Sie sind einfach nicht tot zu kriegen. Da es zu den internen Gesetzmäßigkeiten
aller in den 80ern geborenen Horror-Franchises gehört, dass
ihre monströsen Protagonisten quasi übermenschlich böse
und latent unzerstörbar sind, hat es bis jetzt auch noch keinen
übernatürlichen Nonsens gegeben, der als Ausrede für
eine weitere Reanimierung und damit ein weiteres Sequel zu blöd
gewesen wäre. So kehren Michael Meyers, Freddy Krueger und
Jason Vorhees in schöner Regelmäßigkeit auf die
Leinwand zurück (letztere jüngst sogar gemeinsam in "Freddy
vs. Jason"), um der durch keine qualitativen Abgründe
abschreckbaren Slasher-Fan-
Basis
ein weiteres Mal das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein Spätzünder
in der Reihe der 80er-Horror-Franchises war "Chucky, die Mörderpuppe"
(1988), doch auch das messerschwingende Spielzeug feiert nun bereits
seinen fünften Auftritt auf der großen Leinwand. Ein
weiterer Film, den sich wirklich niemand jenseits der Blutspritz-Fangemeinde
ansehen braucht.
Einfallsreichtum wurde in diesem Subgenre ja noch nie sehr groß
geschrieben, Chucky-Erfinder Don Mancini schafft hier allerdings
neue Rekordwerte in der erneuten Verwurstung der Ideen anderer Leute.
Das beginnt schon bei der Plot-Grundidee, denn die Eröffnung
mit einem Film im Film, in dem die berüchtigten Mordfälle
von Chucky und seiner im letzten Teil
hinzugekommenen Puppenbraut Tiffany von Hollywood zweitverwertet
werden, lehnt sich an die postmodernen, ironischen Selbst-Reflexionen
an, die der Slasher-Film bereits Mitte der 90er mit "Freddy's
New Nightmare" und den "Scream"-Filmen hinter sich
gebracht hat. Mächtig kalter Kaffee also, der dem Zuschauer
hier aufgetischt wird, doch sei's drum:
Mit
der Schauspielerin Jennifer Tilly (die im letzten Chucky-Film schon
als besagte "Braut" auftrat und nun sich selbst spielt)
wird eine Filmversion der Puppenmorde gedreht, doch Tilly ist vielmehr
daran interessiert, ihre schwindende Karriere durch eine Prestige-trächtige
Hauptrolle wieder auf Vordermann zu bringen - und zwar in der Filmbiographie
der heiligen Jungfrau Maria, unter Regie von Rapstar Redman (Spartenpublikum-tauglicher
Gaststar Nummer Eins), den sie deswegen heftigst umgarnt. Im fernen
England sieht das in Teil Vier gezeugte Puppen-Kind von Chucky und
Tiffany einen Bericht über die Dreharbeiten im Fernsehen, glaubt
nun endlich seine bis dato unbekannte Herkunft entdeckt zu haben
und macht sich auf nach Hollywood, um die leblosen Filmrequisiten,
die seine Eltern darstellen, mit dem altbekannten Voodoo-Zauber
der Serie wieder zum Leben zu erwecken. Anstatt sich ihrer Rolle
als liebevolle Eltern zu widmen, beginnen Chucky und Tiffany allerdings
unversehens mit weiteren Meuchelmorden und streiten sich ansonsten
darüber, welches Geschlecht ihr nun abwechselnd Glen oder Glenda
genanntes Kind eigentlich hat.
Als Drehbuchautor für sämtliche Chucky-Abenteuer verantwortlich
(die Serie ist quasi sein Lebenswerk, denn ansonsten brachte Mancini
nichts Nennenswertes zustande), darf der Gründervater der Puppen-Franchise
nun auch erstmals Regie führen - mit einem sehr ungelenken
Endergebnis. Ohne eigene Handschrift oder erkennbaren Stil inszeniert
Mancini seinen Film kreuzbrav nach dem
Malen-nach-Zahlen-Prinzip,
einzig durchbrochen durch hier und da eingestreute Zitate an seine
großen Regie-Vorbilder, die so auffällig und selbst-bezogen
eingefügt sind, dass sie auch nur noch als Zitate funktionieren.
Noch so ein Witz, der eigentlich schon seit zehn Jahren out ist.
Da erkennt der geneigte Horror-Fachexperte dann überdeutliche
Anspielungen an Brian de Palma, Sam Raimi, Stanley Kubrick und diverse
andere Größen, und kann dabei höchstens leise darüber
weinen, dass ein viertklassiger Regisseur sich hier in eine Reihe
mit solchen Legenden zu biedern versucht.
Da ist die "Glen oder Glenda"-Anspielung an den legendären
Trash-Filmer Ed Wood (offiziell geehrt als der schlechteste Regisseur
aller Zeiten) zwar ebenso unelegant, aber wenigstens weitaus treffender,
denn nichts anderes als purer Trash ist auch "Chucky's Baby":
Als Horrorfilm dank der untalentierten Inszenierung ohne jegliches
Gefühl für Spannungsaufbau einfach nicht ernst zunehmen,
kann der Film auch als ironische Komödie nicht überzeugen,
da die Anzahl an guten Gags sehr überschaubar bleibt und sich
fast ausschließlich auf das doppelbödige Spiel mit Jennifer
Tillys (echten) Karriere- und Gewichtsschwierigkeiten beschränkt.
Ansonsten gibt es nur weitere Metzeleien mit spritzendem Blut oder
weg geätzten Gesichtspartien, denen unter anderem Ex-"S
Club 7"-Popsternchen Hannah Spearritt (Spartenpublikum-tauglicher
Gaststar Nummer Zwei) als Tillys Assistentin und B-Film-Großmeister
John Waters (Spartenpublikum-tauglicher Gaststar Nummer Drei) als
neugieriger Papparazzi zum Opfer fallen.
Das
eigentlich Traurige an "Chucky's Baby" ist jedoch nicht,
dass hier mal wieder ein Streifen die Leinwände verstopft,
der allerhöchstens als Videotheken-Füllmaterial taugt.
Nein, geradezu tragisch-ironisch ist die Art und Weise, wie hier
der Abstieg von Jennifer Tilly dokumentiert wird. 1994 noch Oscar-nominiert
(als Beste Nebendarstellerin für Woody Allens "Bullets
over Broadway") und in den nächsten paar Jahren einer
der heißesten Geheimtipps aus Hollywoods B-Riege, stürzte
sich Tilly schon damals mit viel Schwung und Engagement in jede
Rolle und hatte auch nie Angst vor Extremen. Nach ihrer Hauptrolle
im brillanten Neo-Noir-Thriller "Bound"
- dem Erstlingswerk der Wachowski-Brüder (Schöpfer der
"Matrix"-Trilogie)
- war ihre Karriere eigentlich bereit zum Abheben. Tat sie aber
nicht. Außer einer Nebenrolle in einer Jim-Carrey-Komödie
kam Tilly nicht aus dem B-Film-Fach heraus, und die meisten ihrer
folgenden Filme schafften es nicht einmal mehr in die deutschen
Kinos. Nun ist sie die Stamm-Darstellerin der "Chucky"-Reihe,
und es sieht so aus, als würde das die einzige Gelegenheit
bleiben, Jennifer Tilly wieder zu sehen. Wie gesagt: Traurig.

der film ist einfach nur geil
Ich finde diesen film einfach nur geil.chucky war lebendiger als in allen anderen filmen und er hatte auch nicht mehr dieses kindliche gesicht.ich hofe,dass men bald wieder was von chucky hört und sieht.liebe grüsse an alle chucky fans.
Als Komödie wahrscheinlich besser eingestuft!!!
Von Horror finde ich ist gar nicht zu finden... Mein Freund und Ich haben uns nur totgelacht... :-)
der film ist in ordnung,da kommt allerdings zu viel dialog vor!im gesamten eigentlich langweilig.das hat chucky schon besser gemacht!:-(
hey der film ist voll HAMMER alle meinen der wehr scheiße die haben seh ja nich mehr alle!
Kommentar hinzufügen