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Abgefahren! - Mit Vollgas in die Liebe

Abgefahren! - Mit Vollgas in die Liebe
romantik-komödie , deutschland 2004
original
regie
jakob schäuffelen
drehbuch
axel melzener
cast
felicitas woll,
sissi perlinger,
sebastian ströbel,
nina tenge,
florian fischer, u.a.
spielzeit
87 Minuten
kinostart
1. April 2004
homepage
bewertung

5 von 10 Augen

Ein Film über illegale Autorennen. Hmmm. Kommt einem irgendwie bekannt vor. Da hat wohl jemand die Schnellen und Furiosen, wollt sagen Wütenden, gesehen. Sowie die Motorradjungs, die hart am Limit liegen etc. et al. Und das Ganze dann auch noch Made in Germany. Oha, denkt man sich da. Der Stammbaum der Beteiligten ist zumindest vielversprechend: Regisseur Jakob Schäuffelen hat die durchaus gelungene Serie "Edel & Starck" mitgestaltet, und den ganz bezaubernden Shootingstar Felicitas Woll kennt man vor allem als Lolle aus der ebenfalls empfehlenswerten Vorabendserie "Berlin Berlin". Aber kann "Abgefahren!" daraus auch einen guten Film über scharfe Typen und heiße Bräute im Milieu von illegalen Straßenrennen stricken?

Die junge Mia (Felicitas Woll) hat einen Traum: Als jüngste Fahrerin bei der legendären Rallye Paris-Dakar dabei zu sein. Ihr so unmädchenhaftes Herumschrauben an Autos sieht Mami (Sissy Perlinger) dagegen gar nicht gern. Durch ein Missgeschick verliert Mia während ihres Jobs als Fahrradkurier ihren Rucksack auf dem Wagen des coolen Cosmo (Sebastian Ströbel). Ihren Job ist sie darauf zwar postwendend los - aber in der Subkultur der illegalen Autorennen plötzlich mittendrin. Auf der einen Seite ist da Cosmo, der örtliche Champion, mit seinem leicht bekloppten Freund Schraube (Florian Fischer), auf der anderen die Mädchengang um die schöne (und schnelle) Sherin (Nina Tenge). Mia wird in die Garagengirlgangaufgenommen, und um beim legendären "Airport Race" dabei zu sein, wird sogar Mamas schnuckeliger Käfer entsprechend aufgemöbelt. Aber bald fliegen auch ohne Anlasser die Funken - und die Fetzen. Trotz seiner Machosprüche fühlt sich Mia zu Cosmo hingezogen - und dieser offenbar auch zu ihr. Dies kann Sherin natürlich nicht recht sein, denn diese hat selbst ein Auge auf Mia geworfen. Und vor der atemberaubenden Kulisse illegaler Autorennen entspinnt sich so ein Drama Shakespearschen Ausmaßes aus Liebe, Eifersucht und Rache.

Nicht. Natürlich ist das hier alles ganz großer Quatsch, ziemlich trashig und hat mehr mit "Manta Manta" zu tun denn mit "The Fast and the Furious". Aber unterhaltsam ist's trotzdem. Auf der Minusseite stehen neben der debilen Geschichte genauso furchtbare Schauspielleistungen von Teilen der Besetzung (am Schlimmsten: die nervtötende Rebecca Mosselmann als Liane) sowie Bilder, die eher Vorabendserien-Niveau halten als Leinwandqualität vorweisen. 
Schade auch, dass man das Ganze dann nicht wenigstens so richtig trashig aufgezogen hat. Mögliche Titel erscheinen sogleich vorm geistigen Auge. "Lesbische Sexkätzchen in Motoröl gegen Vorstadtraser" etwa. Trotz oder wegen der offenkundigen Beknacktheit (so genau ist man sich da nicht sicher) weiß "Abgefahren!" auf ziemlich doofe Art zu unterhalten, das Paar Woll - Ströbel hat wirkliche Chemie, manch Wortgefecht zwischen diesen beiden riecht gar ein wenig nach Screwballkomödien-Vorbildern, und den offenkundigen Charme von Fräulein Woll kann man einfach nicht wegdiskutieren. 
So ist "Abgefahren!" zwar alles andere als abgefahren und liegt im Rennen um wirkliche filmische Klasse und Zuschauergunst ähnlich gut wie ein Minardi in der Formel Eins, fährt aber wundersamerweise dann doch noch gerade so in die Punkteränge.

Simon Staake

10

EIIINFACH gail !!!
ich liiebe diesen Film, könnte ich mir echt jeeden tag ansehn :D hab ihn auch schon auf DVD!

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