Der britische Geheimagent
Andy Osnard (Pierce Brosnan) hat's irgendwie versaut. Die falsche
Frau flachgelegt, zu viele Spielschulden und ein zu loses Mundwerk.
Ergo: Verbannung nach Panama. Um dort möglichst
Wer flüstert, lügt:
Geoffrey Rush tischt
Pierce Brosnan neuen Mumpitz auf.
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schnell Eindruck zu machen, sichert Osnard sich die Hilfe des Schneiders
Harry Pendel (Geoffrey Rush), der ihn mit Informationen beliefern
soll. Dumm nur, daß eben dieser Harry Pendel ein notorischer Lügner
ist, der nicht nur seine Frau Louise (Jamie Lee Curtis) belügt, sondern
Osnard mit frisch erfundenen Geschichten über den angeblich zu verkaufenden
Panamakanal beliefert. Als dieser diese "Top Secret"-Informationen
weitergibt, setzt ein wildes Verwirrspiel ein, bei dem bis zum Schluss
nicht ganz klar wird, wer hier eigentlich wen auszutricksen gedenkt...
Mein Name ist Osnard, Andy Osnard. Zwar trinkt Pierce Brosnans
Mal wieder zu cool für
diese Welt: Pierce Brosnan
im gewohnten Bond-Stil, aber mit dem falschen Getränk.
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neueste Agentenfigur weder geschüttelten noch gerührten Martini, ansonsten
ist es aber eine schamlose Kopie seiner Glanzrolle im Auftrag ihrer
Majestät. Mit einem Unterschied: Mit Lästermaul, Dreistigkeit und
Selbstgefälligkeit ist er hier die Drecksackausgabe eines britischen
Spions. Geoffrey Rush ist dagegen eine hibbelige Variation des Lügenbarons
Münchhausen, in vielen Szenen mit der hilflosen Tölpelart eines Woody
Allen versehen.
Der eine hart, der andere zart also. Und wer macht die bessere Figur?
Ganz eindeutig Rush, dessen Figur des charmanten Schwindlers liebevoll
gezeichnet ist. Pierce Brosnan nimmt dagegen eine ohnehin schon überspitzte
Figur und überhöht sie mit zu viel Coolness in eine unfreiwillige
Selbstpersiflage. Glätte und Härte ist man von ihm ja gewohnt, aber
in seinen besten Bond-Momenten, wie etwa in "Die
Welt ist nicht genug" schaffte er es der Oberflächlichkeit eines
James Bond einen, wenn auch wackeligen, emotionalen Unterbau zu geben.
Nicht so hier: zu smart, zu professionell, fast gelangweilt ist seine
Performance.
Das ist sicher gemütlich:
Geoffrey Rush ruht
auf den ... ähh ... Kissen von Jamie Lee Curtis.
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Jamie Lee Curtis bringt wie immer ein erstaunliches Maß an Schwung
und Sexappeal auf die Leinwand, einzig ihre Rolle ist zu klein, um
wirklich Eindruck zu schinden. In besten Momenten an ihre Rolle als
belogene Ehefrau in "True Lies" erinnernd, spürt man, dass sie bei
besserer Leinwandzeit den Film hätte aufwerten können wie dereinst
"Ein Fisch namens Wanda".
Bliebe noch die Geschichte an sich. Und hier stoßen wir dann auf das
eigentliche Problem von "Der Schneider von Panama". Man mag kaum glauben,
daß Romanautor John LeCarré selbst am
Was der gute Pierce da
hinten wohl macht, um bei
Frau Curtis so einen skeptischen Blick auszulösen ...
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Drehbuch mitschrieb, und seine ursprünglich offenbar ernsthafte Spionagegeschichte
in ein Skript umgewandelt hat, daß unbeholfen und recht ziellos zwischen
Gaunerburleske, Satire und richtigem Abenteuer hin und her pendelt,
ohne eine dieser Richtungen auch nur ansatzweise ernsthaft zu verfolgen.
Das Resultat dieses Schlingerkurses ist durchaus komisch und hat auch
einige wirklich gutgeschriebene Szenen zu bieten, aber für einen richtig
guten Film reicht das letztendlich doch nicht.
Etwas mehr Substanz, etwas mehr Stringenz und eine Story, die über
die altbekannte "Wer trickst wen aus"-Geschichte hinausgeht, und "Der
Schneider von Panama" wäre eine empfehlenswerte Farce geworden. So
ist es ein filmisches Fliegengewicht mit geringer Halbwertzeit, eine
leidlich amüsante Melange aus Komödie und Abenteuerfilmchen, die man
nach dem Abspann schon halb vergessen hat. Und sich lieber ein altes
Janoschbuch zur Hand nimmt, wohlwissend: "Oh wie schön ist Panama".
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