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Drachenzähmen leicht gemacht

Drachenzähmen leicht gemacht
animation , usa 2010
original
how to train your dragon
regie
chris sanders, dean deblois
drehbuch
chris sanders, dean deblois, adam goldberg
cast
dominic raacke,
daniel axt,
emilia schüle, u.a.
spielzeit
100 Minuten
kinostart
25. März 2010
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

 

So ein echter Wikinger ist schon ein sturer Hund. Das Dorf am Rand einer kleinen Insel, in dem sich der Stamm von Häuptling Haudrauf dem Stoischen eingerichtet hat, wird zwar regelmäßig von einer Horde wilder Drachen dem Erdboden gleichgemacht und anschließend wieder aufgebaut, doch klein beigeben und wegziehen ist kein Thema für die rauen Gesellen. Obwohl die regelmäßigen Vergeltungsfeldzüge der Nordmänner stets ergebnislos verlaufen, sind sie ein festes Ritual der Marke "War schon immer so und haben wir schon immer so gemacht". Dass sich der eher schmächtige Häuptlingssohn Hicks damit nicht abfinden mag, liegt nicht nur daran, dass er als Krieger von seinen Stammesgenossen sowieso nicht ganz für voll genommen wird, sondern auch an seinen ganz persönlichen Erfahrungen mit einem verletzten Drachen, der zur geheimnisumwitterten Art der "Nachtschatten" gehört. Der schließt nämlich langsam Freundschaft mit dem Jungen und lässt diesen daran glauben, dass der ewige Krieg zwischen Menschen und Drachen vielleicht beendet werden könnte. Dumm nur, dass ihm das natürlich keiner glauben mag.

Die beiden Autoren und Regisseure Chris Sanders und Dean DeBlois zeichneten mit "Lilo & Stitch" für einen der besseren Zeichentrickfilme der Disney-Studios in der schwierigen Zeit im Schatten der computeranimierten Effektwunder verantwortlich. Bei der Konzeption zu "Bolt" zerstritt man sich jedoch mit dem nun auch für Disney verantwortlichen Pixar-Chef John Lasseter und wechselte für das nächste Projekt zum Konkurrenten Dreamworks.
Geschadet hat diese Entwicklung offensichtlich aber keinem, denn mit "Drachenzähmen leicht gemacht" dürfte das durch "Shrek", "Madagascar" und "Kung Fu Panda" bereits hinreichend erfolgsverwöhnte Studio den nächsten sicheren Hit verbuchen können. Außer bei dem sowohl im deutschen als auch im Original recht umständlichen Titel ("How to train your Dragon") hat man bei der Adaption der Kinderbuchreihe von Cressida Cowell nämlich alles richtig gemacht. Das beginnt schon bei der "State of the Art"-Animation mit vielen Details und Feinheiten bei den Charakteren und einer beeindruckenden Dynamik bei den Actionszenen. Wenn man im Zeitalter eines "Avatar" mit den eigenen Flugsequenzen und Kamerafahrten noch derart punkten kann, ist das ein gutes Zeichen und auch allemal ein Qualitätsmerkmal.
Insbesondere der Einfallsreichtum bei den unzähligen verschiedenen Drachenarten weiß zu erfreuen, wenn dabei solch markante und erinnerungswürdige Figuren wie der "Schreckliche Schrecken" oder der "Wahnsinnige Zipper" (konsequenterweise eine Art lebendes Feuerzeug) herauskommen. Vor allem die behutsam erzählte Annäherung zwischen dem menschlichen Außenseiter und dem auf seine Hilfe angewiesenen "Nachtschatten", der sich entgegen aller Legenden als alles andere als ein grausames Monster entpuppt, wird derart überzeugend erzählt, dass man sich phasenweise schon fast in einem der in dieser Hinsicht doch eigentlich unschlagbaren Meisterwerke des Studio Ghibli und dessen Hausregisseur Hayao Miyazaki wähnt.
Auch der Witz kommt nicht zu kurz und obwohl auf die sonst gerne genommenen Popkultur-Anspielungen für die Erwachsenen diesmal fast vollständig verzichtet wird, bedeutet das im Umkehrschluss keineswegs, dass der gebotene Humor deshalb nun infantil wäre. Auch der deutschen Synchronisation darf ein Lob ausgesprochen werden, denn selten war wohl mal die Verwendung eines regionalen Dialekts so sinnvoll und passend wie bei den hier in einem köstlichen norddeutschen Slang parlierenden Nordmännern.

Gut, die Geschichte vom unterschätzten kleinen Außenseiter, der sich beweisen und andere von seinen Fähigkeiten überzeugen muss, ist alle andere als revolutionäres Storytelling, und eine ganz ähnliche Vater-Sohn Beziehung in exakt dem gleichen Setting haben sich hierzulande gerade erst rund fünf Millionen Zuschauer im Kino angeschaut. Doch kann man den Amerikanern ja nun schlecht vorwerfen, sie würden unseren "Wickie" kopieren, zumal der phantastische Ansatz dann doch ein anderer ist und "Drachenzähmen" im Vergleich sogar mehr Tiefgang aufweist als Bullys Parade der leibhaftigen Wikinger.
Weil dann selbst das andernorts sonst gerne etwas ausufernde oder zähe Finale nochmal einen visuellen Höhepunkt bietet und dabei trotzdem erfreulich kompakt bleibt, darf man also völlig altersunabhängig rundum zufrieden sein mit diesem Werk und damit dem vermutlichen Auftakt einer neuen Franchise (denn ein paar weitere Abenteuer mit dem tapferen Hicks sind schließlich schon geschrieben).

Volker Robrahn

10

Ich war eben erst mit meiner Tochter und ihrem Freund (beide fast 7 Jahre alt) in der 3D Vorstellung - zugegeben noch etwas von den frischen Eindrücken beeinflußt - wir haben uns alle drei prima amüsiert! Die Story ist witzig und originell umgesetzt - ich hatte vorher etwas Bedenken, wieder die Wickinger und Drachen sehen zu müssen - ganz im Gegenteil. Auch für erwachsenere Begleitung nicht langweilig. Ich freu mich schon auf eine Fortsetzung.

5

Irgendwie fehlt dem Animationsabenteuer der nötige Biss. Technisch ist er sehr gut und gefällt mit kleinen Details. Aber inhaltlich ist er zu einfach gestrickt und spricht im Grunde nur ein jüngeres Publikum an. Vom Kaliber eines Schreck, Ice Age oder Kung Fu Panda keine Spur. Die miese deutsche Synchro tut noch ihr übriges. Und was zum Himmel soll der Quatsch mit der heute angesagten Artikulantion der Jugendlichen. Boah ey, iss ja voll der böse Drachen, ey man.... Da kann ich leider nur sprachlos den Kopf schütteln bei solch schlecht ausgearbeiteten Dialogen. Schade. Optisch sehr nett, aber die Story haut uns ältere nicht von den Socken. Außerdem ist vieles auch extrem vorhersehbar.

9

Endlich wieder ein Film der die "Klasse" von Shrek erreicht.

Ein Film der den Kindern und Erwachsenen gefällt.

Nur die allerkleinsten sollten besser Zuhause bleiben.

Ach ja, ein Wort zur Syncro. Stimmt, man braucht schon eine gewisse Zeit bis man sich an das Norddeutsche gewöhnt hat. Zuerst hatte ich das Gefühl, ich bin in Werner Teil 5. Auch die Wortwahl war tatsächlich das eine oder andere mal bedenklich. "Boah ey, cooler krasser Drache" passt nicht immer. Aber es stört nur ein wenig.

7

@Filmfan66:
Hast du Shrek gesehen? Das ist eine komplett andere Ecke!
Drachenzähmen ist ein Kinderfilm, Shrek nicht!
Und NORDDEUTSCH? HÄÄÄ?? WERNER??? Weisst du eigentlich wovon du redest??? Das war doch kein Norddeutsch!!! Das war sowas von armseelig, kein Fisch, kein Fleisch. (Allerdings habe ich nicht aus dem Kino gehen müssen, wie bei den Minimoys, wo dieser Bill Kauschlitz den kleinen Jungen verbal vergewaltigt hat)

Zum Film:
Ist ganz gut. Von den Bildern her. Die Drachen sind nett gemacht, der Nachtschatten (kommt mir wie Stitch vor, liebenswert aber gefährlich) besonders. Der Protagonist, kleiner Junge, der nix kann, lernt etwas anders, wird gut darin und bringt es den anderen bei. (erinnert mich an diesen obergrottigen Film "Happy Feet") Verliebt sich in die kleine Wikingerin (wie die blonde bei Jimmy Newtron) und kann sie auf seine Seite ziehen. Papa ist enttäuscht, dann wird er belogen, ist wieder froh, Lüge fliegt auf, Papa total enttäuscht, sieht ein, dass er falsch liegt und ist der stolzeste Papa auf der Welt. (Auch das kennen wir aus diversen Disneyfilmen) Auch der Lehrer ist wie der Cyborg bei Schatzplanet, die üblichen Nebenrollen wie verrückte alte und so weiter kennen wir auch alle...
Gottseidank singen sie nicht ;-)

Seien wir ehrlich: Keiner geht mehr in so einen Film, um irgendwie von der Handlung überrascht zu werden, man will die niedlichen Viecher sehen, n paar schräge Nebenacts erleben und mit zwei, drei Lachern aus dem Kino gehen und nie wieder dran denken. Und wenn du dich damit angesprochen fühlst, solltest du den Film auf jeden Fall sehen. Auch das 3D ist streckenweit gut gemacht, gute Unterhaltung!

ABER ES IST VERD... NOCHMAL KEIN SHREK!!!!!

9

Shrek hin Schreck her... so gut is der nun auch wieder nicht gewesen und wozu der vergleich ?!? Mir hat die Story und die Komik im Film sehr gut gefallen. Endlich mal wieder ein 3D Anim. Film der auch wieder Spass macht und man auch gut lachen konnte. Die Syncro fand ich sehr gut, paßt irgendwie alles zum Film . Schön das wir darüber reden konnten ...

8

Was sollen hier eigentlich immer diese ganzen Shrek-Diskussionen? Nach dem genialen 1. Teil kam meiner Meinung nach nur noch Schrott hinterher. Der Streifen hier ist endlich wieder mal ein witziger 3D-Animationsfilm auf allerhöchstem technischen Niveau. Der steckt Shrek (bis auf den 1. Teil natürlich) locker in die Tasche !

6

Nichts bahnbrechendes. Hat mich jedenfalls nicht nachhaltig beeindruckt, weder von der Story noch von den Gags.

...Die deutsche Synchro hat mir auch nicht gefallen. Der Gedanke den Wikingern einen Norddeutschen Slang zu verpassen ist ja nett hat mich aber auch zu sehr an "Werner" erinnert.

9

ein absolut gelungener animationsfilm mit vielen kleinen und unaufdringlichen botschaften. sicher ein wunderbarer nachmittag für jung und alt. bleibt nur zu sagen: "ich will auch so´n haustier!!!!!!" einen punkt abzug, weil dieser film dann doch nicht so verzaubert wie monsters inc. oder findet nemo... es fehlt ein wenig die magie.

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