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Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit

Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit
scifi-thriller , usa 2006
original
déjà vu
regie
tony scott
drehbuch
terry rossio, bill marsilii
cast
denzel washington,
james caviezel,
val kilmer,
adam goldberg,
paula patton, u.a.
spielzeit
123 Minuten
kinostart
27. Dezember 2006
homepage
bewertung

5 von 10 Augen

Während sein Bruder Ridley eher für die künstlerische Seite des Mediums zuständig ist, steht Tony Scott wie kaum ein anderer Regisseur in Hollywood für kurzweilige High-Speed-Action. Das funktioniert entweder richtig gut, wie z.B. in "True Romance", "Top Gun" oder mit Abstrichen auch in "Der Staatsfeind Nr. 1", geht aber auch mal so richtig daneben, siehe "Mann unter Feuer" oder erst kürzlich mit dem sowohl inhaltlich als auch stilistisch völlig misslungenen "Domino". Eben jener Film gab schließlich begründeten Anlass zur Vermutung, dass Scott seinen Zenit als Filmemacher endgültig überschritten hat. Mit wilden Kamerafahrten und Schnitten im Sekundentakt führte er seinen Hochgeschwindigkeits-Stil an den Rand des Erträglichen. Eingefleischte Fans fanden das vielleicht konsequent, für alle anderen markierte dieser Film letztlich jedoch den Tiefpunkt von Scotts künstlerischem Schaffen.

Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet ihm nun also "Déjà Vu", eine Mischung aus Action- und Mystery-Thriller, angehaucht mit einer Prise Science-Fiction. Gibt die Beteiligung von Hollywoods Action-Papst Jerry Bruckheimer nicht unbedingt Anlass zur Hoffnung auf ein gelungenes Comeback, tut dies schon eher die Verpflichtung des exzellenten Denzel Washington als Hauptdarsteller, der mit Scott bereits "Mann unter Feuer" und den hervorragenden U-Boot-Thriller "Crimson Tide" drehte. Washington gibt hier den ATF-Agent Doug Carlin, der mit der Untersuchung eines Anschlags auf eine Fähre in New Orleans mit mehreren hundert Toten betraut wird. Bei seinen Untersuchungen stößt er auf einige Ungereimtheiten, insbesondere in Bezug auf eine vermeintlich bei dem Unglück ums Leben gekommene Frau namens Claire Kuchever (Paula Patton), die sich bald als Schlüssel zur Aufklärung des Falls herausstellt. Welche Hilfsmittel Carlin dabei allerdings zur Verfügung stehen, hätte weder er (noch das Publikum) sich wohl jemals erträumen lassen….

"Déjà Vu" ist französisch und heißt wörtlich übersetzt "schon gesehen". Im täglichen Sprachgebrauch bezeichnet man damit das Gefühl, eine bestimmte Situation so oder so ähnlich schon einmal erlebt zu haben. Eben jenes Gefühl ereilt Special Agent Carlin bei seinen Nachforschungen bezüglich des erschreckenden Fährunglücks immer wieder. "Déjà Vu" baut in seiner ersten halben Stunde ein interessantes Puzzle aus zahlreichen Hinweisen, sowohl auditiver als auch visueller Art, auf, die es im Laufe des Films schließlich zu entschlüsseln gilt.
Eben jener Aufbau des Rätsels gehört zur absolut größten Stärke des Films, dem es von Beginn an gelingt, eine spannende, knisternde Atmosphäre zu schaffen, die den Zuschauer absolut zu fesseln vermag. Nun ist es leider eine Sache, ein gutes Rätsel aufzugeben, es genauso faszinierend aufzulösen aber nun mal eine völlig andere. Nach der starken Einführung kommt es inhaltlich schließlich zum entscheidenden Bruch im Film, als Carlin mit den FBI-Agenten McCready (Bruce Greenwood) und Pryzwarra (Val Kilmer) zusammentrifft und sie ihm eine Technologie vorstellen, die ihm bei seiner Aufklärung sehr wertvolle Dienste leisten soll.
Da es einem massiven Spoiler gleichkommen würde, Details über dieses Gerät zu verraten, wollen wir das auch tunlichst vermeiden (auch wenn zu vermuten ist, dass zahlreiche andere Kritiker nicht werden widerstehen können, diese entscheidenden Einzelheiten zu verraten - darum auch ein ausdrückliches Lob an den Verleih, der es geschafft hat, einen Trailer zu veröffentlichen, der absolut nichts Entscheidendes enthüllt). Darum nur soviel: Von diesem Punkt an begibt sich "Déjà Vu" in die Gefilde des Mystery/Science-Fiction-Genres, und inwieweit der Film im Folgenden noch funktioniert, hängt im Wesentlichen davon ab, ob der einzelne Zuschauer bereit ist, sich auf die Geschichte einzulassen und die reichlich abstruse "Technologie" als gegeben zu akzeptieren - denn wenn man das nicht tut, löst sich die Story sofort in Luft auf. Kinogänger, die physikalischem Hokuspokus eher abgeneigt gegenüber stehen, sollten Tony Scotts neuesten Film daher eher meiden.
Doch auch auf alle anderen - und das ist die wirkliche, eigentliche schlechte Nachricht - wartet am Ende leider keine Belohnung, sondern vielmehr zahlreiche Ungereimtheiten.

Die Qualität eines Science-Fiction-Szenarios steht und fällt mit einer in sich geschlossenen Logik. So unrealistisch und weit hergeholt eine Technologie oder eine Zukunftsvorstellung auch sein mag, so lange diese in sich selbst schlüssig bleibt, ist es dem Zuseher absolut möglich eine Geschichte engagiert und vor allem fasziniert zu verfolgen.
Leider versagt "Déjà Vu" in diesem Punkt schließlich auf ganzer Linie. Innerhalb des von ihm selbst erschaffenen Szenarios gibt es derart viele Löcher, dass es dem geneigten Zuschauer nahezu unmöglich gemacht wird, sich ernsthaft auf das Gezeigte einzulassen. Der Film gipfelt gegen Ende in einem ärgerlichen, völlig einfallslosen Showdown, der das zuvor mühsam aufgebaute Logik-Gebilde schließlich wie ein Orkan hinwegfegt und den Zuschauer mit einem ungläubigen Kopfschütteln zurücklässt. Dass man sämtliche Glaubwürdigkeit zugunsten spektakulärer Actionsequenzen schnell über Bord wirft ist ja nichts Neues, doch wie leichtfertig hier die grundsätzliche Brillanz der Gesamtkonstruktion einem konventionell-gefälligen Schluss geopfert wird, ist wirklich enttäuschend.

Scott selbst hält sich nach seinem stilistischen Mega-Flop "Domino" diesmal angenehmerweise deutlich zurück. Lediglich in einigen Action- und Überwachungssequenzen tobt er sich gelegentliche Male mit seinen rasanten Schnitten und Kameraschwenks aus. Häufig kopiert er hier seinen eigenen Stil aus "Der Staatsfeind Nr. 1", was angesichts der Thematik aber auch nahe liegt. Ob man Scotts Art der Inszenierung nun mag oder nicht, sie hat in diesem Fall eher wenig mit dem Scheitern des Films zu tun. Selbiges gilt für die darstellerischen Leistungen. Washington könnte den coolen Special-Agent Doug Carlin wohl auch noch im Halbschlaf spielen, Jim Caviezel ("Der schmale Grat", "Die Passion Christi") gibt einen überzeugenden Bösewicht und besonders Newcomerin Paula Patton überrascht hier mit einer durchaus ansprechenden Leistung.

Was bleibt ist eine starke erste halbe Stunde, der der Rest des Films und besonders die fade Auflösung leider nicht im Geringsten folgen können. Die solide Action und letztendlich auch das Mitwirken von Denzel Washington bewahren den Film dann aber schließlich doch noch vor dem endgültigen Absturz. "Déjà Vu" reiht sich nahtlos in die lange Liste jener Filme ein, die gekonnt eine faszinierende Prämisse aufbauen, bei der Auflösung aber kläglich den Mut verlieren. Eben das hat man als Zuschauer aber viel zu häufig "schon gesehen", so dass man auf dieses eigene Déjà Vu gut verzichten kann.

Johannes Miesen

10

Also echt was ich hier an Kritik lesen muss !

Echt beschämend !

Also wenn ich die Kommentare hier lese dann muss ich mich fragen,
haben die Leute überhaupt ahnung von Filmen ?!

Absolut GEILER Film !

Wie immer ein Super Denzel Washington,spannung pur !
Hammer ende !

FAZIT: Ein krassgeiler Film ! muss man gesehen haben !
habe ihn 2 mal angeschaut !
und habe immer noch nicht genug davon !

Also wer ihn nicht gesehen hat !
sofort anschauen :)

2

ein wirklich selten dämlicher film.

sowas lächerliches habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
fängt wirklich ganz gut an und dann kommt die "zeitkrümmung".
har har har. wir haben alle vor lachen auf dem boden gelegen.
was sollte das geben ? minority report für zurückgebliebene ?
da finde ich die technologie von power rangers überzeugender.

auf alles andere braucht man nicht mehr eingehen, weil sone absurde story killt jeden film.

gruß aus berlin
k++

8

Klasse Thriller. Die Technologie mit der das FBI arbeitet fand ich am Anfang recht eigenartig bis lächerlich; der spannende Rest des Films entschädigt dieses dann doch recht schnell... Insgesamt sehenswert.

10

Als ich den Trailer bei "Wetten Dass" sah hat er mich, ehrlich gesagt, nicht sehr mitgerissen. Keiner meines Bekanntenkreises hatte ihn gesehen gehabt, also sah ich ohne Erwartungen den Film. Er hat mich echt umgehauen, keine Frage, 10 von 10 Augen. Ich bin eig kein Thriller-Typ,...mich interessiert es schon lange nicht mehr, jmd. dabei zuzuschauen, wie er einen Mordfall löst, aber dieser Film hatte mich von der ersten Minute lang gefesselt. Denzel Washington iss echt ein verdammt guter Schauspieler. Ob so eine Technologie möglich ist, weiß ich nicht...doch solltet ihr es nicht behaupten zu Wissen. Eines weiß ich jedenfalls, dass wir nur einen Tropfen des Ozeans wissen und man behaupten können sollte: "Nichts ist unmöglich". Wenn man einen Fantasy Film schaut, sollte man sich auch nicht fragen ob das nach unseren natürlichen Gesetzen Möglich ist, sondern ob die Folgenden Erscheinungen der Logik des Films entsprechen; ob der Film in sich selber logisch ist. Und ich muss sagen, dass dieser Film es definitiv ist. Tut mir leid filmszene.de aber ich halte ihre Wertung nicht für angemessen.

5

Kann mich der Filmkritik absolut anschließen, denn die richtet sich ja wohlgemerkt nicht hauptsächlich darauf, ob das ganze nun wirklich vollkommen logisch ist oder nicht. Vielmehr ist es in der Tat so, dass der Film den geübten Zuschauer in den letzten 30-45 Minuten vor den Scherben des lieblos hingeschissenen Finales einer eigentlich wirklich schön konstruierten Story mit dem erwähnten Kopfschütteln hinterlässt.
Für jemanden, der sich nicht allzu oft Filme anschaut, vielleicht noch irgendwie aufregend; ich fand es eher ärgerlich und schade.

10

10 Augen - allein schon wegen Paula Patton!

Auch wenn der Film zum Teil unlogisch ist, ist er allein schon von der Spannung her 8 Augen wert. Und wenn dann noch ein Schauspieler wie Denzel Washington die Hauptrolle spielt kann man eigentlich nur 10 Augen geben.

Aber eins versteh ich wirklich nicht.
Der Killer hat ja Claire die Finger abgeschnitten weil sie ihn gekratzt hat. Aber Doug hat sie ja gerettet und war ja mit ihr bei ihrem Haus und hat seine Wunde behandelt. Also wann bitte hätte der Killer sie verbrannt? Doug hat eigentlich das gleiche gemacht wie beim ersten Mal als er zurückgekehrt ist nur das er es diesmal bemerkt hat das er alles gleich macht. Die Fähre hat er beim ersten Mal nicht vor der Explosion gerettet also muss er vorher irgendwo umgekommen sein. Aber wo? Bei der Fähre und bei der Bombe war er nicht weil der Killer dann sein Auto gesehen hätte. Und wann hat der Killer Claire verbrannt und die Finger abgeschnitten wenn Doug sie gerettet hat. Er hat ja in der Gegenwart ja den Krankenwagen in dem Haus gesehen. Also muss er da gewesen sein und sie gerettet haben. Der Film ist wirklich ziemlich unlogisch aber trotzdem gibts 10 Augen.

10

So jetzt ists richtig.

3

Da kann ich dem Autor nur recht geben. Der Film fängt ganz stark an. Ab an der Stelle an der die neue Technologie vorgestellt wird, zerbricht der Film. Dadurch ist der Film einfach nur mist um es mal deutlich zu sagen. Die 3 Punkte gibt es nur für die erste halbe Stunde.

10

absoluter mega film. regt sehr zum nachdenken und diskutieren an. auch gerne zum wiederholten anschauen. wer sich drauf einlässt findet schnell auch eigene aspekte zum grübeln außerhalb des filmes und kann die gedanken weit schweifen lassen. top!

10

Nach dem film bist du einfach nur blöd. Beim versuch die handling nachzu erzählen bin ich verzweifelt gewesen. Aber trotzallem ein richtig geiler Film

9

Hallo,
also die sache mit den ungereimtheiten:
es wurd zwischendurch erklärt das man die vergangenheit nicht unbedingt ändert nur vllt einen anderen weg einschlägt aber das nichtmal,es kann auch paralell weitergehen.
könnt ihr euch noch an die zeichnung der frau erinnern ?
Wäre er unter Wasser nicht bei der Explosion drauf gegangen hätte es ihn 2 mal gegeben :P

Am Anfang bis Mitte fand ich es ziemlich sinnfrei aber am ende wenn man sich alles nochmal durch den kopf gehen lassen hat geht alles auf:
bis auf den laser pointer :P

10

würde dem Film auch 11 Augen geben, wenn's denn möglich wäre! Und btw, wer nicht in der Lage ist, sein Vorstellungsvermögen bzw. seine Fantasie einzusetzen, der hat auch bei allen anderen Filmen schon verloren!

Liebe Filmkritiker, es muss nicht immer alles logisch sein!

@k++: Wahrscheinlich findest du Herr der Ringe auch schlecht, weil es ja gar keine Olifanten gibt...omg das ist echt bitter! =D

In der heutigen Zeit geben die Leute guten Ideen einfach keine Chance mehr, wenn sie sie selbst nicht verstehen! Schade!

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