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Disturbia

Disturbia
psycho-thriller , usa 2007
original
disturbia
regie
d.j. caruso
drehbuch
carl ellsworth, christopher landon
cast
shia labeouf,
sarah roemer,
david morse,
carrie-anne moss, u.a.
spielzeit
105 Minuten
kinostart
20. September 2007
homepage
http://www.disturbia.de
bewertung

8 von 10 Augen
 

Der Schock kommt schnell und unerwartet - für den Zuschauer, ebenso wie für Kale (Shia LaBeouf). Eben noch lebte der Teenager ein sorgloses Bilderbuchleben, dann schlägt das Schicksal zu und man versteht nur zu gut, wie Kale in den folgenden Monaten zu jenem verschlossenen, aggressiven Einzelgänger wurde, der sich um nichts mehr schert und zu drei Monaten Hausarrest über die Sommerferien verurteilt wird, nachdem er seinem Spanisch-Lehrer am letzten Schultag einen auf die Nase gegeben hat. Kale ist die Strafe zunächst herzlich egal: Außer Ronnie (Aaron Yoo) hat er ohnehin keine Freunde, und Home Entertainment gibt es ja genug. Doch damit die Strafe für Kale auch wirklich eine Strafe ist, entzieht seine Mutter Julie ("Trinity" Carrie-Anne Moss) ihm nach und nach Internetanschluss, Videospiele und Fernseher, und Kale muss sich eine neue Beschäftigung suchen. Und was tut man da, wenn man in der langweiligen, braven Vorstadt wohnt: Man fängt an, seine Nachbarn zu beobachten. Dabei verknallt sich Kale in Ashley (Sarah Roemer) von nebenan, und wird auf Mr. Turner (David Morse) aufmerksam, der irgendetwas zu verbergen hat….

Was auf dem Papier zunächst klingt wie eine bloße Teenager-Version von Hitchcocks Klassiker "Das Fenster zum Hof", überrascht von Anfang an durch eine gänzlich andere Gewichtung. Denn auch wenn "Disturbia" vornehmlich als Psycho-Thriller beworben wird und der gute Mr. Turner natürlich bald Unschönes im Schilde führt, ist der Film in seinem Kern eine toll geschriebene Teenager-Story mit Herz und Humor.
Darum sollte man sich auch nicht wundern, dass es eine ganze Weile dauert bis "Disturbia" die Spannungsschraube anzieht und der unheimliche Mr. Turner überhaupt größer in Erscheinung tritt. In der ersten Hälfte bewegt sich der Film geradezu gemächlich und lässt sich Zeit damit, Kale und seine "Welt" vorzustellen. Das geschieht unter anderem durch das amüsante Ausmessen seines Spielraums - Kale trägt zur Überwachung seines Hausarrests einen Bewegungsmelder am Fuß, der Alarm bei der Polizei schlägt, wenn er sich zu weit von der Haustür entfernt. Die beiden Drehbuchautoren finden großartige Wege, dadurch die stark eingegrenzte Handlungswelt des Films zu etablieren und den Bewegungsmelder mehrfach clever als Plotelement zu nutzen.
Gleichzeitig sind diese unsichtbaren Gefängnismauern, die sich für Kale um sein Haus ziehen, Synonym für das Gefühl des Eingesperrtseins, das die Vorstadthölle für die Teenager bestimmt - jene Zwänge aus braver Betulichkeit und scheinbarer Normalität, die nach Anpassung verlangen und ihre kranken Aspekte hinter den Vorhängen verbergen. Über dieses Gefühl findet Kale schließlich auch eine gemeinsame Ebene mit Ashley, und ob und wie er sie für sich erobern kann ist der eigentliche Motor der Handlung. Der Titel "Disturbia" - ein Amalgam aus "disturb" (beunruhigen, stören) und "Suburbia" (dem englischen Begriff für Vorstädte) - bezieht sich entsprechend eher auf Kales und Ashleys Wahrnehmung der versteckten Abgründe ihrer Wohngegend, als auf die tatsächliche Beunruhigung, die schließlich von Nachbar Turner ausgeht.

Natürlich wandelt sich "Disturbia" langsam aber sicher zu einem "richtigen" Psycho-Thriller, und wenn der Film im Schlussteil alle Zurückhaltung in den Wind schießt und kräftig aufs Gas tritt, gibt es noch jede Menge Gelegenheit, sich gepflegt zu erschrecken. Doch gerade weil man so etwas in Kombination mit verängstigten Teenagern im Horror-Genre schon (viel zu) oft gesehen hat, ist die Gewichtung von "Disturbia" so erfrischend: Hier werden die Teenager-Figuren wirklich ernst genommen, sorgsam und glaubhaft aufgebaut und mit einer guten Geschichte versehen, bevor sie schlussendlich mit dem Psychopathen konfrontiert werden.
Ganz großen Anteil an der starken Teenie-Story hat dabei Hauptdarsteller Shia LaBeouf, den man sich nicht nur wegen seines unmöglichen Nachnamens merkt. In "Transformers" durfte er diesen Sommer ja bereits Blockbuster-Hauptrollen-Luft schnuppern, inzwischen hat ihn Spielberg für einen Part im vierten "Indiana Jones"-Film verpflichtet - wie man hört aufgrund von LaBeoufs Leistung in diesem Film, der sich ohne einen berühmten Namen auf der Besetzungsliste im Frühjahr zum Überraschungshit in den US-Kinos entwickelt hatte. Der Nachwuchsstar überzeugt hier mit intensivem, glaubwürdigem Spiel und pendelt dabei mit beeindruckender Leichtigkeit zwischen den verschiedenen Facetten seiner Figur und der Geschichte. Auch wenn LaBeouf zuerst unscheinbar wirkt: "Disturbia" beweist eindrucksvoll sein erstaunliches Charisma und lässt erahnen, dass dieser Bursche noch eine beachtliche Karriere vor sich hat.

Also: "Disturbia" lohnt sich, nicht nur wegen des tollen Hauptdarstellers, sondern vor allem wegen seiner gelungenen Ausgewogenheit von glaubhaften Figuren, gut verstreuter humorvoller Leichtigkeit und genüsslich aufgebauter Spannung. Und nebenbei ist er ein für Hollywood-Verhältnisse selten ehrliches und wahrhaftiges Stück Teenager-Kino.

 

 

 

Frank-Michael Helmke

8

In da USA gseng. war ganz lustig.vor allem David Morse. der Start kracht auch ganz schön.

7

sehr guter thriller, in dem shia leboufs talent, im gegensatz zu transformers, nicht verheizt wird....schön auch, carrie-anne moss mal wieder auf der leinwand zu sehen. ein wirklicher geheimtip in diesem verfrühten herbst....

6

Das altbewerte "Fenster zum Hof" Spiel. Diesmal für Teenies.
Vorhersehbare Ereignisse und daher auch kein bemerkenswerter Spannungsbogen. Vor allem das (auch vorhersehbare) Ende hat den Film schön runter gedrückt. Shia Labeouf macht seine Sache gut aber trotzdem geht mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass man mit Disturbia versucht einen Jungstar zu pushen, den man nächstes Jahr im neuen Indiana Jones sehen wird, der auch von Dreamworks produziert wird... Spielberg hat ja mit Transformers schon vorgesorgt und setzt das ganze mit Disturbia fort. Will nicht meinen das diese Filme speziell für den Push Labeouf's produziert wurden, Spielberg hat aber trotzdem daran gedacht zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Ein trotzdem sehr unterhaltsamer Streifen, der in seinem Genre leider sonst nichts neues bietet. Für einen unterhaltsamen und soliden Kinoabend genau das Richtige.

5

der Film setzt sich aus Drama-, Liebes-, Horror-, Action und Komödie zusammen. aber jeder Bereich nur Durchschnitt. Der Film "Meine teuflischen Nachbarn" mit Tom Hanks zeigt wie es wirklich funktioniert.

6

Moderne Teenyversion von Hitchcocks "Das Fenster zum Hof". Solide gemacht mit spannenden Momenten, aber leider wenig originell und daher sehr verhersehbar.

"Für einen unterhaltsamen und soliden Kinoabend genau das Richtige."
Hört sich gut an. Was will man mehr?

soll das ein scherz sein, mit dem amalgam?

5

Von mir leider nicht mehr als fünf Punkte. Der Film bringt nichts Neues zu Tage.
Wer FENSTER ZUM HOF gesehen hat, kann sich DISTURBIA ruhig sparen. Er erreicht nicht den Spannungsbogen des Originals.
Für alle Anderen, speziell jene die Teene-Filme mögen, ist dieser OK.

8

Spannend, unterhaltsam, kurzweilig. Klar haben wir das alles schon mal irgendwie gesehen, aber hey: Wenns denn funktioniert, warum nicht? Der Film ist vielleicht nicht weltbewegend, aber immerhin gelungene Unterhaltung. Nicht jeder Film kann ein Genre komplett neu erfinden, muss er auch nicht! Und Shia LaBeouf hat langsam wirklich raus, wie man die Blondinen rumkriegt!

Hollywood fällt selbstverständlich nichts mehr ein. Das ist ja auch logisch, denn seit es Filme gibt, wurde schon alles mögliche gedreht!

Heutzutage wird immer nur noch alles neu aufgelegt. Wer ein Fenster zum Hof kennt, wird von diesem Film nur noch gelangweilt sein, denn die Story ist altbekannt.

Schade ist es natürlich. Aber man kann Hollywood absolut keinen Vorwurf machen! Denn wie soll man neue Storys schreiben, wenn es schon alles gab? Da liegt das Problem in den heutigen Filmen!

8

Kann da nur zustimmen, ein spannender unterhaltsamer und kurzweiliger Film, hab mich keine Sekunde gelangweilt.

Zudem finde ich Shia la Beouf (was für ein Name) echt symphatisch und darstellerisch Top in den meisten seiner Rollen bisher.
Gut spielen können und eine symphatische Ausstrahlung zu besitzen kommt nicht allzu oft vor.

Grüße
Julia

8

Klasse Film, schöne Wendungen, überaschender Thrill.

8 Punkte

5

Ganz nett, aber bis ins kleinste Detail konstruiert, damit der Film funktioniert. Vieles muss man sich mit viel Fantasie hinzudichten und über schlimme Logikfehler hinwegsehen. Diese kritisierten "Mankos" von "Die Vorahnung" sind nichts dagegen.

3

Shia la Beouf mag ja ein guter Newcomer sein, dieser Film ist dennnoch einfach nur schlecht. Natürlich ist das eine Nachverfilmung von "Das Fenster zum Hof" und man sollte dem Film eine Chance geben, aber man kann nach fünf Minuten die gesamte Handlung vorausahnen. Es fehlen definitiv neue Ideen.
Die Lovestory zwischen dem Voyeur und seinem Opfer "Ashley" ist vollkommen unglaubwürdig. Wen man Mädchen so einfach rumkriegen könnte, hätte die Welt keine Probleme mehr.
Carrie-Ann Moss ist hier die totale Fehlbesetzung.
Die Logik!!! Ohne zuviel verraten zu wollen, sind doch zahlreiche Szenen total absurd. Das gilt vor allem für den zeitlichen Ablauf und Wege, die von verschiedenen Personen zurückgelegt werden. "Wie geht dass denn!", mag man immer wieder spontan rufen. Wo Ashley am Ende verblieben ist, wird auch ein Rätsel bleiben... und wieso Kale nie sein Licht ausmacht, wenn er mit Ferngläsern aus dem Fenster starrt, ist ebenso seltsam, wie die Tatsache, dass man Gespräche und Musik mitbekommt, die im beobachteten Häusern (weit weg/ Fenster geschossen) gesprochen/gespielt werden.

Ich fand den Film schlecht. Keine Logik, keine Überraschungen.

8

Wie auch der Film Transformers indem Shia LaBeouf die Hauptrolle spielt, find ich Disturbia, sehr gut und sehr spannend. Nur eines stört mich das ist die Tatsache dass Hollywood immer mehr die Ideen älterer Filme wieder in neue Film intergriert, Disturbia ist zum Beispiel im Geschehen genau so aufgebaut wie "Das Fenster zum Hof" von 1951 wenn ich mich nicht irre... Trotzdem der Film ist klasse, sehr emplehlenswert und Neuverfilmungen sind im grossen und ganzen, akzeptabl solange die Story gut ist...

1

...absoluter Schwachsinn!!!

1

Also...muss sagen dass ich für diesen Film das Plasma in meinem TV unnötig gequält habe..
Was soll an dem Streifen spannend sein? Ja der Anfang war gut...aber was hat das all dem mit dem Sinn von dem Film zu tun?
Muss man alles nicht verstehen...
Schade nur, dass so grandiose Filme wie eben das Fenster zum Hof für so einen billigen Abklatsch genommen werden!
GäääääääähN!!!!
Fazit: TeenyKlamotte zum Einschalfen!!!!

9

Sehr guter Film mit tollen Schauspielern. Ach ja, es ist KEIN Remake zu "Das Fenster zum Hof"!!! Allerhöchstens hat man sich inspirieren lassen! Soviel dazu!

Einen Punkt Abzug wegen kleinen Logikfehlern, die aber nicht wirklich schlimm sind!

6

Ich hab mir den Film letzte Woche angesehen, ich bin selbst noch Teenagerin. Den Film Fenster zum Hof, mit dem der Film hier immer verglichen wird, kenne ich nicht. Anfangs gefiel mir der Film nicht so gut, war durchweg langweilig. Wenn dann was passiert ist, ist doch relativ wenig passiert, ich hatte nur zwei Schockmomente, aber das gefiel mir gut. Ich fand es sehr gut, dass der Film durch den Freund von Roney Humor hatte, aber irgendwie hat man immer genau gemerkt, dass der Film nicht sonderlich einfallsreich ist. Fast alles was passierte, wusste man vorher shcon, und natürlich kam der Hauptdarsteller am Ende mit dem hübschen Mädchen von nebenan zusammen. Die Leistung der Schauspieler war dafür gut, besonders Shia la Beouf hat seinen Job gut gemacht. Alles alles in allem war der Film okay, aber nicht "Der Brüller".

Bin überrascht, dass der Film hier so gut weg kommt !
Hab ihn gestern im Fernseh gesehen und fand ihn auch ganz nett, aber gerade im zweiten Teil gibt es halt doch schon ein paar "Ungereimtheiten" und Co.

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