kleine Werbepause
Anzeige

Big Mama's Haus 2

Big Mama's Haus 2
komödie , usa 2006
original
big momma's house 2
regie
john whitesell
drehbuch
don rhymer
cast
martin lawrence,
nia long,
emily procter,
zachary levi,
mark moses, u.a.
spielzeit
99 Minuten
kinostart
13. April 2006
homepage
bewertung

4 von 10 Augen

Manche Hollywood-Streifen bieten die scheinbar perfekte Gelegenheit, sich all der angestauten Wut über die negativen Auswüchse der Blockbuster-Fabrik zu entledigen. "Big Mama's Haus 2" ist so ein Kandidat, eine vollkommen unnötige und uninspirierte Fortsetzung eines bereitsziemlich ärgerlichen Vorgängers. So überraschte es nicht, dass die Kritiker in den USA den Film als gefundenes Fressen ansahen und die Alarmglocken so laut läuten ließen, dass man sich auf der anderen Seite des Ozeans bereits auf die Ankunft einer weiteren Fuhre qualvollen Hollywood-Schrotts á la "Deuce Bigalow" eingestellt hatte. Doch auch wenn von einem erneuten Kinoausflug mit der Big Mama abzuraten ist, bleibt letztendlich doch festzuhalten, dass der Film viel zu harm- und belanglos daherkommt, um wirklich zum frustrierenden Ärgernis abgestempelt zu werden.

Stichwort belanglos, hier die Handlung: Nach dem Mord an einem seiner Kollegen schwört Undercover-Agent Malcolm Turner (Martin Lawrence) Rache und will die Observierung des verdächtigen Familienvaters Tom Fuller (Mark Moses) in die eigene Hand nehmen. Seine Vorgesetzten sehen das aber anders, und so muss sich Turner eben heimlich in die Familie Fuller einschmuggeln, verkleidet als das übergewichtige Kindermädchen Big Mama. Doch viel Zeit zum Ermitteln wird Malcolm nicht bekommen, denn Fullers Ehefrau Leah ("CSI"-Lady Emily Procter) und deren Kinder halten Big Mama ganz schön auf Trab. Da natürlich kein pflichtbewusster Undercover-Agent sich seiner moralischen Verantwortung entziehen kann, versucht Malcolm so nebenbei auch noch das zerrüttete Familienleben der Fullers zu kitten.

Man ahnt es schon, wirklich wichtig ist die ganze FBI-Geschichte für die angepeilte Komödie nicht, und so greift der Film sie auch nur relativ widerwillig nebenher auf. Stattdessen fokussiert er sich auf den Familienalltag der Fullers und bastelt sich relativ einfallslos eine Handlung zusammen, die nur dazu dient, einzelne lose Sketche halbwegs plausibel miteinander zu verknüpfen. 
Wäre das ganze lustig, wäre das ja auch völlig in Ordnung. Ist es aber meistens nicht. Es ist bezeichnend, dass der einzige wirklich laute Lacher, der aus dem äußerst schmerzhaften Hobby eines kleinen Kindes resultiert, vom Film gleich vier weitere Male zu wiederholen versucht wird. Ansonsten vertrauen die Macher die meiste Zeit aber eher darauf, den Zuschauer alleine schon durch die physischen Nachteile der Big Mama in Ekstase versetzen zu können. Und so läuft Martin Lawrence in seinem unförmigen "Fat Suit" im Bikini am Strand entlang, versucht zu tanzen oder springt in ein Becken voller Schlamm. Klingt das lustig? Nicht wirklich. Dabei sind das schon die "Highlights" eines Films, der dank weitgehendem Verzichts auf Fäkalhumor und dem Anpreisen von traditionellen Familienwerten eigentlich schon fast als Kinderfilm durchgeht.

Das ganz junge Publikum dürfte von den sehr simplen Gags schon eher unterhalten werden, während der Rest dem Ganzen nur ein Gähnen entgegenbringen kann. Die glanzlose Regie kann da kaum Abhilfe schaffen, und die meisten Darstellerleistungen knüpfen nahtlos an das eintönige Drehbuch an. Insbesondere Nia Long und Zachary Levi sollten doch bitte mal den Bus zur nächsten Schauspielschule nehmen. Lediglich den drei Kinderdarstellern gelingt es tatsächlich stellenweise etwas Charme aufzubauen, während es Martin Lawrence dagegen schwer hat sich unter Tonnen von Make-Up wirklich zu entfalten. Ab und zu gibt ihm der Film zwar die Chance sich seines Übergewichts zu entledigen, doch fragt man sich nicht nur warum er plötzlich im Hause der Fullers ohne Tarnung agiert, sondern auch warum man Lawrence nicht zumindest ein paar brauchbare Gags zur Verfügung stellen konnte.

Die Fortsetzung von "Big Mamas Haus" vermag so höchstens ein paar Mal ein leichtes Schmunzeln hervorzurufen, entpuppt sich aber die meiste Zeit als flache und einfallslose Komödie, die allenfalls noch als mäßig interessanter Kinderfilm durchgehen könnte. Doch so unnötig Big Mamas zweiter Auftritt auch ist, um ein wirklich ärgerliches Kinoerlebnis zu schaffen müssen sich die Macher schon etwas schlimmeres einfallen lassen. Warten wir also "gespannt" auf Teil drei.

Matthias Kastl

8

Ihr seid doch so scheiße!
Ja, ich meine euch, euch ,die ihr, nur weil ihr einen Film nicht lustig findet, andere die ihn so finden beleidigen müsst, das ist nicht okay.
Der eine hat halt nen intelligenten Humor, der andere Dimplomingeneur oder was weiß ich kann über so was lachen, das hat nichts damit zu tun, was für einen Bildungssweg jemand abgeschlossen hat!!!

Kommentar hinzufügen

Freiwillige Angabe; die E-Mailadresse wird nicht angezeigt.
 
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
4 + 3 =
Diese einfache Rechenaufgabe ist zu lösen und das Ergebnis einzugeben, z.B. muss für 1+3 der Wert 4 eingegeben werden.