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Doom - Der Film

Doom - Der Film
scifi-action , usa 2005
original
doom
regie
andrzej bartkowiak
drehbuch
wesley strick, dave callaham
cast
dwayne johnson,
karl urban,
rosamund pike,
dexter fletcher, u.a.
spielzeit
100 Minuten
kinostart
27. Oktober 2005
homepage
bewertung

4 von 10 Augen

 

Auch Flops wie "Resident Evil: Apocalypse" können offenbar nicht verhindern, dass immer wieder Filmversionen von Computerspielen gedreht werden. Wobei es sich diesmal nicht um irgendein Game handelt, sondern um das Kultspiel Doom, das nach seiner Veröffentlichung 1993 zum (seinerzeit) erfolgreichsten Videospiel aller Zeiten avancierte und das neue Ego-Shooter-Genre mit seiner Echtzeit-3D-Grafik ins Rampenlicht beförderte. Beim Lärm einer Kettensäge denkt man seitdem nicht mehr nur ans "Texas Chainsaw Massacre", sondern auch an Mutanten, die in dunklen Gängen niedergemetzelt werden. Die Tatsache, dass das Spiel wegen seiner extremen Brutalität auf dem Index stand, steigerte die Popularität nur. Auch heute noch gilt die Doom-Serie für eine ganze Gamer-Generation als Meilenstein.
Das Gleiche lässt sich vom Film allerdings nicht behaupten. Andrzej Bartkowiaks ("Romeo Must Die") Verfilmung basiert auf der Handlung von Doom 3, das selbst ein "Remake" des Original Doom-Spiels ist. Da bei Computerspielen die Handlung aber doch eher im Hintergrund steht, musste für die Filmversion noch Einiges dazu erfunden werden.

Im Jahre 2145 werden in der Olduvai Research Station auf dem Mars Experimente durchgeführt. Versehentlich wird dabei ein Portal geöffnet, das wahrhaftigen Höllengestalten Eintritt zur Station gewährt - alsbald regiert dort Angst und Schrecken. Per Notruf werden die Marines der Rapid Response Tactical Squad alarmiert, die verhindern sollen, dass die Kreaturen sich auch noch auf den Weg zur Erde machen. Ihr Befehl: "Nothing gets out alive" - nichts kommt lebendig raus! Anführer Sarge (Dwayne "The Rock" Johnson, "The Scorpion King") und seine Truppe treffen ohnehin kaum noch auf Lebende, sondern hauptsächlich auf zombieartige Monster, die wie eine Mischung aus Orc und Alien aussehen. Soldat Reaper (Karl Urban, "Herr der Ringe", "Die Bourne Verschwörung") hat allerdings noch ganz andere Sorgen: Seine Eltern kamen einst auf der Station ums Leben, und nun bangt er um seine Schwester, Dr. Samantha Grimm (Rosamund Pike, "Stolz und Vorurteil", "Stirb an einem anderen Tag"), die auf der Station gentechnologische Experimente durchführt. Neben ihr ist nur noch Kommunikationsoffizier Pinky (Dexter Fletcher) vom Olduvai-Team übrig, und auch die beiden werden ihre liebe Not haben, lebendig raus zu kommen.

Bei der Produktion von "Doom" sind weder Mühen noch Kosten gescheut worden. Der Cast besteht aus einer Gruppe solider Schauspieler, die ihr Talent hier allerdings größtenteils verschwenden, allen voran Rosamund Pike, die die meiste Zeit damit verbringt, Zombies und andere Monster zu sezieren. Da sie dabei die soeben herausgenommenen Organe jeweils kommentiert, wird das Ganze zur überflüssigen Anatomie-Vorlesung.
Beim Stichwort Zombie muss aber erwähnt werden, dass der Oscar-nominierte Ausstatter Stephen Scott ("Hellboy") und Kameramann Tony Pierce-Roberts ("Underworld") die Kulissen, Kreaturen und Waffen des Spiels perfekt umgesetzt haben. Einer der Höhepunkte für Doom-Fans wird die Szene sein, in der Sarge zur BFG (Bio Force Gun oder auch Big Fucking Gun) greift.
Natürlich gibt es auch eine gelungene Ego Shooter-Sequenz, die wie im Spiel aus der Ich-Perspektive eines Space Marines gefilmt ist - den Film allerdings auch endgültig ad absurdum führt: Das kann man schließlich auch alles auf dem Computer oder der Playstation haben und muss dafür nicht ins Kino gehen, wo der Spaß sowieso nur von nerviger Handlung gestört wird. Bisher waren die Gamer doch auch mit "rumballern" zufrieden, und "Doom" ist immer dann besonders schlecht, wenn nicht geschossen, sondern gesprochen wird, denn die Dialoge sind hölzern und oft überflüssig. Dazu wird dem Zuschauer auch noch Reapers arg konstruiertes Kindheitstrauma vorgesetzt, und eine dubiose medizinische Theorie, die sehr stark an Nietzsches Konzept des Übermenschen erinnert.

Alles in allem ein weiterer unnötiger und unbrauchbarer Versuch, ein Computerspiel ins Medium Film zu transportieren. Vielleicht sieht ja irgendwann mal jemand ein, dass das keinen Sinn macht.

Anna Plumeyer

Der Film ist absolute Scheisse. Ein DOOM-Film, der nicht Splatter ist, nicht wirklich Horror und nicht wirklich Action (und das waren ja nunmal die einzigen massgeblichen Elemente des Spiels). Die Darsteller wirkten bis auf the Rock unpassend gecastet, und den tollen futuristischen Waffen hat man auf den ersten Blick angesehen, das es lieblos verkleidete G36 waren. Schon komisch, denn schon vor 20 Jahren hat man das bei ALIENS für einen Bruchteil des Budgets und ganz ohne Computereffekte schon tausendmal besser gesehen.

Übrigens:
SELBSTVERSTÄNDLICH muss der Film sich am Computerspiel messen und sich mit diesem vergleichen lassen. Denn wer sich so eindeutig (um nicht zu sagen: DREIST) auf das seit über 10 Jahren etablierte DOOM Trademark beruft, indem er den weit bekannten Schriftzug des Spieles verwendet - ganz abgesehen von der Story und dem Anhängsel "der Film" am Titel - , der weckt natürlich die Erwartungen bei seiner Zielgruppe, dass er die mit dem Trademark assoziierten Inhalte (und das ist nunmal maßgeblich Splatterhorror und Action) schwerpunktmäßig abhandelt. Darum darf man auch nicht weinen, wenn der Film berechtigterweise Prügel dafür bezieht, dass er nicht das ist, was er lauthalts zu sein versprach. Denn Splatter, Horror oder Action ist er definitif NICHT.

Spiel gut.
Film scheisse.
So einfach geht das.

1

versteh die ganze aufregung nicht kommt ein film nach einem spiel raus heißt es meistens scheiße, wurde den schonmal ein spiel nach einem film erfunden? dann muß der film ja schon hammer gewesehen sein, ich finde das ist wie bei einem guten buch jeder hat seine eigenen vorstellungen wen man es liest kommt der film ist man endweder total verblüfft oder endtäuscht!!!is doch alles jacke wie hose..........

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