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Der Mongole

Der Mongole
historien-drama , russland 2007
original
mongol
regie
sergej bodrov
drehbuch
sergej bodrov, arif aliyev
cast
tadanobu asano,
sun hong lei,
khulan chuluun, u.a.
spielzeit
120 Minuten
kinostart
7. August 2008
homepage
http://www.dermongole.x-verleih.de
bewertung

7 von 10 Augen

 

 Seine Figur ist bis heute umstritten - seit mehr als 800 Jahren wird der erste Großkhan der Mongolen, der als großer Führer ein Weltreich schuf, aber durch seine Eroberungen auch großes Leid brachte, verehrt und gehasst. Da es keine zeitgenössischen schriftlichen Quellen gibt, lässt der Stoff so viel Raum für Interpretationen wie die mongolische Steppe zum Reiten. Sergej Bodrov ("Gefangen im Kaukasus") interpretiert den Dschingis Khan des 12. Jahrhunderts im Oscar-nominierten (für den besten fremdsprachigen Film) "Der Mongole" als fortschrittlich denkenden Politiker und Führer und führt seine Brutalitäten dann auch hochmodern auf die schwere Kindheit zurück.

1172 reitet der neunjährige Temudgin mit seinem Papa durch die mongolische Steppe, um sich eine Braut auszusuchen. Die findet sich in der zehnjährigen Borte, die nicht nur über kräftige Beine verfügt (laut Papa, dem Stammeshäuptling Esugei, das wichtigste Attribut einer guten Braut), sondern auch ziemlich emanzipiert ist und Temudgin einfach von sich aus anspricht. Statt Hochzeit folgt nun großes Drama, Temudgins Vater wird auf dem Heimritt vergiftet und die Familie entmachtet. Der kleine Temudgin muss fliehen und stirbt fast auf der Flucht vor seinen Häschern, die ihn als potentiellen zukünftigen Stammesführer fürchten. Da findet ihn einJunge namens Jamukha. Sie schließen Blutsbrüderschaft und werden später doch Feinde werden und sich bitter bekämpfen.

Wer in diesen Film geht, um Action zu sehen, ist in "Der Mongole" falsch aufgehoben. Es gibt zwar grandiose Schlachtensequenzen, eingefangen von Sergey Trofimov ("Wächter der Nacht") und geschnitten von Zach Staenberg, der auch die Matrix-Trilogie schnitt, doch ziehen die mongolischen Herden erst kurz vor Ende wirklich los.
Der Film befasst sich hauptsächlich damit, wie aus Temudgin der spätere Dschingis Khan wird (schwere Kindheit, die Frau geraubt, er selbst meist in Gefangenschaft, da wird man halt ein wenig unfreundlich). Werden manche den Film jetzt verdammen, weil sich Bodrov eher auf die "modernen" Charaktereigenschaften seines Helden konzentriert als auf seine Gräuel, so waren andere zweifelhaft ob dieser menschlichen Darstellung ihres geschichtlichen Superhelden: Es gab zum Beispiel anfänglich Ärger in der Mongolei, als bekannt wurde, dass der Khan zwischendurch als Gefangener in einem Käfig sitzend gezeigt werden sollte. Doch Bodrov konnte sich durchsetzen und so bietet sich nun das Bild eines modern denkenden Vertreters von Religionsfreiheit, weiblicher Emanzipation und Gesetzmäßigkeit, der aber auch mal Köpfe rollen lässt, wenn das gerade so sein muss.

Denn der spätere Khan will doch nur mit seiner Borte kuscheln: Wenn er ein Weltreich schaffen muss, um endlich Ruhe zu haben, dann macht er das halt mal (Angeblich ist "Der Mongole" Teil einer Trilogie, da hat er ja noch zwei Teile lang Zeit, für Ordnung zu sorgen). Das Ganze ist sehr langatmig erzählt, die Story lässt ab und an Dinge aus (Temudgin bricht zum Beispiel durch einen zugefrorenen See und landet unter dem Eis, nach dem Schnitt liegt er irgendwo im Schnee, aber wie kommt er da bloß hin?) und dümpelt auch gern zwischen Klischees vor sich hin, um dann abrupt mal wieder ein paar Jahre auszulassen.

Klingt nicht nach sieben Augen, richtig?

Aber gerade das überhöhte Heldenepos braucht ja mehr als nur Handlung, die bei Legenden sowieso meist klischeehaft ist. "Der Mongole" ist zwar pathetisch und manchmal unfreiwillig komisch, bietet aber dafür wunderbare Bilder der mongolischen Steppe (gedreht wurde in China, der Mongolei und Kasachstan). 1000 Statisten tummelten sich in der Weite, da die geplanten 300 eher kümmerlich aussahen. Man kann schwelgen in den Bildern, Kostümen und auch den Gesichtern der Menschen.
Denn auch schauspielerisch ist "Der Mongole" ein Genuss: Der japanische Indie-Star Tadanobu Asano ("Ichi the Killer", "Zatoichi - Der blinde Samurai") ist charismatisch genug, dass man ihm den Khan abnimmt, sein Gegenspieler, der Chinese Sun Hong Lei ("Heimweg - The Road Home", "Zhou Yus Zug") als Jamukha sogar noch besser. Heraus sticht auch eine Anfängerin: Die mongolische Studentin Khulan Chuluun wurde ohne jegliche Filmerfahrung als Borte besetzt, wodurch immerhin eine Hauptrolle einem Mongolen zufiel. Immerhin waren die Nebendarsteller und Statisten einheimisch.
Die Musik der mongolischen Folkrock-Band Altan Urag, die Regisseur Brodov zufällig in Ulan Bator sah, ist unglaublich und lässt den Zuschauer teilhaben an dieser sehr fremden Welt des 12. Jahrhunderts.

So ist "Der Mongole" zwar kein "Lawrence von Arabien", insgesamt aber ansprechend, und wir haben immerhin Folgendes gelernt: Eine Braut muss kräftige Beine haben und ohne Pferd geht nix. Hat man beides, dann wird's auch was mit dem Weltreich.

Margarete Semenowicz

9

Ein toller Film. Sehr fesselnde und spannende Handlung und beeindruckende Bilder. Der beste Film seit langem.

10

Bislang bester film des Jahres.

9

Eine cineastische Reise und sehr empfehlenswert.Kinogenuss pur, nix für zu Hause.

10

bester Film der letzten Jahre, ich freu mich schon wahnsinnig auf den 2 ten Teil.

10

Ich könnte seitenlang schreiben was ich an diesem Film gut fand. Nur die Altersfreigabe ab 12 Jahren zeigt, dass das System der "freiwilligen Selbstkontrolle" nicht funktioniert. Wer als Erwachsener einen Film über Dschingis Khan ansehen möchte und sich an der expliziten Gewaltdarstellung stört, dem ist nicht zu helfen. Denoch auch eine romantische Geschichte.

3

wirklich unglaublich langweiliger film.
nach 70 minuten folter ausgemacht.
NOCH langweiliger als into the wild.
quasi kaum machbar.
die charaktäre sind völlig uninteressant und die
optik ist bad seegeberg.
wie herausragend ist dagegen ein film wie
apocalypto von mel gibson ? vollgepackt mit adrenalin !

aber dieser film ist einfach nur mitteldeutscher rundfunk -
also das wäre ja noch super, aber es gibt ja
noch nicht mal ne story - das ist einfach son
gutmenschen-fake.
der film ist einfach eine tortur und wenn man bedenkt,
was son schrott hier normalerweise bekommt,
sind "nur" 7 sterne doch eindeutig gleichbedeutend
mit zwei oder drei sternen.
und das ist schon sehr wohlwollend.
also auch der kritiker hat erkannt, daß dieser film nur
ein schlafmittel ist, auch wenn er es nicht ganz zugeben darf. :-)

paar gute bilder ? das reicht einfach nicht mehr.
wobei auch das blut-gespritze noch schlechter ist,
als augsburger puppenkiste.
es war zwar normal (vor 8 jahren) das blut ala tageslichtschreiber
nachzupinseln, aber soooo dünn muß es jetzt auch nicht sein.
absolut durchgefallen. der ganze film ist einfach scheiße.
++

7

gute unterhaltung, tolle Bilder und solide darsteller.

9

Klasse Film - großes Kino!
Toll in Szene gesetzt, wunderbare Landschaftsaufnahmen, gute Story und beachtliche darstellerische Leistungen! Bietet einen interessanten Eindruck in eine Kultur, die oftmals in Vergessenheit gerät, obwohl sie lange Zeit das größte Weltreich der Erde war.

9

einfach ein filmgenuss.

zu der einseitigen bewertung von"k++" kann ich nur sagen, wer hier nach "charaktären" sucht, der ist dem niveau des films wohl einfach nicht gewachsen.

um es mit k++`s worten zu sagen "dankä" für diesen film!

9

Für mich ein Meisterwerk !

10

Ein Sehr schöner Film wann erscheint endlich der zweite Teil

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