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Daddy ohne Plan

Daddy ohne Plan
familien-komödie , usa 2007
original
the game plan
regie
andy fickman
drehbuch
nichole millard, kathryn price
cast
dwayne johnson,
madison pettis,
kyra sedgwick,
roselyn sanchez,
gordon clapp, u.a.
spielzeit
110 Minuten
kinostart
27. März 2008
homepage
bewertung

4 von 10 Augen

 

 Klingt schlimm, ist es im Prinzip auch. Joe Kingman (Dwayne "The Rock" Johnson) ist der Star schlechthin in der NFL, der amerikanischen Football-Liga. Als Quarterback mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ist er auf dem besten Weg, seine Boston Rebels zur ersten Meisterschaft zu führen. Obwohl oder gerade weil sein Ego seinen Fähigkeiten in nichts nachsteht, ist er bei Frauen und Fans der King und gelten die Partys in seinem Luxus-Appartement als absolutes Muss. Doch wie das nun mal so häufig mit der Berühmtheit ist - sie kann auch verdammt einsam machen. Da passt es ganz gut, dass Joe eines Morgens ein kleines Mädchen an seiner Tür empfängt, welches er zunächst mit einem Autogramm abzuwürgen versucht, bis es sich vorstellt: als Peyton Kelly (Madison Pettis) - seine Tochter. Von der er natürlich nichts wusste und das Ganze auch für einen schlechten Scherz hält, bis ihn die Geburtsurkunde und ein Brief der Mutter vom Gegenteil überzeugen. Einen vollen Monat soll er sich um die Kleine kümmern. Mit seiner Agentin Stella (Kyra Sedgwick) sucht Joe nach einer Lösung, die am Ende jedoch nur heißen kann: Da musst du durch, King! Gute-Nacht-Geschichten, Ballett-Unterricht, Verantwortung übernehmen, und so weiter - die ganze Tour. Und eines Tages kommt natürlich der Punkt, an dem er sich entscheiden muss, zwischen seiner Tochter und seiner Karriere.

Es scheint eine Art Pflichtübung für die führenden Muskelschränke Hollywoods zu sein, einmal eine Komödie der Kategorie "Tougher Typ vs. Kids" abzuliefern, erinnert "Daddy ohne Plan" doch schon ein wenig an Arnies "Kindergarten-Cop" oder Vin Diesel als "Babynator", und hiermit leistet nun auch der planlose Felsen-Daddy seinen Beitrag. Einen weiteren Film dieser Sorte braucht es allerdings wirklich nicht, denn spätestens dieser hier macht nur arg begrenzt Spaß. Das wesentliche Problem liegt darin, dass sich "Daddy ohne Plan" als vollkommen weltfremd entpuppt und in etwa so realistisch ist wie "Hostel" familienfreundlich.
Nehmen wir die total platte Charakterisierung. Hauptfigur Joe hat Porträts von sich in seiner Wohnung hängen und schaut sich liebend gerne Videos mit ihm im Mittelpunkt an. Anschließend erweist er sich als komplett untauglicher Familienvater, der - na sowas! - beginnt, sich mit dem Dasein als Daddy anzufreunden. Ähnlich eindimensional sind auch die anderen Charaktere angelegt. Peyton ist die kluge, süße Tochter, Stella die kinderhassende, kühle PR-Agentin, Rays Football-Kameraden sind die harten Kerle, die beim Anblick Peytons ganz weich werden - und so setzt sich das munter fort.
So durchschaubar das Verhalten der Figuren ist, so vorhersehbar ist auch die Handlung. Wer vollkommen unvorbelastet in diesen Film geht, wird sich nach etwa zehn Minuten mit dem Auftritt Peytons nun minutiös den Fortlauf der Story ausmalen können - und dabei Recht behalten. Gespart wird dabei natürlich nicht an allerlei Sport- und Familienfilm-Klischees, Kitsch und sonstigem Beiwerk, den so ein Film scheinbar braucht, um beim Ziel-Publikum anzukommen und beim Rest gnadenlos durchzufallen.

Doch fairerweise sei auch gesagt, dass "Daddy ohne Plan" kein Totalausfall ist. "The Rock" reiht zwar eine verkorkste Mimik an die andere, dass es schon fast ein schadenfrohes Vergnügen ist, doch sind ihm ein gewisses Charisma und die Fähigkeit zur Selbstironie nun mal nicht abzusprechen. Dieser Bulle als egomanischer Familienvater in Ausbildung - das hat einfach was und ist immer dann ganz annehmbar, wenn Joes Verhalten vollkommen "over the top" ist oder er an Menschen gerät, die für seine "Ausstrahlung" nicht empfänglich sind, wie die Ballett-Lehrerin Monique (Preisfrage: Bietet dieser Film noch Raum für eine Romanze?). Trotzdem: Für Dwayne Johnson (der hier wohl letztmals mit seinem Wrestler-Namen "The Rock" in den Credits auftaucht) ist es ein Schritt in die falsche Richtung.
Neben Johnson hält der Film dann auch noch eine wirklich süße Tochter und vereinzelt gelungene, wenn auch nur mäßig originelle Gags bereit, sowie - und das ist dann schon eine kleine Überraschung - eine nicht ganz unbedeutende Wendung zum Schluss, mit der nicht unbedingt zu rechnen war.

Nicht nur Johnson, sondern auch Regisseur Andy Fickman sollte mal langsam die Kurve kriegen, um nicht zu sehr im Hollywood-Standardprogramm zu versanden. Immerhin konnte er vor zwei Jahren noch mit dem definitiv andersartigen, sehr amüsanten Musical "Kifferwahn" überzeugen. Der Kassenerfolg spricht aber leider für weitere Filme wie diesen, denn in den USA hat "Daddy ohne Plan" knapp 100 Millionen Dollar eingespielt und erklomm vorübergehend die Spitze der Kino-Charts. Letzteres ist leider auch bei uns nicht unwahrscheinlich. Die einzige Konkurrenz wäre nur minimal besser und heißt "Jumper".

René Loch

10

Dwayne Johnson und co sind sehr unterhaltend und darauf kommts ja wohl an,muss doch nich immer tiefsinnig und irgend eine Botschaft vermitteln,hab mich jedenfalls köstlich amüsiert und dafür gibt es 10 Punkte Basta.

7

Ausnahmsweise muss ich dem Kritiker auch mal vollkommen widersprechen.
Ich habe den Film vor einem halben Jahr in Ammi-Land in der Orginal-
version gesehen und natürlich ist es ein Familienfilm im absoluten
Standart-Stil und er zielt natürlich auch nur darauf ab. Ich finde
Dwayne und die Kleine (wie auch immer sie heißt :-) ) sind ein witziges Team und bringen ganz ordentlich Schwung in die Sache, so, dass man für
wenigstens einen Abend gut unterhalten ist. Nicht mehr nicht weniger.
Aber ich würde den Film definitiv nicht zerreißen, nur weil er aus
dem "Standartprogramm" ist. Da gibt es wirklich so viele andere
schlechte Filme, die im Gegensatz zu diesem hier, einfach kein Herz
haben. Denn daran mangelt es "The Game Plan" nicht!
Das ist zumindest meine Meinung.

(Das einzig wirklich bescheuerte an dem Film ist sein deutscher Titel.
Da hat sich mir echt der Magen umgedreht. Ein absoluter Tiefpunkt
in der Namensgebung seit Louis de Funès "Hasch mich ich bin der
Mörder" :D )

10

Super Film für die agnze Familie

und The Rock natürlich wie immer cool

5

Ein ganz guter Film für die Familie.
Dwayne Johnson hat seine Rolle gut gespielt zwar nicht so gut wie bei "Welcome to the Jungle" aber war noch im normalen Bereich.
Manche Szenen waren langenweile aber auch manche echt zum Lachen!
Deshalb 5 Augen!

8

Super witzig und immerhin auch was für die ganze Familie.

6

ich habe mich amüsiert! absolut liebenswerter film für die ganze familie.

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