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Die Männer ihrer Majestät

Die Männer ihrer Majestät
komödie , usa/großbritannien/deutschland 2001
original
all the queen's men
regie
stefan ruzowitzky
drehbuch
jeff stockwell, david schneider
cast
eddie izzard,
nicolette krebitz,
matt leblanc,
david birkin, u.a.
spielzeit
105 Minuten
kinostart
13. Dezember 2001
homepage
bewertung

6 von 10 Augen

US-Major Steven O´Rourke (Matt LeBlanc, "Lost In Space", "3 Engel für Charlie") arbeitet im Zweiten Weltkrieg als Spion für die Alliierten mit dem Auftrag, den Deutschen eine Dekodiermaschine namens Enigma abzuluchsen. In einer halsbrecherischen Aktion gelingt es ihm, den Nazis ein solches Gerät zu entwenden und bis zur Stellung der Briten zu schaffen. Doch der überkorrekte britische Offizier lässt die Enigma vernichten, da er sie für eine Schreibmaschine hält und "feindliche Hardware nicht-militärischer Natur" laut Handbuch zu zerstören ist. Vor Wut verbeißt sich O´Rourke in der Hand des Offiziers und landet dafür umgehend im Militärknast.
Dort wird er 1944 von dem hochrangigen Secret-Service-Offizier Oberst Aitken (Edward Fox) rehabilitiert und erhält einen neuen Auftrag. Auch diesmal soll er wieder eine Dekodiermaschine besorgen, allerdings direkt aus einer Fabrik bei Berlin. Als ob das nicht schon schwierig genug wäre: Bis auf Kinder und Greise befinden sich alle Männer an der Front und in der Enigma-Fabrik arbeiten ausschließlich Frauen. O´Rourke werden der verwirrte Code-Experte Johnno (David Birkin) und der britisch-korrekte Bürohengst Archie (James Cosmo) zur Seite gestellt. Dem Transvestiten Tony (Eddie Izzard), der ebenfalls an der Mission teilnimmt, obliegt nun die Aufgabe aus diesem Haufen mehr oder weniger gestandener Männer eine Handvoll deutscher Arbeiterinnen zu machen.
Als dieses Werk halbwegs vollbracht ist, landet die Truppe nach einem Fallschirmabsprung auf den Feldern nahe Berlin. Doch die Fabrik, die auf den Luftbildern der Briten deutlich zu sehen war, entpuppt sich als Attrappe. Nun müssen die "Männer Ihrer Majestät" ihre Pläne ändern.

Ein Schuss Anti-Kriegsfilm, ein bisschen Transvestiten-Klamauk, eine kleine Lovestory, eine Prise Action... dieser Film stellt eine Mischung aus verschiedensten Genres dar, was prinzipiell keine schlechte Grundlage für ein gelungenes Kino-Süppchen ist. Dass dieser Film etwas fade schmeckt, liegt an der fehlenden Würze. So mangelt es ein wenig an der richtigen Dosis Spannung, denn "Die Männer ihrer Majestät" leiden unter diversen Durchhängern. Da wundert man sich auch nicht, dass das Drehbuch 15 Jahre lang in Hollywood verstaubte, bevor Produzent Marco Weber ("The Thirteenth Floor") es hervor kramte. Was man bei diesem Rezept noch vermisst, ist die Relevanz des Stoffs. Abgesehen von einer netten Geschichte, die in diesem Fall sogar auf Tatsachen beruht, dürfte ein Film, der in der Zeit des Zweiten Weltkriegs angesetzt ist, ruhig etwas mehr Aussage bieten. Das wäre dann das Salz in der Suppe.

Das hört sich jetzt alles negativer an als es wirklich ist, denn der Film ist durchaus unterhaltend, wenn auch nicht - wie bereits erwähnt - besonders spannend. Zudem vermeidet Ruzowitzky gekonnt ein Abdriften in actionüberladene Hollywood-Gefilde einerseits und in albernen Slapstick andererseits. Außerdem ist die Besetzung ein Lichtblick. Der Einsatztrupp, der ein paar recht männlich anmutende Frauen abgibt, ist schon sehenswert, allen voran der "Friends"-Star Matt LeBlanc (der als vollbusige Italienerin Gina dem Nazigeneral Landsdorf den Kopf verdreht) und die britische Travestielegende Eddie Izzard. Deutsche Kinogrößen wie Udo Kier ("End of Days", "Blade"), Nicolette Krebitz ("Bandits") und Oliver Korittke ("Bang Boom Bang") haben in dieser internationalen Produktion allerdings nur die Nebenrollen abbekommen, die ihren Fähigkeiten größtenteils nicht gerecht werden. Insgesamt lässt sich eine Parallele zwischen dem Regisseur und seiner Hauptfigur erkennen: So wie Steven O´Rourke den Spitznamen "Special Agent Almost" weg hat, da seine Coups immer nur fast gelingen, gebührt Stefan Ruzowitzky der Titel "Regisseur Beinahe", denn fast wäre sein Film ein guter geworden. So gibt´s aber nur durchschnittliche 6 von 10 Augen.

Henning Winter

7

Sehr geschmackvoll gemacht. Gute Kostüme, perfekt gewählte Schauspieler. Klasse!

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