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Ein Königreich für ein Lama

Ein Königreich für ein Lama
animations-komödie , usa 2000
original
the emperor's new groove
regie
mark dindal
drehbuch
c. williams, m. dinal, d. reynold
cast
michael,
wilhelm brock,
elke sommer, u.a.
spielzeit
78 Minuten
kinostart
15. März 2001
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

Da sitzt er nun im Regen, der arrogante und eitle Herrscher Kusco und schaut aus der Wäsche wie ein - Lama? Ganz genau, ein Lama. Womit nicht nur der reichlich ulkige Titel des neuesten Disney-Trickfilms, sondern auch die mindestens ebenso ulkige Grundidee erklärt wäre: Nachdem der selbstverliebte König seine durchgeknallte und machtgierige Beraterin Isma herausgeworfen hat, schmiedet diese mit ihrem Begleiter Kronk, einem Riesenbaby mit dem Intelligenzquotienten eines Sofas, ein übles Komplott. Doch statt dem verfrühten Ableben hat das verabreichte Gift Kuscos Verwandlung in ein Lama zum Ergebnis. Nur gut, dass dieses erst mal in die Obhut des gutmütigen Bauerns Patcha kommt, dem Kusco gerade den Abriss seines Heimatdorfes in Aussicht gestellt hat, freilich noch in seiner menschlichen Gestalt. Es gilt also nicht nur, in den Palast zurückzukehren um die verrückte Isma aufzuhalten. Auf dem Weg zum Happy End muss Kusco, das menschlichste aller Lamas, auch erst einmal seine Lektion in Sachen Menschlichkeit lernen...

Die Produktion von "Ein Königreich für ein Lama" war ein völliges Desaster. Zuerst als Drama unter dem Titel "Kingdom of the Sun" geplant, wurde das Drehbuch dutzende Male umgeschrieben und die Produktion sogar unterbrochen, da sich die Disneyoberen in der Mitte des Projektes plötzlich kein Lama als Identifikationsfigur mehr vorstellen konnten. Auch Popstar Sting durfte zwischendurch seine komplett geschriebene Filmmusik wiedereinstampfen. Und nun ist das Lama als Hauptfigur doch geblieben, in einem der wahnwitzigsten und durchgeknalltesten Filme des Mäuseimperiums. Ob's an dem Titelheldentierchen lag, dass der Film in den USA böse floppte? Am Film selbst kaum, denn mit derart hohem Spaßfaktor war - von den "Toy Story"-Klassikern mal abgesehen - kaum ein Disneyfilm des letzten Jahrzehnts versehen. Vielleicht ist dies aber auch genau der Knackpunkt für den zumindest kommerziellen Misserfolg: Selten kam ein Disneyfilm mit derart viel Selbstreflexion und Selbstironie daher. Wo früher nur gekitscht wurde, was das Zeug hält, kommt hier immer noch ein flotter Spruch oder eine aberwitzige Wendung hinterher. Ebenso mutig wie übermütig schnippelte man am altbewährten Erfolgsmodell herum. Auf der Strecke blieben die ewig gleichen Musical-Einlagen, die stereotype Lovestory und der Moralhammer. Kurz gesagt alles, was bei früheren Produktionen an der Spaßbremse zog. 
Künstlerisch lässt sich dem Film also kaum etwas anhaben: Tolle Charaktere, eine rasante Inszenierung und Gags am laufenden Band machen "Ein Königreich für ein Lama" zu einem wahrhaft königlichen Vergnügen. Der große Vorteil des Films ist die Tatsache, dass man bei Disney zum ersten mal nach diversen Adaptionen von klassischen Stoffen ("Der Glöckner von Notre Dame", "Herkules", "Mulan", "Tarzan") wieder auf eine gänzlich originale und originelle, unverbrauchte Story setzte. War bei den vorherigen "klassischen" Filmen immer ein Problem, daß sich inhaltsschweres Drama und leichter Humor möglichst massenwirksam vermengen mussten, was mal besser und mal schlechter gelang, so hat man dieses Problem hier nicht: Ohne schwermütigen Ballast ist "Ein Königreich für ein Lama" über 78 Minuten einfach nur ein großartiger Spaß, eine wilde Achterbahnfahrt, lustig wie die Hölle. Nach den bombastischen Pixelepen "Toy Story 2" und vor allem "Dinosaurier" tut auch der nahezu altmodische Handzeichenstil des Films gut. Man mag es ja Nostalgie nennen, aber die wirklichen Klassiker hat Disney immer noch so hergestellt. Und dieser Film hat auf jeden Fall das Zeug zum Kultklassiker Marke Disney (falls es denn so was gibt). Gerade auch erwachsene Trickfilmfreunde dürften an dieser herrlich selbstironischen Geschichte gefallen finden, belohnt würden sie auf jeden Fall mit dem besten Disneyzeichentrickabenteuer seit Jahren.

Simon Staake

10

Nach wie vor ein grandioser Film.. habe ihn mir jetzt endlich auf DVD geholt, aber schon 10 Mal gesehen :-)

9

In diesem Film zeigte sich Dianey mal von einer ganz anderen Seite: Selbstironisch, sarkastisch und voller Slap-Stick. Es gab viele tolle Anspielungen auf alte Disney-Klischees, der Film steckte voller Überraschungen! Interessant fand ich vor allem die durchaus autentische Darstellung der Inkakultur, einmalö was ganz anderes. Trotzdem etwas zu kurz, leider...

10

ich find den film so toll, dass ich bei wer-kennt-wen eine gruppe aufgemacht habe und ich habe vor mit einer freundin, die den film natürlich auch klasse findet, zu wetten das zu gehen und ihn zu synchronisieren.
disney, macht mehr solche filme und keine animation.

10

Der Film ist einfach genial. Mein Bruder (21) und ich (18) haben ihn schon tausendmal angeschaut. Manche Szenen gleich mehrmals hintereinander, weil sie einfach zum Schießen sind. Mein Lieblings-Zeichentrickfilm überhaupt! Danke, Lama

10

dieser film ist einfach ein muss !zum totlachen

10

Das ist einer der besten Filme von Disney die ich je gesehen hab...Zum ersten Mal ist die Hauptfigur, nich die perfekte Kitschfigur, die mit den Mäusen singt und hilfsbereit ist. So selbstverliebt wie Kuzco ist, muss man ihn einfach lieben!
Dann ist da Kronk, die wohl beste Figur in diesem Film.
Und Izma...Halt die Hände in die luft!

10

Ich (22) hab den Film bestimmt schon mindestens 10 mal gesehen und der wird einfach nur von mal zu mal lustiger!!!!
Ganz besonder ist Yzma die beste Disney Bösewichtin jemals: I SMASH IT WITH A HAMMER!!!!!!

Noch nie wurde in einem

7

Noch nie wurde in einem Disneyfilm so viel gelacht. Schade nur, dass die Trickqualität im Vergleich zu den "Klassikern" aus den 90ern arg grob und lieblos daherkommt.

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