kleine Werbepause
Anzeige

Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse

Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse
mystery-thriller , frankreich 2002
original
les rivières pourpres 2
regie
olivier dahan
drehbuch
luc besson
cast
jean reno,
christopher lee,
benoit magimel,
camille natta, u.a.
spielzeit
100 Minuten
kinostart
8. April 2004
homepage
bewertung

3 von 10 Augen

Kommissar Niemans (Jean Reno) wird als Spezialist für besonders mysteriöse Mordfälle in ein Kloster nach Lothringen gerufen. Dort wurde ein Mann gekreuzigt und lebendig eingemauert. Bei seiner Untersuchung stößt Niemans auf Hinweise auf eine merkwürdige religiöse Sekte. Zeitgleich läuft dem jungen Polizisten Reda (Benoit Magimel) ein verwirrter und verletzter junger Mann in die Arme, der nicht nur wie Jesus aussieht, sondern auch so gekleidet ist. Später versucht ein mysteriöser maskierter Mönch im Krankenhaus, den in Visionen vom Ende der Welt halluzinierenden "Jesus" umzubringen. Und da diese Dinge natürlich keine Zufälle sind, treffen Niemans und Reda schließlich aufeinander, um die rätselhaften Vorfälle zu entschlüsseln, dabei unterstützt von der Religionsgeschichtlerin Marie (Camille Natta). Denn es scheint sich alles um ein ominöses, angeblich von Gott selbst geschriebenes Buch, den Tag des Weltuntergangs und die Engel der Apokalypse zu drehen.

Wollen wir die Dinge doch gleich mal klarstellen: Der Titel "Die Purpurnen Flüsse 2" ist Unsinn. Denn mit dem Erstling hat dieser schwache Nachklapp eigentlich nur eins gemeinsam, nämlich Jean Reno als Kommisar Niemans. Und während Reno sich gewohnt sympathisch mit seinem trägen Hundeblick durch das Szenario bewegt, ist es symptomatisch für diesen Film, dass er den Sinn der titelgebenden purpurnen Flüsse aus dem ersten Teil geflissentlich missachtet und die weiteren Parallelen (wie das Zusammenführen von zwei gleichzeitigen Untersuchungen durch Niemans und Jungpolizist) eher stören denn helfen.
Bereits von Beginn an schwant dem Betrachter nichts Gutes - allerdings nicht so, wie der Film sich das gedacht hat. Denn während man bei vielen Filmen, die sich anfangs zäh dahin schleppen, mit dem amerikanischen Sprichwort too little, too late kommen kann, ist es bei "Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse" dagegen too much, too early. Vor allem an krampfhaft versuchter Atmosphäre. Jede Einstellung tonnenschwer vor Bedeutung und Erwartung und zuviel von allem: Zuviel Mond, zuviel verdunkelnder Himmel, zuviel Nebel, zuviel Regen, zu viele morbide alte Gemäuer, zuviel Farbfilter und - etwas später - zu viele zur Schau gestellte Mordopfer. Wo "Die Purpurnen Flüsse" zwar stetig, aber logisch und organisch seine unheimliche Stimmung aufbaute, will Regisseur Dahan im Sequel möglichst schon vor dem Vorspann die Atmosphäre so dicht machen, dass man sie zerschneiden könnte. Leider wird man davon eher erschlagen als gefangen genommen. Auch später ist es zu viel, zu lang, zu laut. Vor allem die ermüdenden Verfolgungsjagden, die man mit bombastisch plärrender Musik spannender zu machen versucht. Erstens klappt das nicht und zweitens ist der Tonmix so aggressiv, das es einem wahrlich fast die Gehörgänge zerfetzt. Es wird nicht das einzig Nervtötende bleiben, denn das Grauen hier trägt keine Kutte oder Maske, sondern einen der größten Namen des aktuellen französischen Kinos: Luc Besson.

In Filmen wie "The Big Blue" oder "Das Fünfte Element" hat Luc Besson bewiesen, dass Visualisierung und Ästhetik seine Sache sind, Charakterdarstellungen und Dialoge dagegen eher nicht. Um so schlechter, dass er hier nicht Regie führt, sondern ein, mit Verlaub, strunzdoofes Drehbuch zusammengeschrieben hat. Genau so doof, dass Besson - wenn er nicht gerade mit, in oder für Hollywood schreibt, dreht oder produziert - in Frankreich Filme schreibt, dreht oder produziert, die ordentlich von Hollywood klauen - und nicht die guten Sachen. Was Besson hier zusammenrührt ist eine Mischung aus schlecht kopiert und nicht gekonnt, aus pseudo-tiefgründigen Mystikanleihen mit krudem Bibeleinfluss und Apokalypse-ausmalen-nach-Zahlen, die letztlich ganz und gar nicht aufgeht. Geheimbund in Mönchskutten, Zeichen aus der Bibel, das mögliche Ende der Welt - da muss einem schon gut was einfallen, um aus diesen wohlbekannten Zutaten noch etwas Innovatives oder Überraschendes zusammenzubekommen. Leider ist Besson nichts eingefallen und - schlimmer noch - es ist ihm egal.

Und so blamiert sich "Die Purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse" mit einem Drehbuch, das sich erst in diversen Handlungs- und Interessensträngen verheddert, dort eine große Geschichte um Geheimbünde und das mögliche Ende der Welt aufbauscht, um diese dann einfach gar nicht aufzulösen. Jedenfalls nicht auch nur annähernd befriedigend. Wer von dem zu schnellen und wenig erklärenden Finale des Vorgängers (welches der Rezensent übrigens nicht so misslungen fand wie viele andere) schon enttäuscht war, der wird sich hier vor Entsetzen im Kinosessel wälzen. Denn am Ende verpuffen alle Versuche Bessons einfach im Nichts und seine großangelegte (oder so dachte man) Mystikgeschichte entpuppt sich als lächerliche und komplett banale Räuberpistole. So wird das ganze "Engel der Apokalypse"-Gedöns beim Showdown einfach nicht mehr beachtet, die Killer in Mönchskutten sind verschenkt, der Zusammenhang zwischen den Mordopfern ist hanebüchen und absurd und das Finale der Inbegriff des Wortes Anti-Klimax. Selbst grundsätzliche Regeln missachtet Besson, etwa dass es für das Rituelle im Ritualmord am besten auch einen Grund gibt, zumindest einen besseren als "sieht auf der Leinwand cool aus".

Hier ist alles Murks, alles doof. Etwa die Erklärung für die übernatürlichen Kräfte der Killermönche (Eine Warnung an alle Drogen nicht abgeneigte User: Please don't try this at home! Egal, worauf Ihr seid, Kugeln in den Kopf wird es nicht stoppen). Aber es ist vor allem das Ende, was wirklich alles kaputt macht. So ineffektiv war selten ein Finale, so sehr hat ein Film selten seinen zumindest in Ansätzen noch vorhandenen Spannungsbogen nachhaltig demoliert. Die Bösewichter verhalten sich unlogisch bis beknackt, der Showdown bleibt einfach aus, und die Anleihen bei "Indiana Jones" sind nicht nur misslungen, sondern einfach nur peinlich. Richtig peinlich. Wenn sich dann Niemans und Reda zur Rettung nach gallischem Vorbild Zaubertrank einverleiben, darf sogar höhnisch gelacht werden. Gerade das Ende verdeutlicht dann auch, wie sehr man Altmeister Christopher Lee in blöder Rolle mit noch blöderem Rollennamen verheizt, und man fragt sich, was das jetzt eigentlich alles sollte.
Ein Film, der über anderthalb Stunden in seiner Geschichte diverse Erwartungshaltungen aufbaut, nur um diese dann in der Schlussviertelstunde mit Füßen zu treten, ist unrettbar. Und so ist "Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse" nicht nur ein weiterer Beitrag zum Thema "Fortsetzungen, die die Welt nicht braucht", sondern ein besonders unschöner, denn wer seine Zuschauer so über den Tisch zieht und für dumm verkauft wie hier, der hat sein Thema auf ironische Art doch nicht verfehlt: Eine blitzschnell sich selbst vernichtende Zelluloidapokalypse.

Simon Staake

4

Konfus,durcheinander und unlogisch.von der athmosphäre her gar nicht mal schlecht,aber noch weit von "gut" entfernt
kann mir bitte jemand erklären,wie ein mensch,selbst unter amphetamine gesetzt, 8-10 Pistolenschüsse,darunter mindestens 3 Kopftreffer überlebt?^^

Nichts is unmöglich...und ausserdem würd ich gern mal von euch wissen
in welcher Szene der Mönch"8-10 pistolenschüsse"abkriegt!so wie der polizist die waffe gehoben hat....da hätte er net mal ne mauer getroffen!Geschweige den einen mönch!!!das Amphetamin hatte nur den zweck den Mönchen eine ewige ausdauer,schmerzlosichkeit,und andere körperliche vorteile zu geben...verwundet wurde der mönch bestimmt...aber was bringen wunden wenn sie nix gespürt haben...

Naja....auch wenn man Wunden nicht spürt,man stirbt man trotzdem^^
Und ein Kopfschuss war auf jeden Fall dabei.

10

Ich will die Gewänder der "Mönche" haben....

10

also ich fand den film super auch wenn er teilweise etwas unlogisch ist(das mit den Schüssen- nach 3 oder mehr Kugeln dürften wohl ein paar lebenswichtige Organe verletzt sein)

etwas blöd ist auch dass sie die mönche nich umballern sondern hinterherrennen und wenn sich die gelegenheit gibt(beid der flucht aus dem krankenhaus steht der mönch in dem schuppen und wie oft wird auf ihn geschossen??? nur 1 mal)

für mich zählen diese sachewn nich so sehr und der film gehört zu meinen lieblingsfilmen

10

also ich fand den film gut etwas brutaler als im fernsehn aber durchaus spsannend den ersten teil fand ich scheiße acheiße scheiße

für das scheiße wollt ich mich entschuldigen ja den 1 teil fand ich nicht gut

10

also ich fand den film super auch wenn er teilweise etwas unlogisch ist(das mit den Schüssen- nach 3 oder mehr Kugeln dürften wohl ein paar lebenswichtige Organe verletzt sein)

etwas blöd ist auch dass sie die mönche nich umballern sondern hinterherrennen und wenn sich die gelegenheit gibt(beid der flucht aus dem krankenhaus steht der mönch in dem schuppen und wie oft wird auf ihn geschossen??? nur 1 mal)

für mich zählen diese sachewn nich so sehr und der film gehört zu meinen lieblingsfilmen

4

Es muß zwei Fassungen von diesem Film geben !

Und offensichtlich habe ich dieselbe gesehen, wie der Verfasser der Kritik und die Hälfte der Kommentatoren. Ich habe hier übrigens noch nie eine so zutreffende Kritik gelesen !

Die 9 oder vier Augen Vergeber haben wohl die andere Fassung gesehen, oder noch nie im Leben einen anderen Film.

Oder bedeutet 10 Augen, daß man den Film bis zum Schluß ertragen hat ?

Tolle Optik, paar nette Szenen, ein paar gute Ansätze -> viel versprochen, nix gehalten !
Mit weitem Abstand der schlechteste aller Luc Besson Filme, so einen Krampf hätte ich ihm nie zugetraut !

9

Teil 1 : 10
Teil 2 : 9

Ist mir scheissegal ob andere Luc Besson Filme besser sind, der hier ist klasse...

Mystik, Spannung, Action, Jean Reno.

tja, es fehlt einfach die

tja, es fehlt einfach die Vorlage von Grange

Kommentar hinzufügen

Freiwillige Angabe; die E-Mailadresse wird nicht angezeigt.
 
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
17 + 0 =
Diese einfache Rechenaufgabe ist zu lösen und das Ergebnis einzugeben, z.B. muss für 1+3 der Wert 4 eingegeben werden.