Was haben wir denn hier Hübsches? Die
Kinoneuverfilmung
einer sympathischen alten TV-Serie? Um mit diesem wirklich
nicht
mehr neuen Konzept für große Aufmerksamkeit sorgen und
die Massen anlocken zu können, muss man sich heute schon
etwas
mehr einfallen lassen, als einfach nur auf den bekannten
Namen zu
setzen. Dafür hatten wir uns in den letzten Jahren durch
viel
zu viele, viel zu mittelmäßige Serien-Adaptionen kämpfen
müssen, die auch allzu oft nur sehr lose auf ihrer Vorlage
beruhten. Zumindest diesen Vorwurf kann man "Verliebt in
eine
Hexe" aber nicht machen, denn so direkt wurde das Original
noch nie in den Neuaufguss eingebunden.
Der
Kniff besteht nämlich darin, uns als Rahmenhandlung
einfach
die Erlebnisse eines Filmteams zu zeigen, dass sich gerade
dazu
entschlossen hat eine Neufassung des alten TV-Evergreens
"Verliebt
in eine Hexe" zu produzieren. Hm, ist das nun dreist oder
gar
genial? Es ist zumindest originell, leider aber auch so
ziemlich
der einzige nette Einfall, den dieser Film zu bieten hat.
Gut, er hat auch noch Nicole Kidman zu bieten - die Frau,
die lange
Zeit anscheinend gar Nichts falsch machen konnte. Zuletzt
häufen
sich aber auch bei ihr etwas die Fehlgriffe, siehe eher
fragwürdige
Produktionen wie "Birth" oder der diesem Film thematisch
leicht verwandte "Frauen von Stepford". Genau wie in
diesem
auch nur mäßig gelungenen Remake ist der Charakter von
Miss Kidmans Figur nämlich eigentlich dafür vorgesehen,
die zweite Geige hinter ihrem männlichen Partner zu
spielen.
Dabei handelt es sich in diesem Fall um den ziemlich
heruntergekommenen
Schauspieler Jack Wyatt (Will Ferrell), der in der
Wiederaufbereitung
von "Verliebt in eine Hexe" eine Chance wittert, seine
Karriere wieder in Schwung zu bringen. Vor allem da er
dafür
sorgt, dass hauptsächlich er selbst und nicht etwa die
kleine
Hexe im Mittelpunkt steht.
Die
unerfahrene und leicht zu begeisternde Isabel Bigelow
(Nicole Kidman)
kommt ihm daher als Partnerin gerade recht. Allerdings hat
deren
etwas naive Betrachtung der Welt ihren ganz speziellen
Grund, handelt
es sich bei Isabel doch um eine wirkliche Hexe, die gerade
erst
damit beginnt das Leben der "Normalsterblichen" zu
studieren.
Was liegt für sie also näher, als genau das zu spielen
was sie eh am besten kann, auch wenn sie sich ganz fest
vornimmt,
das mit der echten Hexerei erstmal sein zu lassen. Eine
Idee, für
die ihr Vater Nigel (Michael Caine) nur wenig Verständnis
aufbringt,
ist doch das Leben mit Zauberei viel angenehmer. Bei der
Produktion
der Serie sorgt dann auch noch die schrille Diva Iris
(Shirley MacLaine)
für Irritationen und es ergibt sich ein bunter und
abwechslungsreicher
Reigen amüsantester Verwicklungen.
Zumindest in der Theorie. Denn leider sind Filme, deren
Hauptfiguren den Namen "Bigelow" tragen zurzeit nicht
wirklich ein Garant für beste Unterhaltung. Nach flottem
Beginn,
in dem Isabel mit ihrem bezaubernden Augenzwinkern für
einige
turbulente Aktionen sorgt, ist leider schon bald die Luft
raus.
Denn das oben gelobte originelle Grundkonzept kann
letztendlich
nur eine gute halbe Stunde darüber hinwegtäuschen, dass
wir es hier ansonsten mit einer Mücke von Handlung zu tun
haben.
Deren
Hauptanliegen ist natürlich die Zusammenführung der beiden
Hauptfiguren, aber da haut bedauerlicherweise Einiges
nicht hin:
Zum einen das vorhersehbare und ermüdende Wechselspiel von
Streit und Versöhnung, und zum anderen (und das ist
sicherlich
der gravierendere Makel) die abenteuerliche Besetzung von
Kidman
und Ferrell als gegenseitiger "Love Interest". Das passt
nicht, funktioniert nicht und einer muss dementsprechend
auch auf
der Strecke bleiben.
Dieses Schicksal erleidet Will Farrell, der in einem Film
gelandet
ist, in dem er seine Art des spontanen und etwa brachialen
Humors
kaum ausspielen kann. Seinen Fans hat er daher hier wenig
zu bieten
und muss das Feld den Kollegen überlassen, allen voran
einer
Nicole Kidman, die zumindest zeitweilig zur Höchstform
aufläuft.
Dass sie dies in einem schwachen Film und für eine Rolle
tut,
die sie doch eigentlich gar nicht mehr nötig hätte,
spricht
entweder für große Leidenschaft oder zumindest für
große Professionalität.
Bei den Nebenfiguren gewinnen die Missgriffe leider mit
2:1, denn
nur der alte Charmeur Michael Caine weiß mal wieder zu
gefallen,
wie könnte es auch anders sein. Shirley MacLaines
Darstellung
der arroganten Diva erweist sich dagegen als eher
anstrengend, und
mit der Einführung der klassischen "Bewitched"-Serienfigur
"Onkel Arthur" in Form einer völlig überdrehten
Performance von Steve Carell leistet man sich dann in der
letzten
halben Stunde den wohl größten Bärendienst des ganzen
Films. Fazit: Nur mäßig unterhaltsam, das alles.


Also ich finde den Film total süß, witzig und gut gespielt. Gut, vielleicht kommt er ein bisschen schnulzig rüber, wenn man sich normalerweise Thriller reinzieht, aber mal ehrlich: wenn ihr nicht auf solche Filme steht, dann schaut sie euch halt nicht an! Was erwartet ihr denn bei einer romantischen Komödie?
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