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Das Mädchen mit dem Perlohrring

Das Mädchen mit dem Perlohrring
drama , großbritannien/usa 2003
original
girl with a pearl earring
regie
peter webber
drehbuch
olivia hetreed
cast
scarlett johansson,
colin firth,
tom wilkinson,
essie davis, u.a.
spielzeit
95 Minuten
kinostart
23. September 2004
homepage
bewertung

5 von 10 Augen

 

Schön, aber ganz schön langweilig

Delft, 1665. Das Mädchen Griet (Scarlett Johannson) wird als Magd im Haus des Malers Johannes Vermeer (Colin Firth) angestellt. Der Maler ist Perfektionist und hat Schwierigkeiten, genug Gemälde zu malen um die Familie zu ernähren. Als er Griets Interesse und Neugier an seiner Kunst bemerkt, macht er sie zu seiner Muse für sein nächstes Auftragswerk...

Peter Webbers Regie-Debüt hält sich eng an die Romanvorlage Tracy Chevaliers, die versucht, die geheimnisvolle Stimmung des Gemäldes "Mädchen mit einem Perlenohrring" durch eine erfundene Beziehung Vermeers zu seiner Magd zu erklären. Eine Art "Making of" des Gemäldes also. Leider ist dies nicht wirklich ausreichend, um 100 Minuten Film zu füllen. Noch dazu spielen sowohl Colin Firth ("Bridget Jones", "Tatsächlich Liebe") als auch Scarlett Johannson ("Lost in Translation") wenig überzeugend. Dies ist besonders enttäuschend, da es sich um zwei so vielversprechende Schauspieler handelt. So verbringt Firth als Vermeer die meiste Zeit damit, aus einer schattigen Ecke des Zimmers heraus Griet anzustarren, während diese mit offenem Mund das Atelier bewundert. Es entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden, die scheinbar auf gegenseitiger Anerkennung basiert, aber Griet in Wirklichkeit nur doppelt versklavt. Auch die daraus resultierende Eifersucht von Vermeers Frau Catharina (Essie Davis), die Griet als Rivalin betrachtet, lässt den Zuschauer eher kalt. Verglichen, zum Beispiel, mit der "Helen Hunt als Muse"-Szene aus "Besser geht's nicht", ist die Spannung und Intimität zwischen den Figuren gleich Null.
Die einzige Stärke des Films ist die Oscar-nominierte Kamera von Eduardo Serra, die Vermeers Rohstoffe und Farben im Kontrast zum dreckigen, regnerischen Delft magisch und verführerisch leuchten lässt. Ähnlich wirkungsvoll, obgleich leicht klischeehaft, ist die Szene in der Vermeer Griet mit Hilfe einer Camera Obscura im wahrsten Sinne des Wortes den Horizont erweitert. Serra rekonstruiert Vermeers Bilder bis ins kleinste Detail, und lässt Scarlett Johannson scheinbar mit dem Gemälde verschmelzen.
Trotz der wundervollen künstlerischen Ausstattung (ebenfalls Oscar-nominiert) bleibt es frustrierend, dass man zwar einen Film über Vermeer gesehen hat, aber hinterher genauso wenig über ihn weiß wie vorher. Girl with a Pearl Earring ist wie eine Reihe von Stilleben, die mit ein paar belanglosen Szenen über Eifersucht, Geldnot und Kreativitätsprobleme verbunden sind. Schön, aber auch ganz schön langweilig.
Nur für sehr große Fans von Firth und Johannson. Alle anderen sind mit einem Besuch der Kunsthalle besser beraten.

Anna Plumeyer

7

Ich fand den Film auch recht schön und atmosphärisch, doch fand ich die Griet zu verschreckt und auch teilweise zu affektiert und nichtsagend.
Ansonsten hat er mir gefallen.

9

Also solche Sätze wie: "Noch dazu spielen sowohl Colin Firth als auch Scarlett Johannson wenig überzeugend." Was zum....?!?
Ich habe mir den Film gerade angesehen und bin noch immer sprachlos. Selten habe ich in einem Film solch ein Schauspielerisches Können erlebt. Noch nie habe ich so in einem Film mitgefühlt und ich war richtig überrascht als die 95 Minuten schon vorbei waren. Von Langweile also keine Spur. Gerade diese geheimnisvolle Ruhe, die manche hier als "langweilig" auffassen, ist ja das eigentliche faszinierende an diesem Film. Die Schauspieler überzeugen ohne Worte, allein durch die Mimik.

Meiner Meinung nach ein Meisterwerk

10

Hat mich wirklich sehr berührt... Nicht übertrieben kitschig aber sehr romandisch!!! Für jeden der nicht gerade ein Herz aus Stein hat nur zu empfehlen. Viel Spaß beim Anschauen

9

Schön, filigran und unendlich zart.
Eben kein hollywood

9

ein sehr berührender film! wunderschöne bilder und auch ohne sex ein toller film!colin firth sah wirklich sehr gut aus...romantisch!

3

Allein die Musik des Filmes ist wirklich zauberhaft. Dem Rest da schließe ich mich entgegen anderer Meinungen Anna an : langweilig, langatmig und wenig überzeugend. Wenn man es mal mit großen Filmen wie z.B. "die Frabe Lila" etc. vergleicht ist der Film wirklich fade.

7

irgendwie echt schön... Colin Firth sah total gut aus

Nicht immer kann ich die

3

Nicht immer kann ich die Kritik von filmszene.de nachvollziehen, in diesem Fall trifft sie den Film zu 100%.

Schöne Bilder und eine unauffällig gute und stimmungsvolle Musik bilden den Rahmen für eine gnadenlos langweilige und stümperhaft erzählte Geschichte. Schon von Anfang an stört die wenig glaubhafte Einführung des Mädchens Griet in ihre neue Stellung als Magd im Hause Vermeer. Wie es weitergeht, ist jedem sofort klar. Dabei agieren alle Personen hölzern und unecht, die meiste Zeit stehen sie nur herum. Besonders Griet hat sehr viel Zeit, mit offenem Mund in die Weltgeschichte zu schauen, was nach kurzer Zeit extrem nervt. Nicht viel besser der Maler Vermeer, Colin Firth nimmt man den besessenen, handwerklich geschickten Maler zu keinem Zeitpunkt ab. Ganz besonders überflüssig ist die Figur des Fleischergesellen (Cillian Murphy). Das alles wirkt wie Laientheater in einer sehr teuren Kulisse. Die Schwiegermutter von Vermeer ist die interessanteste Figur, ihre Auftritte sind das einzige Zeugnis von Schauspiel im ganzen Film.

Mir ist es nicht gegeben, die Ursache für diesen enttäuschenden Film bei Drehbuch, Regisseur oder den Schauspielern zu verorten, ich kann nur den Gesamteindruck bewerten: Eine uninteressante, unglaubwürdig umgesetzte Erzählung vom Entstehen eines schönen Bildes, die einen achselzuckend zurückläßt, weil man im Grunde nichts erfahren hat. Zeitverschwendung.

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