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Dan - Mitten im Leben

Dan - Mitten im Leben
tragikomödie , usa 2007
original
dan in real life
regie
peter hedges
drehbuch
peter hedges, pierce gardner
cast
steve carell,
emily blunt,
juliette binoche,
dane cook,
dianne wiest, u.a.
spielzeit
98 Minuten
kinostart
20. März 2008
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

 

 Familientreffen sind stets eine anstrengende Sache. Diese Erfahrung muss auch Dan Burns (Steve Carell) machen. Der Zeitungskolumnist ist seit vier Jahren verwitwet und allein erziehender Vater dreier Töchter. Mit Liebesdingen beschäftigt er sich seit dem Tod seiner Frau höchstens noch in Form von Ratschlägen, die er seinen Lesern erteilt. Als er aber in einer Buchhandlung die Bekanntschaft der offenherzigen Marie (Juliette Binoche) macht, ist ihm bereits nach wenigen Stunden mit ihr klar, dass er sich entgegen all seiner Erwartungen doch wieder verliebt hat.
Auf dem erwähnten Familientreffen im Haus seiner Eltern folgt dann aber auf diese positive Überraschung sogleich der Schock: Dan muss feststellen, dass Marie die neue Freundin seines Bruders Mitch (Dane Cook) ist. Die nächsten Tage werden sowohl für Dan als auch für Marie zu einer wahren Zerreißprobe, da die Beiden sich zueinander hingezogen fühlen, dies aber auf keinen Fall vor den Anderen zeigen dürfen. Dan sieht sich schließlich vor die Entscheidung gestellt, entweder seine moralischen Prinzipien über Bord zu werfen und seinen Bruder zu verletzen oder aber weiterhin in emotionaler Starrheit zu verharren.

"Dan - Mitten im Leben" ist nach "Pieces of April" die zweite Regiearbeit von Peter Hedges, der sich auch als Drehbuchautor einen Namen gemacht hat ("Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa", "About A Boy"). Wie schon in seinem Erstlingswerk nimmt er hier die Beziehungen in einer amerikanischen Durchschnittsfamilie unter die Lupe, wobei er seinen Film dieses Mal geschickt als romantische Komödie tarnt. Dabei gefällt besonders die Tatsache, dass der reichlich vorhandene Humor nie erzwungen oder gar künstlich wirkt, sondern sich völlig natürlich aus der jeweiligen Situation heraus ergibt. Das intelligente Drehbuch lässt den Film tatsächlich wirken wie "mitten im Leben"; oftmals sitzt man schmunzelnd im Kinosessel mit dem unbestimmten Gefühl, dass einem das alles irgendwoher bekannt vorkommt.
Gewitzte Dialoge und Situationskomik allein sind allerdings noch nicht viel wert ohne überzeugende Darsteller, die es verstehen, ihre Figuren mit der gesamten emotionalen Bandbreite des "wahren Lebens" auszustatten. Hier erweist sich Steve Carell als die perfekte Besetzung für Dan. Wie bereits in "Little Miss Sunshine" zeigt er mit seinem Schauspiel erneut, dass Komik und Tragik sich keineswegs ausschließen müssen. Carells Dan ist nicht einfach nur komisch und erst recht keine platte Witzfigur, sondern ein tiefgründiger Charakter, der gerade dadurch interessant wird, dass Carell ihn so gar nicht übertrieben spielt. Auch der Rest des hochkarätigen Darstellerensembles, angeführt von der wie immer charmanten Juliette Binoche, kann durchweg überzeugen. In diesem Zusammenhang muss nochmals das Drehbuch gelobt werden, das auch den Nebencharakteren - wie etwa Dans liebeskranker Teenager-Tochter - genug Raum gibt.
So wird ein differenziertes Bild mehrer unterschiedlicher Figuren gezeichnet, ohne dass der Film sich in der Darstellung dieser großen Familie verzettelt. Im Zentrum der Story bleibt stets das Dreieck aus Dan, Marie und Mitch. Das sieht ein bisschen nach der Standardausgangssituation einer typischen Hollywood-Romantikkomödie aus, ist aber in der Umsetzung weit von jeglichem Schnulzen-Kitsch entfernt.

Verglichen mit Hedges' in verwackelten Handkamerabildern gefilmtem Erstlingswerk ist "Dan - Mitten im Leben" zwar deutlich massentauglicher, doch gelingt dem Regisseur hier das Kunststück, einen Film abzuliefern, der mindestens genauso sehr Sozialstudie wie romantische Komödie ist und damit auch für Kinobesucher interessant sein dürfte, die um Liebeskomödien normalerweise einen großen Bogen machen.

Maximilian Schröter

Hm... nachdem ich kürzlich "Evan Allmächtig" gesehen habe bin ich nicht mehr all zu scharf auf Steve Carell. Aber okay, ich lasse mich gern umstellen. Dann bin ich direkt mal gespannt auf den Film...

9

Ich habe den Film soeben in der Sneak gesehen, und muss sagen das er wohl zu einem meiner Lieblingsfilme werden wird. Leider gibt es ja heut zu Tage nicht viele wirklich schöne Liebeskomödien. Aber dieser Film besticht durch seine Natürlichkeit und die herrliche Situationskomik. Einfach ein gelungenes Gesamtpaket...

7

Der Film hat mir eine schöne Sneak beschert (trotz nervigem Sitznachbarn).
Carell und Binoche spielen angenehm zurückhaltend und überaus sympathisch, die Story ist eigentlich 08/15, weiß aber dennoch durch unspektakuläre Erzählweise zu überzeugen.
Allerdings hat mich (wie so oft) die deutsche Synchro der Kinder/Jugendlichen gestört; das wirkt irgendwie meist nicht wirklich authentisch und ich wünsche mir in diesen Situationen das Original her. Auch wage ich zu bezweifeln, dass hier die amerikanische Durchschnittsfamilie gezeigt wird, eher die amerikanische DurchschnittsWUNSCHfamilie, außer den beiden Hauptdarstellern bleiben die übrigen Charaktere dann doch zu eindimensional.

Insgesamt ein Film, der es sehr gut versteht zu unterhalten und über die meiste Zeit sympathisch rüberkommt. Sneak, ich bleibe dir treu! :)

komme gerade aus der sneak preview. war ein sehr netter und lieber film.

sonst schau ich gerne kracher wie bad boys oder black hawk down.

Mich hat der Trailer schon irgendwie verzaubert - ich schau ihn mir auf jeden Fall an.

Ausserdem: Steve Carell ist ein guter Schauspieler!

@bda rabbit

An Carells Talent zweifle ich eigentlich kaum. Genauso wenig wie an dem von Jim Carry. Aber beide vergeigen es sich meiner Meinung nach immer wieder mit irgendwelchen absolut Niveau-Abstürtzen (siehe gerade "Evan Allmächtig oder Dummschwätzer)...
Aber wie schon bemerkt: Gespannt bin ich jetzt doch auf den Film.

8

Du kannst auch zurecht gespannt auf den Film sein. Besonders Carell gefällt durch ein angenehm zurückhaltendes Spiel, das perfekt zum ruhigen, aber zu keiner Zeit langweiligen und Film passt. Die Story bietet zwar keine großen Schenkelklopfer, aber man hat trotzdem immer ein Grinsen im Gesicht. Es macht einfach Freude, diesen Film zu sehen. Nicht zuletzt wegen der hinreißenden Binoche

5

Ich mag Steve Carell sehr und er ist meiner Meinung nach der größte (vielleicht sogar der einzige) Pluspunkt des Films.
Was dem Zuschauer hier an schnulzig-schmalziger Familienidylle vorgesetzt wird, grenzt schon an Folter! Da spielen die weiblichen Familienmitglieder gegen die männlichen "Wett-Kreuzworträtseln" und haben dabei einen dermaßen aufgesetzt wirkenden Heidenspaß, dass einem die Galle hoch kommt. Das Schlimme daran: solche Szenen gibt es im Minutentakt und jeder Tag, jede gemeinsame Aktion ist noch schöner, noch lustiger und noch knuffiger - bäh. Spätestens beim gemeinsamen Aerobik-Training schrillen die Alarmglocken unüberhörbar und dieser Idyllterror kulminiert schließlich in einem Familienvarieté, bei dem Regisseur Hedges nun endgültig die Pferde durchgehen.
Ich habe selten einen so weich gespülten Film gesehen. Emotionen gerne, aber bitte keine Gehirnwäsche-Sekten-Friede-Freude-Eierkuchen-Family! Durch diesen Fehlgriff, der leider einen Großteil des Films ausmacht, werden viele gute Ansätze und Einfälle überschattet. Dadurch besitzt der Film ein großes Nervpotential und kommt nicht über Durchschnittskost hinaus.

ein sehr schöner Film, wobei es das Adjektiv "schön" genau trifft...

6

Nichts besonderes. Eine stinknormale Komödie mit Partnerschaftsproblematik...

9

"Gehirnwäsche-Sekten-Friede-Freude-Eierkuchen-Family"
das trifft es genau und das ist das tolle an dem Film.
Ich habe 2 Stunden lang durchwegs gegrinst und richtig Spass gehabt.
Wer lieber zynische Ballerfilme oder todtraurige Sozialdramen sieht, sollte sich diesen film nicht anschauen..

9

ein echt super und netter film
kann ihn nur empfehlen

was im namen eindimensionaler charaktere und absehbarer reaktionen ist denn hier los? ich weiss gar nicht, was ihr hier eigentlich so hoch bewertet. das ist eine familientaugliche romcom mit einem nicht mal mittelmässigen plot aus den 50-ern. wer sehen will, was man heutzutage aus solchen stoffen entwickeln könnte, dem lege ich hiermit die tv-serie "californication" ans herz. punkt.

10

Der beste Film aller Zeiten! Ich fordere alle verfügbaren Oscars für dies Meisterwerk.

9

Yeaaaaaaaaa

ich stehe eigentlich nicht auf Schnulz und auch nicht so auf steve carell, aber der Film hat es: das Gewisse etwas das aus einer Liebesschnulze mit Familienidyll mehr ist als nur eine Komödie zum totlangweilen.

Der Film überzeugt durch gute Schauspieler und Erzählweise, interessante Situationskomik, weniger durch die Story. deshalb nur neun.

7

wehe ihr lügt hier rum und der film taugt nichts, werde ihn mir in 40min reinziehen und hoffe das ich auch lachen muss weil der schauspieler ans ich nich schlecht ist.

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