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Es

Es
horror , usa 2017
original
it
regie
andy muschietti
drehbuch
chase palmer, cary fukanaga, gary dauberman
cast
bill skarsgard,
jaeden lieberher,
sophia lillis,
finn wolfhard,
jeremy ray taylor,
jack dylan grazer, u.a.
spielzeit
144 Minuten
kinostart
28. September 2017
homepage
bewertung

7 von 10 Augen
Es

Die Kleinstadt Derry in Maine im Herbst 1988: Georgie, der jüngere Bruder von Bill (Jaeden Lieberher) verschwindet während eines Regensturms. Ein dreiviertel Jahr später, es ist der Beginn der Sommerferien und Bill sucht zusammen mit seinen Freunden, dem hypochondrischen Eddie (Jack Dylan Grazier), dem großmäuligen Richie (Finn Wolfhard) und dem schüchternen Stanley (Wyatt Oleff) nach seinem Bruder. Gleichzeitig muss sich dieser oft gehänselte „Klub der Verlierer“ der Bande des brutalen Henry Bowers (Nicholas Hamilton) erwehren und wird dadurch alsbald um die ebenfalls von Bowers verfolgten Mike (Chosen Jacobs), dem einzigen schwarzen Teenager in Derry, und dem dicklichen Ben (Jeremy Ray Taylor) erweitert. Und schließlich wird mit Beverly (Sophia Lillis) auch noch ein Mädchen aufgenommen. Henry Bowers wird aber bald zu einem kleineren Übel für die Bande, denn sowohl das mysteriöse Verschwinden von Kindern nimmt zu, als auch die bedrohlichen Visionen, die den Kindern erscheinen. Gemeinsamer Nenner: ein diabolischer Clown namens Pennywise (Bill Skarsgard)...
 

Das hätte sich Andres (mittlerweile Hollywood-freundlicher„Andy“) Muschietti nicht träumen lassen, als er bei den Dreharbeiten Reportern noch einigermaßen zaghaft ins Aufnahmegerät diktierte, dass er gerne auch einen zweiten „Es“-Film mit der noch fehlenden Hälfte des Mammutromans drehen würde, sofern der erste Film denn ein entsprechender Erfolg werden würde. Diese Sorge hatte sich dann quasi schon am Tag nach der Veröffentlichung des Teasertrailers, der mal eben zum meist angeklickten Trailer aller Zeiten wurde, erledigt. Dass „Es“ nun diverse Startrekorde in den USA nicht nur gebrochen, sondern regelrecht pulverisiert hat, ist da nur noch die blutrote Kirsche (oder Clownsnase) obendrauf.

Gar nicht schlecht für einen Film, der nicht nur wie sein 2017-Stephen King-Kollege „The Dark Tower“ jahrelang in der Vorproduktionshölle schmorte, sondern auch von den meisten gänzlich abgeschrieben wurde, als Cary Fukunaga (bekannt als der stilsichere Regisseur der ersten Staffel von „True Detective“), der die Produktion endlich erfolgreich angeworfen hatte, kurz vor den Dreharbeiten das Handtuch warf aufgrund der üblichen „kreativen Differenzen“ mit den Produzenten, weil er den King'schen Grotesken noch diverse andere hinzufügen wollte und auf ein NC-17-Rating (das in den USA eigentlich nur Pornos vorbehalten ist) bestand. Also wurde flugs Muschietti eingesetzt, dessen Debütfilm „Mama“ ja durchaus zeigte, dass der Mann sich mit Grusel und Gänsehaut auskennt. Aber für viele war dies nun das letzte Zeichen, dass „Es“ nun nur verwässert oder verstümmelt oder sonstwie unzufriedenstellend in die Kinos kommen würde. Dem ist nicht nur nicht so, „Es“ ist nun also auch der unerwartet erfolgreichste Blockbuster des Herbsts und zudem noch ein ziemlich guter kleiner Horrorfilm.

Denn genau das ist „Es“ geworden – nicht mehr und nicht weniger. Und das ist angesichts der sehr variablen bis durchschnittlichen Qualität der Adaptionen vom King'schen Schaffen auf der großen Leinwand schon ziemlich gut. Zumal man „Es“ eines ganz bestimmt nicht absprechen kann, nämlich dass sich dieser Film tatsächlich wie seine Vorlage anfühlt. Wie nur ganz selten zuvor bei der schwierigen Aufgabe, Kings Stil auf die Leinwand zu übertragen, kommt „Es“ dem Gefühl und Geist der Vorlage nah. Allerdings zeigt der Film nochmal in kleinen rhythmischen Holperern, wie schwierig sich seine Schreibe übertragen lässt. Auf der Buchseite entwickeln Kings schnörkellose aber genaue, bisweilen auch langwierige Beobachtungen eine enorme Sogwirkung, auf der Leinwand kann dieser Stil nicht wirklich übertragen werden.

Und man muss sagen, dass der mit über zwei Stunden vielleicht ein Stück zu lang geratene Film besonders in der ersten Stunde ein wenig unter einem strukturellen Problem leidet, das Kings Roman durch seine Flashbackstruktur und das Trennen durch dutzende, wenn nicht gar hunderte von Buchseiten nicht hatte: nach und nach erleben die „Verlierer“ einer nach dem anderen ihre erste Begegnung mit dem sich jeweils ihrer individuellen Angst anpassenden Pennywise, und diese set pieces werden halt nach und nach direkt hintereinander abgehandelt, ohne dass ein wirklicher Rhythmus entsteht. Das wird aufgrund Muschiettis stilsicherer Inszenierung zwar nie langweilig, aber doch ein wenig langwierig (wenn auch weit weniger als der letztlich völlig überbordende und jede erzählerische Disziplin über Bord werfende Roman). So richtig kommt die Geschichte eigentlich erst nach Beverlys Blut-Bad ins Rollen, wobei letztere Sequenz in ihrer fast psychedelischen Inszenierung ganz klar zu einem der Highlights des Films gehört.

Apropos Highlights: Dazu gehören neben der fantastischen Kameraarbeit von Chung-Hoon Chung, dem Stammkameramann von Chan Wook Park („Oldboy“, „Stoker“) auch die ausnahmslos hervorragenden Darsteller, allen voran die bisher so gut wie unbekannten Kinderdarsteller, die alle perfekt besetzt sind und ihre typisierten Charaktere gut rüberbringen, ohne in allzu viele offensichtliche Klischees abzugleiten. Hier wird jeder wohl andere Favoriten haben, hervorzuheben ist aber eindeutig Sophia Lillis als das einzige Mädchen im Bunde. Und dann ist da natürlich noch die Personalie Bill Skarsgard alias Pennywise. Der tritt in die riesigen Fußstapfen vom als Pennywise unvergessenen Tim Curry in der 1990 fürs US-Fernsehen enstandenen Miniserie „Es“, an der Currys Darstellung das bei Weitem Beste war. Was es natürlich für Skarsgard (jüngerer Bruder von Alexander) in den Augen vieler „Es“-Fans vor Ansicht des Films schwer bis unmöglich machte, als dämonischer Clown zu überzeugen. Und wie beim gesamten Film gilt auch hier: von vielen zu früh und voreilig geurteilt, denn Skarsgard macht seine Sache ausgezeichnet, lässt Curry zumindest für die Laufzeit des Films vergessen machen und zeigt, dass der zentrale böse Clown das geringste Problem von „Es“ (alt wie neu) ist.

Allerdings muss man noch kritisch anmerken, dass Muschietti hier den gleichen Fehler macht wie in seinem Erstlingsfilm, nämlich Pennywise, der eigentlich schon gruselig genug ist, wie damals die „Mama“ mit jede Menge und wenig überzeugendem CGI 'aufzuhübschen', was aber eben ziemlich nach hinten los geht. Wenn Pennywise hier wie die meisten Monster und Vampire der letzten Dekade Reihe um Reihe von digitalen Zähnen spielen lässt, muss man schon dran denken, dass manchmal weniger doch mehr ist. Besonders was käsiges und sofort erkennbares CGI betrifft. Auch Pennywises per Computer animierte Schnellwackelattacken sind, ähnlich wie damals die von Eli in der Hollywood-Version von „Let Me In“, eher albern als furchteinflößend.

Apropos, hier kommen wir noch mal zu einem weiteren Problem: Die Horrorszenen selbst. Positiv lässt sich zu diesen anmerken, dass Muschietti, der Gary Daubermann das von Fukunaga und Chase Palmer geschriebene Script nochmals in seinem Sinne umschrieben ließ, der logischen und sinnvollen Modernisierung der Geschichte in die späten Achtziger auch eine Modernisierung der Ängste der einzelnen Verlierer folgen lässt. Denn mal ehrlich: die von King benutzten klassischen Monster der Universal-Horrorfilme wie der Wolf Man, Frankensteins Monster oder die Mumie konnten zwar realistisch Kindern in den 1950er Jahren (wo dieser Teil des Romans ursprünglich spielte) ängstigen, für ein modernes Publikum ist dies allerdings kaum mehr nachzuvollziehen.

Nein, das Problem liegt anderswo: Muschietti verlegt sich in den meisten Horrorszenen auf die klassischsten aller Inszenierungen - jump scares, Monster, die sich in den Bildhintergrund schleichen etc. All das löst zwar mal das eine oder andere Gänsehäutchen aus, von richtigem Grusel oder gar echtem Horror ist man hier aber doch ein gutes Stück entfernt. Da hilft es auch nicht, dass man im Gegensatz zur Mini-Serie hier den Gewalt- und Blutfaktor hochfahren konnte. Mein Lieblingsgruselmoment hier ist einer, den mancher wohl kaum wahrnehmen wird. Als Ben in der Bibliothek Bilder der fatalen Ostereiersuche in Derry 1908 anschaut, dreht sich im Hintergrund eine ältere Dame um und grinst diabolisch, ohne sich in Folge zu rühren und bleibt dabei konsequent im unscharfen Hintergrund. Eine unruhig machende Einstellung, wie sie vor ein paar Jahren etwa in „It Follows“ mehrmals gelang. Man kommt nicht umhin sich zu wünschen, Muschietti hätte hier öfter mit dieser Art von Grusel gearbeitet, als mit den klassischen „Buh!“-Effekten, auch wenn das Geisterbahnhaft-Theatralische Pennywise natürlich irgendwo schon gut zu Gesicht steht.

Wer jetzt das Gefühl hat, das hier (zu) viel gemeckert wurde, dem sei versichert: Nein, „Es“ ist trotz der oben genannten Schwächen tatsächlich ein feiner kleiner Gruselfilm, der allein schon aufgrund seiner visuellen Umsetzung und seiner Schauspielerleistungen allemal sehenswert ist und zudem trotz diverser Änderungen den Geist der Vorlage sehr gut einfängt. Nur der ganz große Wurf, ein wirklicher neuer Klassiker des Horrorkinos, ist „Es“ leider nicht geworden. Dafür hätte es dann doch mehr als den soliden Handwerker Muschietti gebraucht. Da mögen einige jetzt der hypothetischen Fukanaga-Version nachtrauern, ein kleines Highlight des brachliegenden Genres haben wir mit dem ersten Kapitel von „Es“ aber auf jeden Fall vorliegen. Und in zwei Jahren gibt es dann eh noch mehr Späßchen mit Pennywise.

Simon Staake

Gestern abend in der Preview

3

Gestern abend in der Preview gesehen, gespannt Filmszene geöffnet...Und dann...
Ich kann bei der Kritik (und das ist selten) so gar nicht mitgehen. Ich bin ein großer Fan der Vorlage (und damit meine ich nicht den Film!) und war bitter enttäuscht.
Der Geist der Vorlage wird nicht ansatzweise eingefangen. Den Gedanken, die Story ein wenig der Neuzeit anzupassen mit den Ängsten und auch mit den Witzen (Deine Mudda!) mag ja dem Rezensenten ja vielleicht passend erscheinen, Tatsache ist aber eben, dass die Vorlage in den 60ern spielt, als Kindheitsängste eben aus Filmen entsprungen sind und sich damit eben äußerten in Frankensteins Monster, der Mumie oder eben einem Werwolf. Es gab aber auch andere, höchst persönliche Ängste, die nicht wiedergegeben wurden, zB Mikes Angst vor Vögeln, weil er als Baby von einem verletzt wurde. Für ihn spiegelt sich ES dann als übergroßer Vogel.
Einzigst die Angst von Beverly vor ihrem Vater wurde einigermaßen verständlich wiedergegeben.
Sonst werden sämtliche Stärken der Vorlage, die schon immer Kings Stärken waren, nämlich eine authentische Charakterzeichnung, völlig ignoriert. Hier wurde versucht (!) der kindliche Geist der Vorlage einzufangen und trotzdem ein moderner Horrorfilm zu machen. Beides ist es nicht geworden. Weder die Kinder werden charakterlich auch nur ansatzweise gut dargestellt (und das liegt mitnichten an den Schauspielern!), noch war er wirklich gruselig oder auch nur ansatzweise Horror.
Für mich die größte Enttäuschung ist eigentlich, dass der absolut wichtigste Part der Vorlage fehlt. ES lebt von den Kindheitsängsten und ernährt sich von Kindern, hauptsächlich weil eben nur Kinder diese Ängste haben, ABER sie können ES auch nur dadurch besiegen, dass sie einen kindlichen Glauben besitzen. Den Glauben, man könne einen Werwolf mit einer Silberkugel zur Strecke bringen, den Glauben an ein indianisches Ritual, wo man sich so lange Witze erzählt, bis einer anfängt zu lachen. Die Vorstellung von Eddie, sein Asthma-Spray könne eine Waffe sein, und damit ES in die Flucht schlägt, einfach weil sie daran GLAUBEN. Hier nehmen sie einfach einen Baseballschläger und schlagen auf ES ein.
Das sind nur einige wenige der unzähligen Punkte, die man an dieser Neuverfilmung gestört haben.
Wie immer bei Verfilmungen bleibt leider viel der Handlung auf der Strecke, Szenen, bei denen ich mich gefreut hätte, sie auf der Leinwand visualisiert zu sehen. Im Großen und Ganzen wurden allerdings die Szenen ausgewählt, die die Geschichte am entscheidensten wiedergeben. Trotzdem, ergeben die Szenen kein gesamtes, stimmiges Bild, sondern wirken ein wenig wie wahllos anneinander gereiht. Das ging zumindest meinen Begleitungen so, die weder Vorlage noch Vorgänger-Film kannten.
Ich könnte mich jetzt noch stundenlang in Rage schreiben, aber ich will es hiermit gewesen sein lassen.
Ich bin sehr gespannt was andere so schreiben werden.

Interessanterweise finde ich,

7

Interessanterweise finde ich, dass Nicole und Herr Staake beide recht haben - dennoch hat mir der Film als Film gefallen. Als Buchverfilmung aber eine einzige Enttäuschung. Muschiettis Katze, sozusagen.

Es wurde nicht mal versucht, den Geist des Films einzufangen (wie Nicole richtigerweise anmerkte, was Herr Staake missinterpretierte, imo). Ich hatte eigentlich nicht das Gefühl, in einer ES-Verfilmung zu sitzen. Das hier war Muschietti-Monster-Film xy mit einem sympathischen Cast, eine launige Geisterbahnfahrt, vor der man sich zu keiner Zeit wirklich fürchtet, aber Spaß dran hat.

Eins noch: Sounddesign war ganz schlimm. Der Regler war bei den Horror-Szenen prinzipiell VIEL ZU LAUT - sowas spricht halt leider nicht für die gruselfeste Inszenierung eines Regisseurs. Dafür mochte ich das Moveset des Clowns und Maske. Hatte fast schon 80er-Jahre-B-Movie-Charme.

Aber wie eine ES-Verfilmung hat sich das ganze kaum angefühlt.

Und noch eine Meinung zum

7

Und noch eine Meinung zum Film. Und auch ich kann mich sowohl Herrn Staakes als auch Nicoles Meinung anschließen. Im Gegensatz zu Onurs Erfahrung, habe ich den Sound immer wieder als unheimlich gut empfunden und mich besonders am Anfang noch gruseln können. Das ging jedoch im Laufe des Films etwas verloren und hat damit zu tun, dass die Geschichte der Kinder recht humorvoll erzählt wird, so dass die Gruselatmosphäre dann auf Dauer doch ein wenig flöten geht. Durch diese leichten Unterschiede im Ton stehen für mich die Gruselszenen und die restliche Handlung gefühlt etwas nebeneinander. Und ähnlich wie Nicole stellten sich auch für mich einzelne Szenen teilweise als etwas lose verbunden und zusammenhangslos dar. Auch wenn einzelne Szenen davon immer wieder sehr hübsch geraten sind. Wie zum Beispiel das Ende. A propos Ende: Ich kenne nur den Film und die finale Konfrontation mit "Es" hat mir gefallen. Doch nachdem ich nun weiß, dass die Kinder im Buch eigentlich mit ihrem Glauben siegen, hätte ich dies für den Endkampf tatsächlich noch bevorzugt.

Die Kritik trifft meine

6

Die Kritik trifft meine Meinung zum Film sehr gut. Da kann ich gar nicht mehr viel zu sagen, außer dass ich vllt eher eine 6 geben würde. Wenn ich mir aber die anderen Mainstream-Horrorfilme der letzten Jahre so anschaue, dann ist eine 7 wahrscheinlich doch wieder okay.

Ein maßlos overhypter Murks

5

Ein maßlos overhypter Murks ist der Film, nicht mehr und nicht weniger. Ich kann den MEGA Erfolg und die überschwänglichen Kritiken absolut nicht nachvollziehen *kopfschüttel* ! Einziger Lichtblick: Die Performance von Bill Skarsgard als Pennywise, der Rest ist einfach nur Müll, sorry ...

Es sollten eigentlich 4 Augen

4

Es sollten eigentlich 4 Augen sein, nicht 5.

Als großer Fan der

9

Als großer Fan der Buchvorlage (für mich das beste Werk von Stephen King) war ich von der Timm Curry-Version maßlos enttäuscht. Ich begreife auch bis heute nicht, was genau an dessen Darstellung so genial gewesen sein soll.
Als ich den Trailer zum neuen Es gesehen hatte, freute ich mich unglaublich auf den Film, denn die gezeigten Szenen sahen endlich so aus, wie ich sie mir beim Lesen vorgestellt hatte.
Nun habe ich den Film gesehen und meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Wir haben wie im Buch die zentrale Story um die Freundschaft der "Verlierer", die neben ihren Alltagsproblemen nun noch das "Es" zu bewältigen haben und irgendwann erkennen, dass es ihr Zusammenhalt und ihre Freundschaft ist, was dem Bösen Einhalt gebieten kann.
Ja, es gab Abwanldungen zum Buch und auch Kürzungen und dennoch ist der Film mit Überlange sehr nah dran, die Stimmung perfekt einzufangen und nutzt diese Zeit auch gut, den fantastisch gecasteten Jungdarstellern Raum zur Entfaltung zu geben.
Bleibt die Frage nach dem Gruselfaktor. Hier gilt es tatsächlich leichte Abstriche zu machen, denn mittlerweile kennen wir nervenzerrende Filme, wie Insidious und mit dem dort zelebrierten Grusel kann ES dann doch nicht mithalten. Es sind hatl doch klassische Monster, Fratzen und Effekte, die hier aufgefahren werden. Vielleicht hätte es auch schon ausgereicht, eine psychedelischere Musik auszwählen, anstatt den klassischen "Filmspannungs-Mix".
Ein großes ABER kann ich hier allerdings auch anbringen: in Kings Büchern geht es selten um den Horror zum Selbstzweck, sondern eher um die Charaktere und um deren "heile" oder "heilende" Welt, die dann durch schreckliches Unheil zum Einsturz gebracht wird. Leider wird King gerne auf seine "blutigen" Seiten reduziert, doch gerade Es ist mehr die Horror-Version von Stand by me. Und nebenbei bemerkt: die spannendesten Szenen im Buch waren auch die der echten Bedrohung, wenn etwa der bradngefährliche Henry hinter den Kindern her ist und echte Mordgelüste an den Tag legt. Und das wurde im Film ebenfalls sehr gut eingefangen.
Somit also: eine gelungene Adaption der "Kinder"-Hälfte des Romans, atmosphärisch dicht und auch im Gewand der Achtziger passend umgesetzt. Ich freue mich auf den zweiten Teil.

"Es" beginnt sehr stark.

7

"Es" beginnt sehr stark. Stumpft aber im weiteren Verlauf immer weiter ab. Bis hin zum vollkommen lustlos inszeniertem Finale. Die Jungen Darsteller machen über die gesamte Spielzeit eine Menge Spaß und lockern die Gruselszenen immer wieder auf. Sehr erfrischend. Trotzdem bleibt ein fader Nachgeschmack.

@Gast: Wie die Meinungen doch

@Gast: Wie die Meinungen doch auseinander gehen. Ich fand den Anfang (die 1. Stunde) extrem schwach und fast schon langweilig. Die 2. Hälfte des viel zu langen Films empfand ich dagegen als eindeutige Steigerung, grins.

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