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Apocalypto

Apocalypto
historien-action , usa 2006
original
apocalypto
regie
mel gibson
drehbuch
mel gibson, farhad safinia
cast
rudy youngblood,
dalia hernandez,
raoul trujilo,
gerardo taracena, u.a.
spielzeit
138 Minuten
kinostart
14. Dezember 2006
homepage
http://www.apocalypto.film.de
bewertung

5 von 10 Augen

Jemand sollte Mel Gibson einen Teddybär schenken. Oder eine DVD von "Ist das Leben nicht schön?". Oder sonst etwas, dass die Stimmungslage des einstigen Action-Spaßvogels wieder aufhellt, denn die scheint derzeit doch sehr düster zu sein. Nach seinem blut- und leidensreichen Kreuzweg-Film "Die Passion Christi" widmet sich Gibson mit seiner nächsten Eigenproduktion nun in ähnlich drastischer Weise dem Untergang der Maya-Kultur. Eine derart intensive Auseinandersetzung mit solch fatalistischen Themen hat schon fast etwas Selbstzerstörerisches an sich, und da passt es irgendwie ins Bild, dass Gibson diesen Sommer nach einem Alkoholismus-Rückfall von der Polizei betrunken am Steuer erwischt wurde und bei seiner Verhaftung hässliche antisemitische Tiraden ausspuckte. Mit vorsichtig orchestrierter, öffentlicher Buße inklusive Entzugsklinik versuchte Gibson, den Imageschaden pünktlich zum Start von "Apocalypto" wieder auszumerzen, was ihm teilweise sogar gelang. Erste, sehr positive Testvorführungen haben dabei geholfen - wie dieses euphorische Echo zustande kam, ist angesichts des Films allerdings recht unverständlich.

"Apocalypto" erzählt die Geschichte des Maya-Jägers "Pranke des Jaguars" (nennen wir ihn der Einfachheit halber Pranke, auch wenn's doof klingt), der mit seinem Stamm seit Generationen (und vor dem Einfall der Spanier in der "neuen Welt") friedlich im mittelamerikanischen Regenwald lebt. Doch eines Tages fällt eine feindliche Meute über das Dorf her, und das Grauen hält Einzug. Der halbe Stamm wird grausam massakriert, der Rest gefangen genommen und abgeführt. Pranke kann seine schwangere Frau und seinen Sohn in Sicherheit bringen, wird jedoch selbst verschleppt.
Diese Eröffnung erzählt Gibson zunächst in trügerisch-idyllischen Bildern der in fröhlicher Eintracht lebenden Stammesmitglieder, und ein bisschen gelacht werden darf auch. Dass der Film in Sachen Gewalt-Detailliertheit allerdings ohne jegliche Zurückhaltung ans Eingemachte geht, macht schon die allererste Szene deutlich: In der erlegen Pranke und seine Jäger-Gruppe ein Wildschwein, dessen wertvollste innere Organe sie anschließend untereinander aufteilen - inklusive der Hoden, die einer der Krieger dann auch an Ort und Stelle essen muss, und das alles hübsch in Großaufnahme. Da dreht man schon nach wenigen Minuten angewidert den Kopf weg, und diese Reaktion wird sich im Folgenden noch oft wiederholen.
Mit dieser krassen Direktheit hält Gibson in den folgenden zwei Stunden auf beinahe jeden Gewaltakt drauf, den er einfangen kann, und die sind in ihrer Anzahl und Heftigkeit schon enorm. Soviel ungezügelte, unnachgiebige Brutalität hat man in einem realistischen Kontext (Horror- und Splatterfilme nehmen wir hier mal aus) jedenfalls wohl noch nie in einem Kinofilm gesehen, und schon bald ist der Punkt erreicht, an dem man als Zuschauer bis ins Mark erschüttert ist von soviel abartiger, unmenschlicher Wildheit. Aber: "Apocalpyto" häuft seine Gewaltorgien derart erbarmungslos und direkt aufeinander, dass es bis zur Abstumpfung auch nicht lange dauert - womit die späteren Exzesse der frenetischen Barbarei schon wieder an Wirkung verlieren, weil zu schnell der Punkt erreicht ist, an dem der Blutrausch nicht mehr schockt, sondern nur noch nervt.

Da wartet man dann darauf, dass der Film mit einer packenden, vielschichtigen Geschichte aufwartet, denn die eigenen Ansprüche sind hoch: Bedeutungsschwanger wird "Apocalpyto" eröffnet mit einem Zitat des Philosophen William Durant: "Eine große Zivilisation lässt sich nur von außen erobern, wenn sie sich von innen schon selbst zerstört hat." Was Gibson hier zeigen will, ist die innere Degenerierung der Maya-Hochkultur, wodurch die Eroberung und schließlich Vernichtung dieser Zivilisation durch die Spanier erleichtert, wenn nicht gar überhaupt erst ermöglicht wurde. Das wiederum soll auch als Parabel für die aktuelle Weltsituation funktionieren, die sich in großen historischen Zyklen auf eine ähnliche Entwicklung zu bewegt. Findet zumindest Gibson, und sieht Parallelen zwischen heute und damals in der wachsenden Dekadenz der Reichen, gefördert durch Konsumsucht und Korruption, und dem einhergehenden Raubbau an der Natur.
Soweit die schöne Theorie. In der Praxis ist davon leider so gut wie nichts erkennbar. Die Erzählung verharrt strikt in der Perspektive von Pranke, so dass Aspekte, die ihn nicht direkt betreffen, auch nie deutlicher hervortreten denn als Details im Bildhintergrund. Wenn Pranke und seine verschleppten Stammesbrüder nach einem ziemlich inhaltsleeren Mittelteil, der im Prinzip nur aus einer gefesselten Wanderschaft durch den Dschungel besteht, endlich in einer Maya-Metropole ankommen, wird der soziale, kulturelle und ökologische Niedergang nur kurz angedeutet. Wenn man nicht schon vorher weiß, was hier ausgesagt werden soll, kann man es allein aus dem filmischen Kontext kaum erschließen.
Es beschleicht einen viel mehr das Gefühl, dass all diese komplexen Zivilisations-Details Gibson dann doch nicht so wichtig waren. Stattdessen ergötzt er sich in unnötiger Ausführlichkeit an einem Ritual massenhafter Menschenopfer, das in seiner Gesamtheit so dermaßen abscheulich ist, dass man diesem Volk den Untergang geradezu an den Hals wünscht - ein respektvoller Umgang mit einer historischen Hochkultur sieht anders aus, die zivilisatorischen Errungenschaften der Maya sucht man in diesem Film jedenfalls vergeblich.

Mit Prankes Flucht zurück zu seiner in anhaltender Gefahr befindlichen Familie bietet der Film einen zugegebenermaßen beeindruckenden Showdown, denn das Schlussdrittel ist im Prinzip eine einzige, rastlose Verfolgungsjagd. Hier kann dann auch vor allem Kameramann Dean Semler glänzen, der mit einer neuartigen, hochauflösenden Digitalkamera drehte und damit eine Bewegungsfreiheit genoss, die zu wirklich großartigen Sequenzen führt: Immer hautnah an den Figuren dran, hetzt die Kamera in atemberaubender Geschwindigkeit mit durch den dicht bewachsenen Dschungel und kann so höchst effektiv die Atmosphäre der Originalschauplätze vermitteln.
Ohnehin ist "Apocalypto" zumindest handwerklich ohne Frage großes Kino, was beim betriebenen Produktionsaufwand auch nicht weiter wundert. Doch das beste Handwerk nutzt wenig, wenn die Sache im Kern nicht stimmt. Und "Apocalpyto" hat hier nicht nur entscheidende Defizite, weil der Fokus seiner Geschichte viel zu klein angesetzt ist. Den Untergang einer Zivilisation kann man eben nicht am Einzelschicksal eines an sich Unbeteiligten illustrieren, und das apokalyptische Grundthema lediglich auf halber Strecke mit pseudo-bedeutungsschwangerem Prophezeiungsgeschwafel einzufädeln ist auch keine sehr überzeugende Lösung. Gibsons Wille zu größtmöglicher Authentizität und maximal bildhaftem Erzählen (mit entsprechender Dialogknappheit) steht der Komplexität des Ganzen ebenfalls im Weg. Wie schon bei der "Passion Christi" setzt er auf markante, größtenteils unbekannte Schauspiel-Gesichter und hält alle Dialoge in der Originalsprache (diesmal Yucatec-Maya), der Zuschauer ist auf Untertitel angewiesen.

Spätestens hier muss man die entscheidende Frage stellen: Wen, bitte schön, soll das interessieren? "Die Passion Christi" war ebenso eigenwillig umgesetzt, widmete sich aber immerhin einem der zentralen religiösen Ereignisse der westlichen Kultur und hatte somit Aufmerksamkeit sicher. "Apocalypto" nun befasst sich ohne Stars und in schwer zugänglicher Untertitel-Version mit einer untergegangenen Zivilisation, die quasi nichts mit unserer heutigen Kultur zu tun hat. Wenn man nicht gerade Maya-Historiker oder knallharter Gibson-Fanatiker ist, gibt es eigentlich nichts, was an diesem Film ansprechend sein könnte - wo also soll er seine Zuschauer her bekommen?
"Apocalypto" ist ein Film ohne jegliches Zielpublikum, und kann an der Kinokasse eigentlich nur untergehen, wenn die (Film-)Geschichte recht behält. Erinnert sich noch jemand an "Rapa Nui"? Kevin Reynolds, nach seinem Riesenerfolg mit "Robin Hood - König der Diebe" Anfang der 90er auf dem Weg zum Regiethron Hollywoods, realisierte im Anschluss dieses epochale Werk über das Ende der mythischen Zivilisation auf den Oster-Inseln. Der Film war gut - interessiert hat ihn trotzdem keine Sau und "Rapa Nui" wurde ein gigantischer Flop.

"Apocalypto" ist genau genommen ein Haufen heißer Luft, der mit epochaler Breite und ganz viel Blut und Brutalität so tut, als würde er eine tiefsinnige Abhandlung über die inhärente menschliche Tendenz zur Selbstvernichtung liefern. Tut er aber nicht. Stattdessen gibt es eine überlange, oft langweilige und erzählerisch sowie inhaltlich sehr dürftige Dschungelhatz, durchtränkt von den dunklen Visionen eines erzgläubigen Christen, der offensichtlich ein paar mal zu oft die Offenbarung des Johannes gelesen hat. Hoffen wir also auf einen Teddybären für Mel, sonst sehen wir den Guten womöglich demnächst an irgendeiner Ecke als verwirrten Straßenprediger, mit einem großen Schild um den Hals auf dem steht: "Das Ende ist nah!".

Frank-Michael Helmke

@ Dr. Nils Th. Grabowski

Jetzt bin ich aber enttäuscht. Was hat mein Psydonym denn mit mit der Authenzität meiner Aussagen IHnen gegenüber zu tun. Wir hatten eine sachliche Diskussion, die natürlich auch Kritik beinhaltete.

Ob ich mit meine richtigen Namen oder Psydonym die Diskussion führe , dürfte doch wohl egal sein. Ein Psydonym ist ja wohl durchaus Usus, das hat aber nichts mit dem Wahrheitskern meiner Aussagen zu tun.. Also bitte....

8

Ich fürchte, der Herr, der diese Rezension verfasst hat, hat sich nicht eingängig mit der Kultur der Maya beschäftigt. Vielleicht kann man dies von einem Filmkritiker nicht erwarten, aber dann darf man Gibson auch nicht vorwerfen, er würde der Hochkultur der Maya keinen Respekt zollen... Zunächst einmal spielt der Film in einer Zeit, in der die Maya schon beinahe komplett untergegangen sind - schon alleine deswegen wäre es historisch falsch, hier große Errungenschaften dieser Hochkultur zu zelebrieren. Desweiteren gab es wohl in der gesamten Geschichte der Menschheit kaum eine Ära, die so blutdurchtränkt war, wie die der Maya. Herr Gibson hält mit seiner Gewaltdarstellung de facto zurück - so thematisiert er beispielsweise an keiner Stelle die Tatsache, dass die Maya die Leichen ihrer Menschenopfer zerstückelt und anschliessend zuhause gegessen haben.
Wenn Herr Helmke glaubt, dass diese Ära "harmloser" und einträchtiger ausgesehen hat, als Gibson es hier darstellt, so irrt er - vielleicht wäre es ihm zu wünschen, mal während der Maya Kultur wiedergeboren zu werden.

Apocalypto ist kompromissloses und handwerklich perfekt gemachtes Actionkino. Wie schon bei "Passion Christi" drängt sich mehr als einmal der positive Eindruck auf, dass die Welt tatsächlich so ausgesehen haben könnte. Und vor allem ist "Apocalypto" eine willkomene Abwechslung zwischen der sich ewig wiederholenden Monotonie der sonstigen Hollywoodschinken.
Einziges Manko ist der Sonnenuntergang. Dieser Kniff degradiert die Massenopferungsszene leider zu einer dramaturgisch völlig belanglosen, lediglich zu voyeuristischen Zwecken eingebundenen Präsentation der Mayapyramiden.

na ihr :)
immer noch nicht gelernt, dass kommentare im internet zu nix führen! (meiner auch)
kindergarten

10

und weil es so schön ist 10 augen!!!!!!!!!!! dieser film ist beeindruckend in seinem stil, seine bildern, seiner handlung.

MUSS MAN GESEHEN HABEN!!

achja, blood diamond bekommt von mir auch 10 augen.. aber da wird mein kommentar irgendwie nicht freigeschaltet...? komisch :-)

freie meinungsäüßerung anyone?!

9 von 10 augen !!!!!!!
der beste film seit gladiator.

der film ist natürlich schon bedrohlich. aber doch nicht etwa, weil gibson gnadenlos immer draufhält (das stimmt einfach mal null, was in der rezension steht), sondern wie die gewalt teilweise von den beteiligten genossen wird.
dieser sadismus ob jung ob alt. unglaublich realistisch. eine ganz andere kultur. ganz andere moralische werte. danach hat man ja schon erstmal gesprächsbedarf.

gäbe es nicht da teilweise diese doch recht skurilen "zufälle" in der story (sonnenfinsternis, landung der spanier), wäre es für mich ein perfekter film. und solche gibt es nur alle 20 jahre.

es ist halt nur ein film und kein geschichtslehrstück. aber packend von der ersten bis zur letzten sekunde. für mich eine achterbahn der gefühle. tolle bilder, toller soundtrack.
ach und der hauptdarsteller sieht aus wie der zwillingsbruder von ronaldinho. ;-)
grüße aus berlin
++

10

Genialer Film der mich 138 Minuten lang fesselte. Beeindruckende Bilder und grandiose Schauspieler schaffen eine unheimlich stimmungsvolle Atmosphäre.Für mich der beste Firm von Mel Gibson.

10

Dieser Film ist sehr sehr gelungen weil die Welt so ist wie dargestellt. Natürlich nur eine Facette des Lebens aber da wir so viel haben hat Gibson diese getroffen anstatt sich zu verlieren wie viele Filme die hochgelobt werden "Soldat James Ryan"

8

Toller Film, Spannung von der ersten zur letzten Minute

10

Der Film ist einfach super, aber meine Frage, gibt es diese Sprache ?

9

Der film is schon gut umgesetzt bis aufn paar geschichtliche Fehler wie dat mit dem Mädchen das wohl die Pocken hat, die die Europäer erst eingeschleppt habn. Zur Gewalt die hier von Hosenscheißern wie CptBlah kritisiert wird is nur zu sagen, dass die Menschheit einfach gewalttätig is und das dat dazugehört. Die Passion Christi fand ich total grotten und da war die Gewalt einfach nich angebracht, da es doch in der Geschichte eigentlich um Güte gehen sollte und der Fokus einfach falsch gesetzt wurde. Vielleicht is Gibson ja masochistisch aba in dem Fall passt es einfach und die Filmrezension an sich is scheiße, denn der penner kommt einfach nich auf die Art und Weise klar.

@lisa: Der Film ist spannend, historisch gesehen Blödsinn und ein Tritt ins Gemächt der heutigen Maya, aber die Sprache gibt es heute noch: das yukatekische Maya, wenn's denn nicht so stümperhaft wie von einigen Schauspielern des Films gesprochen wird. Das klingt in etwa so, wenn amerikanische Schauspieler in diesen Kriegsfilmen Wehrmachtsoldaten nachsprechen. Grob verständlich, aber nicht wirklich real.

Also man muss sich ja schon fast schämen es zuzugeben, aber ich finde den Film wirklich gut. Die Hasstiraden die ich in den letzten 5 Kritiken über Gibson, der mich bei dem Film + Psychoanalyse (!?!) dieses Herren NULL interessiert, ist für mich einfach nicht wirklich objektiv und manchmal so seltsam feindselig, als hätte man die Kritiker persönlich beleidigt.

Es nutzt nichts, sich daran aufzuhängen dass der Film historisch unkorrekt ist - es ist keine Dokumentation, es ist Fiktion. Die Gewaltszenen sind unschön, aber so sieht Gewalt nunmal aus und selten wurden Menschen zu Tode geschmust. Es ist wirklich ein wahnsinnig bildgewaltiger Film der einen so ins Geschehen zieht, dass man es sich
meines Erachtens einfach versaut, wenn man sofort analytisch mit allem ins Gefecht zieht, der Film ist eher ein Erlebnis der auf Urinstinkte und Archetypen und Gefühle abzielt - und dann ist es wie bei Musik, wer sich ständig intellektuell mit ihr beschäftigt findet oft viel zu meckern und hat keinen Spass mehr daran, verpasst die Botschaft sowieso falls es eine gibt. Diesen Zugang muss man nicht haben, muss sich nicht darauf einlassen, aber ich glaube nur so kann man den Film
gucken. Sowas "primitives und unreflektiertes" ist dem Kritiker natürlich zuwider wie vielen Intellektuellen - auch ein schöner Ansatzpunkt für Psychoanalyse die wahrhaftig bis an die Hoden geht, aber sowas istimmer unhöflich - deswegen bleiben wir doch einfach alle ein wenig objektiver.

Ich habe von Ihnen allen immer viel gehalten als Leser von Filmszene, auch wenn ich nicht mit Ihnen immer einer Meinung war. Diese Kritiken aber strotzen von einer derart fürchterlichen Anti-Intelligenz-Mentalität, dass selbst Ihre klugscheißerische Schreibe - wohl resultierend aus angeblich fachkundigem Wissen über Irgendwas - nicht vertuschen kann, dass Sie es lediglich darauf anlegen den Rezensent und das gesamte Team zu demontieren / deklassieren.
Sie waren einmal sachliche, intelligente Schreiber, inzwischen sind auch Sie zu schablonenhaften, arrogant-eingebildeten rezensierenden Polemiker mutiert, Bla Bla.
Prost!!

7

Ziemlig grausam,aber sehr packend und irgendwie faszinierend von Anfang an!

9

Miserable Rezension, Herr Helmke.

Der Punkt über die angeblich übertriebene Gewaltdarstellung. Hier wird versucht, einen möglichst dicht an das Geschehen heranzuführen. Es wird versucht, die Kamera vergessen zu machen, dem Zuschauer ein komplettes Eintauchen in diese fremde und andersartige Welt zu ermöglichen. Die Gewaltdarstellung ist heftig, ja. Aber das dient einzig und allein zur Herstellung von Authentizität und der Vervollständigung dieses Lebens der Maya. Ob das nach der Zeit abstumpfend wirkt oder nicht, ist völlig egal. Die Gewalt ist hier nicht ihreswegen oder der Abschreckung wegen hier, sie ist unverzichtbarer Teil dieser Welt und wird ohne Bewertung oder Hintergedanken aufgenommen. Die Bewohner dieser Zeit haben sich damals auch nicht den Kopf darüber zerbrochen, ob das nicht zu brutal ist, was sie da gerade praktizieren. Jedes "Wegbewegen" der Kamera oder jede Entschärfung der Gewalt wäre in diesem Falle mehr als unglaubwürdig und wäre ein störende Fremdkörper in dem Film. Dass das in ihrer Rezension nicht erkannt wurde, ist schwach.

Genauso habe ich auch beim genausten Hinsehen keine Anzeichen erkannt, in denen der Film "eine tiefsinnige Abhandlung über die inhärente menschliche Tendenz zur Selbstvernichtung" darstellt. So ein selbsterdichteter Schwachsinn. Hier wird weder Tiefsinnigkeit angepeilt, noch wird irgendetwas, egal in welcher Richtung, über die menschliche Tendenz zu Selbstvernichtung offenbart. Dass sich Menschen nicht immer friedlich gegenüberstanden, ist kein Geheimnis mehr und wird hier auch nicht ein einziges Mal kritisiert. Wie auch bei der Gewalt - Es wird gezeigt, aber nicht mit dem Finger gehoben. Der Film erzählt lediglich eine spannende und packende Geschichte um einen jungen Menschen, der versucht in seiner harten Welt zu überleben. Natürlich werden dabei die Entführer und späteren Verfolger nicht wie netten Nachbarn von nebenan dargestellt, aber auch das ist doch nichts neues. Dass diese Menschen aber nicht einfach aus Spass Menschen töten und versklaven bzw zum Opferaltar bringen, sondern vermutlich darauf angewiesen sind und dieses ihre Existenz sichert, könnte doch auch erkannt werden. Wo hier jedoch die Kritik und ein Schwachpunkt des Films sein soll, bleibt wohl ihr Geheimnis. In diesem Teil der Welt und zu dieser Zeit ging es, in ganz einfachen Worten, eben so zu. Und der Film zeigt das, ohne den Versuch einer Botschaft oder Beurteilung.

Es geht um die reine Inszenierung und Darstellung dieser Welt, und das gelingt dem Film meiner Meinung nach auf atemberaubende Art und Weise. Hier irgendeine tiefsinnige Beurteilung in diesem Film sehen zu wollen, macht für mich nicht mal ansatzweise Sinn. Toller, packender Film.

8

@Phil:
Ganz würde ich es nicht sehen. Ich hatte beim Anschauen schon den Eindruck, dass hier vermittelt werden soll, wie sich menschliche Zivilisationen - sobald sie kulturell vermeintlich höher entwickelt sind - gegenseitig zerstören. So habe ich auch die Ankunft der Spanier am Ende interpretiert: Die bereits höherentwickelten Maja, die die "einfach Naturvölker" versklaven und vernichten, werden am Ende durch die europäischen Invasoren das gleiche Schicksal erfahren.

Die Umsetzung ist absolut spektakulär und faszinierend. Ja, es gibt hier sehr viel Gewaltdarstellung. Jedoch muss ich dem Autor Helmke widersprechen. Das ist keine "abartige, unmenschliche Wildheit" - so sind wir Menschen. Diese "Wildheit" zieht sich quer durch unsere Geschichte.

Und was soll das für Argument sein, dass das ein Film "ohne jegliches Zielpublikum" sei. Ich muss doch kein Historiker sein, um so etwas interessant zu finden. Wenn man danach ginge, müsste man ja genauso bei "Gladiator", "Der mit dem Wolf tanzt" usw. argumentieren.

Es ist einfach sehr spannend in diese bislang (zumindest mir) sehr fremde und exostische Welt einzutauchen.

8

@ Grabowski Du Troll

Du scheinst hier der einzige zu sein der in diesem Film einen Historien-Schinken sehen will.
Das ist ein Action-Film. Nicht weniger und auch nicht mehr Du Nuss.

Krolut, Sie Dryade!

Bravo, dass Sie lesen können, haben Sie jetzt bewiesen. Vielleicht sollten Sie dann diese Fähigkeit nutzen und 'mal ein Buch über Umgangsformen lesen.

Maya haben einen indianischen heiligen Baum namens "Wacah Chan", was bedeutet, "der ewige Jainismus". Unter disem Baum sitzt ein Mann, der Funktion von modernen Buddha Vairochana hat.Weder im Jainismus, noch im Buddhismus gibt es welche Blutopfer. 21 Tage von Maya Kalender entsprechen den 21 Thirtankahras in Jainismus.
Maya-und Azetekenkalender entspricht der Mutterschoß-Mandala im Shingon-Buddhismus.
Darüber hinaus haben wir shintoistische Wasserschreine in den May-Städten. Im shinhtoismus ist es verboten ,alle was mit Tod und Blut zu tun hat. Neunschichtige Welt Ximbalba entspricht den neun jainistischen Wirklichkeiten.Vier Götter mit Kukulcan im Zentrum entsprechen der buddhistischen Lotos-Blume.
Weder im Buddhimsus noch im Jainismus gibt es welche Blutopfer.Das sind opferlose und gewaltlose Religionen.
Und Maya-Religion ist eine Verschmelzung von Janismus,Buddhismus und Shintoismus. Von welchen Opfern kann man da sprechen???Es ist unmöglich, dass da jemals Blutopfer gab.Man schreibt den Jainismus Blutopfer zu. Wenn jemand da jemanden töten würde, würde er den Zusammenhang zwieschen Markokosmos und Mikrokosmos zerstören.Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass alle diese Bilder und Zeugnisse alles andere als der Wahrheit entsprechen.In der Paxis würde das ebenfalls nie funktionieren. Das würde sowohl den gesunden Menschenverstand als auch der Logik widersprechen.Laut Grube war es und Peter Hassler nie möglich, den Brustkorb mit Steinmesser zu öfnen.Laut Peter Hassler gibt es überhaupt keinen authentischen Bericht über welche Blutopfer.
Mich wundert, dass jemand indianischen Jainismus pur Blutopfer zuschreibt.

Der letze Satz von Helmkes

Der letze Satz von Helmkes Rezession: "Hoffen wir also auf einen Teddybären für Mel..." mutet in Anbetracht von Gibsons letzten Film "Der Biber" fast schon phropetisch an :)

Ultraspannend und nahezu

9

Ultraspannend und nahezu perfekt inszeniert. GRANDIOS !

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