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Crime is King

Crime is King
action-thriller , usa 2001
original
3000 miles to graceland
regie
demian lichtenstein
drehbuch
demian lichtenstein, richard recco
cast
kurt russell,
kevin costner,
courteney cox,
christian slater, u.a.
spielzeit
125 Minuten
kinostart
23. Mai 2002
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

Rezension Andreas Berger:

Bereits die Eröffnungssequenz, in der sich zwei computeranimierte Skorpione zu fetten Gitarrenriffs bis aufs Blut bekämpfen, macht deutlich, dass Subtilität hier eher klein geschrieben wird. Der Sieger dieser Auseinandersetzung kommt dann auch prompt unter die Räder des knallroten Cadillacs unserer Hauptfigur, dem frisch aus dem Knast entlassenen Michael Zane (Kurt Russell). Michael will das obligatorische letzte große Ding drehen, sich auf sein obligatorisches Segelboot zurückziehen und der Welt dann endgültig den Rücken zukehren. Dass dieser Plan nicht ganz problemlos ablaufen wird, ahnt der aufmerksame Zuschauer bereits als er Michaels Komplizen zu Gesicht bekommt: Besonders der Anführer der Gruppe, Thomas Murphy (Kevin Costner), macht schnell deutlich, dass er sich nicht auf der Nase herumtanzen lässt und Witze über den King schon mal gar nicht dulden wird. Besagter Überfall, bei dem die fünf Männer während einer Elvis-Convention in entsprechendem Outfit ein Casino in Las Vegas überfallen, beschert ihnen schlappe 3,2 Millionen Dollar Papiergeld, die natürlich sofort zu Streitereien führen, an deren Ende sich nur noch Zane und Murphy gegenüberstehen. Für die Beute interessieren sich allerdings auch die Kellnerin Cybil und ihr kleptomanischer Sohn Jesse, die sich schließlich gemeinsam mit Michael auf die Reise zu einem Geldwäscher machen und dabei vom zunehmend mieser gelaunten Murphy gejagt werden ....

"Crime is King" eilt unter seinem Originaltitel "3000 Miles to Graceland" ein eher zweifelhafter Ruf voraus, für den die fünf Nominierungen für die Goldenen Himbeere (bekanntlich so eine Art Anti-Oscar) das griffigste Beispiel sind. Nachvollziehbar erscheinen diese Schmähungen indes nicht. Der Film mag nicht das brillanteste Script haben und stellenweise ein wenig zu sehr auf die Brechstangen-Methode setzen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen - Action-Szenen mit dröhnender Rockmusik zu unterlegen, macht sie nicht immer automatisch noch fetziger -, aber "Crime is King" hat genug zu bieten, um seine kleineren Schwächen größtenteils auszugleichen.

Zum Beispiel Kevin Costner. Gerade Kevin Costner. Speziell die Tatsache, dass der ehemalige Superstar und einstige Verkörperung des amerikanischen Gewissens inzwischen eher als 'Has been' gilt, trägt vielleicht einen guten Teil dazu bei, dass wir hier einen der charismatischsten Bösewichte der letzten Zeit auf der Leinwand bewundern dürfen. Wie Costner als unehelicher Sohn von Elvis mit monströsen Koteletten und schwarzem Mantel seinen Weg über die amerikanischen Highways macht, ist nicht einfach nur extrem cool, sondern hat Stil und Würde, und am Ende des Films ist dieser skrupellose Mistkerl, dem die ersehnte Anerkennung immer verwehrt geblieben ist, schon fast zur tragischen Figur geworden. Ganz groß.

Wie viel Spaß Kurt Russell dabei hatte, mal wieder ins Presley-Kostüm zu schlüpfen - er spielte den King ja bereits 1979 in John Carpenters "Elvis" -, zeigt nicht nur seine grandiose Performance während des Abspanns von "Crime is King". Gewohnt souverän gibt er hier den harten Kerl, der nie wieder jemand vertrauen wollte, sich aber plötzlich gegen seinen Willen mit einer durchtriebenen Bedienung (Courteney Cox) und ihrem frühreifen Sohn in einer komplizierten Zweckgemeinschaft wiederfindet. Auch neben den drei Hauptdarstellern wartet der Film mit vertrauten Gesichtern wie Christian Slater, David Arquette, Kevin Pollak oder Ice-T auf. Die (mehr oder weniger) großen Namen haben hier allerdings nur ziemlich kurze Auftritte, eine Parallele zu "True Romance", mit dem "Crime is King" sowieso recht viel gemeinsam hat, ohne allerdings wirklich an die Frische und den ungestümen Drive der Tarantino-Story heranzureichen.

Optisch macht der Film ebenfalls eine hervorragende Figur. Der Videoclip-erfahrene Demian Lichtenstein spart wahrlich nicht mit Oberflächenreizen und setzt die zahlreichen uramerikanischen Motive genauso farbenprächtig und flashig um wie die beiden wilden Schießereien, die den Film einrahmen. Auch wenn "Crime is King" offenbar nicht gerade wenig Angriffsflächen bietet: Derart ehrliches, schnörkelloses, im Grunde altmodisches Tough-Guy-Kino in derart schicker Verpackung gibt es derzeit nur sehr selten auf der großen Leinwand zu sehen. Und wenn Kurt Russell Courteney Cox nach der gemeinsamen Liebesnacht ein 'Snickers' aufs Kopfkissen legt, weil sie gesagt hat, dass sich Frauen über Blumen oder Schokolade freuen, hat das ganz einfach Klasse.


Gegenposition Simon Staake:

"Well there's a-one for the money, a-two for the show..." Die lustige Räuberbande um Elvis' angeblichen illegitimen Sprössling McMurphy (Kevin Costner) und seinen alten Kumpel Michael Zane (Kurt Russell) vereint gleich beides. Sie wollen das dicke Geld und ziehen dabei eine dicke Show ab: Während einer Elvis-Convention mischen sie sich halt in den entsprechenden Kostümen unters Volk und räumen dann das Casino leer. Der große Casino-Raub im Elvis-Kostüm, so verkauft uns auch der Trailer diesen Film, steht hier im Mittelpunkt. Leider ist dieser Coup aber nach einer halben Stunde vorbei, der Film um seinen einzigen halbwegs akzeptablen Höhepunkt ärmer und spätestens fortan wird's dann ganz ganz schlimm.

Dies ist ein schlechter, schlechter Film. Das großartigste an "Crime is King" - der übrigens bezeichnenderweise fast anderthalb Jahre brauchte, um es auf deutsche Leinwände zu schaffen - ist jedoch, dass man selten einen ‚großen' Film derart jämmerlich krepieren sieht wie diesen. Immerhin kann man mit Kevin Costner und Kurt Russell zwei Herren aufbieten, die zwar ihre besten Jahre auch schon deutlich hinter sich haben, aber immer eine gewisse Zugkraft an der Kinokasse garantieren sollten. Dazu eine wahrlich erstaunliche Reihe von Co-Stars: Courteney Cox nebst Gatten David Arquette, Christian Slater, Kevin Pollak, Ice-T, John Lovitz, und, und, und. Was haben diese durchaus wohlklingenden Namen bloß in diesem Mist zu suchen?

Ein Rätsel, denn Vertrauen in Regisseur und Co-Autor Demian Lichtenstein kann es wohl kaum gewesen sein. Der hat außer einer Reihe von Musikvideos nur sein Debüt "Lowball" zugute stehen - eine Low Budget Produktion, die offenbar tatsächlich in allen Bereichen sehr low ist und nicht einmal auf Video erschien. Und nimmt man "Crime is King" zum Maßstab, dann wächst mit Herrn Liechtenstein hier ein neues Trash-Talent heran, dessen Filmographie für Entsetzen sorgen wird. Sein Versagen hier ist absolut und in allen Bereichen. Vom lachhaft klischeehaften Skript bis hin zur den Rest verhunzenden Videoclip-Ästethik versaut der Mann, was man versauen kann. Hier ist alles Stil und nichts Substanz. Was noch einigermaßen akzeptabel wäre, wenn man sich denn wenigstens für einen Stil entschieden hätte. Wie ein kleiner Junge im Süßwarenladen will Lichtenstein aber alles und panscht das dann feucht-fröhlich zusammen: Zeitlupe, Zeitraffer, Farbfilter und ein halbes Dutzend anderer Spirenzchen, alles packt er aus. Dass das dann im Zusammenspiel miteinander keinerlei Sinn macht, ist ihm dabei auch egal. Dazu kommen dann Filmszenen, die wahrlich jeder Beschreibung spotten.

Ein Beispiel: McMurphy wird von einem Cop wegen Geschwindigkeitsüberschreitung angehalten. Der Cop - natürlich fett und korrupt aussehend - legt seine Hand auf sein Pistolenhalfter als wolle er McMurphy zum Duell herausfordern. Und dann - haben die beiden ein Duell! Was will uns diese Szene sagen? Fordert der Cop jeden Verkehrssünder zum Pistolenduell? Werden Raser in den Hinterwäldlerregionen im Standgericht erschossen? Oder stand Herr Lichtenstein, als er dieses zu Papier brachte, unter dem Einfluss illegaler Narkotika? Eindeutig letzteres. Eine Szene, die in ihrer Dummheit ihres gleichen sucht - in diesem oder jedem anderen Filmjahr.
Doch damit hört es noch lange nicht auf, denn das Drehbuch hat auch eine grandiose Auswahl wirklich, wirklich schlechter Zeilen zu bieten. Als Kurt Russell Courteney Cox fragt, wie sie ihren Sohn mit einem völlig Fremden (er meint damit sich) allein lassen kann, erwidert sie ihm inbrünstig: "Ich habe ihn nicht mit einem Fremden allein gelassen - sondern mit Dir!" Ah ja. Also mit dem Ex-Knacki, mit dem sie einen One Night Stand und zirka zehn Minuten Konversation hatte. Sehr vertrauenserweckend. Hat da jemand grad Rabenmutter geschrieen? Nein, nein, hier die Heldin des Films. Und mit genauso albernen One-Linern geschlagen wie jeder andere in diesem Fiasko.

Und der Unsinn hört nicht auf. Allein die vom geschätzten Kollegen Berger beschriebene Anfangssequenz mit dem Kampf der Skorpione mag ja noch als neuestes Limp Bizkit-Video durchgehen, wirkt aber hier einfach nur lächerlich wie die Roboterkämpfe auf DSF und hat mit dem Film auch nix zutun. Bis auf die Tatsache, das dann an entscheidender Stelle im Film unser Freund der Skorpion wieder auftaucht und - hurra - genauso falsch aussieht wie sein Kollege am Anfang. Nur dass man dort voll digitalisiert unterwegs war, und sich das CGI-Tierchen im realen Umfeld nur lächerlich macht. Ein peinlicher Faux-Pas unter vielen.

Wenn man dann denkt, dass die Zelluloidveteranen Costner und Russell hier noch irgend etwas retten können: sie können nicht. Ganz im Gegenteil. Während Russell immerhin noch solide spielt, ist Costners Vorstellung ein Debakel. Wie der Mann mit "Im Zeichen der Libelle" und diesem Streifen gleich zwei Megastinker hintereinander hinlegt - das riecht ganz schwer nach Midlifecrisis. Man will ihn ja dafür loben, dass er sich hier nicht durch seine Routine als wahlweise trauernder Witwer oder alternder Sportstar schlafwandelt, aber Costner übertreibt so dermaßen, dass McMurphy zur Abziehfigur eines Bösewichts wird. Wirklich grauslich: Verprügelt kleine Kinder, murkst mir nicht dir nichts liebe alte Opas ab und lässt sich dann am Steuer Blowjobs geben - natürlich begleitet von "B-B-B-B-B-B-Bad to the Bone" im Soundtrack. Himmel lass nach! Am Ende hasst das Publikum Costner in der Tat - aber nicht weil er einen so großartigen Halunken abgibt, sondern weil er chargiert wie ein Schmierenkomödiant. Und auch den Nebendarstellern geht es nicht besser. Trotz der oben beschriebenen und tatsächlich offensichtlichen Parallelen zu "True Romance" lohnen sich die mehr oder weniger Cameo-Auftritte hier nicht. Denn während das Tarantinodrehbuch damals grandiose Zeilen als Belohnung abwarf (zum Beispiel den unvergessenen Dialog zwischen Dennis Hopper und Christopher Walken), gibt es für die Co-Stars hier nur eins zu holen: Einen möglichst blutigen Filmtod.

Womit wir dann beim letzten Nagel im Sarg für "Crime is King" sind: Die völlig überzogene Gewalt. Einhergehend mit einem leckeren Maß an Profanität - hier wird so oft fuck geschrieen, bis der arme Zuschauer auch wirklich verstanden hat, dass das hier ganz hartgesottene Gestalten sind - wird hier fröhlich gemetzelt, was das Zeug hält. Leider wirkt das zumeist eher albern als effektiv und ist auch völlig unnötig. Und wenn man zum Schluss denn unbedingt ein (wiederum überbrutales) Todesballett haben muss, sollte man auch Figuren haben, deren Tod dadurch eine tragische, epische Dimension bekommt. Da der Zuschauer sich hier aber einen feuchten Kehricht um die egoistischen und allesamt eher dümmlichen Figuren kehrt, ist auch das für den A...Abfalleimer.

Wie eben auch der ganze Film. Wenngleich ich abschließend Kollege Berger doch ein wenig recht geben muss. In seiner unendlichen Stumpfsinnigkeit und Übertreibung, jedoch nicht gänzlich ohne Schwung, ist der Film fast schon wieder einen Blick wert - allerdings nur mit reichlich Dosenbier und für einen dieser Abende, an denen man mal wieder so einen richtig miesen Film braucht, um sich der eigenen intellektuellen Überlegenheit zu rühmen.

Andreas Berger

9

Der Film ist genial. Völlig Unsinnig sind Kommentare von Leuten, die nicht den Film sondern das Genre bewerten (und nicht mögen).Objektivität wäre angebracht. Leider ist das auch bei sogenannten Kritikern immer wieder der Fall. Das wäre ja so, als würde man ein Mega-fussballspiel schlecht bewerten, weil man nicht auf Fussball steht. Hatte das Glück vor 2 1/2 Jahren ein paar Tage mit ein paar Leutchen in Cannes unterwegs zu sein. Einer davon war Demian Liechtenstein, der Regisseur. Der erzählte mir dann, dass Kevin Costner ihn schon mehr oder weniger prophezeit/gewarnt hatte, dass der eine oder andere Kritiker den Film schon allein wegen ihm (aus Prinzip sozusagen) verreissen wird. Ich hatte Demian allerdings prophezeit, dass der Film irgendwann Kultstatus erreichen wird, denn nur wirklich gute Dinge polarisieren. Ich wüsste nicht, was man besser machen sollte; die Schauspieler geben eine Top Performance, viele Dinge sind herrlich skurill, die Aufnahmen sind extrem gut (Ich pfeife auf deutsche pseudo-Filme, in denen die Kameraführung, das Licht usw. aussehen, als hätte man einem besoffenen Hund eine Kamera aufgeschnallt und Schauspieler die allesamt over-acten und damit beifallheischende Kritiker auf den Plan rufen)
Fazit: Für das Genre kann man kaum besser filmen (Und das sagt jemand der objektiv ist und auch ein Fan von Truffaut, Antonioni, Hitchcock oder Godard ist.)

9

Warum 9 von 10?

Ganz einfach: der Skorpion am Ende kam etwas "lächerlich" rüber ;)

Ansonsten ist der Film einfach nur unglaublich gut - wenn man sich darauf einlässt. Auf was einlassen?! Auf einen Film, der mit der Übertreibung spielt.

Technisch, inhaltlich, schauspielerisch spielt der Film - egal ob absichtlich oder unabsichtlich) mit der übertreibung im eher negativen Sinne:

- Extreme (scheinbar unnötige) Gewaltszenen
- seltsame technische Umsetzungen (Blickwinkel, wie auch diverse Effekte)
- flache Charaktere
- oberflächliche Beziehungen
- unglaubwürdige Szenen (Duell mit dem Polizisten)
- flacher Humor (Darstellung vom Sex -> Snickers ;) )

Wenn aber all diese Elemente vermeindlich schlecht waren, wie kann der Film dann gut sein? Weil all diese Elemente ein Gesamtbild formen, welches eine äußerst unterhaltsame und interessante Gesamtkomposition ergeben.
Filme wie diesen findet man sonst nirgendwo. Der Film nimmt sich selbst nicht ernst. Weder die Story noch die Charaktere sollen glaubwürdig sein - sie sind es einfach nicht, also wie kommen Kritiker die den Film verreissen dazu das die Charaktere glaubwürdig sein müssen? Wo steht geschrieben das ein Film der bewusst bisherige Richtlinien negiert schlecht sein muss?

Der Film ist leider - deswegen wurde er zu unrecht so verrissen - nicht für jeden als Trashfilm zu erkennen, aber wenn man sich mal die Summe der Negativkritikpunkte einiger Kritiker durchliest, so sollte jedem klar werden, das da eine Menge Absicht hinter steckt.

Der Film ist eine Unterhaltsame Actionkomödie, die allem widerspricht was man erwarten würde - lässt man sich darauf ein und verteufelt nicht gleich alles, was nicht Mainstream ist, dann wird man in "Crime is King" einen fantastischen Film sehen, den man mit nichts vergleichen kann!

Alleine die Nominierung vor die vielen Himbeeren sollte jedem Hinterwäldler klar machen, das die Branche viel zu festgefahren ist, um sich auf wirklich innovatives einzulassen, da es oberflächlich betrachtet in der Tat Schrott ist - oberflächliche Kritiker sollten aber mal zur Eigenkritik fähig sein!

10

Hi, ich muss sagen das ist einer meiner persönlichen top 5 und ich sehe verdammt viele filme

ich wollt nur mein senf zu der szene mit dem duell geben:

der hat die rein gemacht, weil die zwei (recht coolen und auch relativ bekannten) schauspieler die die bullen verkörpern dem auf die spur kommen konnten...wurde ja mal gesagt "highwaypolizist erschossen aufgefunden" das da so ne matrixaction drin is und es übertrieben cool rüber kommt liegt wohl mehr am stil des films

10

Hey Rockfans! Nachdem ich diesen genialen Film heute Nacht zufällig im Fernsehen sah(nachdem und obwohl meine Liebste schon ins Bett gegangen war)und mich amüsiert hatte, wie selten zuvor, konnte ich mich heute zusätzlich noch über die meist positiven Kritiken hier freuen(bin also nicht alleine so "verrückt"!). OK, bin schon auch Kurt Russel-Fan (Klapperschlange, Deathproof - um nur 2 herausragende Bsp. zu nennen), aber Kevin Costner habe ich auch noch nie so "cool" erlebt und von dem Moment an, wo der Autoreifen den "siegreichen" Skorpion aus der Anfangssequenz zermatscht hat, nahm mich "Crime Is King" gefangen. Sogar meiner Freundin musste ich, nachdem ich ihr am Morgen ein paar der Anfangsszenen beschrieben hatte, den ganzen Film erzählen, weil sie neugierig wurde, wie es weiterging - und eigentlich ist es ja ein Männerfilm. Eine Frau die diesen Film richtig gut findet und versteht, würde ich wegen ihres Humors "sofort heiraten" - wenn ich an Stelle von Michael (Kurt Russel) wäre, Cybil (Courtney Cox Arquette)übrigens auch! Sie ist für mich mit das brutalste an dem Film, nämlich "todesgeil"! Habe mich deshalb auch über das Ende gefreut, was einfach als "Erlösung" dann auch so fällig war und ich endlich "befriedigt" Schlafen gehen konnte!

Weiterhin brauche ich zu dem Film gar nichts mehr sagen, da ja schon so viel Gutes darüber in den anderen Beiträgen steht - man muss ihn halt einfach selbst gesehen haben; am besten ohne irgendeine Erwartung.

Was mich aber am meisten bewegt hat, einen Kommentar hier abzugeben, sind die Pseudo-Pazifisten und Möchtegern-Filmkritiker, die hier weniger als 8 Punkte vergeben und damit gezeigt haben, dass Sie den Film weder verstanden haben, noch die nötige Distanz und Objektivität aufbringen, die einen "Kritiker" auszeichnet. Sie haben eigentlich nur ein bisschen Recht haben wollen indem sie "ihre Meinung" gesagt haben(die in dem Fall aber keinen interessiert, sondern nur langweilt!)! Ausserdem gehen diese "Komiker" zum Lachen wohl in den Keller!

Trotzdem Danke an Ignoranten wie "Staake", die doch noch nützlich sein können, wenn man wegen ihres unsäglichen Verrisses sich ein eigenes Bild machen will und sich deshalb den Film erst recht anschaut. Mich interessiert aber doch letztendlich mehr, warum jemand den Film gemocht hat, nicht, warum er "seiner Meinung" nach schlecht war (bekommen die Geld dafür, wenn einer den Film nicht sieht???)!
Das hat auch etwas mit positivem Denken zu tun (entsprechend: halb voll oder halb leer?). Und deshalb behalte ich auch die überwiegend positiven Aspekte dieser Seite in Erinnerung und werde gerne mal wieder reinschauen!
Viel Spaß weiterhin mit unterhaltenden, doppeldeutigen, intelligenten, humorvollen, gut gespielten, - erzählten,
- geschnittenen und "rockenden" Filmen.
Beste Grüße!

10

Also den Verriss dieses Films oben kann ich nicht nachvollziehen, ebenso wenig den miesen Umsatz an den amerikanischen Kinokassen. Keine Ahnung was die Kritiker erwartet haben.

Ich habe das bekommen was ich auch sehen wollte. Einen geilen bösen Kevin Coster, der mit Sicherheit eine Menge Spass am Dreh hatte und einen typischen Kurt Russell. Im Grossen und Ganzen ein Road-Movie das so richtig Spass macht.

Übertriebene Gewalt? Wo denn bitte schön? Ist etwa die blutige Hotelzimmerszene im hochgelobten - und auch sauguten - "True Romance" zärtlicher oder angebrachter? Keinesfalls. Hätte Tarantino diesen Film genauso gemacht, wäre all das gelobt worden, was hier regelrecht hingerichtet wird. Die Kameraeinstellungen und die vielleicht etwas eigene Art der Darstellung wäre bei Tarantino als Innovation durchgegangen.

"Crime is King" ist erstens ein viel passenderer Titel als der Originaltitel, und zweitens ist das ein richtig schöner guter Bösewicht-Film, bei dem es endlich mal wieder ein kleines Happy-End gibt. Ich habe ihn jetzt schon etliche Male gesehen und ich freue mich schon aufs nächste Mal :-) Einer meiner Lieblings Road-Movies. Nie einen cooleren Kevin Costner gesehen.

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