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Alien

Alien
scifi-horror , großbritannien 1979
original
alien
regie
ridley scott
drehbuch
dan o'bannon, ronald shusett
cast
sigourney weaver,
john hurt,
ian holm,
tom skerritt, u.a.
spielzeit
117 Minuten
kinostart
homepage

 

"Letzte Meldung vom interplanetarischen Raumfrachter Nostromo. Hier spricht der dritte Offizier. Die anderen Besatzungsmitglieder - Kane, Lambert, Parker, Bratt, Ash und Captain Dallas - sind tot. Ladung und Schiff sind zerstört. Wenn alles klappt, müsste ich in sechs Wochen die Randzone erreichen. Und sollte ich Glück haben, findet mich eine Raumpatrouille. Hier spricht Ripley, letzte Überlebende der Nostromo. Ende der Durchsage."

Zwei Jahre, nachdem George Lucas' "Star Wars" dem Kinopublikum die unendlichen Weiten des Weltraums als aufregenden Abenteuerspielplatz vorstellte, präsentierte der bis dahin noch unbeleckte Brite Ridley Scott den nächsten SciFi-Meilenstein, der eine etwas andere Vision hatte: War Lucas' weit, weit entfernte Galaxie noch ein Ort märchenhafter Fantasien (und von der menschlichen Geschichte bewusst abgetrennt), war bei Scott das All für uns Erdenbewohner vor allem eins: Groß, leer, und sehr, sehr tödlich.
Der vielleicht meistzitiertste Film des SciFi-Genres beginnt mit einer ersten Hälfte, deren missleitende Ruhe in ihrer Wirkung aus heutiger Perspektive kaum noch nachzuvollziehen ist: Von zahllosen Nachahmern auf Schockeffekte und tötungswütige Außerirdische konditioniert, weiß man als filmerfahrener Zuschauer von heute längst Bescheid über den Plot dieses Klassikers. Damals, 1979, war das nicht so: Die langsame Eröffnung des Films lullte den ahnungslosen Zuschauer ein, der von dem ersten Auftritt des Aliens und der rastlosen zweiten Hälfte dementsprechend wirksam überrumpelt wurde. Strukturell erweist sich "Alien" so als Geniestreich, dessen leise Eröffnung freilich auch noch metaphorische Bedeutung hat: Mit schleichenden, sanften Kamerabewegungen und dem zum Überhören komponierten Score von Jerry Goldsmith etabliert der Film das All als Nicht-Lebensraum, in dem die siebenköpfige menschliche Besatzung des gigantischen Fracht-Raumschiffes Nostromo denn auch dem Tiefschlaf frönt. Die meiste Zeit von dem Bordcomputer "Mutter" kontrolliert, bedarf das Schiff kaum einer lebendigen Crew - der Mensch wird zum überflüssigen Begleitpersonal, entbehrlich, wie der weitere Verlauf zeigen wird. Die Crew wird aus ihrem Schlummer geweckt, als der Bordcomputer das Notsignal eines anderen Schiffes auffängt und dementsprechend den Kurs ändert. Über diesen enormen Umweg auf der Reise nach Hause reichlich ungehalten, macht sich die Besatzung dennoch an die Untersuchung des Signals - schließlich werden sie von ihren Knebelverträgen der alles beherrschenden, aber seltsam anonym bleibenden "Cooperation" dazu gezwungen. In dem abgestürzten Raumschiff entdeckt die Crew nun einen Haufen seltsamer außerirdischer Kokons, in denen die wohl übelsten Tötungsmaschinen des Universums heranwachsen - was die Besatzung freilich erst lernt, als es bereits zu spät ist. Ein einziger eingeschleppter Organismus rafft nach und nach die ganze Mannschaft dahin - und wird von einem Mitglied sogar noch in Schutz genommen.

In seinem bodenlosen, finsteren Pessimismus ist "Alien" wirklich die absolute Antithese zum fröhlich-abenteuerlichen "Star Wars". Hier ist alles menschenfeindlich: Der luftleere, endlose Raum, die fremde Spezies, sogar die das Weltraum-Reisen erst möglich machende künstliche Intelligenz, die menschliche Regungen nicht nur nicht kennt, sondern auch systematisch ausmerzt (als Ripley gegen Ende versucht, den Selbstzerstörungsmechanismus rückgängig zu machen, erweist sich dies als unmöglich - das menschliche Zaudern der letzten Sekunde wird vom System als mögliche Fehlentscheidung ausgeschlossen). Wenn Wissenschaftsoffizier Ash die Perfektion des Alien-Organismus lobt ("Ich bewundere seine Reinheit, seinen Überlebenssinn. Unbeeinflusst von Gewissen, Reue, oder Moral."), wird das All-Abenteuer zum puren Überlebenskampf stilisiert: Charles Darwin's "survival of the fittest" ringt in den Ohren, und eines ist klar: In diesem Szenario steht der Mensch nicht am obersten Ende der Nahrungskette. Die Botschaft ist überdeutlich: Verlässt der Mensch die Erde, begibt er sich in einen (Lebens-)Raum, für den er schlichtweg nicht gemacht ist.
Doch damit nicht genug der düsteren Zukunftsvision: Zur Alien-Bedrohung von außen kommt die fast noch unheimlichere Bedrohung von innen durch die hier noch gesichts- und namenlose "Cooperation". Offensichtlich in wenig vorteilhaften Arbeitsverträgen gehalten, wird der Crew das selbständige Denken auch noch abtrainiert. Sinnbildlich hierfür Captain Dallas (Tom Skerritt), der für jede Entscheidung den ohne jede Übertreibung "Mutter" genannten Bordcomputer befragt, und ohne eine Lösung von dort ratlos bleibt. Noch erschreckender wird es schließlich, als die eigentliche Motivation für den Umweg zum Notsignal offenbart wird, und die Erkenntnis einsetzt: Das menschliche Leben ist selbst durch seine eigene Schöpfung nicht mehr geschützt.

Auch abseits dieser düsteren Tiefsinnigkeiten verdient sich "Alien" unter der Führung des wie immer mit brillantem stilistischen Auge inszenierenden Ridley Scott seinen Ehrenplatz in den Annalen des SciFi-Films. Das nervenzerreißende Versteckspiel des Showdowns findet sich in Ansätzen bis heute in jedem ähnlich konzipierten Genre-Stück wieder, ebenso wie die optischen Schauwerte des vom Schweizer Avantgarde-Künstler H.R. Giger entworfenen Alien-Designs. Dessen alptraumhafte, aber dennoch ästhetische Strukturen hinterlassen bleibenden Eindruck - auch wenn Giger sich für seine weitere Karriere in uninspirierten Variationen des Themas verlor und anscheinend nicht mehr Brillanz zu bieten hatte.
Auch wenn der Erfolg von "Star Wars" die Existenz von "Alien" als Gegenpol wahrscheinlich erst ermöglichte - der langfristige Einfluss aufs Genre ist bei Scott's Film der größere. Wohl auch, weil seine Schauermär mehr Variationen zuließ als Lucas' ganz klassisch strukturiertes Märchen. Künstlerisch und finanziell war der Erfolg jedenfalls groß genug, um auch aus "Alien" eine der führenden Franchises im SciFi-Sektor zu machen, die 1986 mit einem Sequel fortgesetzt wurde, welches stilistisch zwar vollkommen anders ausfällt, von der Klasse her dem Original aber in nichts nachsteht (und deshalb auch, neben "Der Pate" und "Terminator", meistzitiertes Beispiel in Diskussionen um die ewige Frage "Können Fortsetzungen so gut sein wie das Original?" ist).

Frank-Michael Helmke

ich habe alien vor kurzem im fernsehen gesehen. der film ansich hat mir sehr gut gefallen aber mich hat in der letzten halben stunde das ständige flackern von lampen im raumschiff gestört...da könnten leute je nen photosensitiven anfall bekommen. hat euch das in irgendeiner weise gestört?

Es gibt kaum einen Film, der mich damals mehr um meinen Schlaf gebracht hat als Aliens. Lief Ende der Achziger im ZDF, hatte ihn mir trotz Verbots seitens meiner Eltern angesehen und war sowas von fasziniert, dass ich danach phantasierte und vor Angst nicht schlafen konnte :-) Die beste Szene überhaupt: Kampftrupp auf dem Weg in die Station und die immer drohender werdende Situation, verstärkt durch das Piepen der Scanner. Genial!!
Einer der wenigen Filme, für den ich damals Mitte der Neunziger 200 km gefahren bin, nur um den Director Cut auf VHS zu bekommen. Ist sowieso die bessere Version. Super Film.

ALIEN -das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt- 11/10:

-habe ich schon ungelogen etwa 40 mal gesehen *g* zählt also zu meinen
Top 3, da gibt es also für mich nicht viel zu sagen.
Ein perfekter Film
-die Directors Cut ist brauchbar aber leider fallen sie durch die
veränderten oder älter gewordenen Synchronstimmen etwas unangenehm
auf
-hab den Soundtrack von John Goldsmitz auf CD

ALIENS -Die Rückkehr- 10/10:

-absolut angemessene Fortsetzung die ohne frage ebenso Genreweisend
war wie Teil 1. Achja! auch etwa 40 mal gesehen (=.=)
-die Director Cut Version allerdings war meiner meinung nach
völlig unbrauchbar und nicht nur weil die Synchronstimmen von
Ellen Ripley und der Crew in den -verständlicherweise- entfallenen
Szenen verändert war, sondern auch weil sie
inhaltlich keinen grossen Wert besitzen
-hab den Soundtrack von James Horner auf CD

ALIEN 3 10/10:

-ebenfalls um die 40 mal gesehen
-Grandiose Fortsetzung der anderen
beiden Teile und stilistisch doch ganz anders
-hab den Soundtrack von Elliot Goldenthal aud CD

ALIEN -die Wiedergeburt- 2/10 (für den Typ im Rollstuhl und Ron Perlman)

-bei diesem Film frag ich mich nur: "Wer war so SCHWACHSINNIG und hat
das ok für dieses komplett verblödete Drehbuch gegeben???"
-ich hab diesen Film 5 mal gesehen , na ok vielleicht auch 6 mal um
herauszufinden ob er wirklich so schlecht ist, ich hab
zwanghaft versucht etwas brauchbares daran zu finden aber ich hab
beim besten Willen nichts gefunden was den Film nur ansatzweise
berechtigt sich als Nachfolger einer der herausragensten
Science-fiction-Horrer Filmreihen zu bezeichnen. NICHTS!!!
-ich würde mir wünschen das der Film aus sämtliches Historischen
Archiven verschwindet als hätte er nie existiert...NIE!!!
-ich weiss nicht ob ich Heulen oder Kotzen muss wenn ich darüber
nachdenke
-schau mir den Film aus Protest nie wieder an!

PS. Alien vs Predator (1 und 2) ist noch viel schlechter!

Ich muss nochmal was hinzufügen. Das mit den völlig unbrauchbaren Szenen in Alien 2 kann ich nicht so stehen lassen von mir. Ich hab nochma darüber nachgedacht um muss anerkennen das sie ja doch nicht so schlecht sind und der Film tatsächlich etwas hinzugewinnt. Was mich halt vorrangig daran stört ist das sie blöde synchroniesiert sind.

10

Ich habe Anfang der 80'er Jahre zuerst das Buch ALIEN von Alan Dean Foster gelesen und war sofort von dem Stoff fasziniert. Danach habe ich mir den Film angeschaut, welcher DAMALS unglaublich realistisch rüberkam. Das Raumschiff NOSTROMO, welches Rohstoffe von weit her zur Erde schleppt und auf dem Rückweg "zufällig" von der Route abweicht um den ersten Kontakt mit Ausserirdischen "unbewusst" aufzunehmen, die Kunst von H.R. Giger, welches einen umhaut, Ripley als erste starke Frau im Weltraum. Die nervenzerfetzende Spannungskurve, die Dramatik, die schauspielerischen Leistungen. ALLES stimmte! Dieser Film ist nicht nur ein Meilenstein der Filmgeschichte, es ist ein Wendepunkt in der Erzählkunst und Schaffenskraft von Menschen, die zusammen gekommen sind um ein Meisterwerk zu erschaffen! Das ist ihnen mit EINEM einzigen Film gelungen! Wenn man sich den Müll der heutigen Zeit anschaut, dann wird die Größe dieses genialen Meisterwerks heute erst richtig bewusst!

"Alien" gehört sicherlich zu

10

"Alien" gehört sicherlich zu den 10 wichtigsten Filmen aller Zeiten.

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