kleine Werbepause
Anzeige

Die Bestimmung - Divergent

Die Bestimmung - Divergent
scifi-thriller , usa 2014
original
divergent
regie
neil burger
drehbuch
evan daugherty, vanessa taylor
cast
shailene woodley,
theo james,
kate winslet,
ashley judd,
jai courtney,
tony goldwyn,
maggie q, u.a.
spielzeit
139 Minuten
kinostart
10. April 2014
homepage
http://www.bestimmung-filme.de
bewertung

5 von 10 Augen

bestimmung 1Im Chicago der nahen Zukunft werden die Menschen ihrer Veranlagung nach in eine von fünf möglichen Gruppen eingeteilt, die jeweils eine bestimmte Aufgabe erfüllen, sei es als Helfer, Gelehrter, Geistlicher, Dienstleister oder Beschützer. Die Entscheidung, zu welcher Fraktion sie gehören werden, treffen die Jugendlichen bei einem bestimmten Ritual zwar letztlich selbst, allerdings durchlaufen sie vorher einen Test, auf den eine entsprechende Empfehlung folgt. Die junge Beatrice Prior (Shailene Woodley) entstammt einer Altruan-Familie die sich seit Generationen als selbstlose Helfer sieht und mit ihrem Vater (Tony Goldwyn) sogar ein Regierungsmitglied stellt. Umso schockierender fällt daher ihr Test aus, der sie als eine der seltenen „Unbestimmten“ ausweist. Beatrice verschweigt jedoch das heikle Ergebnis und schließt sich am Tag der Entscheidung zur Überraschung aller den wilden Ferox an, deren Aufgabe es ist die eingezäunte Stadt gegen jedwede Bedrohungen zu verteidigen. Dort muss sich die Frau, die sich ab jetzt nur noch „Tris“ nennt, zunächst durch ein hartes Aufnahmeritual kämpfen, bevor sie gemeinsam mit dem mysteriösen Four (Theo James) einer Verschwörung auf die Spur kommt, hinter der die skrupellose Politikerin Jeanine (Kate Winslet) zu stecken scheint.
 

bestimmung 2Der nächste Versuch, eine Fantasy-Jugendbuchreihe mit weiblicher Heldin als Kinoserie zu etablieren, steht an und diesmal hat der Schuss tatsächlich mal gesessen. So halbwegs jedenfalls und vor allem im Vergleich zur langen Reihe der vom Publikum fast vollständig ignorierten Flops wie „Chroniken der Unterwelt“, „Seelen“ oder „Vampire Academy“. Die Einspielergebnisse von „Divergent“ reichen jedenfalls jetzt bereits aus, um zumindest die Fortsetzungen zu sichern und das ist in diesem Genre ja mittlerweile schon die Ausnahme. Natürlich springen einen beim Betrachten der Hauptfigur und der Rahmengeschichte sofort die „Tribute von Panem“ ins Auge, wo sich ja ebenfalls eine junge Frau gegen das rigide Herrschaftssystem wendet und zur Symbolfigur der Revolution wird.

Um es gleich klarzustellen: Das Niveau der „Panem“-Reihe erreicht diese „Bestimmung“ zu keiner Zeit, es handelt sich aber andererseits auch nicht um einen eher unfreiwillig komischen Totalreinfall. Vor allem im Hinblick auf die Hauptdarstellerin hat man eine kluge Wahl getroffen, denn wie schon ihr Pendant Jennifer Lawrence entspricht auch Shailene Woodley nicht unbedingt dem Modell der perfekten und glatten Heldin, sondern muss sich als zunächst unterschätzte und recht unscheinbare Frau erst Stück für Stück beweisen und an ihren Aufgaben wachsen. Woodley fiel erstmals als George Clooneys eigenwillige Tochter in „The Descendants“ auf und absolviert hier überzeugend den Sprung zur Trägerin eines großen Popcorn-Blockbusters, während ihr Partner Theo James als „Four“ doch reichlich farblos bleibt.

bestimmung 3Und um nicht mehr als „Popcorn“-Kino handelt es sich eben, denn die uns vorgesetzte Zukunftswelt ist doch ziemlich weit davon entfernt eine wirklich glaubwürdige oder besonders gut durchdachte Dystopie darzustellen. Schon die Einteilung sämtlicher Menschen in lediglich fünf unterschiedliche Typen, die sich dann in erster Linie über eine einzige Haupteigenschaft definieren, wirkt doch recht willkürlich, und warum die wenigen „Unbestimmten“ nun eine solch große Gefahr für das System darstellen wird uns (zumindest im ersten Film) auch noch nicht beantwortet. Dazu werden einige der fünf Fraktionen im Prinzip gar nicht weiter beschrieben und bei den übrigen bedient man sich recht simpler Methoden um sie einzuführen. So gelten etwa die Ferox vor allem deshalb als wild und furchtlos weil sie mit viel Gebrüll auf fahrende Züge springen oder durch die Straßen tollen – da fehlt eigentlich nur noch die Jacke von James Dean und wir befinden uns wieder im Rock’n Roll-Jahr 1955. Für unsere Tris reicht das jedoch um angemessen fasziniert zu sein und sich in einer wenig durchdachten Aktion dieser Truppe anzuschließen. Es folgt eine harte und langwierige Aufnahmeprozedur, die zwar durchaus unterhaltsam geraten ist, aber dennoch einen etwas zu großen Teil der Laufzeit einnimmt.

bestimmung 4So braucht es dann schon eine ganze normale Spielfilmlänge, bevor die Geschichte richtig Fahrt aufnimmt und langsam die Hintergründe deutlich werden, wobei man auch da dann gerne noch bei Andeutungen bleibt, was etwa die Geschichte von Tris Familie und speziell ihrer Mutter (Ashley Judd) angeht. Auch über die Frage, wie eigentlich die Welt außerhalb des um Chicago gezogenen Zauns aussieht, darf man noch munter spekulieren. Die Vorlage besteht aus drei Romanen der Autorin Veronica Roth und deren Finale fand dem Vernehmen nach ein guter Teil der Leserschaft doch etwas unbefriedigend.

Plausibel ist auch die Entwicklung im letzten Drittel des Films nicht unbedingt, auch Kate Winslet in der Rolle der eiskalten Intrigantin kann nicht so ganz überzeugen. Was die Düsternis und raue Atmosphäre der Stadt, ihrer Häuserschluchten oder Elendsviertel angeht, gelingen aber schon ein paar beeindruckende Momente und vielleicht ist da mit einem dann etwas höheren Budget bei den Fortsetzungen auch noch mehr drin. Bis dahin ist „Die Bestimmung“ aber nur mittelprächtig gelungenes Unterhaltungskino, das man sich zwar ansehen kann, aber keinesfalls muss.  

Volker Robrahn

Sehr öde,vor allen Dingen im

4

Sehr öde,vor allen Dingen im Mittelteil in die Länge gezogene Dystopie mit durchwachsenen Darstellern( gerade Kate Winslet bleibt blass als Schurkin) und vielen vorhersehbaren Momenten. Auch die passable Performance von Hauptdarstellerin Shailene Woodley und das durchaus spannend und turbulent geratene Finale vermögen den Film nicht vor der Unterdurchschnittlichkeit zu bewahren.

Ich bin einfach nur müde.

1

Ich bin einfach nur müde. Müde angesichts dieser geballten Ladung an Schwachsinn, den ich da gesehen habe. Eine Story, die nicht einen Meter durchdacht ist. Szene um Szene mit vollkommen absurden, unzusammenhängenden und dümmlichen Quatsch. Dialoge aus dem Schreckenskeller der Filmwelt.
Verbrochen hat das Veronica Roth. Einfach wahllos Elemente aus diversen Dystopien/SciFi-Filme zu 140 Min. Schrott zusammengeklaubt, der wie durch ein Wunder von irgendwelchen Irren tatsächlich finanziert wurde. Die Frau kommt auf meine Liste von Autoren, von denen ich die nächsten 100 Jahre nicht mal mehr einen Buchstaben lesen werde.

Kommentar hinzufügen

Freiwillige Angabe; die E-Mailadresse wird nicht angezeigt.
 
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
4 + 4 =
Diese einfache Rechenaufgabe ist zu lösen und das Ergebnis einzugeben, z.B. muss für 1+3 der Wert 4 eingegeben werden.