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Final Destination

Final Destination
teenager-horror , usa 1999
original
final destination
regie
james wong
drehbuch
james wong, glen morgan
cast
ali larter,
devon sawa,
kerr smith,
kristen cloke,
sean william scott, u.a.
spielzeit
95 Minuten
kinostart
21. September 2000
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

Es gibt diese Autowerbung, mit einem Typ, der mit Schwimmweste unter die Dusche steigt, über seinem Küchentisch einen Erste-Hilfe-Kasten hat, ein Dutzend Türschlösser besitzt und sich nur in seinem Auto, „dem Sichersten seiner Klasse“, richtig entspannen kann. Dieser Typ sollte einen großen Bogen um „Final Destination“ machen, ebenso wie alle anderen, die latente Angst vor rutschigen Fußböden, implodierenden Monitoren, Messerblöcken, Wäscheständern, Bussen, Bahnen, Flugzeugen und allen anderen Dingen haben, die bei einem unerwarteten und plötzlichen Ableben behilflich sein könnten. Daß man von der einen Minute zur nächsten sterben könnte, ist eine oft zitierte Weisheit der „Carpe diem“-Anhänger. Aber noch nie war diese Gefahr so gegenwärtig wie in „Final Destination“.
Direkt damit konfrontiert sieht sich der junge Alex. Der ist mit seiner Klasse gerade auf dem Weg zur Abschlußfahrt nach Paris, doch als er im Flugzeug seinen Platz einnimmt, hat er plötzlich eine sehr detaillierte und wenig angenehme Vision, wie der Flieger kurz nach dem Start abschmiert. Der aus seiner plötzlichen Panik entstehende Tumult führt dazu, daß Alex und fünf seiner Kameraden sowie eine Lehrerin aus der Maschine geschmissen werden. Ihr Glück, denn die explodiert tatsächlich Sekunden nach dem Start. Das anfängliche Entsetzen, die Trauer und die Zweifel des FBI, woher Alex nur wissen konnte, daß das Flugzeug explodieren würde, werden jedoch alsbald nebensächlich, denn die Überlebenden können sich nur kurz ihrer zweiten Geburt erfreuen: Einer nach dem anderen wird durch tödliche Unfälle dahingerafft, und Alex beginnt zu erahnen, daß das Schicksal seine Bilanz wieder ausgleichen möchte.

„Final Destination“ ist für einen Teenie-Horrorfilm überraschend einfallsreich, was Grundidee und Handlungsverlauf betrifft. Außer der Zielgruppe hat er mit den in letzter Zeit so angesagten, dabei größtenteils eher miserablen Slashern á la „Düstere Legenden“ oder „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ wenig gemeinsam. Vor allem deshalb, weil es sich nicht um einen Slasher handelt: Seine ganz besondere Würze bekommt der Film durch die physische Abwesenheit eines Gegners. Hier gibt es keinen Messer-schwingenden Psychopathen, hier haben es die verängstigten Teenies mit einem viel größeren, de facto unbesiegbaren und allgegenwärtigen Gegner zu tun: Dem Schicksal. Oder dem Tod. Oder wie man den großen Plan auch sonst nennen will. Tatsache ist: Wenn das Schicksal meint, daß du jetzt dran bist, wie häufig wird es dir gelingen, ihm von der Schippe zu springen?

Man merkt, daß sich „Final Destination“ in Ansätzen tatsächlich mit recht intelligenten Fragen auseinandersetzt, und dabei ein beachtliches Gespür für die Denkweise von Teenagern beweist: Synonym dafür ist der recht jähzornige Carter (Kerr Smith aus der Teenie-Soap „Dawson’s Creek“), ein Typ, für den die Idee des eigenen Todes ein totales Absurdum ist, und der sich dann, mit der tatsächlichen Gefahr konfrontiert, nicht damit anfreunden will, daß er nicht die Kontrolle über sein Schicksal hat. Ähnlich gut treffen auch die Dialoge: Die Akteure unterhalten sich erstaunlich differenziert über ihre Situation und scheinen sehr darauf bedacht zu sein, nicht das Wort „Gott“ in den Mund zu nehmen, obwohl sie genau darüber sprechen. Gelenkt zu sein von einem Schicksal/einer höheren Macht, die dich holt, wann sie will, ist eine der Urängste in der jungen Generation von sich selbst verwirklichenden Individualisten. Und genau deshalb trifft „Final Destination“ zielgenau einen empfindlichen Nerv.

Diese sehr löblichen Ansätze werden unterstützt von erstaunlich effektiven Szenen des Dahinscheidens: Der Tod kommt hier nicht nur gnadenlos überraschend, sondern in manchen Sequenzen auch hübsch einfallsreich. Wenn nach den ersten Todesfällen der Blick des Zuschauers geschärft ist für mögliche Gefahrenquellen im Umfeld der Figuren, und dann dank grandioser Kettenreaktionen irgendwie alles gleichzeitig passiert, dann können sich die Macher von „Final Destination“ rühmen, die kreativsten Sterbemöglichkeiten des Teenie-Horror-Revivals erdacht zu haben.

Ein wenig Schelte gibt es allerdings auch: Das Drehbuch macht es sich im Story-Aufbau ein bißchen sehr einfach, die Idee mit dem dich verfolgenden Schicksal wird dem verwirrten Alex ziemlich direkt vor den Latz geknallt, einige post-traumatische Verhaltensweisen wirken unglaubwürdig und aus der Luft gegriffen, und einer der Überlebenden kommt den ganzen Film nicht über die Funktion als Witzfigur hinaus (passenderweise gespielt von Seann William Scott, bekannt aus „American Pie“ und „Road Trip“, der anscheinend nix anderes spielen kann).
James Wong und Glen Morgan, die klugen Köpfe hinter diesem Film, haben reichlich Erfahrung bei „Akte X“ gesammelt. Ob man diese Serie nun mag oder nicht: Zumindest die clevere und kreative Inszenierung einer unsichtbaren Gefahr kann man kaum woanders so gut lernen. „Final Destination“ läßt vielleicht die großen Namen des Horror-Revivals vermissen, kann den Angst-Faktor nicht konstant halten und gerät so manchmal etwas schleppend, hat aber etwas, was den anderen Tote-Teenager-Filmen generell abgeht: Tiefgang. Oder wann hat Dich ein Teenie-Slasher das letzte Mal zum Denken angeregt? 

Frank-Michael Helmke

@ Voitek

Der Song heißt

All The Candles In The World

von Jane Siberry, Album When I Was A Boy

Falls jemand den Song in Rapidshare uploaden kann, bitte nur zu und mich per mail informieren

thx

10

@ gaaaaaaa + @ Voitek

das Lied heißt "into the void" und ist von den nine inch nails^^

lg

9

ich fand den film voll hamma aber auch traurig weil clear alex verliert.alex ist zwischen dem 1. und dem 2. gestorben .das wird im 2. teil genannt weil kimberly auch eine vision hatte und clear um hilfe bat.darauf sagte sie dass sie nicht helfen muss.aber kimberly meinte man hätte verantwortung und clear sagte dass sie keine mehr habe weil ihre freunde tot sind dann geht sie zu der wand wo ganz viele zeitungsartickel hängen ich zietiere was clear sagte:Und das ist Alex passiert als ich für ihn verantwortlich war. den sie hält ein bild von ihm wo er tot auf dem boden liegt.denn er wurde in einer seitengasse von einem ziegelstein erschlagen.

10

Ich finde, dass der "Final Destination" echt super ist. Vor allem das mit der Uhr, Die Überblendung von 1.00 , dann 1.80 Uhr und danach 180. Echt Genial!

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