Der kleine Eisbär Lars ist ein richtiger Wonneproppen. Tag
für Tag trollt er durch das Eis auf der Suche nach
Abenteuern
und einmal in der Woche sehen wir dann in der Sendung mit
der Maus, wie es ihm ergangen ist. Jetzt hat Lars aber so
eine spannende Geschichte erlebt, dass sie für einen ganzen
Kinofilm ausreicht.
Auf einer seiner Spritztouren lernt er Robby die Robbe kennen,
die beiden mögen sich sofort und werden dicke Freunde. Dummerweise
ist das aber in der Natur nicht vorgesehen, da Eisbären in
der Nahrungskette nun einmal eine Stufe über den Robben stehen.
Besonders die drei Eisbären Kalle, Nalle und Palle (gesprochen
von Jochen Busse, Bernd Stelter und Mike Krüger, das Trio
Infernale aus 7 Tage 7 Köpfe) sind dagegen, da Robby und Lars
ihnen immer wieder einen Strich durch den Futterplan machen.
Robben und Eisbären beschließen also, dass die beiden keine
Freunde mehr sein dürfen. Aber Lars wäre nicht Lars, wenn
er da keine Idee hätte: von nun an ernähren sich die Eisbären
auch von Fisch, den die Robben ihnen fangen. Endlich sind
alle Freunde.
So läuft es auch eine Weile ganz gut, bis die Robben keine
Fische mehr fangen können, weil einfach keine
mehr
da sind. Die Eisbären werden misstrauisch und bekommen schon
wieder Appetit auf Robben. Doch Lars hat die Idee, mal in
der Menschensiedlung in der Nähe nachzuschauen, ob da noch
Fisch zu finden ist. Aber auch die Menschen haben nichts mehr,
sie sprechen von einem großen schwarzen Mund, der alles wegfrisst.
Als er zuhause davon erzählt, glaubt ihm niemand. Doch bald
werden alle Tiere bedroht.
"Der kleine Eisbär" ist ein Film, zu dem man schon klassischerweise
sagen muss, er sei für groß und klein. Animationsregisseur
Kris van Alphen sagte auf der NRW - Premiere im Düsseldorfer
UCI, es wäre vor allem ein Film über Freundschaften. Lars
begegnet auf seinen Abenteuern vielen verschiedenen Tieren,
mit denen er sich immer anfreundet, egal woher sie kommen.
Auch Co-Regisseur Piet de Rycker stellte die Freundschaft
in den Mittelpunkt,. Bei der Produktion wären etwa 340 Menschen
aus 27 verschiedenen Ländern beteiligt, es war nach den Aussagen
der beiden ein tolles Team.
Anscheinend hat es allen so viel Spaß gemacht, dass auch eine
neue Serie mit Lars produziert wird. Ab 2002
zeigt
der WDR 13 neue halbstündige Folgen.
Erfunden wurde Lars übrigens vom holländischen Illustrator
Hans de Beer, dessen Bücher mittlerweile in 27 Sprachen übersetzt
und mehrfach preisgekrönt wurden. Weltweit wurden über 10
Millionen Exemplare verkauft, seit 1987 gibt es sie auch in
Deutschland. Und nicht nur das: es gibt sogar eine Briefmarke
mit Lars.
"Der kleine Eisbär" ist ein toller Film für Kinder, Erwachsene
und Fans von den No Angels, die den Titelsong There must be
an angel "geschrieben" haben.
Viele goldige Nebenfiguren wie die depressiven Lemminge und
der tollpatschige Pinguin Caruso (gesprochen von Dirk Bach)
machen richtig viel Spaß. Und nebenbei geht einem vielleicht
sogar ein Licht auf, dass man wenigstens zu seinen Artgenossen
ein bisschen netter sein könnte.
kleine Werbepause
Der kleine Eisbär
Bilder: Copyright


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