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DOA: Dead or Alive

DOA: Dead or Alive
action , usa/d/gb 2006
original
doa: dead or alive
regie
corey yuen
drehbuch
j.f. lawton, adam gross, seth gross
cast
jaime pressly,
eric roberts,
holly valance,
devon aoki, u.a.
spielzeit
86 Minuten
kinostart
19. Oktober 2006
homepage
http://www.doa.film.de/
bewertung

3 von 10 Augen

In den letzten Jahren hat eine Flut an unsagbar schlechten Videospielverfilmungen ihren Weg in die deutschen Kinos gefunden. Wütende Konsoleros verfluchten die dafür Verantwortlichen und wünschten sie in die Daddelhölle, wo sie bis in alle Ewigkeit zum Eyetoy spielen verdammt sein sollten. Nach Katastrophen wie "BloodRayne" und "House Of The Dead" verdient die Spielewelt kein weiteres Machwerk dieser Art. Die Gamer mussten schon genug leiden. Die Veröffentlichung von "DOA: Dead Or Alive" scheint ein erster Versuch der Wiedergutmachung, schließlich hat dieser Haudraufactionfilm den bisherigen Enttäuschungen etwas voraus: einen Laufsteg voll attraktiver Frauen, die ebenso talentiert im Kämpfen wie im Bikini tragen sind. Für pubertierende Zocker durchaus ein Grund, mehr mit sich selbst anstatt mit ihrer Konsole zu spielen.

"Dead Or Alive" ist nicht nur der Name dieses Films, sondern auch ein Turnier für Kampfkünstler, das auf einer idyllischen Insel ausgetragen wird. Die besten Kämpfer der Welt treffen sich, um den Allerbesten unter ihnen auszumachen. Darunter sind auch die Diebin Christie (Holly Valance), Wrestlerin Tina (Jaime Pressly), Ninja-Prinzessin Kasumi (Devon Aoki) und Helena (Sarah Carter), die neben den 10 Millionen Dollar Prämie noch andere Gründe haben, bei den Wettkämpfen teilzunehmen. Christie möchte einen Tresor leer räumen, Tina will der Welt beweisen, dass sie eine ernstzunehmende Kämpferin ist, und Kasumi versucht, ihren verschollenen Bruder wieder zu finden. Nach den Kämpfen müssen sie sich alle zusammenraufen, um die miesen Machenschaften des zwielichtigen Dr. Donovan (Eric Roberts) zu durchkreuzen.

"Dead Or Alive" kann getrost als das "Bloodsport" der Xbox-Generation bezeichnet werden, ein "Mortal Kombat" für die jungen Leute, denen Pokémon-Karten schon zu uncool, Poster aus dem Playboy aber noch zu heikel sind. Kein einziger Tropfen Blut wird in den zahlreichen Kampfszenen vergossen - dafür entschädigen die gewohnt schön anzusehenden Choreographien von Martial Arts-Maestro Corey Yuen, der darüber hinaus auch Regie führte. Nach seinen spektakulären Arbeiten für "The Transporter" und Jet Lis Hollywoodausflüge war er für die Inszenierung eines Films wie diesem eigentlich prädestiniert.
Dabei hätte sich Yuen allerdings auf das Einmaleins des Filmemachens besinnen sollen, anstatt sich nur auf die durchaus gelungenen Prügelsequenzen zu konzentrieren. Es gibt viel Wire Fu zu bestaunen, die Umgebung wird optimal in die Kämpfe mit einbezogen und die Akrobatik ist sehr ansehnlich. Ein Film steht und fällt jedoch mit seiner Story. In "Dead Or Alive" ist sie kaum vorhanden und dient lediglich dazu, die Kämpfe einigermaßen sinnvoll zu verknüpfen. In ihrer Einfachheit gleicht sie einem Puzzle für Kleinkinder ohne annähernd dessen Dramatik zu erreichen. Da fällt dann der strunzdumme Sci-Fi-Subplot auch nicht mehr ins Gewicht.

Wo es keine interessante Geschichte gibt, braucht man auch keine guten Schauspieler für ihre Umsetzung. Oscarreife Glanzleistungen sind in "Dead Or Alive" nicht zu erwarten. Einzig Eric Roberts, Bruder von Julia, sticht aus der austauschbaren Masse heraus und zeigt einen Hauch von Talent. Der Job der weiblichen Darstellerinnen ist es, möglichst sexy auszusehen, und den erledigen sie perfekt. Das Kamerateam hat sichtlich Freude daran, den halbnackten Damen visuell Komplimente zu machen. Dies gipfelt in einem Beachvolleyball-Match, das mit einer voyeuristischen Bikini-Ästhetik gefilmt wurde, wie sie es seit "Baywatch" nicht mehr gegeben hat. Auch die dämlichen Dialoge erinnern stark an die berühmte Hasselhoff-Serie.

Vergleicht man den Film mit den Spielen fällt auf, dass viele Elemente fehlen oder völlig anders dargestellt werden. Einige Charaktere wurden weggelassen, vorhandene werden nicht näher vorgestellt, ihr Aussehen und der Background wurden beliebig verändert. Die größte Gemeinsamkeit bleiben die Bikinischönheiten. Wenn dem Produzententeam um Bernd Eichinger nichts an einer angemessenen Umsetzung liegt, sondern nur an der Zelebrierung nackter Haut, hätten sie sich dieses Werk sparen und stattdessen ein paar DSF-Sportclips drehen können.

Die "Dead Or Alive"-Spiele bieten einen hervorragenden Grund, spärlich bekleidete Frauen auf die Kinoleinwand zu bringen und sich an den coolen Kampfchoreographien zu erfreuen, aber Stoff für einen auf mehreren Ebenen ansprechenden Film sucht man vergeblich. Die Macher wollten ein anspruchsloses Popcornfilmchen und das haben sie auch abgeliefert. Um jedoch eine gute Videospielumsetzung zu schaffen, braucht es eine Vorlage, die zusätzlich wert auf die Geschichte legt. Und so müssen die Gamer weiterhin darauf warten, dass jemand ein interessantes Videospiel adäquat für die Leinwand adaptiert und daraus ein Film entsteht, der sowohl durch den Look als auch seinen Inhalt glänzen kann. "Dead Or Alive" ist das noch nicht gelungen. Mit ihm verhält es sich wie oftmals mit dem richtigen Leben: dürftige Story, aber exzellente Optik.

Jan Kucharzewski

2

Billig, billiger, Dead or Alive..... Schlimmer geht's nimmer!!

Im Vergleich zu Dead or Alive sind die grottenschlechten Mortal Kombat Filme schon fast halbe Meisterwerke, da hier wirklich GAR NICHTS stimmt:

1. Optik: Billig, auf allerunterstem Level, viele Bauwerke (Statue) wurden (schlecht) animiert, hier kann man sich auch nicht damit rausreden das es sich um eine Videospielverfilmung handelt. Viele Kameraeinstellungen wirken pseudo-cool und wie aus einer möchte-gern-hippen Teenager TV Soap geklaut.... wirklich ganz, ganz mies.

2. "Schauspieler/innen": In allererster Linie etwas fürs AUGE (und dafür gibt’s dann auch ein Filmszene Auge von mir!) aber definitiv nix was auch nur annähernd etwas mit Schauspielern zu tun hat. Man weiss gar nicht was man schlimmer finden soll: Das Devon Aoki sich nach ihrem einprägsamen Sin City Auftritt in dieser Billig-Schmonzette verbraten lässt oder das Eric Roberts nun offensichtlich wirklich am absoluten Abgrund angekommen ist und sich mit Sondermüll dieser Sorte seine Dollar verdienen muss .... das kann man nur noch tragisch finden.

3. "Story": Hier gibt's mal wieder Null Augen, da nicht vorhanden. Der Pseudo-Plot ist das Allerlächerlichste was ich in den letzten 2 Jahren gesehen habe.

4. Fights: Womit wir - abgesehen von den optischen Qualitäten der Darstellerinnen - beim zweiten der einzigen zwei guten Gründe wären um sich Dead or Alive anzutun. Die Kämpfe sind im Grossen und Ganzen tatsächlich ganz unterhaltsam und originell choreographiert worden, auch wenn man einen gewissen Billig-Touch nicht abstreiten kann. Traurig wird es allerdings wenn man mitbekommt das niemand Geringeres als Hongkong Regisseur Cory Yuen für dieses Debakel verantwortlich zeichnet. Das Yuen Kämpfe bis ins kleinste Detail perfekt inszenieren kann hat er bereits mehrfach eindrucksvoll bewiesen (Fong Sai Yuk mit Jet Li), von daher hätte man hier wesentlich mehr erwartet, im Gegensatz zu seinen älteren Werken wirken die Fights zu technisch und viel zu stilisiert. Trotzdem ein Auge, da die Fights noch das Erträglichste in Dead or Alive sind.

5. Musik: Ok ok.... das ist eine Videospielverfilmung. Aber muss man den Zuschauer trotzdem mit einem derart grässlichen Soundtrack quälen?? Ich denke nicht! Letztendlich rundet die grottige musikalische Untermalung aber nur den sehr schlechten Gesamteindruck dieser filmischen Katastrophe ab.

Fazit: Wie gesagt, 2 Augen für die Girls und die annehmbaren Fights, der Rest ist nicht mal ansatzweise das Eintrittsgeld wert. Warum solche Gurken überhaupt erst ins Kino kommen und nicht direkt als DVD Premiere (oder auf dem Müll) enden weiss die Hölle....

10

hammergeiler film, sehr unterhaltsam, story ist doch in so einer videospielverfilmung unwichtig, weiß gar nicht warum sich manche da so aufregen...ihr habt doch alle kein geschmack *lol*

1

Nur ganz kurz, weil ich ihn grade im Fernsehen sehe: Ich muß mich dauernd für die Darsteller fremdschämen. Was für eine billige Fleischbeschau verpackt in eine nicht vorhandene Story mit schrecklichen Dialogen und Plastik- statt Hochglanz-Ästhetik.

Bestimmt ein film gewordener feuchter Traum pubertierender Kellerkinder mit Fernostfetisch, aber nicht mal annähernd interessant als Actionfilm. Die Kampfszenen sind nämlich zwar nicht schlecht choreographiert, aber höchstens durchschnittlich gefilmt und alles andere als mitreißend. Die Spezialeffekte bleiben Billigware und dieser SciFi-Kram war nun wirklich überflüssig und peinlich.

Als Videospieleverfilmung ist das ganze auch dank der hohlen Vorlage nur ein weiterer Sargnagel für Adaptionen wirklich guter Spiele...und ja, den einen Punkt gibt's als Dankeschön für einen Haufen halbnackter Hühner mit Lesbensexanspielungen unterster Kanone, die dem Zuschauer das Vorabendprogramm vermiesen. Das schafft nicht jeder Film mit einem Budget von $21 Mio.

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