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Black Death

Black Death
historischer thriller , großbritannien/deutschland 2010
original
black death
regie
christopher smith
drehbuch
dario polini
cast
sean bean,
eddie redmayne,
carice van houten,
john lynch, u.a.
spielzeit
102 Minuten
kinostart
9. September 2010
homepage
http://www.blackdeath.centralfilm.de
bewertung

7 von 10 Augen

 

In der Mitte des 14. Jahrhunderts legt sich der Mantel der grausamen Pest über fast ganz Europa und kostet den Großteil der damaligen Bevölkerung das Leben. Doch auch in einer Zeit, in welcher der Glauben vieler Menschen sowieso bereits stark erschüttert ist, kann es die Kirche nicht dulden, dass die Kunde von einem geheimnisvollen kleinen Dorf die Runde macht, in dem angeblich heidnische Rituale dafür sorgen, dass dort niemand dem Schwarzen Tod zum Opfer fällt. Die Söldnertruppe von Ritter Ulric (Sean Bean) ist nicht die erste Gruppe, die sich auf den Weg macht, das Mysterium zu lösen, doch von seinen Vorgängern gab es schon lange kein Lebenszeichen mehr. Den Weg weist den rauen Gesellen der junge Mönch Osmund (Eddie Redmayne), der eigentlich nur seine Traumfrau wiederfinden möchte. Sie finden das gesuchte Dorf und entdecken wider Erwarten eine Gemeinde voller Harmonie und Gastfreundlichkeit rund um die Heilerin Langiva (Clarice van Houten aus "Black Book"). Aber kann dieser Ort wirklich so harmlos sein?

Einem Thema wie der Pest widmet sich kaum mal ein Beitrag des Ritter- oder Mittelalterfilms, was vermutlich daran liegt, dass es kein besonders angenehmes für ein Genre ist, welches sich für gewöhnlich lieber in Form strahlender Ritter und glorreicher Schlachten präsentiert. Es ist aber wohl genau das richtige Spielfeld für den Regisseur Christopher Smith, der ansonsten ganz im Horrorgenre Zuhause ist und uns bisher mit so appetitlichen Werken wie "Creep", "Severance - Ein blutiger Betriebsausflug" oder der DVD-Premiere "Triangle" beglückt hat. Eine Nummer größer geht es nun schon zu, in dieser deutsch-britischen Koproduktion, die hauptsächlich in Brandenburg und im Harz gedreht wurde.
Eher schwer verdaulich ist aber auch dieser neue Film von Smith, zeigt er uns doch das Mittelalter von seiner dreckigsten und unfreundlichsten Seite. Wem eher bei Robin Hood oder Richard Löwenherz das Herz aufgeht, der könnte sich etwas unwohl fühlen in dieser lebensfeindlichen und deprimierenden Umgebung, durch die der tapfere Ritter Ulric seine Truppe führt. Wobei man ihm das Adjektiv "tapfer" sicher lassen kann, schon beim Wort "edel" wird es dann aber leicht fragwürdig mit der Beschreibung. Komplett gut und heroisch benimmt sich hier nämlich niemand, was sich nicht nur in diversen Saufgelagen und Orgien äußert, sondern auch in einer stets latent vorhandenen, geradezu selbstverständlichen Grausamkeit, welcher der von Sean Bean überzeugend und glaubwürdig verkörperte Ulric gelegentlich genauso frönt wie das etwas gemeinere Volk.
So ganz sind wir daher also schon nicht mehr auf seiner Seite, als der zudem noch von der eigennützigen Kirche gesandte Mann schließlich dort auftaucht, wo die einfachen Bürger ein wenig aus der Reihe tanzen und nicht viel auf Obrigkeiten geben. Andererseits bleibt stets klar, dass irgendwas wohl nicht ganz stimmen kann mit dieser auf den ersten Blick als paradiesische Oase erscheinenden kleinen Gemeinschaft.

Der Weg ist in diesem Fall mal nicht das Ziel, sondern im Gegenteil etwas schwerfällig und langatmig geraten. Erst als die Söldnertruppe im Dorf eintrifft, steigt die Spannung und gipfelt schließlich in einer letzten halben Stunde, die es dann wirklich in sich hat und zu fesseln vermag.
Lange bleibt unklar worauf es am Ende hinaus laufen wird, und vor allem die Ambivalenz sämtlicher Figuren, die es praktisch unmöglich macht sich für eine Seite zu entscheiden, sorgt dafür, dass "Black Death" eine durchgehende kleine Herausforderung für den Betrachter darstellt. Das ist allemal eine Leistung, die dem Film zusätzlich zum ungewöhnlichen Thema einen weiteren Reiz verleiht.
In Kombination mit einer gewissen Kargheit in der Inszenierung und den von Regisseur Smith wie zu erwarten eingebauten Brutalitäten wird sich aber vermutlich kein Massenpublikum für diese Produktion finden lassen. Umso erfreulicher, dass man sie dann tatsächlich so relativ kompromisslos durchgezogen hat. Kein schöner, sondern ein recht sperriger Film - aber auf jeden Fall auch ein interessanter.

Volker Robrahn

9

Habe den Film auf dem FFF gesehen und war schlicht begeistert.
Unangenehme Atmosphäre über die ganze Laufzeit und eine Verbindung zu heutigen Themen, welche man so nicht erwartet hätte.
Die Darsteller sind super, Bean´s "grosse" Szene fand ich sehr gelungen und glaubhaft.
Einzig der etwas zu unvorbereitete Epilog und ein meiner Ansicht nach nicht überraschender Twist verhindern die Höchstnote, trüben den Filmspass aber nicht.

klingt gut. bin gespannt. by the way: was ist ein FFF?

FFF = Fantasy Film Fest

9

Hab den Film auf dem IDF gesehen und fand ihn auch super...

Was ist ein IDF?

3

Der Film sieht aus wie eine billige DVD-Premiere und ist ausserdem noch äusserst zäh und langatmig. Die Schauspieler bleiben allesamt blass und konturlos. Sehr enttäuschend !

Also so eine schlechte Produktion. So ein Film lebt unter anderem auch von der Ausstattung und ist lächerlich bis absurd, kein Stück recherchiert und eine Peinlichkeit sondergleichen.
Fantasy ja. Historischer Anspruch: Nein. Also bitte das Wort "Mittelalter" nicht gebrauchen wenn man den Film beschreibt. Denn damit hat das nun absolut nichts zu tun.
Wann kommt eigentlich mal irgendwer auf die Idee auch nur ein Quentchen nachzulesen bevor er einen Film dreht der sich mit Geschichte befasst...es ist zum Haare raufen...

8

Also ich fande den Film sehr gelungen. Leider gab es ziemlich viele KLischeefiguren. Der Film selbst war spannend, düster und auch ziemlich roh inzeniert.

2

Die Wertung ist ein Witz, oder? Der Film war noch nicht mal Handwerklich gut. Der Look eines C Movies. Die Rüstungen und Kettenhemden sehen nach Gummi aus. Am schlimmsten war aber das der Kameramann total überfordert damit war die Kamera ruhig zu halten. Andauernd wippt er auf und ab. Also da gibt es wesendlich besseres. Schwerter des Königs wirkt gegen den Film wie Herr der Ringe. Wenn man neues Fantasy Futter braucht dann lieber Solomon Kane schauen. Die Wertung ist eindeutig zu hoch, schade das dafür Deutsche Gelder verschwändet wurden.

Kino : um Himmels willen, dann lieber Glücksbärchis anschauen.
DVD Abend : Glücksbärchis gibt´s auch auf DVD, mehrere Teile sogar.
DVD Kauf : Bin Raucher und zünde mir lieber ne Zigarette mit nem 10€ schein an als ihn in diesen Film zu Investieren.

7

mal was anderes und deshalb echt sehenswert allein schon wegen den tollen charakteren!

2

C-Movie ohne Spannung, geschweige denn Story. Einfach nur schlecht.

5

Leider hat der Film zu viele Längen. Requisite und Szenenbild wirken irgendwie stets ein wenig steril. Es fehlt einem ein wenig die durch Trailer und Plakate suggerierte "Wichtigkeit" bzw. der Epos der dort mitschwang.

Sean Bean mimt den Mittelalter/Fantasy-Recken mittlerweile mehr als Routiniert. Ulrich, Boromir (Hdr) und Eddard Stark (Game of Thrones)liegen, wenn auch nicht immer charakterlich, optisch so dicht beieinander, dass vermutlich ein und die selbe Klamotte benutzt wurde. Auch der Rest des Söldnertrupps macht durchaus Spaß, obwohl die deutsche Synchro nicht sonderlich gut scheint. Leider konnte ich ihn aber auch nicht zu vergleichszwecken im Original schauen.

Eher Schwach finde ich Eddie Redmayne als Mönchjüngelchen. Er zittert und "dackelblickt" sich bis zum großen Finale, nur um dann einen unlogischen bzw. nicht ausreichend erläuterten Twist zu vollziehen. Scheint aber doch eher eine Drehbuchschwäche zu sein.

Schön waren die (teilweise sehr pikanten) Kampfszenen... die leider oft durch die hyperaktive Kamera wieder zerstört wurden. Teilweise war das wackeln nicht mit anzusehen.

Insgesamt fühlte ich mich am Ende halb gut unterhalten und zu je einem Viertel gelangweilt und enttäuscht. Dennoch 5 Augen für die solide Story, nette Kampfszenen, einen rauen "Realismus" und die leichten "Horroransätze" die plausibel erklärt werden können.

Am Ende dennoch einen Blick wert.

Ein Top Film. Jemand hat

9

Ein Top Film. Jemand hat geschrieben ein C-Movie ohne Spannung. Haben wir den gleichen Film gesehen?
Mich hat er positiv überrascht obwohl ich sehr skeptisch an diesen Film herangegangen bin.

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