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Epic: Interview mit den Synchronsprechern Josefine Preuß und Raul Richter

epic pSie hatte in den letzten Monaten großen Erfolg sowohl im Kino mit "Türkisch für Anfänger", als auch auf dem kleineren Schirm mit ihrer Hauptrolle im Mehrteiler "Hotel Adlon". Er ist dagegen schon ein alter Hase im Synchrongeschäft, wurde einem größeren Publikum aber vor allem mit seiner Rolle in "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" bekannt und ist aktuell der Moderator der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar".   Filmszene sprach mit den deutschen Stimmen der Helden aus "Epic - Verborgenes Königreich".

 

Filmszene: Josefine, für Dich ist „Epic“  jetzt bereits die zweite Arbeit als Synchronsprecherin innerhalb kurzer Zeit. Woraus man schließen kann, dass Dir das Spaß macht und Du sowas vielleicht gerne mal zwischen den etwas größeren Schauspielprojekten einschiebst?

Josefine Preuß: Also grundsätzlich lege ich beim Synchronisieren  genauso viel Disziplin und Energie rein wie bei einem Filmdreh, denn diese Arbeit ist mir genauso wichtig. Dass man solche Aufgaben eher angeboten bekommt wenn man aktuell gut im Geschäft und im Gespräch ist, ist natürlich klar. Da haben Erfolge wie das „Hotel Adlon“ sicher geholfen. Es wird ja vielleicht nicht immer so weiter gehen, aber im Moment nehme ich solche Projekte gerne mit und das Synchronsprechen macht mir auch sehr viel Spaß, das stimmt.

Filmszene: Während man Dich bei „Hotel Transsilvanien“ noch bewusst im Paar mit Deinem „Türkisch für Anfänger“-Partner Elyas M’Barek besetzt hat, bist Du diesmal sozusagen „solo“ dabei.

Josefine Preuß: Na, Raúl und ich sind doch aber auch ein echtes Traumpaar, das funktioniert mindestens genauso gut.  Wenn man bedenkt, dass wir hier zum ersten Mal im Team gearbeitet haben.

epic i 1Filmszene: Raúl, Du bist ja schon einige Jahre als Synchronsprecher aktiv, hast damals mit diversen Anime-Serien begonnen. Was reizt Dich daran auch heute noch, wo Du ja mittlerweile auch als Schauspieler und Moderator Erfolg hast?

Raúl Richter: Die Möglichkeit nur mit der eigenen Stimme einer Figur Leben einzuhauchen. Diese ist zwar schon entworfen und es existiert eine amerikanische Vorlage, aber trotzdem haben wir die Möglichkeit uns selbst mit einzubringen, einige Details vielleicht sogar anders oder besser zu machen. Ich renne dabei im Studio manchmal  wild herum und komme richtig ins Schwitzen, aber davon sieht man nichts und am Ende zählt hier einzig und allein was Du mit der Stimme machst.

Josefine Preuß: Man arbeitet da ja wirklich mit vollem Körpereinsatz. Und ich liebe, dass es dann auch für eine Frau wirklich mal  völlig egal ist wie man dabei aussieht. Die Maske hat da nämlich komplett Pause.

Raúl Richter: Wobei ich ja schon glaube, dass man uns bei „Epic“ auch ein wenig aufgrund des Aussehens bzw. der Ähnlichkeit mit unseren Figuren besetzt hat.  Was vermutlich ebenso für unsere geschätzten Kollegen in den Nebenrollen zutrifft.

Filmszene: Wie viele Tage Arbeit stecken denn bei diesen Film da drin?

Josefine Preuß: Bei mir waren es mit Nachdreh vier Tage. Aber Raúl, der alte Profi und erfahrene Synchronsprecher hat dafür bestimmt nur einen Tag gebraucht.

Raúl Richter: Es waren zwei. Aber ich hab da volles Verständnis dafür, wenn man das zum ersten Mal macht und daher etwas länger braucht.

Josefine Preuß: Zum zweiten Mal, bitte. Du hast wohl  vorhin nicht richtig zugehört.

epic i 2Filmszene: Raúl, Du bist aktuell als Schauspieler und auch als Moderator von „Deutschland sucht den Superstar“ regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Ist es Dir trotzdem wichtig, auch weiterhin als Synchronsprecher zu arbeiten?

Raúl Richter: Ja, auf jeden Fall. Ich hatte das Glück im Alter von 12 Jahren in diese Branche reinzurutschen und bin sehr froh, dass ich mir dieses Standbein über die Jahre erarbeitet habe. Das möchte ich mir deshalb auch für schlechte Zeiten erhalten.

Filmszene: Geht es denn für Dich mit einer weiteren Staffel von „DSDS“ weiter?

Raúl Richter: Das weiß ich noch nicht. Denn es weiß jetzt wohl grundsätzlich noch niemand wie es genau mit der Show weitergeht. Aber das ist völlig normal und – glaube ich – doch jedes Jahr so.

Filmszene: „Epic“ taucht in eine faszinierende Welt ein, die sich unbemerkt und fast mikroskopisch klein neben unserer abspielt. Schaut man denn da jetzt mal genauer hin, wenn man so durch den Wald läuft?

Raúl Richter: Also ich hab zumindest noch keine kleinen Wesen auf Blättern oder Spatzen entdecken können.  Ich bin da auch eher realistisch angehaucht, aber es ist sicher interessant diese Welt mal mit anderen Augen zu betrachten. Ich persönlich würde auch gerne mal auf so einem Vogel durch die Gegend fliegen, als Motorradfahrer kommt das meiner Vorstellung von Abenteuer schon recht nah. Pilot war ja mal mein anderer Traumberuf, aber dafür waren meine Augen leider nicht gut genug.

Josefine Preuß: „Epic“ ist natürlich vor allem ein Unterhaltungsfilm, aber wenn die Kinder dadurch mal ein wenig anders auf die Pflanzen- und Tierwelt blicken – und dann vielleicht nicht mehr auf die armen kleinen Nacktschnecken treten – ist das doch auch nicht verkehrt. Also ich möchte bitte in Zukunft keine zermatschten Schnecken mehr sehen!

epic i 7Filmszene:  Gibt es noch eine weitere „Message“, die man aus dem Film ziehen kann?

Josefine Preuß: Einfach mal den Glauben an etwas zuzulassen, das man nicht sofort selbst sehen kann. Und vor allem: Mal auf die Eltern hören! Das ist ja sowieso ein Lebensmotto von mir.  Meine Eltern sind schließlich meine großen Vorbilder und ich finde es großartig, das denen völlig egal ist was ich in Film und Fernsehen mache, denn dadurch ändert zwischen uns überhaupt gar nichts. Die kommen zwar auch zur Premiere, bleiben aber diskret im Hintergrund und werden nie irgendwo öffentlich zu sehen sein. Und das finde ich toll.

Volker Robrahn

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