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Ein Schatz zum Verlieben

Ein Schatz zum Verlieben
romantische komödie , usa 2008
original
fool's gold
regie
andy tennant
drehbuch
andy tennant, daniel zelman
cast
matthew mcconaughey,
kate hudson,
ray winstone,
donald sutherland, u.a.
spielzeit
112 Minuten
kinostart
24. April 2008
homepage
http://wwws.warnerbros.de/foolsgold/
bewertung

2 von 10 Augen

 

Willkommen in Florida, willkommen zum ganz großen Abenteuer: Dass der Hallodri Ben Finnegan (Matthew McConaughey) jede Menge Schulden bei einem örtlichen Gangsterboss hat und infolge dessen gerade nur knapp dem Tode auf dem Meeresgrund entkommen ist, kann dem Berufsoptimisten nicht die Laune verhageln. Der Hinweis auf den Lageplatz eines Jahrhunderte alten Goldschatzes reicht dem als liebenswert geschilderten Chaoten aus, um alle Hebel in Bewegung zu setzen, sich diesen unter den Nagel zu reißen. Als nützlich erweisen sich in diesem Zusammenhang Ex-Freundin Tess (Kate Hudson) und die bestens ausgestattete Luxusyacht, auf der diese praktischerweise gerade Dienst schiebt. Das pompöse Boot gehört dem Milliardär Honeycutt (Donald Sutherland) der auch grad nichts Besseres zu tun hat, als seinem verwöhnten Töchterlein (Alexis Dziena) etwas spannende Unterhaltung zu bieten. Diese realistisch-alltägliche Ausgangslage wird im weiteren Verlauf dann noch von den lästigen Ganoven und konkurrierenden Glücksrittern verfeinert, die ihrer Aufgabe, das finale Happy End noch ein Stückchen aufzuschieben, mehr oder minder kompetent nachgehen.

Was macht man mit zwei gut aussehenden Stars, die zwar absolut "Gala"-tauglich sind, sich in ihrer Profession als Schauspieler aber wiederholt als Kassengift erwiesen haben? Man erinnert sich daran, dass sie ihren einzigen echten Hit gemeinsam zustande gebracht haben und vereint das ehemalige Traumpaar aus "Wie werde ich ihn los in zehn Tagen?" kurzerhand erneut. Die Vermutung liegt mehr als nahe, dass diese Idee zuerst da war und erst dann das passende Vehikel für die Besetzung Hudson/McConaughey darum herum gebastelt wurde. Rein kommerziell gesehen hat es ja auch ganz gut geklappt, denn in den USA ließen sich genug Zuschauer von den zwei Hübschen und der sonnigen Abenteuerkulisse anlocken, um ein mehr als ordentliches Einspielergebnis zu erzielen. Aber alle, für die es noch nicht zu spät ist, sollen an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt werden: Bei diesem "Schatz" handelt es sich um eine der katastrophal misslungensten Mainstream-Produktionen der letzten Jahre, denn hier stimmt wirklich gar nichts.
Angefangen bei dem eigentlichen "Kaufargument" in Form der namhaften Besetzung. ER chargiert völlig übertrieben vor sich hin und turnt dabei plakativ mit nacktem Oberkörper durch die Gegend, während SIE sich in grotesken Gesichtsverrenkungen versucht, die ganz ursprünglich mal etwas mit "Mimik" zu tun gehabt haben könnten. Das kann doch wohl nicht wahr sein, wo ist denn bitte die beeindruckende Kate Hudson aus "Almost Famous"-Zeiten geblieben?
"Unterstützt" werden die beiden menschlichen Postkartenmotive dabei von einem Donald Sutherland , der sich hier wahrscheinlich die Miete für die kommenden sechs Monate verdient und es ja leider schon lange nicht mehr als unter seiner Würde betrachtet, sich für solche Rollen herzugeben. Dass es gelingt, dem Ganzen dann mit der Figur der unerträglich nervigen und wahrhaft strunzdoofen Milliardärstochter noch die darstellerische Krone aufzusetzen, ist für sich genommen sogar eine gewisse Leistung. Man könnte sogar vermuten, dass dieser Charakter, den man definitiv nicht mögen kann, vielleicht nur den Rest des Ensembles zumindest im Vergleich etwas sympathischer erscheinen lassen soll - wenn es einem nicht so verflixt schwer fallen würde, diesem Film ein derart subtiles Vorgehen zu zutrauen.

Das klingt böse und ist diesmal auch wirklich so gemeint, denn es ist schon mehr als dreist, so etwas dem Publikum vorzusetzen. Wie z.B. Charaktere, deren Verhalten zueinander absolut unglaubwürdig ist und einfach so hin gebogen wird, wie es gerade passt. Das wird nirgendwo deutlicher als in der merkwürdigen Beziehung zwischen dem unzuverlässigen "Sexmonster" Finnegan und seiner irgendwie aber nicht so ganz und endgültig sondern doch nur ein bisschen enttäuschten Ex-Flamme und Noch-Ehefrau Tess. Selten wohl gab es ein so unsinnig agierendes und völlig konzeptlos beschriebenes Filmpärchen.
Nichts ist zudem zu spüren von dem Witz, den "Wie werde ich ihn los..." ja durchaus hatte. Laut und grell kommt stattdessen "Fool's Gold" daher und versucht mit ein paar vordergründigen Schauwerten davon abzulenken, was für eine gewaltige Luftblase er eigentlich ist. Es ist ein wenig, als wenn man die Folgen eines schlimmen Unfalls betrachtet, hier zwar ohne die menschliche Tragik, aber auf Dauer auch nicht allzu erbaulich. Und wenn man sich schließlich schon eine ganze Weile durchgekämpft hat, folgt schließlich noch der gefühlte 2-3 Stunden lange, dramatisch angelegte Showdown mit diversen Actionelementen. Wer sich zu diesem Zeitpunkt noch in irgendeiner Form für das Schicksal unserer Schnuckelchen interessiert, verdient entweder aufrechte Bewunderung oder möge hier doch bitte das Mittel verraten, welches für eine derartige Schmerzfreiheit sorgen kann.
Gut, es sei eingeräumt, dass hier Leute am Werk waren, die eine Kamera bewegen und damit entsprechend vernünftige Bilder einfangen können. Aber das war es dann auch an brauchbaren Bestandteilen, denn ansonsten wirkt selbst ein offen trashiges B-Picture wie der von Setting und Story her artverwandte "Into the Blue" wie ein kleines Kunstwerk. Jedenfalls im Vergleich zu diesem Unding hier, das auf Deutsch übrigens "Ein Schatz zum Verlieben" heißen wird. Das ist zwar ein bescheuerter Titel, macht aber in diesem Fall überhaupt nichts, denn der dazugehörige Film ist es schließlich auch.

Volker Robrahn

Film nicht gesehen und wird auch nicht angeschaut, aber die Kritik ist wirklich köstlich und vor allem im letzten Absatz sind wieder so einige gute Sprüche drin die ich mir unbedingt merken muss :D

6

Kritiker haben mein volles Mitgefühl.

Sie sind leider nicht mehr in der Lage, einen Film völlig entspannt und frei anzuschauen.
Dieser Film hat, zugegeben, das Rad nicht neu erfunden. Er ist aber Meilenweit davon entfern, der Müll zu sein, den alle Kritiker aus ihm machen wollen.
Merkwürdigerweise sind sich oft alle Kritiker einig - auch wenn sie oft falsch liegen (was den offensichtlichen Geschmack des Publikums angeht).
Oft schon wurde auch ein verrrissener Film ein Hit.

Hier wird dies wohl nicht passieren denn die Schauspieler alleine sind keine Zugpferde.
Um ihn aber einmal mit dem 'Klassiker' zu vergleichen (Jagd nach dem grünen Diamanten/Juwel vom Nil): Er war meines Erachtens kaum schlechter oder besser als der alte Film. Nur waren damals das Duo Douglas/Turner absolut angesagt und füllten die Kinos mit allem was sie anboten.
Was bietet der Film ?

Exotische Kulissen, die Lust auf Urlaub machen: Check
Ein Paar das sich liebt aber ständig zofft: Check
Einen Schatz den natürlich noch andere suchen: Check
Trottelige Bösewichter: Check
und so weiter und so fort.

Es gibt wiklich keinen Grund den Film nicht anzusehen, wenn man auf leichte Unterhaltung vor netter Kulisse mit ein wenig plattem Humor gewürzt steht. Hirn in den Urlaub schicken, Sogen vergessen, geniessen.

Leider können das Kritiker nicht. Schade.

Aber deshalb ja auch mein tiefstes Bedauern.

(Ich lese übrigens auch seit Beginn die Cinema - war das 76 ? - diese Leute habe ich allerdings schon vor Jahren für emotional tot erklärt. Ich gehe im Schnitt 40 mal im Jahr ins Kino und habe schon viele Fehleinschätzungen dieser Zeitung miterlebt. Sie sind auf dem besten Wege, mitzuziehen)

6

Kann mich Herrn Filmfan 66 nur anschließen. Dieser Film ist nicht so schlecht,wie er von den Kritikern gemacht wird.

N'abend noch !
Der Herr Pitt

ich habe den "filmgenuss" nach 25 minuten abgebrochen...was für ein schmarrn...!!!!!!

5

@ rizla23

du hättest dir den film im kino anschauen sollen und nicht die minderwertige illegal runtergezogene raubkopie auf deinem 67cm fernseher - denn dann hätten dir wenigstens die die tollen landschaftsaufnahmen zugesagt freundchen!

der film an sich ist zwar nicht weltbedeutend aber auch nicht soo schlecht,daß man ihn mit 2 augen oder weniger strafen sollte.

6

einfach nur köstliche unterhaltung!

:-)

1

Endlich mal wieder ein krasser scheiß Film.
10 von 10 Genickzwirbler für diesen hier.
Zur Story denke ich muss man nichts weiter sagen. Diesen Film hält man nur im Drogenrausch aus. Die Witze (ups waren das welche) zünden nicht wirklich und die Schauspieler... naja nochmal ein Genickzwirbler für diese Leistung. Nein, der Fortschritt der großen Blockbuster mit deren "großartigen und vor Handlung strotzenden" Inhalten macht auch hier kein Halt. Ein Beitrag der seines gleichen sucht...wirklich. Naja, da es nichts wirklich positives zu sagen gibt außer der Kulisse, kann ich euch nur dringend empfehlen bei diesem Schinken ein Kinobesuch zu vermeiden.
Da lohnt es sich eher auf Hancock zu warten. Auch keine gute Story aber hey... es ist Will Smith.Also ist der Spaß garantiert. Adios

7

"Köstliche Unterhaltung"

Genau meine Meinung. Ein witziger Film mit hübschen Schauspielern.
Mehr braucht man doch nicht..

9

DITo

10

Endlich mal wieder eine gute Komödie

6

ich fands ok.:-) typisch belangloser hollywood-scheiß. genau das, was ich sehen wollte. warum der jetzt schlechter sein soll, als hunderte filme zuvor, kann ich nicht nachvollziehen.
hab einige male gut gelacht.
wenn der 2 augen kriegt, müßte ja jede "schwill teiger" komödie minus 100 augen bekommen.
++

9

Endlich wieder eine echte Komödie! Lustig und sehr unterhaltsam von Anfang an. Wer mal wieder richtig lachen möchte, sollte sich diesen schön fotografierten Film anschauen. Erinnert mich an manchen Stellen an den legendären Taucher-Film "The Deep" aus den 70'er Jahren, obwohl dieser Film natürlich keine Komödie ist.

7

Konnte den Film auf DVD sehen und es war nette leichte Unterhaltung.

7

matthew oben ohne? bin dabei :-)

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