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A History of Violence

A History of Violence
thriller , usa 2005
original
a history of violence
regie
david cronenberg
drehbuch
josh olson, john wagner
cast
viggo mortensen,
maria bello,
william hurt,
ed harris, u.a.
spielzeit
95 Minuten
kinostart
13. Oktober 2005
homepage
bewertung

5 von 10 Augen

Tom Stall (Viggo Mortensen) führt das Leben eines guten und einfachen Mannes. In einer typischen amerikanischen Kleinstadt besitzt er ein Café, während seine Frau als Anwältin arbeitet. Die Nachbarn schätzen ihn als freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Und eines Tages geschieht etwas, das sein Ansehen noch deutlich steigert: Als zwei brutale Killer das Café aufsuchen und das Leben von Tom und seinen Gästen bedrohen, erledigt dieser die Schurken in einem gekonnten Handstreich, als hätte er nie etwas Anderes getan. In den Zeitungen ist Tom der große Held, doch ihm selbst scheint der neue Ruhm mehr als nur unangenehm zu sein. Bald zeigt sich auch warum: Einige zwielichtige Gestalten tauchen im Ort auf und wollen mit Tom über alte Zeiten und offene Rechnungen sprechen. Dessen Beteuerungen, er kenne diese Leute nicht, wirken auf Familie und Freunde zunehmend unglaubwürdiger.

Mit "A History of Violence" liefert David Cronenberg zweifellos seinen zugänglichsten Film seit langem ab. Dem Publikum wird diesmal weder anstrengende Kopfarbeit á la "Spider", noch die sonst bei ihm fast obligatorische Mutation menschlichen Fleisches zugemutet. Wobei der Altmeister seinem Thema "Verstümmelung des Körpers" trotzdem irgendwie treu bleibt, nur diesmal halt auf die altmodische Weise in der klassischen Auseinandersetzung Mann gegen Mann. Genau einmal überrascht er uns dabei mit den unerwarteten Fähigkeiten des Tom Stall, während dessen folgende Anwendungen seiner Kampfkunst zwar erneut wie Showeffekte inszeniert werden, dabei aber fast schon den Erwartungen entsprechen.
Und die Formulierung "den Erwartungen entsprechen" führt auch direkt zum großen Manko des Films, denn diese Beschreibung lässt sich auf zahlreiche Szenen anwenden, im Grunde genommen sogar auf alle, die nach dem ersten Gewaltausbruch noch folgen. Ob man als Betrachter nun denkt "jetzt wird er mit seiner Frau darüber sprechen" oder "jetzt wird auch sein Sohn anfangen sich gegen Andere zu wehren" - genau so kommt es, und es ist schon irgendwo bemerkenswert, wie konsequent sich Cronenberg diesmal mit einem klassischen und sehr gradlinigen Handlungsverlauf begnügt. Der mag zwar im Konzept begründet sein, denn wie es der Titel des Films schon suggeriert, wird der Verlauf der gewalttätigen Auseinandersetzungen hier als nahezu unausweichlich und schicksalhaft dargestellt. So ganz zufrieden stellend ist das aber leider nicht, denn ein Film, den man sich selbst zu Ende schreiben könnte (und dabei dann auch tatsächlich zum gleichen Ergebnis kommt) ist nun mal nicht gerade das aufregendste Erlebnis.

So richtig interessant sind da dann nur noch die kleinen Nuancen, in denen der Regisseur von seiner Vorlage abweicht. Bei der handelt es sich nämlich um einen abgeschlossenen Comic-Roman im Stil von "Road to Perdition", und genau wie dort sind die für die Verfilmung vorgenommenen Änderungen durchaus sinnvoll. So verzichtet Cronenberg völlig auf die ausführlichen Rückblenden in Toms Vergangenheit (alles geradlinig hier, wie gesagt) und macht den zunehmenden Einbruch der Gewalt ins Leben der Familie Stall auch mit Hilfe der immer aggressiver ausgelebten Sexualität zwischen Tom und seiner Frau deutlich. Zweifellos einer von Cronenbergs besten Einfällen, zudem Viggo Mortensen und Maria Bello ihre Figuren genau richtig und durchaus glaubwürdig anlegen, auch wenn man Mortensen den zunächst so braven und schwächlichen Tom nicht so hundertprozentig abnimmt.
Seiner Wirkung beraubt sich der Film dann aber letztendlich durch einen völlig unpassend eingesetzten Humor. Während nämlich der von Ed Harris gekonnt verkörperte Charakter des Gangsters Carl noch ziemlich cool rüberkommt, überzieht William Hurt seine Darstellung des Oberbosses gnadenlos und macht den großen Showdown so zur eher unfreiwilligen Witznummer statt zum dramatischen Höhepunkt.
Vielleicht soll dieser Höhepunkt ja aber auch eher das finale Hohelied auf Heim und Familie sein. Nun, zumindest damit hätte der sonst so gern die menschlichen Abgründe auslotende David Croneneberg uns dann irgendwie doch noch überrascht.

Volker Robrahn

10

Mein Gott,
die Kritiker auf filmszene.de halten sich echt für das Maß aller Dinge.
Nahezu alles wird hier wieder mal schlecht gemacht und einem guten Film nur die Hälfte seiner eigentlich verdiennten Punktzahl vergeben.
Ich persöhnlich fand den Film großartig und realistisch in Szene gesetzt.
Der beste Cronenberg-Film überhaupt.
Und egal was oben über William Hurts Darstellung gesagt wird,
sein Auftritt gehört zu den ganz großen Momenten des Films.
Es ist ja gerade das Geniale an Hurts Darstellung, dass es ihm sogar gelingt eine Prise makarberen und pechschwarzen Humor in den Film und insbesondere in seinen psychopathischen Charakter miteinfließen zu lassen.
Denn so herlich fies hat man Hurt noch nicht erlebt. Da war seine Oscarnominierung als bester Nebendarsteller 2006 voll und ganz berechtigt.
Eigentlich schade, dass die beiden Charaktermimen Hurt und Harris als irische Mafiosis keine einzige gemeinsame Szene im Film hatten. Das währe ein interessantes Zusammentreffen zweier brillianter Ausnahemeschauspieler geworden.
Aber trotzdem: Klasse Film!

1

A History of ???

Lässt mann das Violece weg, dann erschließt sich einem die Handlung des Films..
Wer auf ein aufrüttelndes Drama oder gar auf einen Action geladenen Film mit überraschenden Wendungen und zwielichtigen Charaktären hofft wir bitter böse entäuscht!!!

Wem diese rezension nicht gefällt und den Film trotzdem noch schauen will hört jetzt auf zu lesen!

Vielleicht bin ich zu dumm den Film zu begreifen, aber für mich ist er ein trash actioner der neunziger in 2000er Gewand. Der "Held" vereitelt einen Überfall auf seinen Laden, dann BlaBla, dann kommen Gangster und wollen ihn zurückholen, er SCHLACHTET sie ab, seine Familie kommt nicht mehr klar BlaBlaBla, dann vergewaltigt er seine Frau (Warum auch immer???) und fährt nach Philadephia um dort seinen Bruder, der ihn nach kurzem BlaBla töten will, zu töten, er kommt nach hause alles gut ende!!!

Ich hab schon viele Filme gesehen und dieser war einer der schlechtesten. Der gleiche Film mit automatischen Waffen, ausgedehnteren Schießereien und Schwarzenegger/Dolph Lundgren/van Damme in der Hauptrolle und er hätte es nicht mal auf DVD geschafft!!!

Der Sinn/die Message Bleibt im Dunkeln, evtl "Ein Mann muss tun was ein Mann tun muss oder sowas"! Ist halt "Kunst" oder so, kommt bestimmt ma irgendwann Nachts auf ARTE XD

Er ist aber auch kein Action Kracher oder sowas, sondern ein langweiliger, gelaber lastiger Emo-Killer Film!
(ein auge für die doch gut gemachte und bluttriefende (aber doch im Endeffekt überflüssige und kurze) Gewalt/Violence)

Existenz ist auch von dem? Schaut lieber den, der is zwar auch "komisch" aber dennoch fesselnd, intensiv und verspult wie die sau XD Aber History of Violence Gäääääääääääääääääääähn

P.S. Evtl. ein Frauen-Actionfilm XD

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