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Buddy, der Weihnachtself

Buddy, der Weihnachtself
komödie , usa 2003
original
elf
regie
jon favreau
drehbuch
david berenbaum
cast
will ferrell,
james caan,
zooey deschanel,
mary steenburgen, u.a.
spielzeit
95 Minuten
kinostart
11. Dezember 2003
homepage
bewertung

6 von 10 Augen

Draußen wird es bitterkalt, mit ein bisschen Glück fällt sogar Schnee, Freunde laden zu gemütlichen Glühwein-Sessions ein, und genauso sicher, wie vier Wochen vor Weihnachten das erste Lichtlein auf dem Adventskranz brennt, kommt im Dezember mindestens ein waschechter amerikanischer Weihnachtsfilm ins Kino, für den Einsatz zur besinnlichsten aller Jahreszeiten parat gehalten. Und weil sich, trotz aller Besinnlichkeit, eine Komödie besser verkauft als ein Drama (siehe Jim Carrey in "Der Grinch" oder Tim Allen als "Santa Clause" im Gegensatz zu Nicolas Cage in "Family Man"), darf dieses Jahr Ex-"Saturday Night Live"-Comedystar Will Ferrell in seiner ersten Kinohauptrolle als "Buddy, der Weihnachtself" über die Leinwand toben. Amerikanische Kritiker lobten den Streifen bei US-Start als großen Wurf mit Klassikerpotential, und es wurde sogar der Name der heiligen Kuh in diesem Festtags-Subgenre - Frank Capras "Ist das Leben nicht schön?" - zu Vergleichszwecken in den Mund genommen. Warum bleibt indes das Geheimnis des entsprechenden Schreiberlings, denn "Buddy der Weihnachtself" fährt in routinierter und gänzlich gewöhnlicher Art und Weise die üblichen Standards auf, kann dabei lediglich mild unterhalten und kämpft ohnehin mit der Tatsache, dass man in den USA gar nicht mehr so recht weiß, wozu Weihnachten überhaupt da ist.

Dank der Kommerz-bedingten Sinnentleerung ehemals religiöser Feiertage kommen die Geschenke dort ja schon lange nicht mehr vom Christkind, sondern vom (einst von Coca-Cola erfundenen) Weihnachtsmann, und man feiert dieses Fest um zusammen laute Lieder zu singen, irre Mengen von Süßigkeiten zu vertilgen und sich auf die guten alten Familienwerte zu besinnen. Diese Wischi-Waschi-Vorstellung von der "wahren Bedeutung" von Weihnachten wird auch bei "Buddy" bestens gepflegt, der als Adoptivbaby im Waisenhaus einst einmal in Santa Claus' großen Sack kroch, als der sich gerade über Milch und Kekse hermachte, am heimischen Nordpol wieder heraus kroch und seitdem wie einer von Santas emsigen kleinen Helfern, den Weihnachtselfen, groß gezogen wurde. Als Mensch in der Tat bald zu groß für diese Welt, erfährt Buddy als erwachsener Kerl schließlich von seiner Herkunft und macht sich auf nach New York, um seinen Vater zu finden, der sich (wer hätte das gedacht) zu einem gefühlskalten Geschäftsmann entwickelt hat und eine Extraportion Herzensgüte und Familienfreude mehr als nötig hat.
Fortan spult "Buddy" in vorbildlicher Weise das Pflichtprogramm ab: In seinem albernen Elfen-Kostüm darf sich Will Ferrell durch reihenweise Gags der Nummer "unbeholfener Naivling trifft auf die große, böse Welt" kalauern (die Entlarvung eines "falschen" Kaufhaus-Weihnachtsmannes natürlich inklusive), zieht dabei die Aufmerksamkeit eines hübschen Mädchens auf sich, das sich zu dem merkwürdigen, aber offensichtlich herzensguten Sonderling hingezogen fühlt, nistet sich bei Papa und seiner Familie (Ehefrau plus Kind) ein und wandelt den Alltag von Jedermann zum Besseren. Eine durch und durch biedere und kreuzbrave Geschichte, an deren Ende natürlich alle zu guten Menschen geworden sind und das Fest der Feste durch einen frischen Schwung Weihnachtsgeist (der Treibstoff für Santas Schlitten) wieder mal gerettet wurde. Denn dafür muss man ja nur zusammen ein paar Lieder singen.
Man kann hier und da einmal beherzt auflachen bei "Buddy", und das Produktionsteam beweist genug Routine, um den Film sauber über die Runden zu bringen, schlussendlich handelt es sich hier aber nur um ein kalkuliertes Festtagsgeschäft, dem es ergo an Überzeugungskraft mangelt. Einen "richtigen" und richtig guten Weihnachtsfilm findet man anderswo: Wer es beschaulich und putzig mag, für den sind sowohl die Disney- als auch die Muppet-Version von Charles Dickens' klassischer Weihnachtsgeschichte um dem geizigen Miesepeter Scrooge empfehlenswert; urkomisch, sehr unkorrekt und herrlich böse ist Ted Demmes Weihnachtssatire "No Panic - Gute Geiseln sind selten", die mit eben jener Festtagsverlogenheit aufräumt, die Filme wie "Buddy" so emsig propagieren. Oder noch besser: Gleich zum Besten greifen und sich Capras "Ist das Leben nicht schön?" ansehen. Da erscheint am Heiligen Abend wenigstens noch ein Engel, und kein Elf der nach Süßigkeiten und Geschenken schreit.

Frank-Michael Helmke

10

Einer der schönsten Weihnachtsfilme die ich je gesehen habe!

7

Selbst bei Weihnachtsfilmen schreckt die Filmszene wieder nicht vor ihrem überkünstlerischen Cineastenanspruch zurück und fordert am liebsten wieder irgendeinen rumänischen Film über Prostituierte in der Weihnachtszeit.

Wer erwartet ernsthaft von Buddy - Der Weihnachtself mit Will Ferrell in der Hauptrolle etwas großartiges anderes als das was man gesehen hat?

Sicher ein wenig schwergänging und nur teilweise wirklich witzig und natürlich voller Klischees und Propagieren der kommerziellen Verlogenheit.

Aber man kennt es nicht anders und "Ist das Leben nicht schön" (der Beste) ist auch Kitsch... aber man will es halt zu Weihnachten sehen.

Klassisches Format, streckenweise witzig, traditionell und solide aufgebaut, kein Riesenwurf... ist etwas gerechter als die ständige Überanspruchung mancher Filme.

8

Ein goldiger und witziger Film zugleich. Alle Achtung!

9

ein perfekter weinachtsfilm!damit ist die weinachtstimmung immer super!°

Habe diesen wunderbaren und

9

Habe diesen wunderbaren und herzerwärmenden Weihnachtfilm erst heute im Jahre 2011 gesehen und muss sagen, da habe ich zur Weihnachtszeit die letzten Jahre wirklich was verpasst! Will Ferell, der ja nur all zu oft durch Nonsense-Humor zu unterhalten weiss, spielt in diesem herrlichen Familienfilm den naiven aber gutherzigen Elf Buddy, von dem wir Menschenkinder uns in Sachen Nächstenliebe alle eine Scheibe abschneiden sollten. Seine tollpatschige Spielart passt aber in dieser Rahmenhandlung bestens und rührt eher an, als dass man Kopfschmerzen davon bekommt.
Gerade ab dem 01. Dezember kann ich diesen Film für die nächsten 24 Tage nur Groß und Klein empfehlen. Und wer weiß, vielleicht braucht dann der Weihnachtsmann bald wirklich keine Turboturbine mehr...

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