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Dämonisch

Dämonisch
horror-thriller , usa 2001
original
frailty
regie
bill paxton
drehbuch
brett hanley
cast
bill paxton,
matthew mcconaughey,
powers boothe,
matt o'leary, u.a.
spielzeit
96 Minuten
kinostart
12. Dezember 2002
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

 

Fenton Meeks (Matthew McConaughey) betritt mitten in der Nacht das Büro des FBI-Agenten Wesley Doyle (Powers Boothe) und behauptet, die Identität des "God's Hand" Serienkillers zu kennen, der bereits sechs Menschen enthauptet hat. Angeblich seien die Morde das Werk von Fentons jüngerem Bruder Adam. Fenton erzählt dem ungläubigen Agenten, wie er und Adam in den frühen siebziger Jahren nach dem Tod ihrer Mutter unter der alleinigen Obhut ihres liebevollen Vaters (Bill Paxton) aufwuchsen, bis dieser eines nachts eine vermeintliche Gotteserscheinung hat. Meeks Senior ist plötzlich der Überzeugung, dass das Jüngste Gericht kurz bevorsteht und er von Gott auserwählt wurde, um die Dämonen Satans niederzustrecken, die sich als normale Menschen getarnt auf die Letzte Schlacht vorbereiten. Ein Engel hätte ihm eine Liste mit Namen diktiert und es sei nun seine Aufgabe und die seiner Söhne, diese "Dämonen" zu töten. Während der junge Adam seinem Vater glaubt, versucht Fenton, den religiösen Wahnvorstellungen ein Ende zu bereiten. Doch schon nach wenigen Wochen entführt sein Vater eine Krankenschwester und enthauptet sie vor den Augen seiner Söhne.

"Dämonisch" ist ein typischer Fall von "Tausche spektakuläre Storytwists gegen erzählerische Kohärenz". Anstatt sich konsequent auf die interessanten psychologischen Aspekte der Geschichte zu konzentrieren und den Horror, den die beiden Kinder durchleben, noch effektiver zu thematisieren, beschränkt sich der Film vor allem gegen Ende hin auf narrativen Hokus-Pokus der haarsträubenden Sorte. Das Finale soll die Zuschauer mit seinen halsbrecherischen Wendungen vom Hocker reißen, wirkt dabei aber nur wie ein billiges "Buh! Überraschung!", das letztendlich nichts weiter als heiße Luft ist und die sehr guten Ansätze des Films vergessen macht. Leider wird das Trauma der beiden Brüder am Ende auch auf eine unangenehme Weise relativiert, wodurch das eigentliche Herzstück des Films (d.h. die Darstellung extremen Wahnsinns aus der Perspektive eines Kindes) als ein reines Ablenkungsmanöver bloßgestellt wird.
Schade, denn die erste Stunde nähert sich durchaus sensibel der schwierigen Thematik und verzichtet auf allzu plakative Gewaltdarstellungen und platte Effekthascherei. Hollywoods ewiger Zweit-Ligist und Regiedebütant Bill Paxton liefert die beste Darstellung seiner bisherigen Karriere ab und führt auch die restlichen Darsteller gekonnt durch die emotional komplexe Handlung. Zwar agiert besonders Matt O'Leary als der junge Fenton Meeks in einigen Szenen etwas zu trocken und distanziert, um den Zuschauer einen wirklichen Einblick in das Innenleben seines Charakters zu gewähren, dennoch besitzen die ersten drei-viertel des Films eine nahezu kammerspielartige Intensität.

Leider zerstören die letzten zwanzig Minuten von "Dämonisch" diese positiven Eindrücke, indem in ihnen gleich mehrere klischeehafte erzählerische Kniffe bemüht werden, die letztendlich nur reiner Selbstzweck sind. Weniger wäre in diesem Fall wirklich mehr gewesen, aber wahrscheinlich war Drehbuchautor Hanley nicht zu Unrecht der Ansicht, dass seine Geschichte kaum Möglichkeiten für einen zufrieden stellenden Höhepunkt zulässt, sollte sie in aller Konsequenz zu Ende erzählt werden. Um etwaigen moralischen Komplikationen zu entgehen, benutzt er lieber Ablenkungsmanöver und Kunstgriffe, die dem Film aber mehr schaden als nutzen.
Was bleibt ist eine hoch interessante Prämisse, sehr fesselnde 70 Minuten und ein Finale, das "Dämonisch" von einem intensiven psychologischen Drama unnötigerweise zu einem überladenen Horrorthriller der Güterklasse B herabstuft.
Jan Kucharzewski

5

Handlung und Idee sind nicht schlecht, das Ende macht alles kaputt.

Jeder, der hier einen reinen Horrorfilm sieht und besonders das Ende toll findet, ist geistig wohl nicht in der Lage die eigentliche Message zu erkennen.

Schade, dass es wohl eine Mehrheit zu sein scheint, die schlicht und einfach zu dumm ist, um die Problematik zu verstehen, die sich bis 20Minuten vor Ende zeigt.

Man werfe hier nur weitere Stichworte in den Raum wie "Gehirnwäsche" und auch "Selbstmordattentäter".

=> Guter Film, absolut mieses Ende, dass den Film um Klassen zurückwirft und ihn zu einem billigen Horrorfilm macht, anstelle die psychologisch wirklich interessante Beeinflussung der Kinder auch am Schluss im Mittelpunkt zu belassen.

10

ihr habt doch alle gar keine ahnung der film war über geil ihr möchtegern kritiker

10

ich finde Dämonisch richtig gut weil der schauspieler matt o´leary voll süß ist und sehr gut spielen kann ich habe denn film auch aufgenommen. ich liebe denn film! ist wohl am anfang etwas seltsam aber nach und nach wird der film richtig gut! FINDE ICH!

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