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Bärenbrüder

Bärenbrüder
animations-drama , usa 2003
original
brother bear
regie
aaron blaise, robert walker
drehbuch
tab murphy, lorne cameron, david hoselton, steve bencich, ron j. friedman
cast
joaquin phoenix,
rick moranis,
dave thomas,
d.b. sweeney, u.a.
spielzeit
87 Minuten
kinostart
18. März 2004
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

Vor vielen tausend Jahren leben im Nordwesten Amerikas drei Brüder. Als der Älteste, Sitka, bei einer Auseinandersetzung mit einem Bären zu Tode kommt, schwört Kenai, der ungestüme Jüngste, Rache und tötet das Tier. Durch diese Störung im Gleichgewicht der Natur verwandeln die Naturgeister Kenai selbst in einen Bären. Um wieder ein Mensch zu werden, muss er den langen Weg zum "Berg, wo das Licht die Erde berührt" zurücklegen. Zu seinem zuerst unerwünschten Begleiter wird der schwatzhafte Bärenjunge Koda, der dem immer noch zornigen Kenai nach und nach eine neue Weltsicht vermittelt. Doch Gefahr droht, denn Denahi, der mittlere Bruder, kann in Kenai in seiner Bärenform nur den vermeintlichen Mörder seines älteren Bruders erkennen und nimmt die Verfolgung auf.

Ehrlich gesagt klangen die Vorraussetzungen von "Bärenbrüder" nicht so gut. Dass die klassisch gezeichneten Filme des Mäuseimperiums in Problemen stecken ist allgemein bekannt. Seit Jahren fahren sie Verlust um Verlust ein, und ohne die zeitgleich triumphal auftrumpfenden Pixar-Studios wäre Disneys Animationsabteilung wohl schon kurz vor dem Schließen. Und um es gleich vorwegzunehmen: Der große Wurf oder gar der Heilsbringer für die gebeutelten Zeichenstudios ist auch "Bärenbrüder" nicht geworden, aber immerhin gutes, bewährtes Disneyhandwerk, das durch mangelnden Gigantismus und interessante Kleinigkeiten Sympathiepunkte sammelt. Was sich in den USA zumindest soweit auszahlt, als dass der Film sogar langsam aber sicher in Richtung der magischen 100 Millionen $-Grenze marschiert, was für diesen "kleinen" Film schon ein riesiger und verdienter Erfolg ist.

Erfolge wollen natürlich gut geplant werden, und "Bärenbrüder" ist in mancherlei Szene anzusehen, wer da Vorbild stand: Die rennende Tierherde am Anfang und die ethnischen Musikstücke schielen da deutlich Richtung Primus im Bereich klassischer Disney-Zeichentrickfilm, dem "König der Löwen". Apropos Musik: Die verhieß in der Ankündigung das Schlimmste: Volksmusikterrorist Phil Collins darf Disneygucker zum zweiten Mal nach "Tarzan" mit seinen banalen Balladen vergraulen, äh, bezaubern natürlich und hat - Oh Graus - auch noch Tina Turner (jedenfalls im englischen Original) im Handgepäck dabei, um das Grauen zu verdoppeln. Turner und Collins: Der Traum eines jeden NDR 2-Hörers, der Alptraum eines jeden Musikliebhabers. Aber sind wir fair: Collins' Beiträge fallen nicht nur nicht negativ auf, sondern sind größtenteils sogar recht gelungen, was man allerdings von Turners Wuchtbrummengesang beim eröffnenden "Great Spirits" nicht behaupten kann. Dies soll das Äquivalent zu Elton Johns bombastisch-schönem "Circle of Life" im "König der Löwen" sein, ist aber schlichtweg zuviel des Guten (bzw. Schlechten). 
Auch "Bärenbrüder" erinnert sich natürlich daran, dass unterhaltsame Nebenfiguren die halbe Miete für einen gelungenen Film sind. Nun kann man darüber streiten, ob das mit den beiden Elchen Rutt und Tuke (in der deutschen Version: Björn und Benny, ABBA warum bloß?) tatsächlich komplett gelungen ist. In manchen Szenen sind sie tatsächlich für so manchen Lacher gut und sorgten auch für einen köstlichen Teaser-Trailer ("Hey, leave the theatre and wait for our film! See, they're leaving. Oh no, I think they're just going to the restroom"), nerven aber bisweilen auch durch bemühte Überdrehtheit.

Die Story selbst hangelt sich auf eher konventionellen Wegen durch die üblichen Gesangs- und Comedy-Einlagen, sorgt jedoch durch ihre Konzeption für eine interessante Rezeption: Der Ton bleibt nämlich - dem Thema angemessen - erfreulich ambivalent, und es gibt daher auch keinen offiziellen Bösewicht. Teilt man in der Anfangsviertelstunde den menschlichen Gesichtspunkt, und wechselt dann nach Kenais Verwandlung in die Sichtweise der Bären, so verändern sich auch die nominellen Bösewichter. Sind am Anfang durch Kenais fehlgeleitete Wut die Bären das Böse, so wird im Laufe des Films der durch Zorn fehlgeleitete Denahi zum Bösewicht, bis sich dies natürlich Disney-mäßig als großes Missverständnis erweist, beide Rassen fortan in Frieden und Harmonie miteinander leben und sich alles in Wohlgefallen auflöst. Ob aber von den Machern so gewollt oder nicht: Die Botschaft von fehlgeleiteter Wut, aufzubringender Toleranz und zu einfachen Feindbildern ist - ob der politischen Weltlage und simplifizierender Meinungsmache jenseits des großen Teiches - nicht nur für die Kleinsten eine wichtige und richtige Aussage.

Und auch technisch hat "Bärenbrüder" noch einige interessante Kleinigkeiten zu bieten: Dass sich etwa das Bildformat mit Kenais Verwandlung in einen Bären vom Standartformat (1,85:1) zum Cinemascope-Extrembreitbild (2,35:1) wandelt, um Kenais neue Sinneindrücke zu verstärken und die Weite der Landschaft zu betonen, wird vielleicht nur den konzentriertesten Zuschauern auffallen (die Aufblende nach Kenais Ohnmacht genau beobachten!), ist aber allemal ein interessanter Kunstgriff. Und erfolgreich dazu, denn auch die deutlich intensivere Farbpalette und der verstärkte Ton sorgen dafür, dass der Film nach den eher langsamen ersten 20 Minuten deutlich an Fahrt gewinnt und sich das Interesse der Zuschauer redlich verdient.

"Bärenbrüder" ist also kein Meisterwerk, aber ein eindeutiger Schritt in die richtige Richtung für Disneys 2D-Animation. Im Gegensatz zu großartigen, volldigitalisierten Pixar-Werken wie "Toy Story", "Die Monster-AG" oder "Findet Nemo" ist er auch eindeutig mehr auf die Kleinen ausgerichtet, wird aber mit einer kurzweilig umgesetzten Geschichte um Freundschaft und Bruderschaft auch für Erwachsene nicht langweilig. Und das ist weitaus mehr, als man erhoffen durfte. Anerkennung unsererseits also für den besten traditionell gezeichneten Disneyfilm seit dem eher an größere Zuschauer gerichteten und urkomischen "Ein Königreich für ein Lama".

Traditionelle Animation ist tot? Nein, sie riecht nur ein wenig streng. Und mit den "Bärenbrüdern" eindeutig ein gutes Stückchen besser.

Simon Staake

10

Asdas , deine Aussage sagt mir , das du den Film nicht kapiert hast und die schönheit dieses Films nicht sihest.Es geht einfach darum , das der Mensch nunmal nicht machen darf , was er will.Es sollten mal alle Menschen in ein Tier verwandelt werden damit die sehen , was wir aus unserem schönen Planeten machen.

Zum Film : Ein super genialer Film.An 2 Stellen sind mir sogar Tränen gekommen.Der einzige Film von abermillionen die ich gesehen habe wo ich heulen musste.Mir liefen einfach die Tränen.Naja , liegt wohl daran das sovieles der Wahrheit entspricht.Ein echt klasse Film kann ich nur weiterempfehlen.

10

Zum Film : Ein super genialer Film.An 2 Stellen sind mir sogar Tränen gekommen.Der einzige Film von abermillionen die ich gesehen habe wo ich heulen musste.Mir liefen einfach die Tränen.Naja , liegt wohl daran das sovieles der Wahrheit entspricht.Ein echt klasse Film kann ich nur weiterempfehlen.
Mir Auch super Film na , habt ihr was gelernt.?

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10

Brother Bear - Great Spirits (German)
Ist ein hammer Lied solltet ihr euch mal merken.

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