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Beilight - Biss zum Abendbrot

Beilight - Biss zum Abendbrot
parodie , usa 2010
original
vampires suck!
regie
jason friedberg, aaron seltzer
drehbuch
jason friedberg, aaron seltzer
cast
jenn prosker,
matt lanter,
chris riggi,
dietrich bader, u.a.
spielzeit
82 Minuten
kinostart
9. September 2010
homepage
http://www.beilight-biss-zum-abendbrot.de
bewertung

4 von 10 Augen
 

Eigentlich hätte ja langsam auch mal Schluss sein können, mit den grausigen, weil einfach saublöden Parodien der Herren Friedberg/Seltzer, bei denen man sich als Kritiker so überflüssig vorkommt wie nirgendwo sonst. Obwohl ja jedem bewusst ist, dass es sich bei all den "Date-" und "Fantastic"-Movies um niveaulosen Schrott handelt, gab es dafür halt eine klar definierte Zielgruppe, die zumindest lange Zeit groß genug war um die billig produzierten Filmchen profitabel genug sein zu lassen. Allerdings wurde die Zahl der Schmerzlosen zusehends kleiner, so dass der "Fantastic Movie" und die "Spartaner"-Parodie zuletzt nicht mal mehr finanziell so richtig laufen wollten. Aber da es nun mit der unfassbar erfolgreichen "Twilight"-Saga ein neues, nur schwer zu ignorierendes Opfer gibt und da es ja sonst anscheinend niemand machen will, haben die üblichen Verdächtigen also nochmal zugeschlagen. Und immerhin: Ihr vom deutschen Verleih geradezu kongenial betiteltes Werk "Beilight - Biss zum Abendbrot" ist tatsächlich etwas besser geraten als die Vorgänger. Wie bitte? - Nein, das heißt natürlich NICHT, dass es sich deshalb um einen guten Film handelt.

Zuallererst tritt "Beilight" den interessanten Nachweis an, dass man die "epische" Handlung der ersten beiden "Twilight"-Streifen problemlos auf schlanke 80 Minuten zusammen kürzen kann, ohne dass irgendetwas Relevantes fehlt. Unsicherer Teenager Becca (hier nun: Jenn Prosker) kommt in die Kleinstadt ihres ungehobelten Vaters Frank, findet dort eigentlich alles ganz schrecklich, wird aber bald von gleich zwei Fabelwesen in Menschengestalt begehrt, dem einfühlsamen Vampir Edward (Matt Lanter) und dem rauen Naturburschen und Werwolf Jacob (Chris Riggi). Das Prinzip dieser Parodie besteht nun darin, diverse Szenen des Originals recht genau nachzustellen, um sie dann durch absurde Gags anzureichern oder gleich ganz aufzulösen.
Dass man sich dabei fast komplett auf die Vampirromanze beschränkt und Seitenhiebe zu anderen Filmen kaum vorkommen, ist eine der Neuerungen dieser "Spoof"-Komödie. Die andere und auch bemerkenswertere ist die Mühe die man sich gegeben hat, Atmosphäre sowie Aussehen sowohl der Umgebung als auch der Darsteller möglichst punktgenau zu treffen. Was auch gelingt und einem ganz nebenbei nochmal verdeutlicht, wie -ähem- "preisgünstig" der erste "Twilight"-Teil tatsächlich produziert war, wenn man ihn in dieser Low Budget-Produktion so mühelos und überzeugend nachstellen kann. Bei den Schauspielern erstaunt vor allem Becca-Darstellerin Jenn Prosker, der es ganz hervorragend gelingt, das Gehabe, die Gestik und Körperhaltung einer Kristen Stewart zu imitieren. Demzufolge zieht sie also ständig ein "Ich-bin-ein-depressiver-Teenager"-Gesicht und scheint stets kurz davor unter der Last ihres ach so schrecklichen Lebens zusammenzubrechen. Bei der Vampirsippe der Cullens gelingt dann immerhin noch eine starke äußerliche Ähnlichkeit zur Vorlage, beim ausdruckslosen Werwolf Jacob aber nicht mal das.

Soviel zum Positiven, das man fairerweise erwähnen muss und das vor allem deshalb so erstaunt, da man ja bei Friedberg/Seltzer von vornherein immer mit dem Allerschlimmsten rechnet. Was der Film dann aber letztlich aus der brauchbaren Basis macht, ist dennoch wieder äußerst enttäuschend. Liegt mit der bierernst vorgetragenen, biederen und keuschen Romanze der Mormonin Stephenie Meyer doch ein perfektes, dankbares Opfer zur Schlachtung bereit, welches einem Elfmeter ähnelt, der nur noch verwandelt werden muss. Schließlich sind die "Twilight"-Episoden vor allem zu Beginn mitunter derart unfreiwillig komisch, dass sich die Themen eigentlich ganz von selbst ergeben.
Und so hakt "Beilight" diese dann auch pflichtgemäß ab, gibt sich dabei jedoch erschreckend uninspiriert. Kein Sex, -Verzeihung- "Biss" vor der Ehe, im Sonnenlicht albern glitzernde Untote, die um unauffällig zu bleiben viel zu bleich geschminkte Cullen-Familie in der Schule oder der ständig mit nacktem Oberkörper umherlaufende Muskelmann Jacob. Ja, all das wird zwar abgearbeitet, generiert dabei aber bemerkenswerterweise so gut wie keinen wirklich guten und zündenden Gag, sondern erschöpft sich in einer Ansammlung witzlosen Blödsinns.
Wer gnädig und motiviert ist, kommt auf vielleicht 2-3 Momente in denen man mal freiwillig lachen kann, beim Rest der flachen Witzchen ist dagegen wahlweise ein müdes Gähnen oder Kopfschütteln angesagt. Ganz lustig sind die böse Truppe der "Black Eyed Peas"-Vampire und die stets völlig unangebrachten Erziehungshinweise von Vater Frank. Wenn die brave Becca aber plötzlich mit Sex-Spielzeug und -Klamotten hantiert ist das völlig "out of Character" und bei den ständig aus dem Nichts hervor gezogenen Kostümen und Schildchen machen die Darsteller meist ein Gesicht als ob es ihnen selbst sehr unangenehm ist, diesen Mist jetzt wirklich mitmachen zu müssen.

Durch ihre zahme, einfallslose Abarbeitung der für diesen Zweck ja nun wirklich ganz ausgezeichnet geeigneten Vorlage macht sich diese "Parodie" daher im Grunde gleich wieder selbst überflüssig und verliert somit letztlich auch den Kampf um ihre Existenzberechtigung.
Immerhin stellt man am Ende fest, dass sich die sonst doch auch dafür berüchtigten Macher wenigstens mit ihren Fäkalwitzen und Körpersäften diesmal bemerkenswert zurück gehalten haben. Man ist ja schon für so wenig dankbar.

 

 

 

Volker Robrahn

7

lustiger Film...
also ich würd ihn nicht nochmal im Kino sehen wollen,
weil sich die 8 euro für die Kinokarte nicht lohnen,
weil der saukurz ist!!!
Aber eine gute Parodie.. : ))
Man muss allerdings die Filme gesehen haben, um die meisten
Gags zu verstehen

2

Strunzdoof und total unwitzig, kann man ein Ei drüber schlagen :(

1

Ach, was haben wir da gelacht...

1 von 10!
Eine Sünde und eine Schande!

Null Punkte.

schließe mich an: Null-Nummer
Verschwendung kostbarer Lebenszeit und Finanzmittel.
Überholte nicht mal in Ansätzen witzige Parodie. Dann doch lieber die Varianten auf Youtupe mit Null Budget.

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