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Der kleine Eisbär

Der kleine Eisbär
animation , deutschland 2001
original
der kleine eisbär
regie
piet de rycker, thilo rothkirch
drehbuch
bert schrickel, thomas wittenburg
cast
dirk bach,
jeanette biedermann,
anke engelke,
ingolf lück,
mike krüger, u.a.
spielzeit
78 Minuten
kinostart
4. Oktober 2001
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

Der kleine Eisbär Lars ist ein richtiger Wonneproppen. Tag für Tag trollt er durch das Eis auf der Suche nach Abenteuern und einmal in der Woche sehen wir dann in der Sendung mit der Maus, wie es ihm ergangen ist. Jetzt hat Lars aber so eine spannende Geschichte erlebt, dass sie für einen ganzen Kinofilm ausreicht.

Auf einer seiner Spritztouren lernt er Robby die Robbe kennen, die beiden mögen sich sofort und werden dicke Freunde. Dummerweise ist das aber in der Natur nicht vorgesehen, da Eisbären in der Nahrungskette nun einmal eine Stufe über den Robben stehen. Besonders die drei Eisbären Kalle, Nalle und Palle (gesprochen von Jochen Busse, Bernd Stelter und Mike Krüger, das Trio Infernale aus 7 Tage 7 Köpfe) sind dagegen, da Robby und Lars ihnen immer wieder einen Strich durch den Futterplan machen.
Robben und Eisbären beschließen also, dass die beiden keine Freunde mehr sein dürfen. Aber Lars wäre nicht Lars, wenn er da keine Idee hätte: von nun an ernähren sich die Eisbären auch von Fisch, den die Robben ihnen fangen. Endlich sind alle Freunde.
So läuft es auch eine Weile ganz gut, bis die Robben keine Fische mehr fangen können, weil einfach keine mehr da sind. Die Eisbären werden misstrauisch und bekommen schon wieder Appetit auf Robben. Doch Lars hat die Idee, mal in der Menschensiedlung in der Nähe nachzuschauen, ob da noch Fisch zu finden ist. Aber auch die Menschen haben nichts mehr, sie sprechen von einem großen schwarzen Mund, der alles wegfrisst. Als er zuhause davon erzählt, glaubt ihm niemand. Doch bald werden alle Tiere bedroht.

"Der kleine Eisbär" ist ein Film, zu dem man schon klassischerweise sagen muss, er sei für groß und klein. Animationsregisseur Kris van Alphen sagte auf der NRW - Premiere im Düsseldorfer UCI, es wäre vor allem ein Film über Freundschaften. Lars begegnet auf seinen Abenteuern vielen verschiedenen Tieren, mit denen er sich immer anfreundet, egal woher sie kommen. Auch Co-Regisseur Piet de Rycker stellte die Freundschaft in den Mittelpunkt,. Bei der Produktion wären etwa 340 Menschen aus 27 verschiedenen Ländern beteiligt, es war nach den Aussagen der beiden ein tolles Team.

Anscheinend hat es allen so viel Spaß gemacht, dass auch eine neue Serie mit Lars produziert wird. Ab 2002 zeigt der WDR 13 neue halbstündige Folgen.
Erfunden wurde Lars übrigens vom holländischen Illustrator Hans de Beer, dessen Bücher mittlerweile in 27 Sprachen übersetzt und mehrfach preisgekrönt wurden. Weltweit wurden über 10 Millionen Exemplare verkauft, seit 1987 gibt es sie auch in Deutschland. Und nicht nur das: es gibt sogar eine Briefmarke mit Lars.

"Der kleine Eisbär" ist ein toller Film für Kinder, Erwachsene und Fans von den No Angels, die den Titelsong There must be an angel "geschrieben" haben.
Viele goldige Nebenfiguren wie die depressiven Lemminge und der tollpatschige Pinguin Caruso (gesprochen von Dirk Bach) machen richtig viel Spaß. Und nebenbei geht einem vielleicht sogar ein Licht auf, dass man wenigstens zu seinen Artgenossen ein bisschen netter sein könnte.

Vera Kampschulte

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