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Bad Neighbors

Bad Neighbors
komödie , usa 2014
original
neighbors
regie
nicholas stoller
drehbuch
andrew j. cohen, brendan o'brian
cast
seth rogen,
rose byrne,
zac efron,
dave franco, u.a.
spielzeit
97 Minuten
kinostart
7. Mai 2014
homepage
http://www.badneighbors.de
bewertung

6 von 10 Augen

bad n 1Ein ganz normales Ehepaar in einer gepflegten, ruhigen Vorstadtumgebung. Für Mac (Seth Rogen) und seine Frau Kelly (Rose Byrne) ist das Leben zwar nicht mehr so aufregend wie in ihrer Jugendzeit, doch man ist soweit zufrieden und wird auch durch den noch kleinen Nachwuchs auf Trab gehalten. Nicht, dass sich die Beiden selbst als „Spießer“ betrachten würden, und so begegnet man auch den neuen Nachbarn in Form einer partyfreudigen Studentenverbindung zunächst mit betonter Lockerheit und viel Verständnis. Dies ist allerdings eher vorgespielt, wie sich die Beiden schnell vom Lärm Genervten eingestehen müssen, und als Mac schließlich eines Nachts die Polizei ruft, obwohl er doch Teddy (Zac Efron), dem Anführer der Studenten versprochen hatte genau dies nicht zu tun, betrachtet dieser das als Vertrauensbruch. Der Nachbarschaftskrieg ist damit eröffnet und als die beiden Parteien beginnen sich gegenseitig das Leben zur Hölle zu machen wird klar: Eine wird wohl bald umziehen müssen.
 

bad n 2Keine besonders originelle Geschichte, die sich die Drehbuchautoren Andrew Cohen und Brendan O’Brian da als Aufhänger gesucht haben, doch wenn man berücksichtigt, dass diese Beiden sich lange im Umfeld von Judd Apatow, dem Spezialisten für Beziehungskomödien mit dem gewissen Extra, bewegt haben und zudem mit Seth Rogen („Beim ersten Mal“) ein weiterer Apatow-Schützling die Hauptfigur verkörpert, schaut man sich „Bad Neighbors“ doch mal interessiert an. Rose Byrne hat ja erst  in „Brautalarm“ nachgewiesen, dass sie nicht vor Ausflügen ins etwas derbere Fach zurückschreckt und dort zudem eine hervorragende komödiantische Figur machen kann.

Beide bekommen hier ausreichend Gelegenheiten sich auszutoben, wobei Byrne sich vor allem schauspielerisch hervortut, wenn sie sich etwa als raffinierte Intrigantin an die Inszenierung eines Eifersuchtsdramas macht. Seth Rogen gibt hingegen im Prinzip seine Stammfigur des zwar liebenswerten, aber stets etwas überforderten Schluffis und hat erneut keinerlei Bedenken so ziemlich alle Facetten seines nur bedingt imposanten Körpers zu präsentieren. Da stinkt er natürlich mächtig ab gegenüber dem von Teenieschwarm Zac Efron („17 Again“) gespielten Teddy, einer Figur, die allerdings außer ihrer äußerlichen Attraktivität nicht viel zu bieten hat und sich zudem halt reichlich rücksichtslos benimmt. Mit anderen Worten: Dieser Teddy ist wirklich nicht viel mehr als eine oberflächliche Hohlbirne und man darf daher durchaus mal nachfragen, was denn wohl Zac Efron an der Rolle gereizt haben mag.  

bad n 3Es dürfte daher nicht viele geben, die sich dem „Team Teddy“ anschließen, denn auch wenn Mac und Kelly in der Tat längst nicht so locker und lässig sind wie sie selbst gerne wären, so sorgt die Art der Inszenierung doch ganz klar dafür, dass man als Zuschauer seine Sympathien eher an die geplagten Eheleute verteilt. Was deren Kleinkrieg an Gags produziert kann sich sehen lassen, sorgt ab und zu auch für richtig große Lacher (Stichwort: Airbags) und nimmt sich erfreulicherweise auch bei den sonst genretypischen Fäkalwitzen eher zurück – da gibt sich der Film dann ganz als Spiegelbild seiner doch recht braven Hauptfiguren. Und während sich bei dieser Art Kleinkrieg sonst gerne mal zum Schluss alles in Wohlgefallen auflöst und man sich schließlich doch irgendwann wieder gern hat, lässt die Entwicklung dies hier im Grunde nicht zu und so heißt es dann tatsächlich mal: Es kann nur einen geben. Nun ja, beinahe jedenfalls, denn ganz ohne eine kleine nachgeschobene moralische Lektion geht es dann doch nicht  ab, aber darüber sehen wir mal großzügig hinweg, wirkt diese doch wirklich nur wie eine auferlegte Pflichtübung.

„Bad Neighbors“ ist nicht unbedingt eine Revolution im „Wir schaukeln uns gegenseitig hoch bis in den Wahnsinn“-Subgenre (welches wir eventuell hiermit erst kreiert haben), doch lässt der Film – im Gegensatz zu seinen Protagonisten - größere Peinlichkeiten und Fettnäpfchen aus, zieht seine Geschichte recht kompromisslos durch und macht ausreichend Spaß. Das knallharte finale Urteil lautet daher: „Amüsant“.      

Volker Robrahn

... wenn nicht genau die

... wenn nicht genau die Lacher schon alle im Trailer gezeigt würden, dann wäre ein Besuch vielleicht lohnenswert. Gibt ja dieses Jahr offenbar nichts Sehenswertes im Kino.

“und nimmt sich

3

“und nimmt sich erfreulicherweise auch bei den sonst genretypischen Fäkalwitzen eher zurück“...

Also ich weiß nicht. Ich fand das Überangebot an “Fotze“ und “Schwanz“ extrem nervig. Der Trend muss wohl an mir vorbei gegangen sein.

Ansonsten ist der Film überwiegend ziemlich langweilig und nimmt erst in den letzten 20 Minuten etwas Fahrt auf.

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