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Bad Santa

Bad Santa
komödie , usa 2003
original
bad santa
regie
terry zwigoff
drehbuch
john requa, glenn ficarra
cast
billy bob thornton,
bernie mac,
tony cox,
brett kelly,
john ritter, u.a.
spielzeit
91 Minuten
kinostart
18. November 2004
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

 

Willie (Billy Bob Thornton) und sein kleinwüchsiger Komplize Marcus (Tony Cox) machen gemeinsame Sache. Sie rauben alljährlich die Kaufhäuser aus, die sie vorher - verkleidet als Weihnachtsmann und sein Elf - ausgekundschaftet haben. Und jedes Jahr wird die Situation durch Willies verstärkten Alkoholgenuss weniger tragbar. Als ihn dieses Jahr auch noch ein Kaufhausdetektiv (Bernie Mac) näher unter die Lupe nimmt, scheint Willie völlig aus dem Ruder zu laufen. Zur Tarnung nistet er sich kurzerhand bei einem der Kinder (Brett Kelly) ein, dass sich täglich auf seinem Schoß setzt, um ihm seine Wünsche zu nennen.

"Dieser Weihnachtsmann ist nicht wie alle anderen. Dieser Weihnachtsmann raucht, säuft und hat Sex!" Man muss dieses Zitat Billy Bob Thorntons wirklich wörtlich nehmen. Dieser Weihnachtsmann bietet alles, was man von eben diesen nicht erwarten würde. Er ist eben nicht der nette liebe alte Mann vom Nordpol, sondern sein genaues Gegenteil: Er ist ungepflegt, säuft wie ein Loch und hat überhaupt kein Taktgefühl. Kinder sind ihm ohnehin ein Gräuel. Und das Schlimmste ist: Man amüsiert sich mit ihm prächtig.
Es ist einfach unglaublich komisch, wie Willies geballter Zynismus mit der amerikanischen Weihnachtskultur zusammenprallt. Da werden Mütter angeblafft, Kinder zu Tränen erschreckt und eine Krippe kaputt getreten. Und alles spielt Billy Bob Thornton mit einer so perfekten Mischung aus Cholerik und Selbstverachtung, dass es einen nur noch erstaunt. Eine wuchtige Paradevorstellung des enfant terrible Thornton, dessen letzter Film "The Alamo" in den USA bös floppte und es hierzulande nur zur Videopremiere schaffte. Hier nun steht er einem bestens aufgelegten Ensemble vor, das sich hinter seiner Leistung nicht verstecken muss: Bernie Mac spielt den widerlichen Kaufhausdetektiv Gin mit soviel Süffisanz und Arroganz, dass man seinen peinlichen Auftritt in "3 Engel für Charlie 2 - Volle Power" beinahe vergessen mag. Auch Lauren Graham spielt gegen ihr TV-Image als Ideal-Mutter aus der in den USA sehr erfolgreichen Serie "Gilmore Girls" an, indem sie eine Weihnachtsmann-fixierte Kellnerin gibt, die ihre wenig christlichen Fantasien am liebsten im Bett auslebt. Nur Tony Cox als Willies Komplize Marcus kann nicht vollkommen zum Zuge kommen, da seine Figur ihre Komik nur aus ihrer mangelnden Größe bezieht.
Über allen schwebt aber John Ritter in seiner letzten großen Filmrolle als Kaufhausmanager Bob Chipeska. Wie dieser bemüht ist, es wirklich allen recht zu machen, um nicht irgendeine Minderheit oder mögliche Zielgruppe anzugreifen, hält in unnachahmlicher Weise der amerikanischen Gesellschaft den Spiegel vor, wo derartiges Verhalten mitunter die kuriosesten sprachlichen Früchte trägt.
Die besten Momente hat dieser Film aber, wenn Willie auf "das Kind" (Brett Kelly) trifft, der das genaue Gegenteil von Willies Weihnachtshass verkörpert. Dieses arme Kind hält ihn wirklich für den Weihnachtsmann und lässt sich auch nicht von Willies asozialem Verhalten davon abbringen, diesen zu mögen. Wie Billy Bob Thornton jedes Mal mit der Fassung ringt und dennoch stets an dem Gutmenschen verzweifelt, ist auf jeden Fall eines der schauspielerischen Highlights in diesem Jahr. Es lässt zumindest erahnen, was unsere Eltern früher ertragen mussten, wenn die Weihnachtszeit nahte.

Doch egal wie böse dieser Film auch gegen den Weihnachts- und den damit verbundenen Kaufwahn wettert, in seinem Herzen ist er dennoch ein purer Weihnachtsfilm mit eben einer solchen Botschaft. Auch wenn er sie gut unter Sarkasmus, Zynismus und schlechtem Benehmen verbergen kann. Denn selbst in Willie steckt ein guter Kern. Darum sollte der Zuschauer auch nicht traurig sein, wenn zum Schluss hin die Gags zunehmend an Schärfe verlieren und das Ende trotz aller Plotwendungen ziemlich konventionell ausfällt und wenig überrascht. Es unterhält aber immer noch besser als die x-te Weihnachtskomödie mit Tim Allen.
Kurzum: "Bad Santa" ist der beste Weihnachtsfilm für alle, die den jährlichen Weihnachtsrummel und -wahnsinn nur noch schwerlich ertragen können. Er bildet somit die beste Therapie, um die "schönste Zeit des Jahres" wieder als solche genießen zu können. In diesem Sinne: Ho,ho,ho!

Kai Kollenberg

7

cooler film
am besten gefällt mir brett kelly er tut mir immer richtig leid .
ich muss ehrlich sagen das er niedlich ist der kleine übergewichtige mit dem braven blick.
billy bob passt perfekt als santa

10

Also ich habe ja schon viele filme gesehen aber der war der hammer. Alle Weinachtsfilme sind immer so friedlich aber der war echt der beste.

10

voll geil find ich den der film ist schweinegeil wegen ein paar dingen die ich nich sagen bzw. schreiben werde.als ich den trailer gesehen habe wurde mir sofort klar den muss ich gucken

8

Einfach Geil
Die Schimpfwörter sind genial und auch die Sprüche
Am Besten ist Billy als Gammler klasse gespielt
Teilweiße vielleicht einen kleinen durchhänger aber trotzdem super geil

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