nennen will. Tatsache ist: Wenn
das Schicksal meint, daß du jetzt dran bist, wie häufig
wird es dir gelingen, ihm von der Schippe zu springen?
Man
merkt, daß sich „Final Destination“ in Ansätzen tatsächlich
mit recht intelligenten Fragen auseinandersetzt, und dabei ein
beachtliches Gespür für die Denkweise von Teenagern
beweist: Synonym dafür ist der recht jähzornige Carter
(Kerr Smith aus der Teenie-Soap „Dawson’s Creek“), ein Typ,
für den die Idee des eigenen Todes ein totales Absurdum
ist, und der sich dann, mit der tatsächlichen Gefahr konfrontiert,
nicht damit anfreunden will, daß er nicht die Kontrolle
über sein Schicksal hat. Ähnlich gut treffen auch
die Dialoge: Die Akteure unterhalten sich erstaunlich differenziert
über ihre Situation und scheinen sehr darauf bedacht zu
sein, nicht das Wort „Gott“ in den Mund zu nehmen, obwohl sie
genau darüber sprechen. Gelenkt zu sein von einem Schicksal/einer
höheren Macht, die dich holt, wann sie will, ist eine der
Urängste in der jungen Generation von sich selbst verwirklichenden
Individualisten. Und genau deshalb trifft „Final Destination“
zielgenau einen empfindlichen Nerv.
Diese sehr löblichen Ansätze werden unterstützt
von erstaunlich effektiven Szenen des Dahinscheidens: Der Tod
kommt hier nicht nur gnadenlos überraschend, sondern in
manchen Sequenzen auch hübsch einfallsreich. Wenn nach
den ersten Todesfällen der Blick des Zuschauers geschärft
ist für mögliche Gefahrenquellen im Umfeld der Figuren,
und dann dank grandioser Kettenreaktionen irgendwie alles gleichzeitig
passiert, dann können sich die Macher von „Final Destination“
rühmen, die kreativsten Sterbemöglichkeiten des Teenie-Horror-Revivals
erdacht zu haben.
Ein
wenig Schelte gibt es allerdings auch: Das Drehbuch macht es
sich im Story-Aufbau ein bißchen sehr einfach, die Idee
mit dem dich verfolgenden Schicksal wird dem verwirrten Alex
ziemlich direkt vor den Latz geknallt, einige post-traumatische
Verhaltensweisen wirken unglaubwürdig und aus der Luft
gegriffen, und einer der Überlebenden kommt den ganzen
Film nicht über die Funktion als Witzfigur hinaus (passenderweise
gespielt von Seann William Scott, bekannt aus „American Pie“
und „Road Trip“, der anscheinend nix anderes spielen kann).
James Wong und Glen Morgan, die klugen Köpfe hinter diesem
Film, haben reichlich Erfahrung bei „Akte X“ gesammelt. Ob man
diese Serie nun mag oder nicht: Zumindest die clevere und kreative
Inszenierung einer unsichtbaren Gefahr kann man kaum woanders
so gut lernen. „Final Destination“ läßt vielleicht
die großen Namen des Horror-Revivals vermissen, kann den
Angst-Faktor nicht konstant halten und gerät so manchmal
etwas schleppend, hat aber etwas, was den anderen Tote-Teenager-Filmen
generell abgeht: Tiefgang. Oder wann hat Dich ein Teenie-Slasher
das letzte Mal zum Denken angeregt?
kleine Werbepause
Anzeige
Final Destination
Bilder: Copyright Kinowelt Filmverleih

@ Voitek
Der Song heißt
All The Candles In The World
von Jane Siberry, Album When I Was A Boy
Falls jemand den Song in Rapidshare uploaden kann, bitte nur zu und mich per mail informieren
thx
@ gaaaaaaa + @ Voitek
das Lied heißt "into the void" und ist von den nine inch nails^^
lg
ich fand den film voll hamma aber auch traurig weil clear alex verliert.alex ist zwischen dem 1. und dem 2. gestorben .das wird im 2. teil genannt weil kimberly auch eine vision hatte und clear um hilfe bat.darauf sagte sie dass sie nicht helfen muss.aber kimberly meinte man hätte verantwortung und clear sagte dass sie keine mehr habe weil ihre freunde tot sind dann geht sie zu der wand wo ganz viele zeitungsartickel hängen ich zietiere was clear sagte:Und das ist Alex passiert als ich für ihn verantwortlich war. den sie hält ein bild von ihm wo er tot auf dem boden liegt.denn er wurde in einer seitengasse von einem ziegelstein erschlagen.
Ich finde, dass der "Final Destination" echt super ist. Vor allem das mit der Uhr, Die Überblendung von 1.00 , dann 1.80 Uhr und danach 180. Echt Genial!
Kommentar hinzufügen