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Eagle Eye - Außer Kontrolle

Eagle Eye - Außer Kontrolle
action-thriller , usa 2008
original
eagle eye
regie
d.j. caruso
drehbuch
john glenn, travis adam wright, hillary seitz
cast
michelle monaghan,
rosario dawson,
shia labeouf,
michael chiklis,
billy bob thornton, u.a.
spielzeit
118 Minuten
kinostart
9. Oktober 2008
homepage
http://www.eagle-eye-film.de
bewertung

7 von 10 Augen

 

Jerry Shaw (Shia LaBeouf) lebt ein unscheinbares Dasein als Weltenbummler und kleiner Angestellter im Schatten seines erfolgreichen Bruders, der bei der Armee dient. Kurz nachdem der Bruder aber auf ungeklärte Weise ums Leben kommt, beginnen sich auf einmal die Ereignisse zu überschlagen. Jerrys Konto ist plötzlich voller Geld und seine Wohnung noch viel voller mit einem Haufen Waffen und Kampfstoffen deren Herkunft er sich nicht erklären kann. Das staatliche Einsatzkommando naht prompt und eine geheimnisvolle Telefonstimme rät ihm sich widerstandslos verhaften zu lassen. Während der überrumpelte Mann noch seine Unschuld und Ahnungslosigkeit beteuert, die ihm der leitende Ermittler Agent Morgan (Billy Bob Thornton) allerdings nicht abkauft, sorgt "die Stimme" auch schon für eine spektakuläre Befreiungsaktion in deren Verlauf der Gehetzte auf Rachel (Michelle Monaghan) trifft, eine junge Mutter die offenbar ebenfalls gegen ihren Willen in diese Geschichte verwickelt wurde. Mit ihrem entführten Sohn unter Druck gesetzt, fährt sie das Fluchtauto und muss schon bald erfahren, dass die unbekannten Drahtzieher im Hintergrund noch wesentlich mehr mit ihren beiden Auserwählten vorhaben.

Die Steven Spielberg-Produktion "Eagle Eye" hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Maßstab für rasantes und aufregendes Actionkino im Thrillergenre noch einmal ein Stück weiter nach oben zu setzen. Zusammen mit Regisseur D.J. Caruso und Spielbergs neuem Lieblingsdarsteller Shia LaBoeuf hat sich dafür das Team des letztjährigen Überraschungserfolgs "Disturbia" erneut versammelt. Die Story trägt der Meister angeblich schon seit mehr als einem Jahrzehnt mit sich herum und sah nun erst jetzt die Möglichkeiten gegeben, sie auch adäquat umzusetzen. In der Zwischenzeit erlebten wir zwar bereits Will Smith als den "Staatsfeind Nr.1" in einem Hightech-Thriller mit ähnlichem Ansatz, doch "Eagle Eye" geht tatsächlich noch einmal einen Schritt weiter.
Weiter vor allem in Punkto Tempo, denn die hier gebotene Hatz kennt wahrhaftig keine Ruhepausen mehr und allein die rund 15-minütige Fluchtsequenz im ersten Drittel darf sich ohne Scham das Prädikat "Haste so noch nicht gesehen" umhängen. Wenn Jerry aus Gebäuden, auf Züge und aus Autos springt und dabei fortwährend in letzter Sekunde einem tödlichen Gegenstand nach dem anderen ausweicht, dann ist das pures Adrenalinkino, bei dem man als Betrachter gar nicht anders kann, als gebannt zu zuschauen. Für ein leichtes Kopfschütteln in Richtung Realitätsgehalt des Ganzen bleibt zwar gerade noch Zeit, für viel mehr aber auch nicht. Erst langsam kristallisiert sich dann die Frage heraus, wie um alles in der Welt denn dieses Stakkato am Ende auch nur ansatzweise glaubwürdig erklärt werden soll.
Allerdings sind sich auch Spielberg & Co. offenbar völlig bewusst gewesen, dass das was hier von einer unbekannten äußeren Macht inszeniert wird, nicht mehr mit irgendeinem Technikfreak, einem gekaperten Satelliten oder einer noch so gut ausgerüsteten Geheimorganisation erklärt werden kann, da diese "Macht" hier nahezu die komplette Infrastruktur beherrscht, jeden Bildschirm und jede Leuchtanzeige manipulieren kann und geradezu gottgleich die Fäden zieht. Und deshalb ist die schlussendliche Auflösung dann auch eine ganz andere, sogar erfreulich befriedigende. Es bleibt zwar dabei, das die Wahrscheinlichkeit für ein Szenario wie in "Eagle Eye" sich im kaum messbaren Bereich bewegen dürfte, doch in sich ist die Story des Films am Ende durchaus rund und schlüssig zu nennen.

So ganz kann der allerdings das wahnwitzige Tempo seiner ersten Hälfte dann doch nicht halten und durchziehen, vor allem da sich das Geschehen später von nur einem auf mehrere Schauplätze verlagert und dabei doch leicht zerfasert. Der Schauwert bleibt zwar immens aber es ist dann irgendwann mehr die fast ausweglose Situation des guten Jerry Shaw, die den Zuschauer mit sich zieht. Auch wenn Shia LaBoeuf mittlerweile schon an noch wesentlich größeren Produktionen mitwirken ("Indiana Jones") oder diese sogar als Hauptdarsteller ("Transformers") schultern durfte, so zeigt er doch hier jetzt seine bisher intensivste Darstellung eines gehetzten und sowohl von außen als auch inneren persönlichen Dämonen getriebenen Mannes. Feine Nebendarsteller-Leistungen von Billy Bob Thornton und Michael Chiklis ("The Shield") tragen dann schließlich noch zusätzlich dazu bei, dass man mit dem Ticket für "Eagle Eye" nicht viel falsch machen, sondern sich auf ein aufregendes und gar nicht mal so dummes Stück Actionkino freuen kann.

Volker Robrahn

8

Cooler Film!
LaBoeuf sieht gut aus, die Story ist einigermaßen einfallsreich und interessant - wer will kann all die Elemente und Szenen die bei Matrix geklaut sind schmunzelnd mitverfolgen, oder sich über einige absurde Wendungen amüsieren - mir hat recht gut gefallen, daß das Thema "antiamerikanischer Terrorismus" mal von einer anderen Seite beleuchtet wird.
Die Action ist in der Tat ganz gut - ich denke die Schnitte müssen wohl so schnell sein, sonst käme die Hektik und Spannung nicht so rüber.
Aber es ist halt ein Spielberg-Popcorn-Werk, in dem alles immer wunderschön dramatisch und emotional mit den üblichen Versatzstücken (Liebe, 8-jähriger Junge, etc.) zugespitzt wird und so einiges tief in die 80er und sogar 70er verweist (oder gab es nicht einen Film in den 60ern der ein ganz ähnliches Thema hatte?) -
Da die Logik manchmal etwas hinkt und es einige seltsam durchhängende Szenen gibt kein absolutes Meisterwerk, aber trotzdem kann man wohl sagen, daß so das Popcorn-Kino im Jahr 2008 aussehen muß, und daß man durchgehend gut unterhalten wird, ohne allzu unerwartete böse Überraschungen oder zuviel Blutrunst (wenn man mal von dem einen Hochspannungstod absieht).

4

Für mich bot der Film einfach viel zu viele Ungereimtheiten und Logikfehler, die Actionszenen waren gut bis okay, nichts was man woanders nicht schon gesehen hätte.

Der Film fängt stark an und lässt im weiteren Verlaufe immer mehr nach, irgendwann habe ich mir das Ende nur noch herbeigesehnt.

Es ist wahrlich kein tumber Film bzw. 0815 Popcorn Kino, hätte mir dem Trailer nach zu urteilen jedoch erheblich mehr versprochen.

8

Solide, spannende Action-Kost, ideal für kalte Herbsttage! :)

Ganz im Gegensatz zum Rezensenten und den vorangegangenen Kommentaren empfand ich besonders die Actionsequenzen zum größten Teil als schlecht - ganz einfach, weil diese extrem hektisch, extrem verwackelt / unscharf, und somit extrem ungenießbar sind! Konnte man bei dieser gelobten 15-Minuten-Verfolgungsjagd denn überhaupt detailliert erkennen, was sich da im Großen und Ganzen abspielt? Nein! Wir waren zu viert im Kino, und unabhängig voneinander diesbezüglich einer Meinung: Wenn so das Actionkino der kommenden Jahre aussieht, dann gute Nacht!

Addiert mit der wenig logischen und kaum nachvollziehbaren Handlung, ergibt sich unterm Strich eine absolute Enttäuschung! Der Trailer war vielversprechend, der komplette Film ein schlichtweg blödes Abenteuer, an Oberflächlichkeit kaum noch zu überbieten. Selbst LaBeouf bleibt fast völlig farblos, von Thornton ganz zu schweigen, auch hier ein fettes Minus meinerseits!

Fazit: Reinfall! Schade ums Geld! Spielberg sollte langsam aber sicher in Pension gehen, so schlimm das auch ist.

6

@Horner: Die Kritikpunkte die du genannt hast sind wenn überhaupt, dann dem Regisseur anzulasten - und der heisst Caruso, nicht Spielberg.

Zum Film: Adrenalinkino trifft es hier wirklich - selten haben derart lange Actionsequenzen wie hier so gut funktioniert. Meistens wird es einem nach 5 Minuten zu hektisch und unübersichtlich, Eagle Eye schaffts es aber auch 15-20 Minuten noch sehr spannend zu machen.

Die Story dagegen ist mal wieder ein einziges Logikloch - besonders als endlich ausgeklärt wird, wer denn jetzt hinter allem steckt, gehts mit der Plausibilität steil abwärts.

Hätte man sich ein paar de total überflüssigen Szenen mit Michelle Monaghan/Sohn oder Monaghan/Ex-Mann gespart, und diese auf Billy Bob's Jagd verwendet wäre noch deutlich mehr für den FIlm möglich gewesen.

2

Ups, ich vergaß die Bewertung! Sei hiermit nachgeholt!

6

guter durchschnitt, der nicht an "wanted" z.b. heranreicht, aber ebenfalls gutes actionkino ohne große story bietet :D

10

Richtig guter Film. Habe bei der Logik ein Auge zugedrückt. Aber das ist wie bei einem Sportwagen: Zu wenig Kofferraum? - Da verzichte ich doch gerne drauf, wenn er sich dafür besser fährt.

Man kann nicht alles haben. Und wer unbedingt ne super Logik braucht, soll den Film lassen. Alle anderen: Anschauen, denn der Film bringt´s!

6

Ich mag eigentlich Actionfilme, aber hier ist mir die Story doch zu unglaubwürdig, obwohl es in der zweiten Hälfte besser wird. Weniger Blechgetöse und dafür eine bessere Charakter- und Plotentwicklung hätten dem Film M. E. sehr gut getan. Die Grundidee ist eines Spielbergs sicher würdig. Noch besser wäre es gewesen, er hätte auch Regie geführt. Ein so guter Film wie Minority Report ist das hier leider bei weitem nicht.

2

@ Kaba: Ja, ist schon bekannt, das Spielberg hier nicht Regie geführt hat. Die Produktion trägt aber seinen Namen. Darauf konnte man sich früher gut verlassen, einen unterhaltsamen Film zu sehen. Dass nun schon seine Produktionen himmeln, ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Mann schlichtweg extrem abbaut in letzter Zeit.

Das er als Regisseur bereits gelernt hat zu versagen, sollte spätestens seit Indiana Jones 4 offensichtlich sein.

Homer

6

Mehr oder weniger fällt ,bei fast allen Filmen dieser Art, das Handlungsgerüst auseinander, wenn man die Warum-Frage stellt. Was die Auflösung der Geschichte aber trotzdem interesant macht, ist die Thematik, die sie aufwirft:
SPOILER
Der Computer will die Staatschefs ausser Kraft setzen, weil sie in seinen Augen falsch gehandelt haben. Genau das was das Volk früher gemacht hat. Man könnte dies also auch als eine Kritik an dem politischen Desinteresse der Bürger und ihrer Unachtsamkeit gegenüber Autoritäten sehen. Den das Volk lässt sich heute alles aus der Hand nehmen. Da macht es keinen Unterschied mehr ob es von der Regierung gelenkt wird oder von einem Computer.
SPOILER ENDE
Ansonsten fand ich auch die Schnitte an einigen stellen zu hektisch aber die Inszenierung war spannend und LaBeouf und Monaghan überzeugten. Solider Thriller, nicht mehr oder weniger.

3

Ich kann "Homer" nur absolut zustimmen!

Gerade die Actionszenen waren meiner Meinung nach äußerst schlecht! Bei Transformers wird gemeckert, dass man den Überblick verliert, aber was ist mit Eagle Eye!?! Unübersichtlicher geht es kaum...

Thornton war für miche eine riesen Enttäuschung. Er durfte zwar 2-3 coole Sprüche machen, aber die saßen leider kaum.

Außerdem kam mir der Film wie eine große Kopie vor:
I, Robot,
Terminator,
2001 A Space Odyssey,
Minority Report
irgendwie von allen was abgeguckt und zusammengeschmissen, Ergebnis: Mist

Naja, vieles kriegt man wahrscheinlich auch in der deutschen Synchronisation nicht mehr so mit -
es sind halt so einige "Ami-interne" Handlungsdetails mit eingebaut - Thronton z.b. sieht in einigen Szenen aus wie John McCain, Jerry Shaw ist am Ende der gute Soldat, der sein Leben für die Sache und das Wohlbefinden des amerikanischen Volks einsetzt.. etc..
aber der Film nimmt sich selbst nich so ernst, sondern zitiert gerade was die ganze Computerkiste angeht halt fleißigst aus den 70er Jahren.
Am lustigsten ist z.B. die Szene in der die zwei Autofahren und plötzlich klahr wird wo diese Frauenstimme abgekupfert ist - nämlich bei den Navis, die die Leute in ihrem Auto durch die Gegend scheuchen.
Es kommt sicher viel auf die Erwartungshaltung an, ich finde auch daß der Film irgendwann anfängt seltsam durchzuhängen, aber schmunzeln mußte ich schon ziemlich oft, was hier so alles an Dingen und Verweisen zusammengepackt wurde. Mich hat das ganze geklaue und zitiere nicht gestört sondern eher angeregt -
ist vielleicht eher meine Perspektive.

3

überaschend schwache actionszenen, die man schon weitaus besser gesehen hat..

die action war ermüdend und unkoordiniert.

lahmer aufguss eines ausgelutschten themas.

hat net klick gemacht der film..das beste am film war das popconr und das bier

7

Hat mir gut gefallen.

schon tausendmal ähnliches gesehen. Gähn.

7

Ich gebe sieben Punkte für die Action, aber damit ist das Punktelimit schon fast überschritten.

Ansonsten darf man nicht nach tieferer Logik fragen, aber so ist nun mal der Film...

+++Spoiler+++

Die Story ist nur teilweise neu und wurde so ähnlich schon in zahlreichen Filmen verarbeitet ("böser" computer entscheidet plötzlich über gut und böse und überschreitet dabei seine zugedachten Kompetenzen).

Auch das Design des Supercomputer ist aus dem Standardbaukasten für "Supercomputer in Hollywoodfilmen" und ist damit ganz schlimm klischeehaft, ich lache jetzt noch wenn ich dran denke!

10

Absolute Spitze!
Was will man mehr? Klasse Action + einfalsreiche und wie ich finde gute Story..außerdem gute Darsteller. Absolutes muss diesen film zu sehen..kann man nur weiter empfehlen !

8

@ piranhaz: War nen super Comment, das mit dem Sportwagen: Hab mir den Film genau mit der Haltung angeguckt und bin spitzenmäßig unterhalten worden :-D

8

Spannend und sehenswert.

1

Gnadenlos schlecht.

10

Einfach ein geiler Film! ;D

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