Fast scheint es so, als wäre der Begriff „Oscar bait“ für die Dramen des Briten Stephen Daldry und deren Rezeption durch Publikum und vor allem Kritik extra erfunden worden.
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Drama
Extrem laut und unglaublich nah
Tag und Nacht
Studentinnen, die als „Escort-Service“ ihr Geld verdienen, werden heute in Büchern wie „Fucking Berlin“ gefeiert. Doch ist ein Nebenjob im ältesten Gewerbe der Welt für die Elite von morgen wirklich das Richtige? In Sabine Derflingers extensiv recherchiertem österreichischem Drama „Tag und Nacht“
ist diese Form der Prostitution in Wahrheit hauptsächlich banal und alles andere als glamourös.
Und dann der Regen - También la lluvia
Letztes Jahr wollte Spanien mit diesem Streifen den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewinnen."Und dann der Regen" von Iciar Bollain wurde vollkommen zu Unrecht nicht einmal nominiert.
Sarahs Schlüssel
Die Aufarbeitung nationalsozialistischer Geschichte im Film ist kein einfaches Unterfangen. Ein solches Werk darf nicht verharmlosen, aber auch nicht zu verstörend für das Publikum sein, dass sich sonst emotional abschottet. Gleichzeitig aber darf ein solcher Film auch nicht zu kitschig sein und sollte in seiner Wirkung nachfolgende Generationen von Kinogängern dazu bringen, dass es nie wieder zu solchen Gräueln kommen kann. Klingt schwierig, ist es auch.
The Help
Mississippi, Anfang der 60er Jahre: Eugenia Phelan, genannt Skeeter (Emma Stone), hat gerade ihren Collegeabschluss gemacht und kehrt in ihre Heimatstadt zurück.
Rabbit Hole
Vom lieblos produzierten Hollywood-Blockbuster bis hin zum überprätentiösen Arthouse-Film – man macht als Filmliebhaber ja schon so einiges mit im Laufe eines Kinojahres. Das alles natürlich stets in der Hoffnung, dann doch auf ein Filmjuwel zu stoßen, das einem wieder den Glauben an die Magie des Kinos zurückgibt. Genau so eine Perle hatte auch das letzte Jahr zu bieten, nur wirklich mitbekommen haben die deutschen Kinozuschauer davon nichts.
Halt auf freier Strecke
Wenn Menschen auf der großen Leinwand sterben, so werden sie entweder immer schöner wie zum Beispiel in „Love Story“ oder sind bis zum Ende sogar körperlich und geistig unversehrt trotz Hirntumor wie die ätherische Annabel Cotton in Gus van Sants „Restless“.
Eine dunkle Begierde
Anfang der 80er Jahre befanden sich zwei Regisseure im Zenit ihrer Anerkennung unter Horror- und Genrefans, denn beide hatten sich über damalige Konventionen sprengende Frühwerke ins große Hollywoodkino vorgearbeitet, blieben aber auch dort interessant und originell. Doch während es für einen John Carpenter
seitdem sowohl kreativ als auch kommerziell fast kontinuierlich bergab ging, hat dessen Kollege David Cronenberg in den letzten 25 Jahren
Black Brown White
Erwin Wagenhofer hat sich bislang vor allem als Dokumentarfilmer einen Namen gemacht und mit seinen grandios erarbeiteten Filmen "We feed the world" und "Let's make money" sehr wirkungsvolle Agitationshilfen für Globalisierungs- und Neoliberalismuskritiker vorgelegt. Sein erster fiktionaler Spielfilm bezieht seine Inspiration aus ähnlichen Gefilden, erweist sich aber leider als längst nicht so überzeugend. Vor allem, da es dem ausgezeichneten Dokumentaristen Wagenhofer an dramaturigschem Gespür für eine fiktive Geschichte mangelt.
Die Liebesfälscher
Da dies ein Film über zufällige Irritationen, über die Ausstrahlung eines Originals und die Verwechselbarkeit einer Kopie ist, sollten wir erstmal vom deutschen Verleihtitel ein bisschen Abstand nehmen. Ohne allzu kleinlich zu wirken: In Abbas Kiarostamis „Die Liebesfälscher“ geht es eben nicht um das suggerierte Fälschen, also das bewusste Nachahmen von Dingen zu Betrugszwecken.
