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Boys, Girls and a Kiss

Boys, Girls and a Kiss
teenager-komödie , usa 2000
original
boys and girls
regie
robert iscove
drehbuch
andrew lowery, andrew miller
cast
freddie prinze jr.,
jason biggs,
amanda detmer,
heather donahue,
alyson hannigan,
claire forlani,
monica arnold, u.a.
spielzeit
94 Minuten
kinostart
5. Oktober 2000
homepage
bewertung

6 von 10 Augen

Eigentlich ist dieser Film eine Unverschämtheit. In Handlung und Inszenierung abgekupfert und aufgewärmt, mit falschen Versprechungen lockend, gnadenlos vorhersehbar und ein kleines bißchen heuchlerisch. Eigentlich. „Boys and Girls“ ist so etwas wie die Teenie-Version von „Harry & Sally“, der Mutter aller romantischen Komödien der Neunziger, und bedient sich so dreist an Motiven und Handlung dieses Films, daß Nora Ephron wahrscheinlich erfolgreich eine Plagiatsklage einreichen könnte. Nun ist „Harry & Sally“ ein wahnsinnig toller Film, so wahnsinnig toll, daß es für manch einen großen Fan dieses Streifens einfach unmöglich ist, es einem anderen Film zum Vorwurf zu machen, daß er sich mit vollen Händen hier bedient. Was wahrscheinlich die recht wohlwollende Wertung erklärt.

Das Plotgerüst ist schon Diebstahl genug: Mann und Frau (bzw. in diesem Falle Junge und Mädchen) laufen sich über mehrere Jahre immer wieder über den Weg, hassen sich beim ersten Treffen, hassen sich noch mehr beim zweiten Treffen, und werden beim dritten Treffen schließlich Freunde. Die besten. Bis irgendwann ... naja, und dann steht man halt vor dem Problem, daß man nicht so weiter machen kann wie bisher. Oder wie Harry damals feststellte: Männer und Frauen können nie wirklich Freunde sein.

Der Junge und das Mädchen in diesem Film mit dem fürchterlich einfallsreichen Titel heißen Ryan und Jennifer, werden von Freddie Prinze jr. und Claire Forlani gespielt, und sehen somit eigentlich viel zu gut aus, um tatsächlich so etwas wie Beziehungsprobleme zu haben. Haben sie aber schon: Ryan leidet unter dem Ende seiner Fernbeziehung und Jennifer wurde von ihrem Musikerfreund live auf der Bühne vorgesungen, daß er sie betrogen hat (und der ganze Club sang mit, wie schön). Hier schon bekommt der aufmerksame Teenie-Film-Fan sein erstes Déja Vu: Die Inszenierung erinnert stark an "Eine wie keine". Kein Wunder: Neben Hauptdarsteller Freddie ist auch Regisseur Robert Iscove wieder mit von der Partie, und so wird das Publikum auch dieses Mal mit einer hübsch choreographierten, wenn auch völlig unglaubwürdigen Tanznummer verwöhnt. Was Neues hat sich der Mann wirklich nicht einfallen lassen.

Der Plot um Jennifer und Ryan ist so offensichtlich, vorhersehbar und im Endeffekt langweilig, daß für die eigentliche Unterhaltung die jeweiligen Mitbewohner zuständig sind: Die Psychoanalyse-Fanatikerin Amy und der verhinderte Frauenheld Hunter, der direkt fürs nächste Déja Vu sorgt: Wir dürfen Jason Biggs beobachten, der sympathische „Held“ aus „American Pie“, erneut glänzend als eher trotteliger, aber unerschütterlicher Bagger-Profi (ohne Erfolg). Alyson Hannigan, das Mädchen mit der Flöte aus „American Pie“ und Serienstar in „Buffy“, steht zwar auch mit auf der Besetzungsliste, kann sich aber mit den beiden anderen „großen Namen“ in den Nebenrollen um den kleinsten und unbedeutendsten Auftritt prügeln: Heather Donahue, die Heulsuse aus dem „Blair Witch Project“, bringt es auf etwa drei Minuten Leinwandpräsenz, Miss Hannigan ist ca. eine Minute zu sehen, und Soul-Babe Monica ist so schnell wieder verschwunden, daß man sie gar nicht erst bemerkt. Wer wegen einer dieser drei Damen ins Kino gehen will, sollte sich das Geld wirklich sparen.

Ansonsten überhäuft „Boys and Girls“ einen mit jeder Menge abgegriffener College-Klischees und Albernheiten, die den eigentlich zwanzigjährigen Hauptakteuren genug Unreife attestieren, um auch diesen Streifen als Teenagerkomödie durchgehen zu lassen.

Also wieso überhaupt diese Wertung? Ich traue mich ja kaum, es zu sagen, aber mir hat der Film tatsächlich gefallen. Das Drehbuch ist gar nicht mal so schlecht, wenn man die bohrende Langeweile und die totale Vorhersehbarkeit außer acht lässt. Die Dialoge sind passabel und durchaus als realistisch zu betrachten, gehen am Ende sogar richtig zu Herzen, und die beiden Hauptdarsteller bringen tatsächlich so etwas wie Ausstrahlung auf die Leinwand. Daß Freddie Prinze jr. zur Halbzeit des Films plötzlich seine Sehschwäche verliert, ist ein übersehbarer Fehler, der durch solche netten Einfälle wettgemacht wird, wie die Hauptfiguren in ein Double Feature von „Breakfast Club“ und „Sixteen Candles“ zu schicken. Aber am Ende liegt es wohl wirklich am Abkupfern: Einem Film, der so sehr an „Harry & Sally“ erinnert, kann man nicht wirklich böse sein. Wie bei Puff Daddy: Lieber gut geklaut, als schlecht selbst gemacht.

 

 
Frank-Michael Helmke

7

Hallo, ich hab nur mal eine frage vll kann mir die einer von euch beantworten ...

die zwei sind doch da mal in der disco und ich finde das lied so geil das da gespielt wird.. nur finde ich nicht raus welches das ist .... weiß wer was für eins das ist ????

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