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Chucky's Baby

Chucky's Baby
horror-komödie , usa 2005
original
seed of chucky
regie
don mancini
drehbuch
don mancini
cast
jennifer tilly,
redman,
john walters,
hannah spearritt, u.a.
spielzeit
86 Minuten
kinostart
26. Mai 2005
homepage
bewertung

3 von 10 Augen

Sie sind einfach nicht tot zu kriegen. Da es zu den internen Gesetzmäßigkeiten aller in den 80ern geborenen Horror-Franchises gehört, dass ihre monströsen Protagonisten quasi übermenschlich böse und latent unzerstörbar sind, hat es bis jetzt auch noch keinen übernatürlichen Nonsens gegeben, der als Ausrede für eine weitere Reanimierung und damit ein weiteres Sequel zu blöd gewesen wäre. So kehren Michael Meyers, Freddy Krueger und Jason Vorhees in schöner Regelmäßigkeit auf die Leinwand zurück (letztere jüngst sogar gemeinsam in "Freddy vs. Jason"), um der durch keine qualitativen Abgründe abschreckbaren Slasher-Fan-Basis ein weiteres Mal das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein Spätzünder in der Reihe der 80er-Horror-Franchises war "Chucky, die Mörderpuppe" (1988), doch auch das messerschwingende Spielzeug feiert nun bereits seinen fünften Auftritt auf der großen Leinwand. Ein weiterer Film, den sich wirklich niemand jenseits der Blutspritz-Fangemeinde ansehen braucht.

Einfallsreichtum wurde in diesem Subgenre ja noch nie sehr groß geschrieben, Chucky-Erfinder Don Mancini schafft hier allerdings neue Rekordwerte in der erneuten Verwurstung der Ideen anderer Leute. Das beginnt schon bei der Plot-Grundidee, denn die Eröffnung mit einem Film im Film, in dem die berüchtigten Mordfälle von Chucky und seiner im letzten Teil hinzugekommenen Puppenbraut Tiffany von Hollywood zweitverwertet werden, lehnt sich an die postmodernen, ironischen Selbst-Reflexionen an, die der Slasher-Film bereits Mitte der 90er mit "Freddy's New Nightmare" und den "Scream"-Filmen hinter sich gebracht hat. Mächtig kalter Kaffee also, der dem Zuschauer hier aufgetischt wird, doch sei's drum:
Mit der Schauspielerin Jennifer Tilly (die im letzten Chucky-Film schon als besagte "Braut" auftrat und nun sich selbst spielt) wird eine Filmversion der Puppenmorde gedreht, doch Tilly ist vielmehr daran interessiert, ihre schwindende Karriere durch eine Prestige-trächtige Hauptrolle wieder auf Vordermann zu bringen - und zwar in der Filmbiographie der heiligen Jungfrau Maria, unter Regie von Rapstar Redman (Spartenpublikum-tauglicher Gaststar Nummer Eins), den sie deswegen heftigst umgarnt. Im fernen England sieht das in Teil Vier gezeugte Puppen-Kind von Chucky und Tiffany einen Bericht über die Dreharbeiten im Fernsehen, glaubt nun endlich seine bis dato unbekannte Herkunft entdeckt zu haben und macht sich auf nach Hollywood, um die leblosen Filmrequisiten, die seine Eltern darstellen, mit dem altbekannten Voodoo-Zauber der Serie wieder zum Leben zu erwecken. Anstatt sich ihrer Rolle als liebevolle Eltern zu widmen, beginnen Chucky und Tiffany allerdings unversehens mit weiteren Meuchelmorden und streiten sich ansonsten darüber, welches Geschlecht ihr nun abwechselnd Glen oder Glenda genanntes Kind eigentlich hat.

Als Drehbuchautor für sämtliche Chucky-Abenteuer verantwortlich (die Serie ist quasi sein Lebenswerk, denn ansonsten brachte Mancini nichts Nennenswertes zustande), darf der Gründervater der Puppen-Franchise nun auch erstmals Regie führen - mit einem sehr ungelenken Endergebnis. Ohne eigene Handschrift oder erkennbaren Stil inszeniert Mancini seinen Film kreuzbrav nach dem Malen-nach-Zahlen-Prinzip, einzig durchbrochen durch hier und da eingestreute Zitate an seine großen Regie-Vorbilder, die so auffällig und selbst-bezogen eingefügt sind, dass sie auch nur noch als Zitate funktionieren. Noch so ein Witz, der eigentlich schon seit zehn Jahren out ist.
Da erkennt der geneigte Horror-Fachexperte dann überdeutliche Anspielungen an Brian de Palma, Sam Raimi, Stanley Kubrick und diverse andere Größen, und kann dabei höchstens leise darüber weinen, dass ein viertklassiger Regisseur sich hier in eine Reihe mit solchen Legenden zu biedern versucht.

Da ist die "Glen oder Glenda"-Anspielung an den legendären Trash-Filmer Ed Wood (offiziell geehrt als der schlechteste Regisseur aller Zeiten) zwar ebenso unelegant, aber wenigstens weitaus treffender, denn nichts anderes als purer Trash ist auch "Chucky's Baby": Als Horrorfilm dank der untalentierten Inszenierung ohne jegliches Gefühl für Spannungsaufbau einfach nicht ernst zunehmen, kann der Film auch als ironische Komödie nicht überzeugen, da die Anzahl an guten Gags sehr überschaubar bleibt und sich fast ausschließlich auf das doppelbödige Spiel mit Jennifer Tillys (echten) Karriere- und Gewichtsschwierigkeiten beschränkt. Ansonsten gibt es nur weitere Metzeleien mit spritzendem Blut oder weg geätzten Gesichtspartien, denen unter anderem Ex-"S Club 7"-Popsternchen Hannah Spearritt (Spartenpublikum-tauglicher Gaststar Nummer Zwei) als Tillys Assistentin und B-Film-Großmeister John Waters (Spartenpublikum-tauglicher Gaststar Nummer Drei) als neugieriger Papparazzi zum Opfer fallen.

Das eigentlich Traurige an "Chucky's Baby" ist jedoch nicht, dass hier mal wieder ein Streifen die Leinwände verstopft, der allerhöchstens als Videotheken-Füllmaterial taugt. Nein, geradezu tragisch-ironisch ist die Art und Weise, wie hier der Abstieg von Jennifer Tilly dokumentiert wird. 1994 noch Oscar-nominiert (als Beste Nebendarstellerin für Woody Allens "Bullets over Broadway") und in den nächsten paar Jahren einer der heißesten Geheimtipps aus Hollywoods B-Riege, stürzte sich Tilly schon damals mit viel Schwung und Engagement in jede Rolle und hatte auch nie Angst vor Extremen. Nach ihrer Hauptrolle im brillanten Neo-Noir-Thriller "Bound" - dem Erstlingswerk der Wachowski-Brüder (Schöpfer der "Matrix"-Trilogie) - war ihre Karriere eigentlich bereit zum Abheben. Tat sie aber nicht. Außer einer Nebenrolle in einer Jim-Carrey-Komödie kam Tilly nicht aus dem B-Film-Fach heraus, und die meisten ihrer folgenden Filme schafften es nicht einmal mehr in die deutschen Kinos. Nun ist sie die Stamm-Darstellerin der "Chucky"-Reihe, und es sieht so aus, als würde das die einzige Gelegenheit bleiben, Jennifer Tilly wieder zu sehen. Wie gesagt: Traurig.

Frank-Michael Helmke

10

der film ist einfach nur geil

10

Ich finde diesen film einfach nur geil.chucky war lebendiger als in allen anderen filmen und er hatte auch nicht mehr dieses kindliche gesicht.ich hofe,dass men bald wieder was von chucky hört und sieht.liebe grüsse an alle chucky fans.

3

Als Komödie wahrscheinlich besser eingestuft!!!
Von Horror finde ich ist gar nicht zu finden... Mein Freund und Ich haben uns nur totgelacht... :-)

4

der film ist in ordnung,da kommt allerdings zu viel dialog vor!im gesamten eigentlich langweilig.das hat chucky schon besser gemacht!:-(

10

hey der film ist voll HAMMER alle meinen der wehr scheiße die haben seh ja nich mehr alle!

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