Dass ein ganzes Dorf innerhalb kürzester Zeit der Hysterie verfallen kann, zeigt der dänische Regisseur Thomas Vinterbergs mit „Die Jagd“ dem Publikum eindringlich. Wie auch in seinem ersten und bisher wichtigsten Film „Das Fest“, mit dem Vinterberg in Cannes 1998 die Goldene Palme gewann, ist auch hier das Thema Pädophilie, allerdings
aus der Perspektive eines Mannes, der unschuldig ist, was ihm aber niemand glauben will.
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Mads Mikkelsen
Die Jagd
Dänische Delikatessen
Wenn man an die dänischen Filme der letzten Jahre denkt, bekommt man schon einen merkwürdigen Eindruck. Besonders die Mitglieder der Dogma-Gruppe verbreiteten ein trostloses Bild ihres Landes, in dem es anscheinend keine glücklichen Familien gibt und/oder die Menschen ganz einfach vom Schicksal gebeutelt sind ("Das Fest", "Italienisch für Anfänger").
Wilbur wants to kill himself
Walhalla Rising
Walhalla ist der Ort der nordischen Mythologie, an dem die gefallenen Krieger, die sich als tapfer erwiesen haben, ihre ewige Ruhe finden. Der Titel "Walhalla Rising" legt nahe, dass es auch der Ort ist, zu dem Regisseur Nicolas Winding Refn ("Pusher", "Bronson") seine Protagonisten führt. In jedem Fall ist es eine Reise ins Herz der Finsternis, egal, ob dieses nun Walhalla, Nordamerika oder schlicht Hölle heißt.
Die Tür
Mit ihrem Filmtitel haben sich die Produzenten dieses Streifens sicher keinen Gefallen getan, denn noch unspezifischer und aussagekraftloser als "Die Tür" kann ein Titel wohl kaum ausfallen.
Casino Royale
Die Debatte, ob Pierce Brosnan noch einmal die Rolle des berühmtesten Agenten der Welt spielen oder wer sein Nachfolger werden solle, war lang und abwechslungsreich, mit einer faustdicken Überraschung am Ende, welche die Puristen der Serie laut aufschreien ließ: Mit Daniel Craig sollte erstmals ein blauäugiger Blondschopf den bisher immer adrett dunkelhaarigen James Bond spielen; Craig, der eher den machohaften, herben Charme eines Dockarbeiters versprüht als die eng
Nach der Hochzeit
Seine Visitenkarte ist das markante Gesicht. Es hat Ecken und Kanten, tiefe Furchen und besonders scharfe männliche Züge. Es scheint, als ob ihm das Testosteron intravenös eingeflößt worden ist. Er ist weit weg von den milchgesichtigen Di Caprios und Damons von Hollywood, und er spielt immer wieder Personen, die vom Leben gezeichnet sind.
Adams Äpfel
Wenn es einer geschafft hat, das Image der Dänen im Ausland zu prägen, dann er: Anders Thomas Jensens Filmographie beinhaltet fast alle dänischen Filme, die man in den letzten Jahren südlich der Flensburger Förde so zu sehen bekam.
Kampf der Titanen
"Das neue große Fantasy-Spektakel in 3D" verkündet uns die Werbung, nur um dann ganz unten auf dem Filmplakat fast verschämt hinzuzufügen "auch in 2D". Und das ist bereits eine feine, wenn auch wohl unfreiwillige Andeutung darauf, dass es eventuell doch nicht ganz so weit her ist mit der Dreidimensionalität.
Coco Chanel & Igor Stravinsky
