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Die Frau des Zeitreisenden

Die Frau des Zeitreisenden
liebes-drama , usa 2009
original
the time traveller's wife
regie
robert schwentke
drehbuch
bruce joel robin
cast
eric bana,
rachel mcadams,
arliss howard,
ron livingstone, u.a.
spielzeit
107 Minuten
kinostart
17. September 2009
homepage
http://www.diefraudeszeitreisenden.de
bewertung

5 von 10 Augen

Der Roman "Die Frau des Zeitreisenden" von Audrey Niffenegger geht zwar nicht unbedingt als Mega-Bestseller durch, ist aber ein recht erfolgreiches Buch, das zudem einige äußerst leidenschaftliche Anhänger generiert hat. Die sind - wenig überraschend - meist weiblich und bezeichnen die Liebesgeschichte von Zweien, die auf eine ganz ungewöhnliche Art nicht so richtig zusammenkommen können, gerne als eine der gelungensten und bewegendsten überhaupt. Idealer Stoff also für eine Filmadaption, doch die entpuppt sich letztendlich als ein lediglich routiniert und sehr konventionell inszeniertes Stück Kino, dem leider alles Besondere fehlt.

Clare (Rachel McAdams) liebt Henry (Eric Bana) schon seit ihrer Kindheit, als der etwas merkwürdige Mann Ihr zum ersten Mal begegnete. Aber erst als erwachsene Frau lernt sie ihn "offiziell" zum ersten Mal kennen, denn alle Treffen an die sie sich erinnert, waren Besuche, die der Zeitreisende Henry erst zu einem späteren Zeitpunkt unternommen hat, bzw. noch unternehmen wird. Für Clare gibt es trotz der ungewöhnlichen Umstände, die ihren Geliebten immer wieder unkontrolliert plötzlich verschwinden und an einem anderen Moment seines Lebens auftauchen lassen, nie einen Zweifel daran, dass sie füreinander bestimmt sind. Gemeinsam versuchen sie ein Leben zu führen, dass so "normal" wie unter diesen Bedingungen eben möglich ist. Doch als sich andeutet, dass Henry an einem bestimmten Tag schwer verletzt und vielleicht sogar getötet werden könnte, wird diese Belastung fast unerträglich.

Schon früh deuten sich das ganz große Drama und ein anscheinend unausweichlich tragischer Ausgang dieser Liebesgeschichte an, und so dürfen wir erleben wie ein Mann, der zumindest in Teilen um sein Schicksal weiß, also bereits zu an sich noch guten Lebzeiten mit der Trauer beginnt. Das bietet Raum für ein gehöriges Maß an Tränen und Kitsch und man kann wirklich nicht sagen, dass dieser Raum ungenutzt bliebe.
Das ist ja an sich noch akzeptabel und eine reine Geschmacksfrage, aber auch aus bemüht "objektiver" Sicht wird hier schon ein wenig dick aufgetragen. Die traurigen Augen des Eric Bana mögen dafür sogar bestens geeignet sein, der Schauspieler selbst ist es weniger, denn obwohl hier eindeutig Henry und nicht seine im Titel genannte Frau der Hauptcharakter ist, fehlt es Bana etwas an Charisma und Ausstrahlung um aus seiner Rolle mehr als einen oft fast teilnahmslos und apathisch wirkende Figur zu machen.
Es ist sowieso mal Zeit für ein klein wenig Bana-Bashing, denn am gleichen Tag wie dieser Film läuft mit "Wie das Leben so spielt" ein Werk bei uns an, in dem der Australier in einer Nebenrolle extremes Overacting betreibt. Für viele galt er zudem als einziger Schwachpunkt im Cast des gelungenen "Star Trek"-Neustarts und schließlich ist seine Besetzung erfahrungsgemäß auch ein Indiz für eher überschaubaren kommerziellen Erfolg der Marke "Hulk" oder "München". Rachel McAdams ist dagegen vom Typ her recht passend besetzt und konnte auch schon in "Wie ein einziger Tag" ähnliche Schmonzetten-Erfahrung sammeln, die ehrlich gesagt sogar noch eine wenig penetranter daher kam.

Es gibt durchaus nette Szenen in diesem Film, etwa wenn der Bräutigam sogar bei seiner eigenen Hochzeit verschwindet und sich quasi selbst doubeln muss, oder das ständig wiederkehrende Problem nach einem Zeitsprung völlig nackt irgendwo aufzutauchen. Was das Science-Fiction-Element angeht, das eventuell auch einige durch den Titel aufmerksam gewordene Genre-Fans anlocken könnte, so darf man da wenig bis nichts erwarten, denn das Zeitreise-Thema ist in diesem Fall nicht mehr als ein Stilelement und das Mittel zum Zweck, um eine originelle Liebesgeschichte erzählen zu können. Es wird erwartungsgemäß weder groß hinterfragt noch erklärt, und auch mit der Logik hapert es spätestens dann, wenn Henry auch Ausflüge in die Zukunft und nicht nur in die Vergangenheit unternimmt und von dort dann mit erstaunlich wenig Wissen zurückkehrt.
Der deutsche Regisseur Robert Schwentke hat nun nach "Flightplan" zum zweiten Mal souverän einen Hollywood-Film inszeniert, der jedoch reichlich glatt geraten ist und dem die eigene Handschrift seiner vorherigen deutschen Werke wie "Tattoo" und "Eierdiebe" leider erneut komplett fehlt. Das darf man sicher bedauern.

Volker Robrahn

10

Mir gefiel der Film sehr gut. Auf der einen Seite besitzt er eine wundervolle romantische Ader und auf der anderen Seite besitzt er auch ein gutes Maß an Drama, welches mich persönlich tief gerührt hat ;-)

8

So eine Schwachsinns-Kritik!!!!!!!!!
Sorry, aber vielleicht sollte man manchen Leuten verbieten, Bewertungen über Dinge zu schreiben, von denen sie nix verstehen. Mit ziemlicher Sicherheit ist V. Robrahn ein Mann! Das allein ist ja mal nicht so schlimm!
Aber einem so unqualifizierten Zeitgenossen (auf jeden Fall in Bezug auf weibliche Interessen) die Gelegenheit zu geben, einen schönen Film so zu verreißen, nur weil man nicht zur Zielgruppe der Zuschauer gehört, ist ja wohl das Allerletzte! Wo bleibt da die Objektivität!!! Für wen schreibt Ihr die Rezessionen? Ihr müsst doch davon ausgehen, das eine Kritik über einen Frauenfilm in der Mehrzahl nur Frauen interessiert!
Mein Gott! Und woher will o.a. Person wissen, inwieweit das zugrundeliegende Buch nur "recht erfolgreich war". "Mann" hat wohl mal schnell gegoogelt und weiblichen Bekanntenkreis befragt. Schon der 1. Absatz der Rezession weist auf schwerste Befangenheit diesbezüglich hin!
Ich habe das Buch gelesen! Und ja ich bin eine Frau und fand es wunderschön und "besonders"! Und ich konnte mir wirklich nicht vorstellen, wie man das auch nur annähernd filmisch gelungen umsetzen kann.
Und weil ich diese Zweifel gehegt habe, habe ich den Kritiken, die ja fast allesamt schlecht waren geglaubt und habe mir "das Elend" im Kino erspart.
Vielleicht bin ich deshalb heute leicht angesäuert. Habe nämlich den Film gerade gesehen und frage mich, ob ich "filmzene.de" aus meiner Favoritenliste löschen soll! Bin um eine große Freude im Kino gebracht worden, nur weil o.a. "Kerl" anscheinend lieber "Fight Club" oder "Easy Rider" sehen wollte. Wenn Ihr hier keine weiblichen Autorinnen für Frauenfilme findet, lasst doch die Finger von so einem Stoff und beschäftigt Euch lieber mit Euren Spiezlzeugautochen. Ihr geht mir echt auf die Nerven!
So!
Malzeit!

9

Meine Frau hat den Film vor ein paar Tagen gesehen und ich musste "mitleiden" - DACHTE ICH!! Ich muss als Mann gestehen, daß mich selten ein Film, den ich als bessere Hälfte immer mitgucken muss, noch nie von einer Geschichte so angetan war und meine tiefsten Gefühle geweckt hatte, die ich nie dort (in meinem Innern) nie und niemals vermutet hätte!! Danke für diese schöne Erfahrung - ganz großes Kino!!!
Einzig fehlendes Auge - die Kußszene (84.-88. Min.) und der Diskurs über das Einhalten von Ordnungspunkten im Eigenheim (64.-67.Min.) hätte etwas kürzer sein können!

8

An manchen Stellen ist der Film nicht ganz schlüssig. Wer jedoch dazu bereit ist über logische Mängel bzw teilweise dürftige Erklärungsansätze hinweg zu sehen hat eine gute Chance dne Film zu mögen.
Mich hat der Film mitgerissen und berührt auch wenn Fragen offen blieben. Die Umsetzung der Geschichte hat mir auch gut gefallen. Meine Meinung über Eric Bana brauche ich, als Frau ja gar nicht erst nieder zu schreiben ;)
Auch in diesem Fil hat er mich überzeugt. Allerdings fand ich seine Partnerin teilweise weniger authentisch.

Idiotie zum davon laufen .

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