Da sitzt er nun im Regen, der arrogante und eitle Herrscher
Kusco und schaut aus der Wäsche wie ein - Lama? Ganz
genau, ein Lama. Womit nicht nur der reichlich
ulkige Titel
des neuesten Disney-Trickfilms, sondern auch die
mindestens
ebenso ulkige Grundidee erklärt wäre: Nachdem der
selbstverliebte König seine durchgeknallte und
machtgierige
Beraterin Isma herausgeworfen hat, schmiedet diese
mit ihrem
Begleiter
Kronk, einem Riesenbaby mit dem
Intelligenzquotienten eines
Sofas, ein übles Komplott. Doch statt dem verfrühten
Ableben hat das verabreichte Gift Kuscos Verwandlung
in ein
Lama zum Ergebnis. Nur gut, dass dieses erst mal in
die Obhut
des gutmütigen Bauerns Patcha kommt, dem Kusco
gerade
den Abriss seines Heimatdorfes in Aussicht gestellt
hat, freilich
noch in seiner menschlichen Gestalt. Es gilt also
nicht nur,
in den Palast zurückzukehren um die verrückte Isma
aufzuhalten. Auf dem Weg zum Happy End muss Kusco,
das menschlichste
aller Lamas, auch erst einmal seine Lektion in
Sachen Menschlichkeit
lernen...
Die Produktion von "Ein Königreich für ein Lama"
war ein völliges Desaster. Zuerst als Drama unter
dem
Titel "Kingdom of the Sun" geplant, wurde das
Drehbuch dutzende
Male umgeschrieben und die Produktion sogar
unterbrochen,
da sich die Disneyoberen in der Mitte des Projektes
plötzlich
kein Lama als Identifikationsfigur mehr vorstellen
konnten.
Auch Popstar Sting durfte zwischendurch seine
komplett geschriebene
Filmmusik
wiedereinstampfen.
Und nun ist das Lama als Hauptfigur doch geblieben,
in einem
der wahnwitzigsten und durchgeknalltesten Filme des
Mäuseimperiums.
Ob's an dem Titelheldentierchen lag, dass der Film
in den
USA böse floppte? Am Film selbst kaum, denn mit
derart
hohem Spaßfaktor war - von den "Toy
Story"-Klassikern
mal abgesehen - kaum ein Disneyfilm des letzten
Jahrzehnts
versehen. Vielleicht ist dies aber auch genau der
Knackpunkt
für den zumindest kommerziellen Misserfolg: Selten
kam
ein Disneyfilm mit derart viel Selbstreflexion und
Selbstironie
daher. Wo früher nur gekitscht wurde, was das Zeug
hält,
kommt hier immer noch ein flotter Spruch oder eine
aberwitzige
Wendung hinterher. Ebenso mutig wie übermütig
schnippelte
man am altbewährten Erfolgsmodell herum. Auf der
Strecke
blieben die ewig gleichen Musical-Einlagen, die
stereotype
Lovestory und der Moralhammer. Kurz gesagt alles,
was bei
früheren Produktionen an der Spaßbremse zog.
Künstlerisch lässt sich dem Film also kaum etwas
anhaben: Tolle Charaktere, eine rasante Inszenierung
und Gags
am laufenden Band machen "Ein Königreich für ein
Lama" zu einem wahrhaft königlichen Vergnügen. Der
große Vorteil des Films ist die Tatsache, dass man
bei
Disney zum ersten mal nach diversen Adaptionen
von
klassischen Stoffen ("Der Glöckner von Notre Dame",
"Herkules",
"Mulan", "Tarzan") wieder auf eine gänzlich
originale
und originelle, unverbrauchte Story setzte. War bei
den vorherigen
"klassischen" Filmen immer ein Problem, daß sich
inhaltsschweres
Drama und leichter Humor möglichst massenwirksam
vermengen
mussten, was mal besser und mal schlechter gelang,
so hat
man dieses Problem hier nicht: Ohne schwermütigen
Ballast
ist "Ein Königreich für ein Lama" über 78 Minuten
einfach nur ein großartiger Spaß, eine wilde
Achterbahnfahrt,
lustig wie die Hölle. Nach den bombastischen
Pixelepen
"Toy Story 2" und vor allem "Dinosaurier" tut auch
der nahezu
altmodische Handzeichenstil des Films gut. Man mag
es ja Nostalgie
nennen, aber die wirklichen Klassiker hat Disney
immer noch
so hergestellt. Und dieser Film hat auf jeden Fall
das Zeug
zum Kultklassiker Marke Disney (falls es denn so was
gibt).
Gerade auch erwachsene Trickfilmfreunde dürften an
dieser
herrlich selbstironischen Geschichte gefallen
finden, belohnt
würden sie auf jeden Fall mit dem besten
Disneyzeichentrickabenteuer
seit Jahren.
kleine Werbepause
Ein Königreich für ein Lama
Bilder: Copyright



Nach wie vor ein grandioser Film.. habe ihn mir jetzt endlich auf DVD geholt, aber schon 10 Mal gesehen :-)
In diesem Film zeigte sich Dianey mal von einer ganz anderen Seite: Selbstironisch, sarkastisch und voller Slap-Stick. Es gab viele tolle Anspielungen auf alte Disney-Klischees, der Film steckte voller Überraschungen! Interessant fand ich vor allem die durchaus autentische Darstellung der Inkakultur, einmalö was ganz anderes. Trotzdem etwas zu kurz, leider...
ich find den film so toll, dass ich bei wer-kennt-wen eine gruppe aufgemacht habe und ich habe vor mit einer freundin, die den film natürlich auch klasse findet, zu wetten das zu gehen und ihn zu synchronisieren.
disney, macht mehr solche filme und keine animation.
Der Film ist einfach genial. Mein Bruder (21) und ich (18) haben ihn schon tausendmal angeschaut. Manche Szenen gleich mehrmals hintereinander, weil sie einfach zum Schießen sind. Mein Lieblings-Zeichentrickfilm überhaupt! Danke, Lama
dieser film ist einfach ein muss !zum totlachen
Das ist einer der besten Filme von Disney die ich je gesehen hab...Zum ersten Mal ist die Hauptfigur, nich die perfekte Kitschfigur, die mit den Mäusen singt und hilfsbereit ist. So selbstverliebt wie Kuzco ist, muss man ihn einfach lieben!
Dann ist da Kronk, die wohl beste Figur in diesem Film.
Und Izma...Halt die Hände in die luft!
Ich (22) hab den Film bestimmt schon mindestens 10 mal gesehen und der wird einfach nur von mal zu mal lustiger!!!!
Ganz besonder ist Yzma die beste Disney Bösewichtin jemals: I SMASH IT WITH A HAMMER!!!!!!
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