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American Gangster

American Gangster
drama , usa 2007
original
american gangster
regie
ridley scott
drehbuch
steven zaillian
cast
denzel washington,
russell crowe,
chiwetel ejiofor,
josh brolin,
lymari nadal, u.a.
spielzeit
157 Minuten
kinostart
15. November 2007
homepage
http://www.americangangster-film.de
bewertung

8 von 10 Augen

Ob "Alien", "Blade Runner" oder "Thelma & Louise" - die großen Klassiker des Ridley Scott liegen nun schon eine ganze Weile zurück. In den letzten 15 Jahren wäre - um in ähnlichen Größen-Ordnungen zu sprechen - da eigentlich bloß noch "Gladiator" zu nennen, die mit fünf Oscars ausgezeichnete Wiederbelebung des Sandalen-Films. Seitdem hat Scott sicher alles andere als schlechte Filme gedreht ("Black Hawk Down", "Hannibal", "Königreich der Himmel"), aber eben auch kein weiteres (Fast-)Meisterwerk.
Nun sollte es wieder einmal soweit sein: mit Washington und Crowe, den Schauspiel-Giganten, der fast märchenhaften (aber wahren) Geschichte vom Aufstieg eines Schwarzen zum Drogen-König von Harlem - das ist der Stoff, von dem sich eine Oscar-Academy beeindrucken lässt. Und so fühlt sich "American Gangster" dann auch an: Auszusetzen gibt's im Grunde nichts, doch schwingt immer ein wenig das Gefühl mit, dass Ridley Scott in erster Linie auf den ersten Regie-Oscar schielt, so wie es einige Kritiker einst auch Martin Scorsese bei seinen letzten Werken vor dem überfälligen Oscar-Gewinn vorwarfen.

Im New York City der 70er-Jahre muss Franc Lucas (Denzel Washington) hilflos mit ansehen, wie Bumby Johnson, einer der führenden schwarzen Gangster-Bosse der Stadt, dessen loyaler Helfer er war, in seinen Armen stirbt. Doch statt dem Ende ist es der Beginn einer neuen Ära: Statt sich dem System zu beugen, in dem die Mafia ihr Monopol auf Korruption aufbaut, wird Franc sein eigener Boss. In einer Stadt und einer Zeit, in der nichts besser weggeht als Drogen, findet er neue Wege, das Zeug billiger und reiner an die Leute zu bringen. Die Machtverhältnisse in New York haben sich verschoben. Dies spürt auch Richie Roberts (Russell Crowe), ein Cop, der Szene und Moral kennt; einer der wenigen, die nicht korrumpiert worden. Mithilfe einer neu gegründeten Einheit versucht er hinter die Identität des neuen "Superstars" von New York zu kommen.

Wie bereits erwähnt ist die Geschichte des Franc Lucas keine kreative Schöpfung, sondern in der Realität verwurzelt. Ihn hat es in nahezu identischer Form tatsächlich gegeben. Im Jahre 2000 wurde seine Geschichte von dem Journalisten Mark Jacobsen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Kurz darauf wurde auch der Entschluss gefasst, diesen Stoff für die große Leinwand zu adaptieren. Die Jahre seitdem zogen ins Land dank zahlreicher Drehbuch-Überarbeitungen, dem in andere Projekte involvierten Wunsch-Regisseur und einem Dreharbeiten-Stopp durch das Studio - es kam einiges zusammen. Nun ist das Epos, selbstverständlich in Überlänge, endlich fertig und rückt erwartungsgemäß vor allem seine beiden namhaften Darsteller in den Mittelpunkt.

Einem von Beiden klebt die Kamera garantiert immer im Gesicht. Da es sich bei Denzel Washington und Russell Crowe unbestritten um zwei der besten Mimen unserer Zeit handelt, dürfte das jedem Zuschauer nur recht sein. Dass beide auch in diesem Film Glanz-Leistungen vollbringen, ist schon fast müßig zu erwähnen.
Interessanter ist da wohl eher die Frage, wer das direkte Duell für sich entscheidet, und das ist - vielleicht ein wenig überraschend - Russell Crowe. Denn Washington mag zwar wieder einmal fast alles aus sich herausholen, doch spukt einem bei seinem Auftritt manchmal das Wort "Autopilot" durch den Kopf. Klar, Autopilot auf extrem hohem Niveau. Aber vereinzelte Gesten und Mimiken haben sich mittlerweile ein wenig abgenutzt, seine Oscar-gekrönte Rolle als Alonzo in Antoine Fuquas "Training Day" beispielsweise war ähnlich ambivalent angelegt und wurde von ihm auch ähnlich gespielt.
Russell Crowe hingegen verleiht seinem Charakter einige weichere Facetten, wie man sie vom neuseeländisch-australischen Prügel-Knaben sonst weniger gewohnt ist. Natürlich hatte er auch in "Gladiator" (phasenweise) oder "A Beautiful Mind" bereits sein anderes, sanfteres Gesicht gezeigt, doch kommt hier noch etwas Neues hinzu; etwas Naives, Schüchternes. Wenn Roberts beispielsweise mit einem Haufen korrupter Cops in Konflikt gerät, zeigt sich Crowe fast schon verängstigt.
Für Russell Crowe ist "American Gangster" ein größerer Schritt als für Denzel Washington, doch im Endeffekt nehmen sie sich nicht viel. Besser lässt sich ein Film kaum besetzen. Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt jedoch: Die Anzahl der Minuten, in denen Washington und Crowe gemeinsam die Leinwand füllen, ist mit bloßen Händen abzählbar. Doch in dieser kurzen Zeit ist es selbstverständlich ganz große Schauspiel-Kunst.

Auch wenn man von diesen beiden Herren einmal absieht, stehen die Zeichen eigentlich auf Meisterwerk. An den tollen Bildern kann man sich kaum satt sehen. Die Locations (an über 150 verschiedenen Orten wurde gedreht) passen perfekt, erzeugen ein stimmiges New-York-City-70er-Feeling. Der Soundtrack fährt eine Mischung aus R&B, Blues, Soul und Funk auf, und fügt sich nahtlos in dieses Bild ein.
Dazu versteht es Scott, ganz im Gegensatz zu einigen seiner anderen Werke, weitestgehend ohne großkotzige Schießereien und Krawumm-Einlagen auszukommen. Nur selten lässt er die Waffen sprechen, doch wenn, dann ist es verdammt hart und intensiv. Dann stellt er klar, in welchem Szenario diese Geschichte eigentlich angesiedelt ist und wer ihre Protagonisten sind, auch wenn sich vor allem bei Franc vieles um Familie und Ehre dreht.

Das alles reicht jedoch trotzdem nur zu einem Film, den man sich gerne (wieder) anschaut, aber sicher nicht auf Platz Eins der Besten-Liste des Jahres setzt. Ridley Scott begeht im Grunde nur einen einzigen Fehler, wenn man es so nennen möchte: Er wagt nichts. Geschichten, die vom steilen Aufstieg und vom tiefen Fall erzählen, gibt es wie Sand am Meer. Diesem Thema vermag auch er - trotz handwerklich absolut astreiner Arbeit - nichts Neues hinzuzufügen.
"American Gangster" unterhält von der ersten bis zur letzten Minute. Aber er begeistert nicht. Nichts davon bleibt auf lange Sicht in Erinnerung. Ob das nun für den Oscar reicht? Martin Scorsese hat ihn dieses Jahr auch für einen Gangster-Film bekommen, noch dazu ein Remake. Die Chancen könnten also bedeutend schlechter stehen.

René Loch

5

Ich gelange zwar zu einem ähnlichen Fazit, aber 8 Punkte sind für einen derart unoriginellen Film der lediglich "gut unterhält" viel zu hoch gegriffen.

5

ja ist ganz nett, mehr aber auch nicht.kein Film, den man sich mehr als 2 Mal ansehen muss.

3

Ich kann die positive Kritik auch nicht ganz nachvollziehen. Hab den Film gestern gesehen und war über das Ausmaß meiner Enttäuschung regelrecht überrascht.

Der Film erzählt im Grunde genommen keine Geschichte. Alles plätschert zwei Stunden lang vor sich hin, einen Handlungsbogen konnte ich nicht erkennen.

Die Figuren werden weder eingeführt noch entwickeln sie sich. In keinen der Charaktere konnte ich mich hineinversetzen. Weder äußere noch innere Spannung waren vorhanden.

Es heißt, die Schauspieler seien klasse in dem Film. Nun, Könner wie Denzel Washington und auch Crowe können, glaube ich, gar nicht schlecht spielen - nur, in diesem Film haben sie nichts zu spielen. Das Drehbuch erzeugt keinerlei Anteilnahme, es gibt keine großen Szenen, keine nachvollziehbare Psychologisierung.

Am Ende bleibt ein Film, den ich nach wenigen Minuten wieder vergessen hatte. Das einzig positive, das er in mir erzeugt hat: Ich bekam große Lust, mir auf DVD nochmal "Der Pate" und "L.A. Confidential" anzuschauen. DAS sind Gangsterfilme...!

8

Kritik stimmt zu 100%!! Sehr guter Film, aber nicht ein erinnerungswürdiger Moment!! Schade...

7

Der Film ist solide gemacht und glänzend gespielt. Es hapert an Konflikt, an Spannung.

6

Ein technisch recht gut gemachter weichgespülter möchtegern Gangsterfilm der leider nur mit einem sehr hohen Langweilfaktor überzeugt und mich leider total enttäuscht hat!
Kann man gucken - Muss man allerdings nicht unbedingt.
Das einzige was lobenswert ist sind die 70er Kulissen,Fahrzeuge und die groovy Musik - und genau dafür gibt es 6 Points!

Da fällt mir noch ein...die Scarface-Kopie des Kinoplakates hätte auch nicht unbedingt sein müssen.

8

Die Kritik trifft ziemlich genau zu. Sehr guter Gangsterfilm mit 2 genialen Schauspielern und einer hervorragenden, an perfektion grenzenden Regie. Allerdings zieht sich der Film an einigen Stellen ein wenig, und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, das ganze so oder so ähnlich schon mal gesehen zu haben. Einige richtig geniale Szenen (z.B. die Verhaftung von Lucas) hiefen den Film aber zusammen mit der überzeugenden Atmosphäre auf deutlich überdurchschnittliches Niveau.

6

Ja, auch ich schließe mich weitgehend der Kritik an... Bin auf 'American Gangster' durch eine lange und lobende Besprechung in der SZ aufmerksam geworden - ansonsten hätte ich mir Ridley Scott nicht unbedingt angeschaut. Für die SZ war der Film eine quasi noch nie erzählte Geschichte des schwarzen Amerikas, Harlems, der 70er Jahre, der schwarzen Musikgeschichte usw.
Bei so hohen Ansprüchen war ich natürlich gespannt - und entsprechend enttäuscht, was hier für Standard-US-Kinokost vorgesetzt wird. Produktionstechnisch alles okay, aber eine Story, die keinerlei Zweideutigkeiten kennt. Sogar Lucas erscheint als durchweg positive Figur, gewaltätig ja, aber durch und durch ein Gentleman. Die kurzen Szenen mit den Drogis und den schreienden Kleinkindern daneben wollen wohl so etwas wie die 'dunkle Seite' der Story zeigen, aber sind eher kitischig als berührend.
Ein wenig krankt der Film auch an den Hauptdarstellern. Denzel W. ist mir wie immer viel zu glatt und Russel Crowe bleibt auch relativ stereotyp. Insgesamt fällt der Film auch als Zeitportrait z.B. gegen Boogie Nights stark ab (auch musikalisch), und bleibt einfach eine schon zig mal erzählte Geschichte ohne besondere Ideen. Klar, unterhaltsam schon, aber auch nicht übermäßig.

10

supa doll, konnte lachen 10*

9

Hallo, ihr Filkritiker da draussen!
Meiner Meinung nach ist dieses Werk Ridley Scott`s stärkstes seit längerem, weil er hier absolut treffsicheres Genrekino abliefert und nicht sich selbst kopiert (wie in "Königreich der Himmel"). Kein selbstverliebtes Regiegeplänkel, sondern stil- und zielsicheres Inszenieren entlang eines sehr guten Drehbuches mit ausgezeichneten Darstellern. Der Film ist sehr lang, hat aber im gegensatz zu "Jesse James" sehr viel zu erzählen -Aufstieg und Fall eines schwarzen Drogenbosses. Das gelingt exterm stimmig, in den dreckigen 70ér mit ihrer tollen schwarzen Musik.
Immer wieder lese ich, der Titelheld Frank Lucas sei zu positiv dargestellt, ich versteh´s nicht, der Typ ist die ganze Zeit beängstigend, auch wenn er seine positiven Seiten hat -Vielschichtigkeit eines Charakters nennt man das. Und was wäre langweiliger, als das Gute und Böse zu zementieren.
Weiters wird die der Drogenproblematik als zu wenig abschreckend kritisiert - finde ich nicht im mindesten. Über Drogen ist soviel geschrieben,gesagt und gefilm worden, dass man bei jeder Neubearbeitung aupassen muß, weil es gleich mal zuviel ist. Ridley Scott zeigt hier neben dem geschäftsmäßigen Umgang mit Heroin nur ganz kurz das Elend des Junkies -mehr ist auch nicht notwendig. Das ist für mich packender Realismus- das Nebeneinanderstellen all dieser Aspekte von Gut, Böse, Familienmensch und brutalem Mörder(Lucas) auf der einen und Familienversager und moralischer Trutzburg(Roberts) auf der anderen, Drogengeld und Drogentod. Und das brauch ich doch bitte nicht mehr moralisch plattzuwalzen wie beispielweise in "Traffic" vom sonst von mir hochgeschätzten Steven Soderberg.
Für mich jedenfall ein wunderbares, vielschichtiges und absolut stilsicheres Gangstepos -und Ridley Scott darf sich wieder mal Gedanken über einen Oscar machen.

5

Gäääähnnn!Das einzige was den Zuschauer wachhält ist die gute Musik.Denzel muss sich mal paar neue mimiken antrainieren.Egal welcher Film -immerzu die selbe Fresse und der gleiche Gesichtsausdruck langweilt so langsam.

7

Ich muss sagen, mir war die Laufzeit des Films einfach zu kurz. Man merkt zwar hier und da den Versuch, den Figuren mehr Form zu verleihen, aber letztendlich scheitert das ganze an der Lauflänge des Films. Parallel hätte eine eine Art Nebenhandlung eines Junkie-Pärchens, dem Zuschauer das Elend näher bringen können, als nur die recht kurzen Ausschnitte der Drogentote in den Slums. 200 Minuten Lauflänge hätte ich mir zweifelsohne angetan. Denn der Film war sehr unterhaltsam. Wahrscheinlich wird der Director's Cut auf DVD erscheinen. Visuell macht American Gangster eine gute Figur, ohne mit übertriebener -Wackel-Doku-Kameraführung- zu nerven. Der Soundtrack strotzt glücklicherweise nicht vor 70er Musik. Die Songs wurden gut gewählt und der Score atmosphärisch komponiert. Washington und Crowe verdienen wiedermal Lob. Wobei beide keine Experimente eingingen und ihre Rolle auf Nummer sicher spielten. Ich glaube, American Gangster wird erst ein großer Film werden, wenn der Director's Cut den letzten Rest des Films zeigt. So war es auch mit Königreich der Himmel. Und davor gab es auch genug Werke von Ridley Scott, die hinterher als Director's Cut erschienen.

7

perfekt inszeniert und gespielt aber so durchgestylt, dass der funke nicht so ganz richtig überspringt; eben kein goodfellas. jackie brown´s filmmusik zu benutzen hat mich gestört weil ich dann gedanklich in einen anderen film versetzt wurde. ansonsten gibt es eigentlich nix zu meckern aber doch fehlt was. schwer zu bewerten ob 10 punkte für perfektion oder 5 punkte wegen der großen distanz paasen...

4

Der Film war sicherlich Handwerklich gut gemacht . Aber begeistet hat er mich überhauptnicht. Ich würde auch nie auf den Gedanken kommen mir den nochmal anzuschauen. Die Geschichte ist mir auch zu oberflächlich erzählt worden. 4-5 Punkte sind schon recht hoch angesetzt.

4

Recht öde und langatmig. Der Film plätschert mit einem stets gelangweilt dreinschauenden Denzel W. von Anfang bis Ende so dahin, sehr fraglich, warum er hier 8 von 10 Augen abstaubt ... ??

10

Ein perfekter Film, ein Meisterwerk.

Der Filmszene-Rezensent Loch trifft mit seinen positiven Kommentaren zum Film, unrecht hat er hingegen mit der Aussage, es bleibe nichts Dauerhaftes. Der gesamte Film ist eine einzige "Dauerhaftigkeit" in sich, die Geschichte ist es, die Bilder sind es, die Charaktäre sind es. Die Zurückhaltung Denzel Washingtons, mit der er Natürlichkeit und Authentizität nachgerade neu definiert, ist oscarreif. Man sollte sich also nicht blenden lassen von den hiesigen Kritikern, die der Versuchung unterliegen, von einer Meisterleistung schmarotzen zu wollen, indem sie sich mittels Kritik an selbiger dieser Meisterleistung ebenbürtig zu machen versuchen.

Man hat noch selten gesehen, wie die Hauptfiguren so gekonnt und mit langem Atem - aber nicht eine Sekunde langweilig - eingeführt und entwickelt werden. In jeden Charakter kann man sich hineinversetzen ob der großartigen Zeichung, der Stimmigkeit der Gesamtkonzeption und der Authentizität von Darstellern, Dargestelltem und Story. Ganz selten gibt es eine derartig virtuose Einheit äußerer und innerer Spannung, die nicht eine Sekunde nachlässt.

Der Film kann durchaus als die Quintessenz des bisherigen Kinoschaffens gelten, als ein Resumee der verschiedensten Stile und Techniken, er ist ein Meisterwerk für die Kinogeschichte.

3

Die Darsteller spielen super, der Soundtrack ist gut - das wars denn auch schon. Was mich besonders gestört hat: die Vermengung maffiöser Strukturen mit der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung - eine Verunglimpfung.

@ Britta - geh besser ins Kochstudio denn von guten Filmen hast Du ja scheinbar keine Ahnung :-))

@ kritiker hoch 10 - schickst du auch einen mann ins kochstudio der nicht deiner meinung ist?

Handwerklich gut gemachte Unterhaltung mit Längen.
Der Film ist für einen guten DVD Abend geeignet. Fürs Kino ist er ein wenig zu öde.
Prost

Muss nochmal kurz reinhüpfen, weil es doch zu schön ist:

"Was mich besonders gestört hat: die Vermengung maffiöser Strukturen mit der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung - eine Verunglimpfung."

Hier sagt es einer ganz offen, was bei den ganzen "Kritiken" an diesem (und anderen) Filmen ebenfalls mit Händen zu greifen ist: es sind die Furze in den Köpfen der Leute, die sich hier ihren Weg bahnen, es sind nicht die Ergebnisse der Anschauung eines Kunstwerkes. Fast alle unterliegen sie hier der Versuchung, der Welt von den Bremsstreifen in der eigenen Unterhose Bericht erstatten zu müssen, anstatt sich einfach nur auf den Gegenstand der Betrachtung zu fokussieren. Aber für sendungsbewusste Deutsche (Männer) ist das bekanntlich eh ein Ding der Unmöglichkeit.

Dass Freund "Locksmith" damit - aus Versehen - eine der vielen kleinen Genialitäten anspricht, die diesen Film zu einer Sensation machen, tut da schon nicht mehr so viel zur Sache.

Und dass dieser Witzbold sich die politische Dreistigkeit erlaubt und meint, man dürfe den Gegenstand seiner persönlichen Marienverehrung nicht verunglimpfen - wo doch jedes Kind heutzutage weiß, dass jeder "Bewegung" per se immer auch eine Tendenz zur Überheblichkeit innewohnt -, tut auch nicht mehr viel zu Sache und ist einfach nur noch Mullah.

@ priscilla2603

möchtest du mit mir um den Abwasch streiten Herzchen?

@ kritiker hoch 10 - ich kann von hier aus sehen, dass das bei dir nicht sauber wird!

6

Ein gut gemachter Film, der nicht weh tut, manchmal etwas zum Denken herausfordert und auch ein paar Szenen hat, die nachhängen. Aber kein würdiger Ridley Scott, kein Muss, keine Neuerung / Aussage / Revolution des Genres, sondern eher Beiwerk der Filmgeschichte. Und das ist dann auch wieder verdammt wenig.

Ridley, 2 Jahre in Klausur gehen und dann einen 180 minütigen Alien 5, b i t t e !
Laß dich nicht von dem AvP-Scheiß entmutigen!

10

Meistens scheitert Begeisterung an zu großer Erwartung. Hatte selbst keinerlei Erwartung und ließ den Film einfach mal wirken. Der Film fing irgendwie an, wie ein fader Cop Film aus den 70 er Jahren. da ich den Film an diesem Abend vorschlug, dachte ich mir schon oje...aber, es wurde ganz anders. ich fand den Film durchwegs spannend. einziger Kritikpunkt vielleicht: der Film erhebt den Anspruch einer realen Geschichte.irgendwie läuft mir die Geschichte von Franc dann zu perfekt ab. so als könnte man jeden braven Schwiegersohn mit einer guten "Idee" doch gleich zum Drogenboss bekehren. so wirkt Franc über viele Strecken einfach viel zu ausgeglichen. Ob das für den Charakter eines Drogenbosses realistisch ist? Ich bezweifle es doch ein wenig. Ansonsten ein Film, den ich mir gerne noch ein zweites Mal anschauen würde.

8

"American Gangster" ist ein wahrhaftes Gangster-Epos geworden, bei dem die knapp 160 Minuten wie im Flug vergehen. Die Story selbst beruht ja auf einer wahren Geschichte und baut so gleich eine Bindung zum Zuschauer auf. Dabei wurde die Geschichte von Regisseur Ridley Scott sagenhaft gut inszeniert und wenn der Zuschauer sich erst einmal auf diese eingelassen hat, wird sie ihn auch bis zum Ende nicht mehr loslassen! Scott erzählt die Entwicklung der Charaktere einfach brillant und führt diese und ihre Eigenschaften besonders gut ein. Die tollen Bilder und der gelungene Soundtrack verstärken die jeweiligen Szenen noch weiter. Der Stil und die Atmosphäre der 70er-Jahre Amerikas wurde großartig eingefangen und wunderbar umgesetzt. Man fühlt sich als Zuschauer wahrlich um 30-40 Jahre in der Zeit zurückversetzt. Einfach klasse! Schauspielerisch ist der Film auf allerhöchstem Niveau, wobei vor allem die beiden Hauptdarsteller besonders hervorzuheben sind. Denzel Washington verkörpert den eiskalten Mafiaboss Frank Lucas nahezu perfekt und verleiht seiner Rolle die nötige Präsenz und Ausstrahlung. Ebenfalls kann Russell Crowe als chaotischer und ehrlicher Polizist Richie Roberts ausnahmslos überzeugen und kann seinem Charakter alle Facetten problemlos verleihen. Sowohl seine chaotische Art also auch die Tiefe und Glaubwürdigkeit meistert er sehr gut. Aber auch die Nebendarsteller reihen sich nahtlos an die Leistungen der beiden an und runden den Film gekonnt ab. Vielleicht zu erwähnen sei hier Josh Brolin als korrupter Polizist Detective Trupo, der die böse Seite der New Yorker Polizei widerspiegelt. Ebenfalls noch erwähnenswert ist das sehr spannende und vor allem sehr gut inszenierte Ende, das wunderbar anzuschauen ist!
Alles in allem ist "American Gangster" ein absolut außergewöhnliches Gangster-Epos der Extra-Klasse, dem das allerletzte Etwas für 10 Punkte allerdings noch fehlt. Aber ansonsten ist der Film allen Filmliebhabern und Filmfans nur wärmstens ans Herz zu legen. Ein absolutes Muss!!

9

für mich ein klasse-film. kann die vielen zweifler hier nicht ganz verstehen. dagegen wirkt doch z.b. ein abgefeierter film wie "the departed" schon fast winzig und null erwähnenswert.
wenn denzel washington hier flach spielen soll - wie flach spielen dann erst damon, di caprio und co ?

gut - einige haben wohl probleme mit dem schwarzen mafia ding (oder vielleicht auch nur mit dem schwarzen-ding?), aber warum eigentlich ?
die ganze ausstattung ist sowieso zweifelsfrei das beste, was es seit langer zeit zu sehen gab. bin echt überrascht. dafür daß ridley scott schon soviele scheiß-filme gemacht hat: hut ab ;-)
schade aber, daß die tolle musik viel zu kurz kommt.
++

10

Ich habe den Film einfach nur genossen! Einfach spitze. Hier überzeugt die Story, der Schnitt, die Ausstatung, die Darsteller.
Die Zeitenwende von den 50er/60er in die 70er/80er kommt unglaublich realistisch rüber. Wer Scarface gemocht hat, wird diesen Film einfach nur lieben.

5

Ridley Scott, Denzel Washington und Russell Crowe sollten besser keine Mob Filme mehr machen...

10

Ich habe den Film einfach nur genossen! Einfach spitze. Hier überzeugt die Story, der Schnitt, die Ausstatung, die Darsteller.
Die Zeitenwende von den 50er/60er in die 70er/80er kommt unglaublich realistisch rüber. Wer Scarface gemocht hat, wird diesen Film einfach nur lieben.

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